Ausgabe 
23.8.1848
 
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Lärmen, als ob die Frösche einen König ausriefen. Da ziehe ich denn auch die Stiefeln an, um mit dem Vaterlande unterzugehn, wenn die Berliner es nicht halten könnten. Der Mond stand so trübe am Him mel, als ob er weinen wollte über die verständige Hauptstadt.

Plötzlich trat mein Wirth herein, ich halte ihn in der Angst bereits für verwundet und die Barrikade schon für verloren.

Ach, lieber Herr, bleiben Sie man ruhig, das ist gar Nichts, nur eine allnächtliche Katzenmusik.

Nun, das muß ich sagen, die Berliner verstehen sich auf Alles, aber das Vertrauen und die Geldmaus zu locken, das verstehen sie nicht.

Erwiederung.

Die in der Sprechhalle vom 8. August an mich ergangene Aufforderung das in einer der letzten Volks versammlungen in Betreff einiger Jaup'schen Gerüchte Gesagte zu veröffentlichen, veranlaßt mich nicht den selben nachzukommen. Einmal ist es gewiß nicht ge

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heimnißthuerisch, wenn man etwas vor etwa 500 Leuten erzählt, und zweitens habe ich die feste Ueber zeugung, daß ich nichthinter dem Rücken des Herrn Jaup gesprochen. Denn mir(und viel leicht auch den Freunden des Rechts und der Wahrheit) ist es bekannt, daß Alles was in ganz Hessen über das jeweilige Ministerium gesprochen und gedruckt wird, brühwarm nach Darmstadt geliefert wird. Gießen stellt bei diesen Denunciationen das be deutendste Contingent. Wenn den Freunden der Wahr heit u. s. w. es drum zu thun ist, meine Rede eine noch weitre Verbreitung zu verschaffen, so muß ich denselben diese Mühe selbst überlassen und ich habe nur zu wünschen, daß die während meiner Rede ange fertigten Notizen recht wahrheitsgetreu ausgefallen sind. Theodor Götz.

Leise Anfrage. Dürfen Knechtsdienste, welche der Lehrer als Kir chendiener, dem Pfarrer leistet, aus dem Kirchenkasten bezahlt werden?(Siehe wilde Rosen Nr. 20. u. 21.)

Intelligenzblatt.

1666) Gießen. Alle diejenigen, welche im Jahr 1848 Holz in Königl. Preuß. Waldungen gekauft und noch nicht bezahlt haben, müssen die Zahlung unfehlbar innerhalb 8 Tagen leisten.

Gießen den 21. August 1848.

Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1618) Gießen. Diejenigen, welche mit der Bezahlung 1) des im Juli fällig gewesenen 2. Ziels der Communal⸗Steuer und 2) der Schulgelder vom 2. Quartal d. J. von den gegewärtig schulpflichtigen, wie auch von den auf Pfingsten d. Is. con⸗ firmirten Kindern noch im Rückstande sind, werden hiermit an dieselbe mit dem Anfuͤgen erinnert, daß solche binnen 14 Tagen an die Stadtkasse geleistet werden muß. Gießen am 15. August 4848. Stadtrechner Enders. 1661) Gießen. a Jagdverpachtung. Samstag den 26. August d. J., Mittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die Ausübung der Jagd in hiesiger Gemarkung, in 2 Abtheilungen, auf drei Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Crumbach den 20. August 4848. Der Bürgermeister Weber. 1668) Oberbessingen. Jagdverpachtung.

Die der Gemeinde Oberbessingen zustehende Jagd

soll Montag den 28. d. M.,

Mittags 12 Uhr, für 3 Jahre auf hiesigem Rathhaus verpachtet wer- den, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. i

Oberbessingen, den 241. August 1848.

Der Buͤrgermeister Serth.

1650) Ruttershausen. Jagdverpachtung.

Da die dahier heute verpachtete Jagd für das letzte Gebot zu 24 fl. nicht genehmigt worden ist, so ist anderweitige Verpachtung auf

Donnerstag den 24. August, Morgens um 10 Uhr, anberaumt worden, wozu man aufs neue Steiglieb haber einladet. Die Versteigerung wird auf dem Büͤrgermeisterei Büreau vorgenommen. Ruttershausen am 18. August 1848. Der Bürgermeister Klinkel. 1672) Saasen. Jagdverpachtung. Dienstag den 29. August d. J., Vormittags 10 Uhr, soll die Jagd circa 2000 Morgen haltend in der Gemarkung Saasen, in dem Büͤreau-Local des Un terzeichneten auf 3 Jahre meistbietend verpachtet werden. Saasen am 20. August 1848. Der Buͤrgermeister Bach. 1615) Rodheim. Freitag den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen dahier verschiedene Arbeiten, als: 1) Dachdeckerarbeit am Kirchthurm, veranschlagt zu 5 32 fl. 40 kr. 2) Das Dach am Spritzenhaus um zudecken, veranschlagt zu 3) Die Feuerspritze mit Oelfarbe an zustreichen, veranschlagt zu 2 2 8 4) Die Anfertigung eines Stegs über

die Bieberbach, Zimmerarbeit, ver⸗

anschlagt zu 5 5 4 23 12 versteigert werden.

Rodheim am 17. August 1848. Der Beigeordnete Platt.

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