Ausgabe 
7.4.1848
 
Einzelbild herunterladen

Juli man

chen

und te), ieilbt. itte

Zu⸗ pen⸗ man men des f der ihrer

mer, Ssus etter⸗ varz⸗ heiten den aume abge⸗ lich. durch arken g ist

spät ingen

Holz⸗ etwas seine zen, fliegt Seine 5täm⸗

Wäl⸗

haus igen, eim für eben.

Sprechhalle

für

zeitgemäße Mittheilungen.

Nr. 2.

Freitag den 7. April

188.

Dieses Blatt erscheint künftig wöchentlich 2 Mal, Dienstag und Freitag. Der Pränumerationspreis ist vierteljährlich 36 kr. Ein rückungsgebühren per Zeile 2 kr. Auswärts abonnirt man sich bei den zunächst gelegenen löbl. Postamtern; in Gießen bei der Expedition, Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Plangemäße Beiträge wolle man an die Redaktion dieses Blattes abgeben. Anonvme Einsendungen werden nicht

berücksichtigt.

Der Freiheit Drang. (Triolet.) O grolle nie der Freiheit heißem Drange, Er gibt dem Geiste höheres Erglüh'n! Laß nicht die Göttliche vorüberzieh'n. O grolle nie der Freiheit heißem Drange, Er trägt das Herz im dunklen Erdengange Zur goldnen Pforte bess'rec Tage hin. O grolle nie der Freiheit heißem Drange, Er gibt dem Geiste höheres Erglüh'n! Theodor Loos.

Die Bitteri ade. (Episch komische Hyperbel.) Erster Gesang.

(Jortsetzung)

(Mancher behauptete schon, es sey von der Länge der Jahre, Erst trüg die Wolle sich ab, daß der nackte Faden heraus⸗ 5 sieht, Dann erst bilde sich die Kruste durch äußeren Ansatz, Deckend die nackten Fäden des abgetragenen Tuches.) Was den Kragen betrifft, der eisenschwer ihm herabhängt, Könnte ein Seifensieder, wenn er fleißig verführe, Einige hundert Pfund der feitsten Lichter bereiten. Tief find die Taschen geschlitzt, und vom Gebrauch noch erweitert, Eine gefüllt mit der Dos' und dem rothbraunen Schnupf tuch, Leer gehalten die andere, wohl zu verschiedenen Zwecken. Seines Hauptes Bekleidung ist eine dunkele Mütze, Deren Farbe wohl kein sterblicher Mensch kann erforschen, Die ist verseh'n mit dem Schirm, der seine Augen be schattet. Auf die Nase nun setzt er die allerschwerste der Brillen, Die nur jemals hat eine menschliche Nase getragen. Ausgerüstet nun so geht er zum Stier zur Versammlung, Um dem bittern Geiste, dem schützenden, häufig zu opfern, Und wo die Männer schon seiner im Kreise da harren. Alle haben die Zeitung vor sich und lesen sie emsig, Forschend, was es wohl Neues in der politischen Welt gibt, Ihnen ist stets am Herz das Wohl der Völker gelegen: Mit Energie beseelt bestrafen sie jeglichen Frevel, Den ein Kaiser sich anmaßt, ein König oder ein Herzog; Jenen strafen sie blos, indem sie ihm ernstlich verweisen, Dort den setzen sie ab, und diesen, o blut'ges Entsetzen!

Strafen sie gar mit dem Tod, und jenen mit der Ver⸗ bannung; Diesen setzen sie, wie milde, blos in's Gefängniß, Bis er Bess'rung verspricht, dann wird er wieder befreiet. So verfahren sie nun mit den Fürsten, mit den Ministern, Angestellten, Soldaten, den Geistlichen, wie auch dem Landmann, Stets gerecht; doch sagte wohl mancher, feindlichen Sinnes: Ihre eigene Pflicht vergessen sie freilich darüber, Niemals hört man sie sprechen vom Bürgerstande, was sie sind; Stets nur greifen sie in die Winkel anderer Fächer. Und gerathen so, wie's natürlich ist, immer auf Unrath, Den sie breit dann treten und waschen nach Wunsche des Herzens, Aber in's Reine nie mit gelangen, so heftig sie schaffen? Laut oft lieset die Zeitung der Präsident mit dem Bittern Vor, und gibt sie dann ab dem untergeordneten Nachbarn, Oer ihm in seiner Verwaltung als wackrer Gefährte zur Seit' steht, Auch an Jahren viel jünger und kräftiger ist von Ge⸗ sundheit. (Forts. folgt.)

Das deutsehe Parlament, oder:

die Gesammt-Verfassung Deutschlands.

1. Was versteht man darunter?

In der jetzigen großen, vielbewegten Zeit, in welcher die Freiheit Deutschlands fest und auf ewig begründet werden soll, und in welcher daher alle freisinnigen Ideen und Einrichtungen rascher noch als der wahrhaft seltene Frühling dieses Jahres keimen, treiben, sprossen, sich entfalten und blühen, hat ein jeder Ueberlegender schnell die Feststellung einer Gesammt-Verfassung für das ganze deutsche Vaterland als die wichtigste aller Anstalten zur Gewähr der deutschen Freiheit erkannt. Deutsch land war seit langen Jahren in sich selbst zerrissen, und wenn es auch bis vor etlich und vierzig Jahren noch dem Scheine nach ein gemeinschaftliches Ober haupt hatte, so war es doch schon längst in der Wirklichkeit nicht viel, besser, als wäre es gar nicht da; seit Napoleons Zeit ging es ganz in verschiedene Staaten auseinander, die, nachdem das französische Joch von uns abgeschüttelt war, durch die Verbin

*