Ausgabe 
4.4.1848
 
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Die Geschichte ist: Der kühne Griff Louis Phi lipp's nach der spanischen Krone überzeugte Lord Palmerston von der Nothwendigkeit, die Explossion des Kontinents von statten gehen zu lassen. Das war keine Kunst, denn der Brennstoff war da. Oesterreich wurde in Sieilien in die Ferse gestochen, und das alte Oesterreich fiel, zum Tode getroffen, hin. Für den vorhergesehenen Fall Oesterreichs an eine mögliche Verjüngung Oesterreichs dachte man nicht war von Seiten Englands die Hegemonie über Deutschland schon seit langer Zeit Preußen zu gesichert; es bestand dafür längst ein geheimes Ein⸗ verständniß zwischen England und Preußen. Es kam für die preußische Staatskunst nur darauf an, sich auf eine geschickte Weise aus der Schlinge der österreichisch-russischen Allianz zu ziehen; dies geschah mit Hülfe der bekannten preußischen Konstitution. Es war ein schweres Kunststück, mit Rußland und Oesterreich nicht zu brechen, und gleichzeitig dem konstitutionellen Deutschland die Möglichkeit einer wirklichen preußischen konstitutionellen Zukunft merken zu lassen. Frankreichs wurde bei der Gelegenheit mit Geringschätzung gedacht.

Die Komödie war vortrefflich eingeleitet: England freut sich der Freiheit überall, es freut sich der preu ßischen Verfassung, es beschützt die Freiheit der Schweiz, Italiens(und Griechenlands?); Ruß land spielt den Wauwau und den Popanz in fast liebenswürdiger Weise, denn es verhält sich ausneh mend ruhig; die einzige Gefahr besteht in der Red seligkeit der preußischen Krone; Friedr. Wilhelm IV. spricht zu viel, und wird, ohne es zu wollen, zum Verräther des Verraths. Dazu kommt, daß Friedr. Wilh IV. religiöse, politische und soziale Ansichten hat, die sein persönliches Eigenthum sind, und es war eine Herkulesarbeit, die persönlichen Neigungen und Ansichten der Krone in Einklang zu bringen mit den Intentionen der spezifisch preußischen Staatskunst, deren geheimer Gedanke kein andrer war, als: Antritt der österreichisch-deutschen Erbschaft bei gelegener Zeit. Freilich konnte Preußen bei der Thronbesteigung des neuen Königs die deutsche Hege monie gefahrlos antreten, wenn es dem Geist der Zeit vertrauensvoll entgegenkam, allein dies war gegen die persönlichen Ansichten der Krone und gegen das Gold von England und Rußland.

Berlin ist nicht der Ort, an dem England und Rußland feindlich sich begegnen; hier im Ge gentheile wechseln englische und russische Staatsweis⸗ heit freundlichen Händedruck. 5

England und Rußland sind gleich stark interessirt dabei, daß ein mächtiges Deutsch'and nicht auf die Beine komme; beide Kabinette beobachten seit 1814 mit Angst jede Regung des deutschen National gefühls, und es ist ihnen bisher leider nur zu gut

Mit Energie beseelt bestrafen sie jeglichen Frevel,

Den ein Kaiser sich anmaßt, ein König oder ein Herzog; Jenen strafen sie blos, indem sie ihm ernstlich verweisen, Dort den setzen sie ab, und diesen, o blut'ges Entsetzen!

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gelungen, selbst den Versuch zur Einigung schon in der Geburt zu ersticken. Freilich sind die Interessen, welche England verfolgt, ganz andrer Art, als die russischen, allein in der Niederhaltung deutscher Macht trifft englisches und russisches Interesse zusammen.

Mit dem alten und eigensinnigen Metternich war kein Geschäft zu machen. Metternich hatte in seiner Diplomatenart Großes geleistet; er hatte aller⸗ dings durch die unredlichsten Mittel den Sturz Na poleons eingefädelt, den Helden des Jahrhunderts be⸗ trogen und dadurch Oesterreich wieder zu der Stellung einer Macht ersten Ranges erhoben. Stolz auf seinen Sieg gegen die Revolutin, vertrauend auf seine Unfehlbarkeit, setzt er sich die Lebens auf⸗ gabe, die Zeit zurückzuführen in das Geleise ver gangener Jahrhunderte und anstatt die Politik des Hauses Habsburg anzupassen der Zeit, wollte er die Zeit anpassen den alten römisch-katholischen Traditionen seines Kaiserhauses. Durch diese ver kehrte Dienstleistung hat er Oesterreich an den Rand des Verderbens gebracht, und die Wiener folg ten nicht nur der Stimme der Freiheit, sondern auch zugleich dem Triebe der Selbsterhaltung, wenn sie unter dem Rufe: Nieder mit Metternich! in ihres Kaisers Burg drangen.

Allein bei alledem war Metternich ein in den Kreisen der Diplomatie ergrauter Mann, und wußte recht gut, daß es England bequem findet, mit deut schen Heeren Frankreich zu bekämpfen. Oesterreich hatte oft genug im Bunde mit England gegen Frank reich gefochten, war von England stets recht zeitig ver lassen worden. England war in der Regel der ge winnende, Oestreich der verlierende Theil geblieben.

England beehrt nun Preußen mit seinem Ver⸗ trauen, es solle die Rolle Oesterreichs übernehmen, d. h. vorkommenden Falls zum Nutzen Englands gegen die Franzosen kämpfen. Dazu gehört, daß Preußen, natürlich auf Kosten Deutschlands, an Macht gewinne, aber es gehört ferner dazu, daß Deutschland niemals ein mächtiges Reich werde. Ein einiges und mächtiges Deutschland, nicht ein zerrissenes und zerstückeltes würde mit Frankreich wahrscheinlich in Frieden leben; nur im Kriegsfall brauchte es Frankreich nicht zu fürchten. England wäre nicht mehr in der Lage, sich unserer gegen Frankreich zu bedienen, uns gegen Frankreich zu be schützen, und sich für seinen Schutz, resp. für unsere Dienste, von uns theuer bezahlen zu las⸗ sen. Käme es aber gar am Ende zu einer deutsch französischen Allianz, was gerade keine Unmöglichkeit wäre, so ist es um Englands und um Ruß⸗ lands Macht gethan.

Die Theilnahme, welche England den deutschen Zuständen schenkt, ist eben so natürlich als herzlich. Unser Better John Bull wird Sorge tragen, daß

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If 7. 85 5 da; seit Napoleons Zeit ging es ganz in verschiedene Staaten auseinander, die, nachdem das französische Joch von uns abgeschüttelt war, durch die Verbin

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