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Hingebung gekämpst hast, für welches Dir kein Opfer zu groß dünkte: der Einheit und Freiheit Deutschlands!
Ja wir halten Dich für den rechten Mann, für den muthigen Kämpfer ohne Furcht und Tadel, der mit edlem Selbstvertrauen jedem Gegner kühn ins Auge blickt, der nicht ermatten wird, für Deutschlands Ruhm und Ehre zu streiten, wie auch blinder Haß und kleinliche Leidenschaft sich an seine Fersen heften mögen!
Schreite muthig vorwärts, wackrer Kämpe, muthig vorwärts auf der betretenen Bahn, und wie Dich der Zorn der Fürsten nicht schreckte, so wirst Du auch nun vor der Wuth des verblendeten Fanatismus nicht zurückbeben!
Schreite Vorwärts, großer Bürger, aufrichtiger Patriot, und das dankbare Vaterland wird Dein An— denken segnen, unsere Enkel werden mit nicht weniger Stolz und Ehrfurcht Deinen Namen nennen, als Nordamerika seinen großen Bürgern Washington und Franklin zollt!
Lange schon von der Bewunderung Deiner Größe erfüllt, sehen wir uns gedrungen dies öffentlich aus— zusprechen und damit zu antworten auf die Provoca— tion an das Urtheil der deutschen Nation in der 109. Sitzung der Nationalversammlung; und wenn wir uns auch nicht vermessen, im Namen der ganzen Na— tion aufzutreten, so glauben wir doch aus dem Herzen des größten Theils derselben gesprochen zu haben.
Friedberg am 16. November 1848.
(Folgen die Unterschriften.)
Politische Amschau.
Beim Arbeiterverein in Gießen reichen jetzt die Gesellen einiger Gewerbe Bitten ein, um Abschaf— fung des von den Meistern gebräuchlichen Anredens mie Du. Bei den Küfern ist das Du bereits abge— schafft bei den Metzgern und Bäckern in nächste Aus⸗ sicht gestellt.
Vergangenen Freitag wurden endlich die seit 10 Wochen Gefangenen, Becker, Bopp, Leistner und Dern burg, ihrer Haft bis zur Fällung des Ur- heils entlassen. Der Jubel der demokratischen Partei war hierüber eben so groß, als die Entrüstung über die Gefangennahme. Sonntag Abends wurde den „freien“ Männern ein Ständchen gebracht, worauf Becker mit einem Hoch auf die Frauen, Bopp mit einem auf die Zukunft, Dernburg mit einem auf seine Freunde Hillebrand und Fendt, und Leistner mit ei— nem auf die Gießener Bürger entgegneten. Nächsten Sonntag wird zu Ehren der genannten Herren ein Ball veranstaltet, woran Mitglieder der demokratischen Vereine für 12 kr. Antheil nehmen können.
Der constitutionelle Volksverein der oberen Wetterau zu Hun zen hat die National— Versammlung in einer kräftigen Eingabe gebeten, der Ungebühr einzelner Abgeordneten zu steuern, welche nicht anstehen, öfters ohne alle Entschuldigung die Sitzungen der Nationalversammlung zu versäumen und zuweilen noch dabei außerhalb der Paulskirche die Thätigkeit ihrer Amtsgenossen herabzusetzen und damit die Wirksamkeit der Nationalversammlung zu unter⸗ graben. An die II. Kammer unserer Stände hat der- selbe Verein, gleich bei ihrem Zusammentritt, den Antrag auf gänzliche Abschaffung des Census und Unmittelbarkeit der(ortsweise vorzunehmenden) Wahlen gestellt.
gulirt wurde.
Heute fand auf hiesigem Rathhaus die erste Sitzung des Bezirksraths statt, wobei Pfarrer Steinberger
von Grünberg zum Präsidenten und Kaufm. Heinrich
Ferber von hier zu dessen Stellvertreter gewählt wur— den.(Die Sitzungen sind öffentlich.)
Die Ersparnisse, welche die Gr. Hess. Regierung bereits eingeführt hat und ehestens noch eintreten las— sen wird, sind über 500,000 fl., namentlich bei den Lasten und Abgängen 30,000 fl., im großherzoglichen Hause 75,000 fl., durch Wegfall der Apanage des Erbgroßherzogs, während die Cvilliste des jetzigen Großherzogs noch zu bestimmen bleibt, im Militär durch verschiedene einzelne Ersparungen 25,000 fl., im Staatsministerium und Staatsrathe 10,860 fl., im Ministerium des Auswärtigen durch Einziehen der Gesandten ꝛc. 41,300 fl., im Bereiche des Ministeri⸗ ums des Innern durch Aufhebung der Kreisräthe ze. 20,000 fl Das Finanzministerium wird alsbald gleichfalls bedeutende Ersparnisse eintreten lassen durch Vereinigung verschiedener Branchen und Behörden, wie der Oberfoestdireetion und Oberfinanzkammer der Obereinnehmer und Rentbeamten, der Obersteuerboten und Domänenboten, Verminderung der Forst- und Baubeamten ze. In sämmtlichen Zweigen des Bau⸗ wesens, welche auf die nöthigsten Reperaturen be— schraͤnkt wurden, werden allein 224,684 fl. erspart, wovon 140,000 fl. bei den Straßen. Bei dem Ka⸗ taster und den Grundrenten zusammen 38,000 fl. ꝛc. Die Verminderung im Etat des Staatsministeriums ist hauptsächlich Folge davon, daß der dirigirende Staatsminister Jaup bei Uebernahme dieses Amtes keinen höheren Gehalt in Anspruch nahm, als er vor— her in der Eigenschaft eines Staatsraths bezog und daß die Stelle eines Finanzministers nicht wieder be— setzt, vielmehr dem Vorstande des Finanzministeriums, Director v. Schenk, nur ein Gehalt von 3000 fl. re⸗ Es läßt sich unter diesen Umständen erwarten, daß nach der neuerdings getroffenen zweck— mäßigen Einrichtung, wonach die verschiedenen Mini— sterien nicht mehr mit Ministern, sondern mit Direc— toren besetzt werden sollen, auch der Gehalt des Ju— stizministers(6000 fl. einschließlich des Repräsenta⸗ tionsgehaltes) in ein entsprechendes Verhältniß gebracht werden wird. Ohne Zweifel wird dieses Bestreben der Staatsregierung, die gegebenen Zusagen zu erfüllen, dankbar anerkannt werden. Indessen können leider, trotz der erwähnten Ersparnisse, von den bestehenden Einnahmen keine nachgelassen werden, weil der Mili— tär⸗Etat durch die eingetretenen Zeitereignisse bei wei— tem die gewöhnlichen Summen, die bewilligt waren, überschritten hat, weil die Reichslasten sich viel hoͤher belaufen, als die im Budjet vorgesehenen Bundeslasten
und weil in Hauptzweigen der Einnahmen, im Ertrage
der Domänen und indirecten Auflagen sehr bedeutende Ausfälle stattfanden. Dieß der Grund, warum die bisherigen Abgaben sämmtlich forterhoben werden sollen und die neue außerordentliche Einkommensteuer noch dazu kommt.
In der heutigen 128. Sitzung der verfassungge⸗ benden Reichsversammlung(unter dem Vorsitze des Präsidenten v. Gagern) wurde die Präsidentenwahl vorgenommen, welche mit 313 unter 415 Stimmen wiederholt auf H. v. Gagern fiel.
Die Leiche Nobert Blums soll nun wirklich ausgeliefert werden.
Marosch Vasarhely ist vom 4. bis 6. No⸗
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