— Ein Kind an Tollwut gestorben. Der in Deutschland außerordentlich seltene Fall der Hundswut beim Menschen ist in Crefeld vorgekommen und hat den Tod eines blühenden fünfjährigen Knaben zur Folge gehabt. Die Eltern waren mit dem Kinde zu Anfang Juli nach Petersburg gereist und wohnten in der Nähe der Stadt auf ihrem Landgut. Am 2. August wurde der Knabe von einem Hund des Gutsknechts ins linke Ohr gebissen. Da der Hund am folgenden Tage seinem Herrn ebenfalls eine Wunde durch Beißen beibrachte, wurde er erschossen. Die Untersuchung des Körpers ergab mit großer Wahrscheinlichkeit die Diagnose Hundswut, was auch durch Ueberimpfung des Speichels auf Kanin⸗ chen bestätigt wurde. Auf Anraten mehrerer hervor⸗ ragender Aerzte wurde der Knabe in dem Petersburger Institut für Pasteursche Impfung der bekannten Behand⸗ lung unterzogen, und zwar zunächst vom 5, bis 26. August in täglichen Impfungen und dann nochmals zu Anfang September einer gleichen fünftägigen Behandlung. Als die Eltern am 20. September mit dem Knaben die Heim⸗ reise antraten, glaubten die Aerzte ihnen die bestimmte Zusicherung völliger Gefahrlosigleit geben zu können,„da noch nie eine Erkrankung nach diesen Impfungen vor⸗ gekommen sei“. Diese Hoffnung schien auch bei der blühenden Gesundheit des Knaben vollauf berechtigt, bis sich plötzlich am 11. Oktober morgens unbestimmbare Vorboten der unheilvollen Krankheit einstellten, die sich am Abend zu dem ausgeprägten Bilde der bekannten Schlund⸗ und Atemkrämpfe entwickelten. Leider gelang
es ärztlicher Hilfe nicht, die Krämpfe zu heben, und so trat schon in neun Stunden nach dem ersten Anfall der Tod ein.
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 24. Oktober, 19. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes⸗ gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachm. 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Montag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr: stunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Psalmen, zunächst Psalm 1. Pfarrer Dingeldey.
In der Friedhofskapelle. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Im Konfirmandensaal, Neustadt 61: Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus gemeinde.
Pfarrer Schlosser.
Bibel⸗ Die
Nächsten Sonntag, 31. Oktober, Neformationsfest. An diesem Tage findet Beichte und heil. Abendmahl für alle vier Gemeinden im Abendgottesdienst der Johannes⸗ kirche statt. Anmeldungen vorher bei den Pfarrern er⸗ beten.
An demselben Tage wird eine Kollekte für die Gustav Adolf⸗Stiftung erhoben.
Neueste Tescaromme
Hd. Köln, 23. Okt. Zur Versorgung der Infanterie mit neuen Ge⸗ wehren des alten Modells Ss schreibt die„Köln. Ztg.“: Alle Depots seien mit diesem Gewehr überfüllt. Der auf Millionen sich beziffernde Vorrat reiche für jeden Ernstfall. Nachdem dieser Bestand erreicht worden, habe man die Fabrikation in allen Gewehrfabriken eingestellt. Zu der Thatsache, daß in der Armee soeben von der Gewehr⸗ prüfungskommission in Spandau ein⸗
Die Vorbereitung findet Samstag, den 23. Oktober, nachmittags 3 Uhr, in der Stadtknabenschule statt. den 28. Oktober,
Donnerstag, Konfir nandensaal, Matthäusgemeinde. 2 3. Pfarrer Schlosser.
Neustadt 61:
Bibelstunde für die 1. Brief Pauli
Gewehr
abends 8 Uhr, im
an die Korinther,
gehende Versuche kleineren Kalibers gemacht worden sind, sei zu bemerken, daß diese ganz neuen Gewehre etwa 3000 Stück in einer Privatfabrik bestellt wurden,
mit einem neuen
der Erfinder der Waffe gilt.
Indessen
steht die Einführung der Waffe krotz der
günstigen Ergebnisse der Versu in 5 Aussicht.
d. Anz.“ meldet aus Budapest.
Berlin, 22. Oktober. Der
Rede Bomffy im Abgeordnetenhause über
können.
sichern.
Hd. Antwerpen, Drahtnachricht aus drei „Pappy“ an der Küste zu Grun de gegangen
sind.
22. Oktober.
Schiffe„Garibaldi“,„Erebus“
6 Personen sind ertrunken.
Nach der gestri,
„Lokal⸗ 10 Ausgleich mit Oesterreich wird hier der Rüc 5 tritt Badenis mit Sicherheit erwartet, da es ausgeschlossen erscheint, Badeni werde daz Ausgleichsprovisorium im Reichsrate durchführen Thatsächlich verlautet in unterrichteten Kreisen, Badeni mache jetzt alle Anstrengungen, um wenigstens um den Preis seines Rücktritte eine Mehrheit für das Ausgleichsprovisorium zu
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