Ausgabe 
16.1.1923
 
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16. Januar

1923

Amtsvertiilldiguiigsblatt

für die Proviiyialdirektion Gberheffen und für das Kreisamt Siesten

_______________- ®Tfc&eint ^engta« und Freitag. Dur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 75.- vierteljährlich

Nr. 5 ------------

Bckan»»tmachttttg.

Betr.: Die Wahl zum Provinzialausschuß der Provinz Ober­hessen.

... Auf Grund der Vorschrift des § 9, Ziffer 3 der Wahlordnung für die Wahlen der Kreis- und Provinzialausschüsse, vom 9 Juli 1919, teile ich nachstehend die Damen der Mitglieder des Wahl- gusschusses für die Wahl des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen zur öffentlichen Kenntnis mit:

1. Provinzialdirektor Matthias, Vorsitzender

2. Schulrat Martin Fischer, Beisitzer.

3. Lehrer Georg Kling, Beisitzer.

4. Redakteur Friedrich Detters, Beisitzer.

5. Provinzialsekretär Schüllermann, Schriftführer.

Gießen, den 13. Januar 1923.

Matthias, Provinzialdirektor.___________

Bekanntmachung.

Betr.: Die Wahlen des Provinzialausschusses der Provinz Ober- Hessen.

^^A'chöru'M des Provinzialausschusses habe ich Termin zur 'Wahl der Mitglieder und Ersatzmänner des Provinzialaus- schusses der Provinz Oberhessen auf

Samstag, den 10. Februar 1923,

, , vormittags 101/- Ahr,

festgesetzt.

. ®e.r, VtDbin5iattag hat 8 ONitglieder und 8 Ersatzmänner aus

<)0hl ocr in Prvvinslaltag toä l)Ibaren Angehörigen der Prv- vinz nach den Grundsätzen der Verhältniswahl zu wählen. Die Wahl findet von lO1/^ bis 11 Uhr vormittags in dem Sitzungs­saal des Degierungsgebäudes, Landgraf-Philipp-Platz Dr. 3 statt.

Gießen, den 13. Januar 1923.

Matthias, Provinzialdirektor.

Bekanntmachuttg.

B e t r.: Die Abhaltung von Amtstagen in Grünberg und Hungen. Freitag, den 2 6. Januar 1923, vormittags 91/. bis 1 Uhr findet im Rathaus zu Grün berg und

Freitag, den 2. Februar 1 92 3, vormittags 91/- bis 1 Uhr findet im Rathaus zu Hungen Amtstag der unterzeichneten Behörde statt.

Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Grunberg, Homberg und Lanbach können an dem Amtstage in Grunberg Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichts- bezirken Hungen, Lich- uni> Aibbcr an bem Amkstag in Hungen vorgebracht werden.

Die Bürgermeistereien der in den genannten Amtsgerichts­bezirken gelegenen Gemeinden des Kreises werden beauftragt vor­stehendes in ihren Gemeinden wiederholt ortsüblich bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 12. Januar 1923.

Kreisamt Gießen.

Matthias.

3.

4.

5.

Bekanntmachung.

Betr.: Kreistagswahl vom 19. Dovember 192'2

Der Kreisausschuß des Kreises Gießen hat in seiner heu­tigen Sitzung folgendes fest gestellt:

Bei der am 19. November 1922 vorgenvinmenen Wahl zum Kreistag sind folgende Stimmen abgegeben worden:

1. für den Wahlvorschlag mit dem Kennwort:Kommunistische Partei Deutschlands" 1403 Stimmen

2. für den Wahlvorschlag mit dem Kennwort:Vereinigte Sozialdemokratische Partei" 13 653 Stimmen

für den WahlvorschlagZentrumspartei", beginnend mit dem Damen Philipp Weidemann, Justizrat und Staats­anwalt Gießen 664 Stimmen

für den WahlvorschlagDeutsche Demokratische Partei" be­ginnend mit dem Manien Kreuzten, Günther, Bürgermeister Gießen, Frankfurter Straße 3 2638 Stimmen

für den Wahlvorschlag mit dem KennwortDeutsche Volks- Partei", beginnend mit dem Damen Landgerichtsrat Richard Schudt, Gießen 4603 Stimmen

wr den Wahlvorschlag mit dem Kennwort:Vereinigte Stadt- und Landliste" 12 881 Stimmen.

mit gBcrbun£*n toaren Wahlvorschlag 3 mit 4, Wahlvorschlag 5

Es sind gewählt:

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.

14.

15.

16.

17.

18.

19.

20.

21.

22.

23.

24.

25.

26.

27.

28.

29.

30.

Heinrich Bausch, Metzgermeister in Grünberg.

Jakob Becker, Landwirt und Sparkassenrechner, Kesselbach Georg Beckmann, Reichstagsabgeordneter, Gießen.

Johann Karl Denner, Gewerkschaftsangestellter Wieseck Friedrich Dommersheiin, Landwirt in Langsdorf Wilhelm Fenchel, Landwirt in Ober-Hörgern.

Ferdinand Germer, Stuhlschreiner, Heuchelheim

Heinrich Gottmannn, Landwirt in Gießen.

Ludwig Haas, Zigarrenfabrikation, Steinberg

Karl Hildebrand, Eisenbahner, Gießen, Leihgcsterner Weg 18 Paul Hornberger, Rechtsanwalt, Gießen.

Diarianne Hüter geb. Weber, Hausfrau, Gießen.

Gunther Krenzien, Bürgermeister, Gießen, Frankfurter Str 3 Georg Lind, Rechtsanwalt, Grünberg (Hessen).

Georg Friedrich Müller, Bürgermeister und Landwirt in Bellersheim.

Otto 21tii[[er, Eisenbahnsekretär, Reiskirchen.

Adolf Doll, Fabrikant, Gießen.

Carl Rinker, Zimmerobermeister, Donnenroth bei Hunoen Heinrich Rohrbach VIII., Schlosser, Lollar.

Heinrich Rudlos, Land- und Gastwirt, Trais-Horloff.

Ernst Ludwig Sack, Metzgermeister, Gießen Gilbert Sames, Landwirt in Dettenhausen.

Konrad Anton Schaunp Landwirt in Lang-Göns Willy Schilling, Parteisekretär, Lollar.

Richard Schudt, Landgerichtsrat, Gießen.

Ludwig Wagner, Landwirt und Bürgermeister Geilshausen.

Karl Weigand, Installateur, Großen-Linden.'

Otto Weißgerber, Studienrat, Gießen.

Heinrich Weh II., Bürgermeister und Landwirt, Holzheim.

Heinrich Will VIII., Landwirt in Treis a. d. Lda.

Gemäß Art. 60 des Gesetzes vom 19. August 1922 über die s ,.eE Stadtverordneten und Gemeinderatsinitglieder sowie Der vtAgßeder der Kreis- und Provinzialtage wird vorstehendes zur öffentlichen Kenntnis gebracht.

Gießen, den 10. Januar 1923.

Der Wahlkommissar.

Welcker, Ober-Regierungsrat.

Bekanntmachung.

D e t r.: Kreistagswahl.

.. ®ec Beschlnh des Kreisausschusses Gießen über die am 19. November 1922 stattgehabte Kreistagswahl vom 15 Januar 1923 liegt ab 14 ^age beim Kreisamt Gießen, Zimmer Nr.'10 offen.

innerhalb der Offenlegungsfrist können von den Siimmberech- tlgten gegen den Beschluß des Kreisausschusses bei dem Kreis­direktor Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden.

Gießen, den 10. Januar 1923.

Der Kreisdirektor. I. D.: W e l ck e r.

Betr.: Bekämpfung der Anwerbung zur Fremdenlegion.

An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.

Es besteht Veranlassung, erneut und mit besonderem Nachdruck aus dw Gefahren hinzuweisen, die unserer Jugend in der Fremden­legion drohen. Es muß mit Bedauern'fest gestellt werden, daß die Anwerbungen zur Legion ihrer Zahl nach nicht geringer toeroen

r rlrfUc!bcr daran zu zweifeln, daß in der großen Mehrzahl die pingen Leute sich freiwillig bei den französischen Werbebureaus emfinöen. Nach Mitteilungcher französischen Presse sollen allwöchentlich rund 100 Deutsche angeworben werden, und der Andrang soll sogar so groß fein, daß diese hundert aus einer 9toBeren Anzahl von Bewerbern ausgesucht werden können, ^cach den von der zuständigen deutschen Stelle angestellten Er­mittelungen muß angenommen werden, daß diese Zahlen nicht zu hoch gegriffen sind. Unter diesen Umständen wird man die sich letzt hausenden Nacyrichten über zwangsweise Anwerbungen

^besetz en reutschen Gebiet mit Vorsicht aufnehmen müssen Es scheint leider Tatsache zu fein, daß die französischen Werbe-

cid)t '"ehr nötig haben, ihre Zuflucht zur zwangs­weisen Anwerbung zu nehmen. a

®cr Neichsregierung ist es in einer Reihe von Fällen gelun­gen, junge Leute, die minderjährig in die Legion gekommen