Ausgabe 
16.9.1897
 
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Nr. 217

Gießen, Donnerstag, den 16. September

1897.

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Poftztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.

Ausgabe

Gießen.

e Landeszeilung.

Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.

Medaktion: Kreuzplatz Nr. 4.

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* Gießen, 15. Sept. Erledigt sind: eine Jehrerstelle an der ev. Schule zu Lampertheim, fer. Bensheim, mit einem nach dem Dienstalter ich bemessenden jährl. Gehalt von 1000 1400 A4; swei mit ev. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen in der Volksschule zu Worms mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährl. Gehalt his zu 1350.; die mit einem ev. Lehrer zu hesetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober⸗Breidenbach, Kr. Alsfeld, mit einem jährl. Gehalt von 900 4(mit dieser Stelle ist Orga⸗ istendienst verbunden); die mit einem ev. Lehrer u besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zn Mittershausen, Kr. Heppenheim, mit einem fährl. Gehalt von 900 ,; eine Lehrerstelle au der kath. Schule zu Lampertheim, Kr. Bensheim, it einem nach dem Dienstalter sich bemessenden ährl. Gehalt von 1000 1400 KA. Gießen, 15. September. Am 13. August wurde der von dem Herrn Fürsten zu Stolberg⸗ Wernigerode⸗Gedern auf die Lehrerstelle an der emeindeschule zu Usenborn, Kr. Büdingen, ndsentierte Schulamtsaspirant Wilh. Wagner ns Hoch⸗Weisel, Kr. Friedberg, für diese Stelle bestätigt; am 21. August wurden die provi⸗

sollschen Lehrerinnen an der höheren Mädchen⸗ bu zu Gießen Klara Birnbaum und Adele Welcker zu Lehrerinnen an dieser Schule, unter Belassung in der Kategorie der Volksschul⸗ lererinnen ernannt. SGießen, 15. Sept. Das neue hessische

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Erscheint täglich mit Ausnahme der

Gießen, 15. September. Die ermittelten Durchschnittspreise für die Naturalleistungen für die bewaffnte Macht im Frieden, einschließ⸗ lich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert, betrugen pro Monat August 1897 für den Liefe⸗ rungsverband Gießen pro 100 Kilogramm: Hafer 17,00., Heu 6,50, Stroh 4,70 KA. * Gießen, 15. Sept. Unschuldig ver⸗ urteilt! Im Wiederaufnahme-Verfahren wurde der am 12. September 1896 wegen Verbrechens gegen§ 176 al. 3 und§ 174 al. 1 des Str. G.⸗B. zu drei Jahren Gefängnis ver⸗ urteilte Real-Gymnasialdirektor Dr. J. Hahn zu Heppenheim für nicht schuldig befunden und freigesprochen. Zugleich wurde die Aufhebung des früheren Urteils angeordnet und die Kosten der Staatskasse zur Last gelegt.

* Gießen, 15. September. Eine gründ⸗ liche Verurteilung unserer überaus strengen hessischen Fleischbeschau spricht das technische Kollegium der tierärztlichen Hochschule zu Berlin

in einem erstatteten Obergutachten u. a. wie folgt aus: Die sanitätspolizeiliche Beurteilung des Fleisches

tuberkulöser Tiere richtet sich nach der Ausbreitung des Krankheitsprozesses und nach dem Einfluß, welchen die Tuberkulose auf den Ernährungszustand der Tiere ausge⸗ übt hat. Das Fleisch tuberkulöser Tiere ist nur dann als gesundheitsschädlich zu betrachten, wenn die tuberkulöse Erkrankung bereits eine sehr weite Ausbreitung erlangt hat und die Eingeweide(Lunge, Leber, Milz, Nieren), sowie das Fleisch selbst beziehungsweise die in demselben gelagerten Lymphgefäße, Lymphdrüsen, Knochen und Ge⸗ lenke ergriffen sind; desgleichen muß eine gesundheitsschäd⸗ liche Beschaffenheit des Fleisches angenommen werden, wenn die Tuberkulose zur Abmagerung der erkrankten Tiere geführt hat. In diesen beiden Fällen liegt eine tuberkulöse Allgemeinerkrankung durch Eindringen der Tuberkelbazillen in das Blut vor. Als unschädlich ist dagegen das Fleisch solcher Tiere anzusehen, welche nur in geringem Grade mit der Tuberkulose behaftet sind und eine Verschlechterung des Ernährungszustandes nicht er⸗ kennen lassen. Unter geringgradigen Erkrankungen sind hierbei alle diejenigen zu verstehen, bei welchen sich die krankhaften Veränderungen nur in den Verdauungs⸗ oder Atmungsorganen und in den dazu gehörigen Lymphdrüsen vorfinden. In den zuletzt angeführten Fällen hat die Tuberkulose keinen nachteiligen Einfluß auf das Fleisch der Tiere. Das Fleisch kann daher nach Entfernung der erkrankten Teile ohne Bedenken dem freien Verkehr über⸗ geben werden.

Bekanntlich wird nach der hessischen Fleisch⸗ beschauordnung jedes geschlachtete Tier, an dem sich nur das kleinste Tuberkelknötchen findet, der Freibank überwiesen, während der hierdurch be⸗ dingte Wenigererlös für das Fleisch zu Lasten des Landswirts geht, der die Währschaft für ladenreines Fleisch übernommen hat.

Gießen, 15. Sept. Die Falbschen Prog⸗ nosen für den Monat September sind bis jetzt immer eingetroffen: viel Regen und wenig lichte Tage. Vom 17. bis 22. September: Es wird bei mildem Wetter allenthalben reg⸗ nerisch. In den ersten Tagen treten Gewitter mit sehr bedeutenden Niederschlägen ein, wodurch die Temperatur allenthalben herabgeht. Vom 23. bis 27. September: Mit dem Heran⸗ nahen des kritischen Termins 1. Ordnung am 26. September, welcher der drittstärkste des ganzen Jahres ist, nehmen die Niederschläge

Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile.

Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen.

ebition: Kreuzplatz Nr. 4.

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neuerdings zu und treten zunächst in Begleitung von Gewittern, dann aber um den 26. oder 27. als Landregen auf, welche in den Hochgebirgen in Schneefälle übergeht. Das Wetter bleibt in dieser Gruppe andauernd kühl. Vom 28. bis 30. September: die Niederschläge nehmen etwas ab. Die Temperatur steigt. Es wird dann mild.

R. Lollar, 14. Sept. Gestern Nachmittag ereignete sich auf dem Dampfsägewerk des Zimmermeisters Nuhn ein bedauerlicher Un- glücksfall. Dem Zimmermann Euler von Trais a. d. Lda., welcher bei der Säge be⸗ schäftigt war, wurde eine Hand total ver⸗ stümmelt. Der Verunglückte, Vater einer zahlreichen Familie, war ein sehr fleißiger und tüchtiger Arbeiter. Er wurde nach Gießen in die Klinik gebracht. K. Grünberg, 15. Sept. Der Kreis⸗ feuerwehrtag wird dahier am 26. ds. Mts. abgehalten. f

* Darmstadt, 14. Sept. DerKöln. Ztg. zufolge hat der Großherzog dem Kaiser von Rußland auf der sogenannten Mathildenhöhe eine große Fläche zur Verfügung gestellt, auf welcher der Kaiser auf 0 5 Kosten eine Kapelle zu bauen beabsichtige. Mit dem Bau soll im nächsten Frühjahr begonnen werden.

* Worms, 14. Sept. Um bei den Kindern Lust und Liebe zu den Blumen und Sinn für deren Pflege zu erwecken, wurden in diesem Jahre wie früher an die Schüler und Schülerinnen der oberen Volksschul klassen Blumenstöcke zur Behandlung über⸗ geben. Bei der gestern Nachmittag in Worrets Etablissement erfolgten Einlieferung zeigte sich erfreulicherweise, daß die Pflanzen im allgemeinen gut gepflegt waren. Eine große Anzahl Kinder erhielten Preise.

O. Krombach, 14. Sept. Das am Sonntag hier abgehaltene Kirchweihfest verlief in schönster Weise. Besondere Anziehungskraft übte die Gastwirtschaft des Herrn Keller aus. Jung und Alt amüsierte sich vortrefflich, sodaß die diesjährige Kirmes, auf die man sich schon Wochen lang vorher gefreut hatte, noch lange nachher in bester Erinnerung bleiben wird.

Vermischtes.

Eine Jagd auf Paviane. In der Schil⸗ derung seiner vor einigen Jahren zu Jagd- und wissen⸗ schaftlichen Zwecken unternommenen Reise in Erythräa (Nord⸗Abessinien)Mitteilungen über meine Reise in der Kolonie Erythräa erzählt Dr. Max Schöller höchst fesselnd von einer Jagd auf Paviane. Die felsigen Ab⸗ hänge, schreibt er, die von der kleinen Hochebene des Brunnens zu den Spitzen hinaufführen(der Berg Monte Lalamba ist gemeint), sind bevölkert von Paaren der Sassa⸗Antilope und von großen Pavianheerden, die täg⸗ lich zu der Quelle zur Tränke hinabsteigen. Eine Jagd auf Paviane ist außerordentlich unterhaltend, und ich hatte hierzu verschiedentlich Gelegenheit, da die steilen Berge in der Umgebung von Keren von zahlreichen Pavianen bewohnt werden. Die Nahe einer solchen Affen⸗ heerde thut sich bald unzweideutig kund, da die ganze Ge⸗ sellschaft beim Anblick eines Menschen ein fürchterliches Heulen und Bellen erhebt, an dem Alle, Alt und Jung,

Lärm noch größer und ist erst ein Mitglied der Heerde verwundet, so kennt die Wut keine Grenzen mehr. Stets in einer Entfernung von 100 bis 200 Schritt vor dem Jäger sich zurückziehend, machen die in ihrem weißgrauen langhaarigen Mantel prächtig aussehenden Männchen immer wieder Front, wütend das riesige Gebiß zeigend, um sich nur höchst widerstrebend weiter zurückzuziehen, wenn der Jäger die Flinte erhebt oder gar einen von ihnen vom Felsen herunterschteßt. Die Weibchen, die Jungen auf dem Rücken, und die schon halberwachsenen werden von zwei bis drei alten Leitaffen gedeckt; bald jedoch merken sie, daß die Absicht der Schützen nur den alten Männchen gilt und werden nun geradezu dreist, bleiben ruhig bis auf fünfzig Schritte vor dem Menschen sitzen und bellen ihn höchst posirlich an, während die Gefährdeten sich etwas weiter zurückziehen. Macht der Jäger Miene, die Jagd aufzugeben oder den Rückzug anzutreten, so macht sofort die ganze Heerde Kehrt und verfolgt den Schützen, um bis auf ganz geringe Entfernung, gleichsam angreifend, heranzukommen. Es ist hierbei nicht ratsam, an einem Bergabhang unterhalb der Affen sich aufzustellen, da, wenn ich auch nicht zugeben möchte, daß die Pavlane größere Felsstücke auf den Verfolger herunterwälzen oder mit Steinen nach ihm werfen, sie jedoch jedenfalls nicht unabsichtlich Steine herabrollen lassen. Eine unmittelbare Gefahr für den Jäger ist überhaupt bei der Pavianjagd mit der Büchse nicht vorhanden, da die Affen diese zu sehr fürchten, für die Eingeborenen ohne Waffen hingegen mag ein Zusammentreffen mit ausgewachsenen Pavptanen, deren Gebiß fast größer und stärker ist, als dasjenige eines Leoparden, unter Umständen unliebsam ausfallen. Die früheren Mitteilungen, daß die verwundeten Affen von den übrigen hinweggetragen werden, um sie nicht in die Hände des Jägers geraten zu lassen, kann ich be⸗ stätigen, und aus diesem Grunde ist es schwer, solche thatsächlich zu erbeuten. Sofort im Feuer Verendete wer⸗ den meist liegen gelassen, jedoch hart man bei ihnen so lange als irgend möglich aus. Es ist dann leicht die Stelle des Getöteten ausfindig zu machen, da ein durch⸗ dringender Geruch sie von Weitem verrät. Angeschossene Tiere zeigen manchmal in ihrem Thun große Menschen⸗ ähnlichkeit, ich bemerkte solche, die, in den Vorderarm ge⸗ schossen, ihn wie ein Mensch an die Brust anlehnten und sah einmal ein besonders großes Tier, das mit einem Schusse in den Hinterschenkel sich mit beiden Vorderarmen auf je ein junges Aeffchen stützte und sich von diesen fort⸗ führen ließ, dabei jene erbarmungslos ohrfeigend, sowie sie nicht ganz genau die Flucht nach seinen Absichten be⸗ werkstelligten. Ueberhaupt führen die Leitaffen ein strenges Regiment in ihrer Heerde und verschaffen sich durch regel⸗ rechte Schläge unbedingten Gehorsam, ebenso wie die Mütter ihre Jungen auf dieselbe Weise erziehen, so daß man von Weitem schon das Heulen der bestraften Aeff⸗ chen vernehmen kann. Ich möchte noch bemerken, daß anderweitig gefundenen Angaben zuwider die Pavianmütter ihre Jungen lediglich auf dem Rücken tragen. Bäume besteigen die Paviane ungern, nur um Ausschau zu halten, sie bewegen sich sonst stets auf Felsen. Allerdings er⸗ klettern sie Bäume, die ihnen eßbare Früchte liefern, wie z. B. den Zizyphus.

Standesgemäße Verlobung. Aus Temes⸗ var wird gemeldet: Die Mörderin Marie Settner, welche dem Zigeunerprimas Ladislaus Hübner durch einen Revolverschuß den Garaus gemacht hat, hat sich nach Ab⸗ büßung ihrer 5jährigen Zuchthausstrafe mit dem Mörder A. Steiner, der seinerseits ein Mädchen namens Irma Vaskonyi umgebracht hat, verlobt. Es war im Temis⸗ varer Zentralgefängnisse, wo sich die Brautleute kennen und lieben lernten; die Trauung wird im Monate Oktober stattfinden.

Die marokanischen Riffpiraten. Die portugiesischen Matrosen, die von dem englischen Kapitän Craismore in der Nähe von Gibraltar in Seenot betroffen, von ihm an Bord genommen und nach dem Piräus ge⸗

Teil nehmen. Bei Fallen des ersten Schusses wird der

Abgeordneten zugegangen. Es teilt die einzelnen Staatsämter in drei Kategorien ein und zwar

J. in solche mit festem Gehalt,

2. in solche mit aufsteigendem Gehalt und 3. in solche mit Höchstgehalt.

Bei den wenigen Staatsstellen mit Festgehalt Ministerialvorstände mit 12 000 l, Präsidenten des Ober⸗Landesgerichts und der Ober⸗Rechnungs⸗ kammer mit 9500 A usw.) wird der für die betreffende Stelle festgesetzte Gehalt bei der Ueber⸗ lragung des Amtes verliehen. Für die Aemter uit aufsteigendem Gehalt, zu denen die meisten Dienststellen gehören, sind in der Besoldungs⸗

ordnung Gehaltsstufen festgesetzt. Bei gewissen⸗ an Dienstführung erfolgt bei den meisten legelmäßig nach dreijähriger Dienstzeit das Vor⸗ lücken in die zunächst höhere Gehaltsstufe. Auf hiese Weise erreicht der Beamte unter normalen Berhältnissen in der Mitte der fünfziger Lebens⸗ jahre den Höchstgehalt. Gießen, 15. Sept.(Stadttheater,) Die Theaterleitung hat, wie man uns mitteilt, e Bilder des von ihr für die kommende Saison engagierten Personals ausgestellt in den Buchhandlungen von Karl Krebs(Schul⸗ kraße) und Frees und Tasche(Seltersweg), pwie in den Musikalienhandlungen von Er nst Shallier(Neuenweg). i Gießen, 15. Sept. Heute in der Frühe and im Schiffenberger Wald zwischen einem Einjährigen und einem Studenten ein Pistolen⸗ duell statt. Wir hören, daß einer der Duel⸗ Unten, schwer im Unterleib verletzt, in die alte flinik verbracht wurde. Eine reiche Partie. Erzählung von Felix ven Stenglin. (Nachdruck verboten). 1(Fortsetzung.) Sie konnte sich nicht mehr aufrecht erhalten, sie ank auf einen Sessel. Hellmuth stürzte hinzu, doch kurz vor ihr blieb er stehen. Faß mich nicht Röschen, es ist gut, daß es so gekommen ist und daß Du die Wahrheit erfährst. Ich wollte ie Dir ersparen, doch es ging nicht. Was ich uethan habe, weiß ich, ich that es aus Not. Doch dabei will ich nicht verweilen, es ist häßlich, n tuhigerer Stunde sprechen wir mal darüber. Nach meiner Ansicht ist es auch garnicht die Haupt⸗ ache, Vielmehr ist die Hauptsache unsere Liebe. Du sagtest mir einst, Du zweifeltest nicht daran, vaß ich Dich aus Liebe geheiratet hätte. Und Du Ich wollte auf Warnshagens lan nicht eingehen, trotz meiner Not. Aus Neu⸗ Merde fuhr ich nach Friedrichsthal und ging Dir

Dich gesehen hatte, ging ich darauf ein. Das ist i 10 eine kleine Entschuldigung, nicht wahr, böchen? Nur elne kleine, ich weiß wohl. Und es

ob ich mich um Dich beworben hätte. Ich

ebe es offen. Aber mit jedem Tage lernte ich

Glück geworden! Denke a

0 1 wenn die Not nicht gewesen wäre, wer

n alle Einzelheiten zurück, an den Tag, da Ihr in Frauensee waret, an unsere Verlobung, an 1 755 e Er ihre Hand und kniete vor ihr nieder.

1 So wie ich zu Dir sprach, spricht nur ein Liebender, einer der alles, alles hingeben würde um seiner Liebe willen!

Sie hob den Kopf und sah ihn an. 9855

Mau sagt, ich wäre hübsch, sprach sie leise. Warum solltest Du einem hübschen Mädchen nicht ein wenig gut sein! Was Wahrheit, was Heuchelei war, das läßt sich nicht e bitte Dich flehentlich: schweige! Nichts war Heuchelei, alles war Wahrheit, wenn Du es doch glauben wolltest! i

Röschen sprang auf.Ich kann nicht! rief sie verzweifelt aus.Wenn ich auch möchte, aber ich kann nicht! Es ist etwas in mir,das nicht heraus will, es heißt: Mißtrauen!

Und, den Kopf in die Hände bergend, wandte ie sich ab. a 15 blieb allein.

mehr

XIII.

nächsten Tagen war Hellmuth wenig u 1 7. bei den Mahlzeiten kam er mit Röschen zusammen. Beide begegneten fich sanft

und freundlich, aber es lag wie eine Schranke

mehr verlieren zu dürfen, und sie kam über ihren Zweifel nicht hinweg.

Daß er etwas vor hatte merkte sie, aber was? .. Wenn es doch Licht hineinbringen möchte in diese Dunkelheit!

Nach einigen Wochen trat Hellmuth eines Tages ins Zimmer mit der offenbaren Absicht, Röschen eine Erklärung zu geben.

Er nahm sie bei der Hand und führte sie aus Sofa. Hier setzte er sich neben sie nieder.

Liebes Röschen, begann er,wir sind jetzt am Scheidewege, wir müssen uns trennen.

Groß, fragend sah sie ihn an.

Die Bewegung wollte ihn übermannen, doch er bezwang sich.

Es ist das beste, wir führen es ruhig, leiden⸗ schaftslos zu Ende. Meinen Verpflichtungen Warns hagen gegenüber kann ich nicht nachkommen. Meinem Rechtlichkeitsgefühl nach muß ich daher auf das verzichten, was er mir verschafft hat. Die Schulden zwar sind bezahlt, das kann ich nicht mehr ungeschehen machen. Aber weiter kann ich auch nichts mehr für unseren Haushalt von Deinem Vater annehmen. Ohne größeren Zuschuß aber kann ich als Offizier den Haushalt nicht führen. Zudem muß ich erwarten, daß Warnshagen, wenn er jetzt nichts bekommt, alles an die Oeffentlichkeit bringen wird. Ich habe also meinen Abschied erbeten und erhalten und werde mich auf eigene

Er glaubte kein bittendes Wort

mehr lieben Und Du bist mein höchstes

zwischen ihnen.

Füße stellen. Zunächst trete ich als Volontär in

Röschen fuhr zu ihren Eltern.

eine Maschinenfabrik im Norden Berlins, es ist besser, ich nenne sie Dir nicht und so will ich mir eine neue Existenz gründen. Ist mir dies ge⸗ lungen, und hast Du dann Dein Vertrauen zu mir wiedergewonnen, so werde ich Dich bitten, zu mir zurückzukommen. Bis dahin müssen wir uns fern⸗ bleiben.

Hellmuth sah zu Boden, Röschen schwieg.

Und wann willst Du gehen? fragte sie dann leise.

Morgen.

Röschen stand auf.Du erlaubst, sagte sie, ich habe noch einen Gang vor.

Sie verließ das Zimmer.

Hellmuth erhob sich und blickte ihr nach.

Kein Wort hatte sie für ihn! Kein Wort des Trostes, der Anerkennung, nachdem er ihr diesen seinen Entschluß, der ihm so bitter schwer geworden war, mitgeteilt hatte!

An der Thür stieß sie auf die Mutter.Ich muß Vater sprechen! rief sie hastig.

Frau Puhlmann ging mit ihr hinein.Vater, Du mußt helfen, Du mußt helfen! Weißt Du, was er gethan hat? Seinen Abschied hat er ge⸗ nommen, und als Volontär will er in eine Maschinen⸗ fabrik eintreten, mich aber schickt er fort, weil er mich nicht ernähren könne. Von Dir will er nichts mehr annehmen!

(Fortsetzung folgt.)