Gießen, Freitag, den 26. November
Postztg. Nr. 3819. Telephon⸗Nr. 112.
Ausgabe Gießen.
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Postztg. Nr. 3319.
Telephon⸗Nr. 112.
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haben durch einfa Privatinstituts, we Verhältnisse so weit klärte Kapitalanlage von Se rechtfertigt erscheint. als eine gute Lösung keiten betrachtet werden. Gießen, treffend die Wiederher zu Friedberg, Stadtkirchenbauverein laubnis zur Veranstaltun das großherzogliche Minister die großh. Kreisämter unterm Ausschreiben gerichtet, worin dieselbe schluß an die ministerielle Verf Juli 1895 benachrichtigt werden, Lotterieunternehmen nunmehr zur kommen und daß fragliche Verlos 18988 stattfinden wird. * Gießen, 25. Nov. Bei der demnächst zur Ausgabe neuen Serie von Kartenbriefen so etzigen Kartenbriefen befundene seitigt werden. g zweckmäßiger durchlocht sein und auch in
f l ˖ 5 orsch 1910 Aen. An peer wi e di f 110 Alprecht(Triddelfitz. Namentlich der unternahmen die zur Eröffnungsfeier geladenen Beispiel Württem⸗ Letztere war gesterr
j. anden sich recht b 8 Gd fett derun 9 Richard wurde wiederholt bei offener Szene hörden und Körperschaften und der Presse
25. Nov.
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Am besten wür wenn man in diesem Fall dem bergs folgen und gar keine N Das Publikum mu lchem 5 Hartenbrfefe 9115 Ap den Altschluß wurde er vier⸗ bis fünfmal gerufen. aus über die Hauptbahnhöfe nach dem Böllen⸗ Auf den Postkarten findet sich doch auch Vermerk über ihre Verwen
erkaufen,
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Das Abonnement beträgt durch die Post bezogen: für die Ausgabe Gießen 1,90 resp. 2.30 Mk. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die öspa
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ltige Petitzeile.
Nedaktion und Expedition: Kreuzplatz Nr. 4.
ilialen: Alten-Buseck, Daubringen, Fe r.-Linden, Grünberg, Hausen, Heuchelheim, Göns, Launsbach, Lauter, Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Queckborn, Rödgen, Rodheim, Stangen⸗ rod, Staufenberg, Steinbach, Steinberg, Ulrich
lingshausen, Flensungen, Garbenteich, Or Buseck,
Hochelheim, Kinzenbach, Kl.⸗Linden, Krofdorf, Lang⸗
stein, Watzenborn, Wetzlar, Wieseck, Wißmar.
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Lokales und Provinzielles. * Gießen, 25. Nov. Die Invaliditäts- been besubet f des Großherzogtums Hessen befindct sich zur Diese er f 5 f ügen. aua e wüͤchte gerne 5 10 5 se ersten Kartenbriefe sahen zwar ganz schön vier Sommeromnibusse verfügen eil der großen Kapitalien, die sich bei ihr an⸗ esammelt haben, zur Errig tung von Volks⸗ eilstätten behufs Bekämpfung der Tuberkulose sehr wohl, daß sie nur dann berechtigt ist, Kranke auf ihre Kosten in flege zu nehmen, wenn zu erwarten steht, daß in Pflege Genommenen auch wieder erwerbs⸗ fähig werden, und so sich die aufgewandten Hellungskosten durch den späteren Ausfall von Invaliden renten lohnen. Nun ist die Institution der Volksheilstätten noch zu neu, um statistisches Material bezüglich der Heilerfolge bei Tuber⸗ sulose bereits geliefert zu haben, das allein die Aufbringung großer Kapitalien für den Bau rechtfertigen könnte. eabsichkigt der Vorstand der hessischen Anstalt durch die Gewährung eines relativ kleinen 8 den Bau einer Privatheilanstalt zu e ausschließlich für die Zwecke und außerdem jeder⸗ lbstkostenpreis von dem Besitzer an die Versicherung abzutreten wäre, im Laufe der Zeit vorziehen sollte, Anstalt zu besttzen. hessische Invalididätsve Vorteile einer eigenen A und könnte jed
Auf diese Weis
wenn diese es benf g eine eigene herrscht. Gespielt wurde„Onkel Bräsig“,] recht flotter. Begehrt wurden hauptsächlich Ein⸗
e hätte die Lebensbild nach Fritz Reuter.„Ut mine legschweine, bei denen sich die hohen Preise des rsicherung vorläufig alle Stromtid“, bearbeitet von Emil Richard. letzten Marktes auch infolge davon erhielten.
ustalt, ohne deren Risiko Fer! 1 erzeit eine eigene Anstalt stehenden gemütstiefen Erzählungen Fritz Reuters, eine Kleinigkeit gegen den letzten Markt zurück⸗
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land. Es ist das nun schon die dritte Serte Rohmeiser und Co., Wagenfabrik, Fried⸗ von Kartenbriefen, die in der nächsten Zeit berg, einen 24 sitzigen Sommerwagen herauskommen wird. Die erste Serie hat nie⸗ gekauft. Die Gesellschaft wird nach Lieferung mand aus dem Publikum zu Gesicht bekommen. deselben, welche im April k. J. geschieht, über
aus, doch konnte man nicht darauf schreiben, da* Gießen, 25. Nov.(Feuer.) In der die Tinte sofort, wie auf einem Löschblatte, Nacht vom Montag zum Dienstag hatten sich auslief. Man konnte daher diese Kartenbriefe in der Neustadt bei Bäcker Weber mit Mehl gar nicht in den Verkehr bringen. Daß solche gefüllte Säcke, die neben dem Backofen Mängel möglich waren, liegt fast ausschließlich adden durch die Hitze entzündet. Das Feuer an der Kürze der Zeit, in der die acht Millionen konnte jedoch durch die Hausbewohner gelöscht Kartenbriefe hergestellt werden sollten. werden.— Gestern Abend gegen 8 Uhr brannte * Gießen, 24. Nov.(Aus zeich nung.) es in der Mansarde der Schmied Walterschen Der Apotheker A. F. H. Pascoe zu Mühlheim Hofratte. Feuerwehr⸗Inspektor Loos, der im an der Ruhr, ein geborener Gießener, von dem Hause wohnt, konnte auch hier den Brand mit wir kürzlich meldeten, daß derselbe für von ihm] Hilfe der Hausbewohner löschen. Beschädigt erfundene aromathische Eisentinktur auf wurde ein Nachttisch und die Tapeten der Zimmer. der Brüsseler Ausstellung mit der goldenen* Gießen, 25. Nov. Auf dem gestrigen Medaille prämiiert worden sei, hat in Paris] Ochsen markt waren etwa 80—90 Stück Vieh wieder einen glänzenden Erfolg zu verzeichnen. aufgefahren. Der Handel entwickelte sich für Der Pascoeschen Eisentinktur, auf welche bereits einen Novembermarkt verhältnismäßig sehr gut. Patent angemeldet, wurde nämlich auf der in] Bezahlt wurden für Gangochsen in guter Ware Paris stattfindenden medizinischen hygienischen 700800 4 pro Paar. Auch der Vorrat von Ausstellung die goldene Medaille nebst] Mastochsen wurde verhältnismäßig gut verkauft. Diplom zuerkannt. Es wurden für gute Ware 31—33 1 pro a, Gießen, 25. Nov.(Stadttheater.) Zentner Lebendgewicht angelegt. Geringere Ware Eine solche beifallsfröhliche Stimmung wie gestern] war für 2930. zu haben.— Der Handel Abend hat lange nicht im hiesigen Theater ge⸗ auf dem Schweinemarkt war ebenfalls ein
Wer kennt nicht die einzig in ihrer Art da⸗ Bei den Ferkeln waren jedoch die Preise um
che käufliche Uebernahme des wer nicht den herzerfrischenden, reinen, urwüch⸗ gegangen. Ferkel kosteten: 6 Wochen alt 34 bis un sich eben allmählich die stgen, plattdütschen Humor, der uns aus den 38, 12 Wochen alt 45—52. Läufer
ins
Sie sollen besse
Verlosung.
8 Friedberg um die
iner Verlosung, hat 5 155 des 1 15 niederdeutscher Witz unverständlich blieb. Ge- Schafe.) Unter der Schafherde des Schäfers
18. Nobember ein] spielt wurde ganz vorzüglich. Wir haben lange Daniel Eckhardt ist die Räude festgestellt worden, n im An⸗ keine bessere eistung 110
30.] sehen. Die Schwierigkeiten, welche das Platt⸗ mußte. Derselben wird ein bestimmter Weide⸗ daß rubriziertes deutsch den Schauspielern machte, wurden ver⸗ bezirk angewiesen, welchen sie nicht überschreiten Ausführung hältnismäßig leicht und gut überwunden. Herr darf. Die Ausführung von Schafen aus der ung im März Richard scheint selbst Mecklenburger zu sein. Gemarkung Mainzlar ist nur zum Zwecke so⸗
ügung vom
bei] find wohl Norddeutsche. Sie sprachen perfekt 4. 9 e be⸗ lot wenn wir nicht irren, holsteiner. Alle des Betriebes der städtischen elektrischen
r gummiert, künden Spieler und Spielerinnen sprachen[ Bahn fand gestern in feierlicher Weise statt. der] hoch
n Mängel
udet werden können. kein
dung nach dem Aus⸗
n, daß eine derartige Reuterschen Werken entgegensprudelt? Alles wurden gehandelt:/ jährig 90—100 4, ten der Versicherung ge⸗ Natur, keine künstliche Mache. Und wir müssen jährig 140-180 4 pro Paar. Die nächsten Es kann dieser Gedanke gestehen, daß es Herrn Richard vortrefflich ge⸗ Markttage sind am 7. und 8. Dezember.
der momentanen Schwierig- lungen ist, den, nkel Bräsig“ auch für die
K. Staufenberg, 25. Nov. Das neue Bühne zu bearbeiten.— Herr Hofschauspieler[ Schulhaus ist soweit fertiggestelllt, daß
Be⸗ Emil Richard aus Stuttgant spielte die]ses seiner Bestimmung übergeben werden kann. stellung der Stadtkirche Titelrolle selbst. Und wie spielte er!„Daß Die Einweihungsfeier, zu der die Vor⸗ besondere das Gesuch des Du die Nase in's Gesicht behältst.“ Wir haben bereitungen beretts getroffen sind, soll am nächsten Er⸗ Falsche Abend Thränen gelacht und unsere Nach⸗ Samstag stattfinden.
arschaft auch, trotzdem gar vielen ein kerniger„Mainzlar, 25. November.(Räudige
der hiesigen Bühne ge⸗ sodaß die Sperre der Herde verfügt werden
Sein Spiel, seine Sprache— einfach zum Kugeln. fortiger Abschlachtung und nur mit jedesmal
f tenbriefe.] Jochen Nüßler und dessen Frau Brigette wurden besonders einzuholender polizeilicher Erlaubnis gar Anne gespielt von Herrn und Frau Keßler. Beide zulässig.
* Sarmstadt, 24. Nov. Die Eröffnung
eutsch. Besonders gut spielten die Herren In den hübschen, mit Tannengrün und den (Gutsinspektor), Liebscher(Moses) hessisch⸗coburgischen Farben geschmückten Wagen
a vorzüglich. Auch die Damen Vertreter der Regierung, des Hofes, des Offtzier⸗ gut mit ihren Rollen ab.— korps, des Handelsstandes, der städtischen Be⸗
mit wahren Beifallsalven überschüttet, nach jedem zunäckst eine Rundfahrt, die vom Louisenplatz * Gießen, 25. November. Die Gießener fallthor führte. Nachdem dort die große Wagen⸗
digen sollte.
zurück, wo ein von der Stadt gespendetes Früh⸗ die Mühsalen der Fahrt
* Offenbach a. M., 23. November. Morgen stürzte der 26 jährige Dachdecker Val. Triebfürst vom Dache eines vier Stock hohen Neubaues in der Goethestraße auf die Straße und wurde schwer verletzt in bewußtlosem stande in das städtische Krankenhaus verbracht. er Unfall soll hauptsächlich durch den in dieser Jahreszeit auftretenden, für Dachdecker so ge⸗ fährlichen Reif veranlaßt worden sein.— War denn der Verunglückte nicht angeseilt?
entschä⸗ Heute
dem Theater zu.
Betty Gerard a
Vermischtes.
— Der Roman einer Amerikanerin. Vor etwa zehn Jahren tauchte in Wien eine junge, entzückend schöne und überaus elegante Amerikanerin, Mrs. Padel⸗ ford, in Begleitung ihres Gatten, eines amerikanischen Milltonärs, auf, die nach Wien gekommen war, um hier zum Vergnügen Gesangstudien zu vervollkommnen. Amerikanerin die Generals Ordway sei, und so öffneten fich ihr die vor⸗ nehmen Zirkel Wiens. Sie erschlen auf zahlreichen Elite⸗ bällen, und auf dem ersten Balle der Rettungsgesellschaft machte ihre glänzende Toilette Sensation. Herrenwelt aller Altersabstufungen lag der herrlichen Frau zu Füßen, und man erzählte damals von einem hoch⸗ stehenden jungen Aristokraten, dem die schöne Fremde förmlich den Kopf Monaten verließ das amerikanische Paar plötzlich Wien. Es hieß, daß die Gesangsmethode Wiener Sängers, den die junge Frau für ihre künstle⸗ rischen Studien gewonnen hatte, dem Gatten derselben so wenig behagt habe, daß er sich mit der Absicht trage, seine kaum geschlossene Ehe wieder scheiden zu lassen. Thatsächlich erfolgte nach der Rückkehr nach Amerika die Trennung der Ehe, und Mrs. Padelford wendete sich nun Ihre künstlerischen Erfolge waren zwar keineswegs sehr bedeutend, sie„zog“ aber doch, da in Amerika, dem Lande der Sentsationen, ihr junger Ehe⸗ Roman den notwendigen Lärm machte. an der Conrad Opera Company in Newyork, verliebte sich dort in den Tenor Jack Raffael und heiratete den⸗ selben. Die zweite Ehe dauerte wenige Monate länger als die erste, dann ging auch diese in die Brüche. Mrs. Padelfort⸗Raffael nahm ein Engagement in ihrer Vater⸗ stadt Washington au, zum großen Miß vergnügen ihres dort lebenden Vaters, und verehelichte sich dort in kurzer Zeit mit dem Leiter des New National Theatre, John Harrison Wolf. Auch dieser dritten Ehe war keine lange Dauer beschieden, und die Scheidung erfolgte mit einer gewissen mathematischen Pünktlichkeit. Mrs. Padelford⸗ Raffael⸗Wolf befand sich bald wieder auf der Suche nach einem vierten Gatten und fand diesen in der Person des Sängers Willtam Beech. Von diesem ließ ste sich aber nicht mehr scheiden, soudern sie gab ihm eines Tages eiufach den Laufpaß und führte nun eine wechselvolle Existenz, wobei ihre moralische wie ihre materielle Stel⸗ lung arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Verheiratete und beinahe ebenso viel Geschtedene begann zu trinken, und ihre Gesundheit litt erheblich. Nun griff der Vater ein; er warf der Tochter eine Wochenrente von 25 Dollars aus und bestimmte sie nach England zu gehen. Als gehorsame Tochter folgte Mrs. Padelford⸗ Raffael⸗Wolf⸗Beech diesem Rate; es gelang ihr aber noch vor ihrer Abreise, einen Herrn Schuyler seiner Gattin abspenstig zu machen und auf die Reise mitzunehmen. Gehelratet wurde dabei ausnahmsweise nicht. In London fiel die Dame, die der Kürze halber den Theaternamen ngenommen hatte, gänzlich durch, und ste
verdreht hatte.
zu machen und ihre
Man erfuhr,
daß die des angesehenen
Die elegante
Nach etwa drei
eines bekannten
Zuerst sang sie
Die viel
Omnibus⸗Gesellschaft hat bei der Firma remise besichtigt war, ging es zur„Traube“
——
lat so Schell,
Da hilft schon gar nix. richsfeld 0 agel Achselzuckend dreht de 175 Schaffner das Rundreiseheft um, und knipst sein Curkerube „gesehen“ in den Schein„Darm
„Aber das kann ja nicht 0 direkt nach Karlsruhe“, versetzt da lein im hellfarbigen Reisekleid un. einen angsterfüllten Blick auf den Mann werfend.
„Glaub schon, daß Sie deß gewollt habbe. hättens halt über Heide warens in drei Stund' in Karlsruhe.
Die Mausefalle. Novelle von Frida Storck. (Nachdruck verboten).
Sie müsse in Fried⸗„Schwetzi der] weiter.
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aust unbarr Esel, der 1
stadt⸗Schwetzingen. ein, ich 5 b.
blonde Mägd⸗ a ebe 1 dito Hütchen,„Das ists ja eben,
nachher] Zähne.
u lber faßn med e Thür
t ein zweites nmal, als
sich nicht ihrer achtzehn hab ich das Nest noch nicht nennen hören.“ Die
barmherzig schne hr solch eine in das Rundreiseheft vorschrieb! Der Stationsbeamte, de diesem verlorenen Posten in An“ un
uptleistung auf * 8 Ausziehen grollt sie.
des sorglich geschonten Dienstrockes besteht, strebt„Warum grämen Sie sich so, liebes Fräulein?
schon sedem Stillleben im Büreau zu. Theo ver-] Auf Reisen nimmt man jedes Mißgeschick als
tritt ihm entschlossen den Weg. Glücksfall, sonst hat man ja keinen Genuß vom
Wann kann ich nach Schwetzingen fahren?“ Reisen.“ 5 5
1 ingen?“ In einer Stund'. Er strebt Theo wendet sich, und gewahrt erst jetzt die
Sprecherin, eine destinguiert aussehende, alte Dame,
Habe ich dort direkten Anschluß nach] die sich auf der Bank vor dem Hause niederge—
lassen hat. Ihre klugen Augen lächeln wohl⸗
Ja, wollte Sie denn nach Karlsruhe? Da wollend. Diese Art Reisephylosophie ist Theo in
hätte Sie ja ebe gar nit aussteige brauche!“ ihrer achtzehnjährigen Praxis noch nicht vorge⸗
mein Schein lautet über] kommen, aber fie imponiert ihr. 5 5
Schwetzingen.“ Sie ist gerade zu wütend.„Welcher Glücksfall ließe sich aus dreistündigem
Der Mann pfeift verständnisinnig durch die Warten in Schwetzingen herausklügeln?? fragt sie
„Schau, schau, Sie habbe so ein verflixt] dennoch ungläubig.„Ich finde es tötlich lang⸗ Heftel! Da wolle als d' Leut die Mark spare, un weilig.“ g b g nachher sitzens dann vier Stund' auf dene Bahn⸗„Ja, kennen Sie denn Schwetzingen?
„Nein, trage auch keine Sehnsucht nach der
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5 ge ac le Eine v anch ice des 15 Vier Stunden. Das wird doch nicht Bekanntschaft, zumal wenn es ein Abklatsch der in die Kissen zurück. Eine ne 5„Vier Natürlich r Tante nich Mal sie] wahr sein? abzuholen. Und sie war erst einmal Karlsruhe, kennt sich dort also nicht aus. möchte weinen, wenn ste Jahre erinnerte.— ö Da steht sie nun auf dem o den Der Schnellzug br
Friedrichsfelder Herrlichkeit ist.“ Aber Schwetzingen ist eine kleine Berühmtheit.“
l s mal, hier ein Stund', in Schwetzinge „ Se 10 W er 0„Ich weiß, die dicksten Spargel“, spottet Theo „Dieses einfältige Schwetzingen! Mein, Leben verächtlich.
„Nicht doch, Sie kleine Voreilige, Schwetzingens
Thränen kommen ihr nun doch. herrlicher Schloßpark, die Wasserwerke, machen es
ane bro desch is aber n Beleidigung. Schwetzinge, berühmt. Und dann im Park zu Schwetzingen Route] deß isch ja deß
berühmscht Spargelland!“ schmunzelt] nahm Kronprinz Friedrich Abschied von seiner
der Beamte gutmütig. Schwester, als er anno siebzig zu den Truppen Mir gilts gleich, wo die Spargel herkommen“, nach Speier ging.“
l„Ah, das wußt ich nicht!“
———
zu sehen.
ansteckend wirkt. Schwetzingen den Zug verlassen, ftrahlt Theos jugendfrisches Gesichtchen in eitel Frosinn. Sie hat ihrer Gönnerin die Hälfte ihrer duftenden Maiblumen an die Reisetasche gebunden und sie plaudern mitsammen wie alte Bekannte. Ein Bube wird als Führer geworben. „Eigentlich unnötig“, denkt Theo, denn die breite ungemein saubere Straße mündet direkt auf Dann beginnnt alles sogleich das Entzücken der alten Dame über die kraftvollen, prächtigen Baumgruppen, die saftstrotzenden Rasen⸗ flächen und die, aus künstlerischen Marmorgruppen aufsteigenden, im Sonnenlicht zerstiebenden Wasser⸗
das Schloß.
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(Fortsetzung folat.)
Als die
„Sehn Sie, der Aussteller Ihres Rundreise⸗ heftes wollte Ihnen Schwetzingens Herrlichkeiten erschließen. Ich wählte auf meiner Tour Dresden⸗ Basel, direkt diese Nebenbahn, um Schwetzingen Segnen Sie den klugen Mann, der Schicksal für Sie spielte.“
Halb war Theos Zorn schon verraucht. Sie erwog nur noch, soll ich Tante telegraphieren: „Komme Abendzug“, oder nicht.
„Ach Tante wird schon daheim sein, und ich nehme eben einen Wagen entschied sie dann.——
Merkwürdig, wie liebenswürdige Sorglofigkeit beiden Damen
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