Ausgabe 
27.10.1897
 
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Kränzen, Kreuß

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Gießen, Mittwoch, den 27. Oktober

1897.

Postztg. Nr. 3819. Telephon⸗Nr. 112.

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Ausgabe

0 Gießen.

kgzeilung.

Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.

Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4.

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Gießen, 26. Oktober. Bei der tammer ist eingegangen eine Vor don 207 Einwohnern von Friedberg, die

dem Ersuchen, die Kammer wolle die Angelegen⸗ eit prüfen und bei großherzogl. Regierung eine

Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen. reis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Ispaltige

hatte da

weiten mals mit Erfolg vorgeschützt, er habe das un⸗ selingg 1 Geh

eigenen Gebrauche verwendet. Gegen das öffen⸗ gerichtliche Urteil ale schaft Berufung eingelegt worden, welche zur Folge hatte, daß Sch. zu der geringsten Strafe

eine Metze

nur zu seinem

war von der Staatsanwalt

scleunige Abstellung der betreffenden Mißstände von 1 verurteilt wurde.

beantragen.

* Gießen, 26. Oktober. Eine preußisch⸗ sessische Eisenbahnidylle. DasMainzer Journal schreibt:Die Zugverspätungen auf er königlich preußischen großherzoglich hessischen Essenbahn werden chronisch. Seit vier Wochen fährt man auf der Linie Mainz⸗Worms nicht ihr fahrplanmäßig, sondern so wie es eben echt, mit ein, zwei auch dret Stunden N Herspätung, und zwar Tag für Tag; die Leute bringen die schönste Zeit des Tages auf ben Bahnhöfen oder in den Eisenbahnwaggons zu und freuen sich, wenn sie mit heller Haut burch fünf, sechs Güterzuge hindurch, die auf steiem Felde die Geleise versperren, endlich lach oder von Mainz sortkommen. Nach An⸗ sicht des Schreibers dseses wäre es an der Zeit, baß die Eisenbahnverwaltung bekannt macht, wir sind außer Stande, den Fahrplan aufrecht zu erhalten, fahre Jeder, wie es ihm gut dünkt. Am Freitag Abend um 6 Uhr ist der Zug von Worms an der Station Laubenheim sogar ein⸗ sach vorbeigefahren, ohne zu halten. 6 Uhr b Minuten sollte derselbe fahrplanmäßig ein⸗ laufen, der Lokomotivführer störte sich aber an keine Signale, sondern fuhr an der Station mit einer Stunde Verspätung vorbei. Ein Passagier oll sich sofort mit Recht telegraphisch eine Droschke von Mainz habe kommen lassen und fuhr auf Kosten der Bahn nach Mainz. Wo jsoll diese ae hinaus; es ist eine voll⸗ ständige Verwirrung in dem Eisenbahndienst ein⸗ getreten, die Beamten sind abgespannt, schlaff, nervös, kommen nicht mehr zur Nachtruhe und werden gegen die Beschwerden des Publikums harthörig oder gereizt. Wann werden die Klagen 7 2*

* Gießen, 26. Oktober.(Stadttheater.) Der am Montag mit durchschlagendem Erfolge aufgeführte SchwankBocksprün ge wird m Mittwoch auf vielfachen Wunsch wiederholt. Donnerstag gastiert Herr Georg Hacker hom Hoftheater zu Darmstadt alsEg⸗

mont.

Gießen, 26. Okt.(Eine Premiere.) Dem Gießener Stadttheater ist ein bislang noch an keiner öffentlichen Bühne aufgeführter einaktiger

SchwankDer Vagabund von Walther

Rofener eingereicht worden. Das Stück ara⸗

bestiert in burlesk⸗drastischer Manier die Sucht der modernen Mütter und Töchter nach einer guten Partie.

Gießen, 26. Oktober. Daß die sogen. Metze, ein Hohlmaß, das auf dem Lande beim Getreideverkauf noch vielfach benutzt wird, als lein vorschriftsmäßiges Maß anzusehen sst, hat gestern die Strafkammer in schieden. Der Krämer Peter Sch. VII. von

Wetzlar ent⸗[H

* Gießen, 26. Oktober.(Besitzwechsel.)

Das Wohnhaus des Herrn Mylius, an der Rodheimerstraße Kauf für den Preis von 22 000% in den Be⸗ sttz des Herrn Brauereibesitzer Bichler über.

gelegen, ging heute durch

* Gießen, 26. Okt. Ein neues Material

für Fahrräder, speziell für die Rahmen wird in Kürze von Amerika aus auf den Markt gebracht. Dasselbe ist von einem Agenten der amerikanischen Regierung entdeckt wegen seiner Leichtigkeit und Stärke ganz her⸗ vorragend sein.

worden, es soll dasselbe Wie uns das Patentbureau von H. und W. Pataky in Berlin mitteilt, wird das Material aus Fasern des indischen Bambus hergestellt. Es ist ganz bedeutend leichter und

stärker als Stahl, weshalb es auch sich in jeder

Weise für die Fahrradrahmen eignet. Versuche haben gezeigt, daß es bedeutend mehr aushält wie die Stahlrahmen und daß die Leichtigkeit eines derartig hergestellten Rades wesentlich größer ist. Ein anderer großer Vorteil besteht noch darin, daß die Herstellungskosten viel ge⸗ ringer sind, als die des Stahles.

* Grünberg, 25. Oktober. Zu der Ein⸗ weihungsfeier der hiestgen Turnhalle sind zwei Tage vorgesehen. Des Samstags findet als Vorfeier ein Festkommers unter ge⸗ fälliger Mitwirkung hiesiger Vereine usw. statt, sodaß ein recht abwechselungsreiches Programm geboten ist. Des Sonntags vollzieht sich der

zugesagt hat. Die Musik stellt die Hanauer Ulanenkapelle.

* Bad Nauheim, 24. Okt.

der Nähe es Kurhospitals soll ein

liche Soole abgiebt.

* Darmstadt, 25. Okt. ist nunm wurf, chuldbuches, Schuldverschreibungen der 20F Staatsanleihen

vorgelegt worden.

Die Eintragun habens und 1 als Gläubiger bezeichneten Person.

fähig sind: einzelne physische Personen, andelsfirmen,

Schwalbach war vom Schöffengericht von der Fritze.

Humoresle von Martha Renate Fischer. (Nachdruck verboten).

Dr. phil. Hugo Störmer sprang heraus, sah sich auf dem sehr wenig be⸗ dölkterten Perron um und erblickte an der Hausecke einen jungen Radfahrer im grauen Jackenanzug mit Sirandmütze, der da unbekümmert wartete.

Der Zug hielt.

Störmer schritt auf den jungen Menschen zu, geg

grüßte und fragte liebenswürdig:Fritz Wenzel? N na a f Ich bin der Doktor Störmer, mein lieber Frit Dein Schwager schreibt mir, daß Du mich heil nach Karzig bringen wirst. Fritz antwortete geringschätzig:Das kommt doch überhaupt auf Sie an. Ich weiß ja nicht, ob Sie was können. N Störmer lachte, denn er war selber mit vier⸗

zehn Jahren, und so alt Menschen nach Statur und naseweiser Schlingel gewesen.

Unverfrorenheit, ein

1 Er ließ sich sein Fahrrad verabfolgen, suchte

Fritz Wenzel wi auf und beide begaben sich 70 weiß schon weiter, unterbrach ihn der 8 3 g Junge 7 angebunden. Daß Störmer vor sich Wie weit ist es nach Karzig? hinlächelte, verdroß ihn, und er fing an, mit der

Eine Meile. Sie fuhren neben einander Störmer fing die Unterhaltung an.

her.

schätzte er den jungen

Doltor

juristische Personen.

habe? Ja.

71

Das ist doch sonderbar..

funden. lachte hell auf und sagte:Ja

Fritz ist schnurrig! meinte eifrig: egangen, mit der Else Müller, ein Menschenalter nicht gesehen.

Du bist doch aber in 5 sagte Störmer lächelnd.

von meiner Schwester her. Richtig! Da war eine Fritze gerufen wurde.

Sie eingeladen, daß Sie wahr? N Ja, und da er seine

braucht

Zunge eine Melodie zu knallen.

Es war auf die Störmer fragte, um der

Weißt Du, fragte er,daß

ich mit Deinem

Was lest Ihr in der Schule?

eigentliche Weiheakt, zu dem bereits eine statt⸗ liche Anzahl auswärtiger Turner ihr Erscheinen

Der hiesige Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung in Gemäßheit eines Wunsches der Frau Ko⸗ nitzky im Kurhospitale 15 Freistellen für gänzlich Unbemittelte gestiftet und die Plätze der Schenkerin zur freien Verfügung gestellt. In eigenes Soolbadehaus errichtet und Winterkur darin eingeführt werden, wenn die Badeverwal⸗ tung, die darum angegangen wurde, die erforder

Den Landständen ehr der in Aussicht gestellte Gesetzesent⸗ die Einrichtung eines Staats⸗ Es sollen und Zprozentigen des Großherzogtums in Buch- schulden des Staates umgewandelt werden können. geschieht auf Antrag des In⸗ den Namen der in dem Antrag Eintrags⸗ einzelne einzelne eingetragene Genossen

Wetitzeile.

* Drpedition: 8 Kreuzplatz Nr. 4.

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innerhalb des Deutschen Reiches. Auch können Vermögensmassen, wie Stiftungen, Anstalten, Familienfideikommisse, deren Verwaltung einer öffentlichen Behörde untersteht, eingetragen werden. Mehr als ein Konto wird einem Gläubiger nicht eröffnet. Weitere Artikel regeln die rechtlichen Folgen der Eintragung., Der Finanz⸗Aus⸗ schuß der Zweiten Kammer tritt am 2. November zu weiteren Beratungen zusammen.

* Darmstadt, 23. Okt. Bei dem heutigen Wettrennen auf dem Weitstädter Exerzierplatz stürzte der Rittmeister a. D. von Köppen in Gegenwart der russischen und großherzoglichen Herrschaften. Das Pferd blieb tot, der Reiter wurde bewußtlos vom Platze getragen.

* Darmstadt, 23. Okt. Die am Frank⸗ furter Fruchtmarkt vom hessischen Land wirtschaftsrat errichtete Preisnotierungs⸗ stelle hat 144 Abnehmer für ihre Notierungen gefunden, davon kommen auf Oberhessen 52, Rheinhessen 49 und Starkenburg 43. Die Land⸗ gemeinden stellen 59 pCt. der Besteller. Die Ausdehnung der Preisfeststellung auf andere Erzeugnisse bleibt vorbehalten, da erst die Ent⸗ wickelung der Sache abgewartet werden soll.

* Darmstadt, 25. Okt. Eine prinzipiell wichtige Entscheidung, die das Justizministerium den Justizbehörden zur Kenntnisnahme mitgeteilt hat, hat das hiesige Oberlandesgericht gefällt. Eine Hanauer Baufirma hatte im Jahre 1895 einen Kasernenbau in Worms übernommen, der erst in diesem Jahre vollendet wurde. Der Auf⸗ forderung, in Hessen ein Gewerbspatent zu lösen, kam sie nicht nach. Es erging wegen Gewerbesteuerkontravention ein Strafbescheid, in der Folge kam die Sache vor dem Schöffengericht Worms zur Verhandlung, was auf eine Geld⸗ strafe erkannte. Auf Berufung legte die Straf⸗

Angeklagten eine Geldstrafe von 313,60. auf, die im lineinbringungsfalle mit 31 Tagen 997 zu verbüßen waren. Die Staatsanwaltschaft ergriff wegen der eventuell erkannten Haftstrafe zugunsten der Angeklagten Revision, die das Oberlandesgericht für begründet und die Um⸗ wandlung uneinziehbarer Geldstrafe in Haftstrafe für unzulässig erklärte. In der Urteilsbegrün⸗ dung wird ausgeführt, daß die hessischen Finanz⸗ behörden stets eine derartige Strafumwandlung für unstatthaft erachtet haben. Der Rechts⸗ zustand, welcher unter der Herrschaft des hessi⸗ schen Strafgesetzbuchs bestanden, set durch Ein⸗ führung des Reichsstrafgesetzbuchs nicht berührt worden, eine Umwandlung von uneinbringlicher Gewerbesteuergeldfrage in Haftstrafe sei nur platzgreiflich, wenn das Gesetz sie ausdrücklich normiere. Eine derartige Bestimmung sei jedoch in dem Gewerbesteuergesetz vom 8. Juli 1884 nicht enthalten.

* Offenbach, 25. Okt. Zur städtischen Baupolizeiordnung wurde ein Nachtrag erlassen, wonach mindestens ein zusammenhängen des Viertel der Gesamtfläche eines jeden inner halb des Bebauungsplans liegenden Bauplatzes unbebaut bleiben soll und bei Häusern, die mehr als drei Stockwerke und einen Kniestock von über 1,25 Meter haben, mindestens drei Achtel der

kammer des Landgerichts in Mainz den beiden

sollen. Auf bebauten Grundstücken mit Höfen von geringerem Flächeninhalte darf im Falle des Neu- oder Umbaues, die frühere Größe des Hofes unter der Bedingung beibehalten werden, daß die Hofseite der Neubauten die bisherigen Höhenmaße nicht überschreitet. Eine Verkleine⸗ rung solcher Hofräumagzunter die bisherige Größe ist unzulässig. Vor der Hauptfront bewohnbarer Hinterhäuser und sog. Flügelbauten muß eine gewisse Fläche unbebaut bleiben, und schließlich müssen Gebäude, die auf demselben Grundstück erbaut werden, in einem freien Abstand von min destens 5 Meter liegen.

* Mainz, 24. Okt. Heute wurde hier ein 50⸗Kilometer-Match ausgefahren zwischen dem

Meisterschaftsfahrer von Thüringen Willy Koch⸗Frankfurt und Josef Seyschab,

Meisterschaftsfahrer von Hessen. Das interessante Rennen endigte mit einem glänzenden Siege von Koch, der seinen Gegner in 1 Stunde 23 Min. 20 Sek. um 7 Runden überholte. Der Preis betrug 500. Im Vorgaberennen, 2000 Mtr., blieb Grüne wald-Mainz in 3 Min. 14½ Sek. Erster. Als Zweiter folgte Fürst⸗Mainz als Dritter Willius-Mainz. Treber-Rüsselsheim, von Fürst angefahren, stürzte in der Kurve ab und zog sich Verletzungen zu.

* Mainz, 25. Oktober. Der vergessene Unter⸗ suchungs gefangene? DasDarmstädter Minister⸗ organ berichtet offlzlös:Durch verschledene Zeitungen ist vor kurzem die Nachricht gegangen, daß ein Untersuchungs⸗ gefangener im Gefängnis zu Mainz ordnungswidrig in Haft gehalten worden sei. Der Sachverhalt ist folgen⸗ der: Am 3. April l. J. wurde der Taglöhner P. Wolf aus Mainz unter dem Verdacht, Geldbeträge in Höhe von 400% zum Nachteil der Aktienbrauerei Mainz ver⸗ untreut zu haben, durch den Untersuchungsrichter verhaftet; schon am 21. April wurde die Voruntersuchung ge⸗ schlossen und dies dem Angeschuldigten bekannt gegeben; bereits am nächsten Tage(22. April) war von der Staatsanwaltsschaft Anklage erhoben worden und noch am nämlichen Tage Entscheidung der Strafkammer dahin er⸗ gangen, daß Wolf dem Schöffengericht zur Aburteilung zu überweisen sel und die Untersuchungshaft fortzudauern habe. Die Akten wurden darauf am folgenden Tage (23. April) dem Amtsgerichte Mainz mitgeteilt. Mit

den Akten war eln Portemonnale des Wolf samt Inhalt

an das Amtsgericht abzuliefern; der Empfang dieses Ueberführungsstücks ist in dem Register der Staatsan⸗ waltschaft durch den Gehilfen Nuß, der bei dem Amts⸗

gericht die Llste der Ueberführungsstücke führte, unter⸗

schriftlich bescheinigt, wie dies seit Jahren üblich ist. Nuß unterschlug das Geld und beseitigte in den Akten und auf

dem Aktendeckel die auf das Ueberführungsstück bezüglichen

amtlichen Vermerke der Staatsanwaltschaft. Nuß wußte sich in den Besitz der Alten zu setzen. Maßregeln, die verhindern, daß Gehilfen, die in einer Reglstratur beschäf⸗ tigt sind, alle dort verwahrten Akten erhalten, sind un⸗ denkbar. Die Akten wurden dann von Nuß zurückbehalten und gelangten bei dem zuständigen Amtsrichter, der von der Existenz dieser Akten und der stattgehabten Ueber⸗ weisung des Wolf keine Kenntnis hatte, nicht zur Vor⸗ lage. Fälle, in denen die Untersuchungshaft Monate lang dauert, sind nicht allzuselten. Bezüglich jedes einzelnen der durchschnittlich 90 Untersuchungsgefangenen kann die Verwaltung des Untersuchungsgefängnisses über den Stand der Untersuchung nicht aufgeklärt sein; sie hatte auch zu⸗ nächst keinen Grund, sich über die Dauer der Haft des Wolf zu erlundigen. Wolf selbst hat während der ganzen Dauer der Haft niemals ein Gesuch um Beförderung seiner Angelegenheit oder elne Beschwerde vorgebracht, ob⸗

schaften mit beschränkter Haftung und einzelne Vorbedingung ist der Sitz

Schwager zusammen auf der Schulbank gesessen

Wir verloren uns aber zeitig ganz aus den Augen und haben uns jetzt unvermutet wieder ge⸗

das Zugleich aber wurde er ernst und Na so war mirs mg rade auch die hatte ich rein

keine Mädchenschule ge

Zwillingsschwester, die

itz fragte inqulsitorisch:Mein Schwager hat e g uns besuchen sollen; nicht

Gespanne alle zur Ernte

Dauer nicht auszuhalten und Sache ein Ende zu machen:

Gesamtfläche des Bauplatzes unbebaut bleiben

Iphigenie.

So o o Und privatim?

Undine undBob, der Schiffsjunge und so mehr,

genossen, der munter sein Rädlein vorwärtstrat.

der Racker war erkältet!

gangen, f Er fuhr unverzüglich neben seinen Wegkameraden Ich?! Fritz wurde 0 15 78 fenden und sagte mit sehr geschickt gemachter Betretenheit: meinte man so man ken,Mein lieber Fritz, ich habe Sie gewissermaßen um

fragen darf

Ach nee! fiel Fritze erschrocken ein. oder daß ich Dich Sie nenne. Ja, das ist besser.

wohl er genau über die Art der Anbringun

Störmer blieb zurück, musterte seinen Fahr⸗

Wo hatte er nur seine Augen und seinen Ver⸗ stand gehabt? Das da vor ihm war doch ein Mädel ohne Zweifel Friederikchen ihrer rüpel haften Aufführung halber Fritze geheißen. Aber die kratzende halbflügge Stimme? Nun

Verzeihung zu bitten für meine etwas sehr kordiale Anrede Ich habe Dich ohne Umstände Du genannt, sehe nun aber zu meiner Beschämung, daß ich es mit einem vielseitig gebildeten jungen Mann zu thun habe. Wie alt bist Du, wenn ich

Sechzehn gewesen, antwortete Fritze prompt. Da ist der Altersunterschied ja garnicht so bedeutend; ich bin Vieründzwanzig. Da wir nun sozusagen pari sind, bleibt eigentlich nichts übrig, als daß Du ebenfallsDu zu mir sagst.

ig von solchen

Er grüßte und sagte:Also nochmals Ent schuldigung! zog sein Zigarettenetui und bot an.

Fritze langte ohne Umstände zu und schmauchte munter neben ihm her. Dabei tummelte sie ihr Rad auf bewunderungswürdige Weise. Sie saß darauf mit gekreuzten Armen, fuhr Bogen, Schleifen und sauste im Kreise, saß, stand, hing daran und konnte mit ihrer Bewegungsfreude nicht zu Ende kommen.

Störmer beobachtete sie mit Vergnügen, beinah mit Entzücken. Als sie dann aber gemach an seiner Seite fuhr, nahm er die alte Komödie wieder auf.

Beschäftigen Sie sich mit Politik?

Nee

Aber doch sonst mit öffentlichen Fragen?

Was denn?

Frauenemancipation zum Beispiel.

Na ja! Sehen Sie... wenn die Mädchen so Arzt werden oder Bankbeamter, das würde ich sehr schön finden; aber Lehrerin

Na?

Einfach scheußlich.

Wieso?

Denken Sie bloß an den ganzen Tag doch so mindestens vier oder fünf Stunden eingesperrt sitzen, mit fünfzig, sechzig Kindern, die einen garnicht interessieren und die schlecht riechen, weil sie zu Hause nicht ordentlich gewaschen

werden. (Fortsetzung folgt.)