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Marburg, Verantw. Redal⸗ 5. Ottmann, belde in Gießen.
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Nr. 12
Gießen, Freitag, den 15. Januar
Postiztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112.
Hessische
Ausgabe
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Gießen.
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Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112.
Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4.
Wer hat Auspruch auf In⸗ validenrente?
Wie wir schon häufig zu bemerken Gelegenheit hatten, herrscht in den Kreisen der Beteiligten noch immer viel Unklarheit darüber, von welchem Zeitpunkte an die Bewilligung von Invaliden— rente mit Erfolg beantragt werden kann, weshalb wir Veranlassung nehmen, auf Folgendes auf⸗ merksam zu machen:
Die Invalidenrente wird, und zwar ohne Rücksicht auf das Lebensalter, bewilligt im Falle dauernder Erwerbsunfähigkeit oder im Falle vorübergehender Erwers unfähigkeit. Im letzteren, der Häufigkeit nach gegen den ersteren sehr zurücktretenden Falle wird jedoch Invalidenrente nur dann gewährt, wenn die mit Erwerbsunfähigkeit verbundene Krankheit bereits 1 Jahr gedauert hat. f
Der Antrag darauf kann also bei vorüber⸗ gehender Erwerbsunfähigkeit mit Erfolg erst nach Ablauf eines Jahres seit dem Beginn der Krankheit gestellt werden. Wesentlich anders liegt es im Falle dauernder Erwerbs unfähigkeit. Der Antrag auf Invalidenrente kann dann unmittelbar nach Eintritt der dauern— den Erwerbsunfähigkeit gestellt werden und zwar, ohne Rücksicht darauf, ob der Betreffende als Mitglied einer Krankenkasse auch Krankengeld bezieht. Denn der Bezug von Krankengeld hindert nicht den gleichzeitigen Bezug von In⸗ validenrente.
Wenn also ein Versicherter z. B. durch ein Herz⸗, Nieren⸗ oder Lungenleiden dauernd er— werbsunfähig wird, so kann er sofort die Renten⸗ bewilligung beantragen oder durch Familien⸗ angehörige beantragen lassen. Allerdings bekennt sich der Erkrankte nur ungern dazu, daß er Ge⸗ nesung und Wiedererlangung seiner Erwerbs⸗ unfähsgteit nicht zu erwarten habe.
Aber auch die Forderung dauernder Erwerbs⸗ unfähigkeit wird nicht so streng ausgelegt, daß man den Nachweis, da Genesung absolut aus⸗ geschlossen sein muß, fordert. Vielmehr genügt es, daß die Erwerbsunfähigkeit voraus sicht⸗ lich von Dauer sein wird. Thatsächlich zeigt es sich häufig, daß der Rentenantrag viel später eingebracht wird, als es der Rentenberechtigte in seinem Interesse hätte thun können. In dieser Beziehung würden die Aerzte, die doch den Zustand ihrer Patienten am besten beurteilen können, das Interesse der Versicherten fördern, wenn sie bei dem Eintritt dauernder Erwerbs⸗ unfähigkeit rechtzeitig und nicht etwa erst nach Ablauf der Krankenunterstützung ihre Patienten zur Stellung des Antrages auf Gewährung der Invalidenrente veranlassen.
Ebenso kann Unfall⸗ und Invaliden⸗ Rente nach einer Revisionsentscheidung des Reichsversicherungsamtes von einer und der- selben Person bezogen werden. Zur Er⸗ langung der Invalidenrente neben einer Unfall⸗ rente ist zunächst zu prüfen, ob das zur Begründung der Invalidenrente erforderliche Maß der Er— werbsunfähigkeit durch einen Betriebsunfall im
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile.
Sinne der Unfallversicherungsgesetze herbeigeführt ist. Ergiebt diese Prüfung, daß der Unfall diesen Grund der Verminderung der Erwerbs— fähigkeit nicht verursacht hat, daß vielmehr neben seinen unmittelbaren Folgen und den bei Festsetzung der Unfallentschädigung berücksichtigten früheren Schäden, die durch den Unfall nach— teiligst beeinflußt werden, noch andere Umstände mit ihren schädlichen Folgen zur Erreichung der für die Invalidenrente erforderlichen Minderung der Erwerbsfähigkeit wesentlich mitgewirkt haben, dann ist die„Erwerbsunfähigkeit“ im Sinne des Invaliditäts⸗ und Altersversicherungsgesetzes nicht durch den Unfall herbeigeführt, sondern erst durch das Hinzutreten besonderer, mit jenem in keinem ursächlichen Zusammenhange stehender Momente. In dem Unfall liegt dann vielleicht eine Vorbedingung für die Erreichung des zur Invalidenrente erforderlichen Zustandes; er kann aber als die eigentliche Ursache dieses Zustandes nicht gelten.
Nun kommt es noch darauf an, wie hoch die bisher bezogene Unfallrente ist; übersteigt dieselbe den Betrag von 450 pro Jahr, dann hat der Rentenempfänger keinen Anspruch auf In⸗ validenrente; ist Ersteres aber nicht der Fall, sodaß die Juvalidenrente erst mit der bisher bezogenen Unfallrente den Betrag von 450 Kl ausmachen würde oder gar noch darunter bliebe, dann muß Invalidenrente gezahlt werden.
Lokales und Propinzielles.
* Gießen, 14. Januar. Das Kreisamt macht bekannt, daß die nach§ 6 des Reichsge— setzes vom 21. Juni 1887 über die Natural⸗
leistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert. Monat Dezember 1896 für den Lieferungs⸗ verband Gießen pro 100 Kilogramm betragen: Hafer 15,10, Heu 7,90, Stroh 4,70.
* Gießen, 14. Jan. Durch die in einer Reihe von Städten nunmehr errichteten Arbeits- nachweisstellen hat sich das Bedürfnis herausgestellt, eine engere Verbindung unter den einzelnen benachbarten Städten an⸗ zubahnen, um Arbeitsangebot⸗ und Nachfrage besser regeln zu können. Es fand deshalb am Dienstag in Darmstadt eine Versammlung von Vertretern der Städte Mainz, Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Worms, Offenbach, Heidel- berg, Gießen ꝛc. statt. Die verschiedenen Ver⸗ treter der einzelnen Städte einigten sich dahin, einen regelmäßigen Austausch über Arbeits- angebot⸗ und Nachfrage zu unterhalten, der raschen Erledigung halber womöglich durchs Telephon. In kleinen Orten und Städten sollen Sammelstellen errichtet werden, bei denen die solfen. ihren Bedarf an Arbeitskräften angeben ollen.
* Gießen, 14. Jan. Das gestern Abend
abgehaltene Eisfest nahm einen recht schönen Verlauf. Das Häuschen des Eisvereins am Ein⸗
Der Vogel im Käfig.
Von Maurus 3ö.kai.(Autorisiert.)
(Deutsch von Sandor Sarosi.) (Nachdrudd verboten.) (Fortsetzung.)
Vor dem Försterhaus blieb der Wagen stehen, Gräfin Irma stieg aus, verbeugte sich vor den Alten und schritt allein der Lichtung zu. So ge⸗ langte sie per pedes bis zur Quelle, wo sie wieder der Wagen erwartete. Diesen täglichen Spazier⸗ gang mußte sie auf ärztliche Vorschrift absolvieren.
Kaum hatte sie fünf Minuten im Walde promeniert, als sie eine tiefe Männerstimme ansprach:
„Servus Irma.“
Die Gräfin blieb verblüfft stehen. Ein junger Mann, der einen weißen Flanellanzug trug, hatte sich vor ihr verbeugt.
„Erkennst Du mich nicht, Irma?“
„Csakô!“ rief die Gräfin leise.
„Ich bins! Von der Terrasse aus sah ich Dich in den Wagen einsteigen und folgte Dir. Du selbst aber scheinst von meiner Anwesenheit nicht gerade entzückt zu sein?“
Die Gräfin war in der That vor Aufregung bleich geworden.
„Ich weiß nicht, was Sie berechtigt, mit mir in diesem Tone zu sprechen“, entgegnete sie leise.
„Aber Irma bist Du närrisch geworden?“
„Sie werden beleidigend, mein Herr, und ich bin wehrlos.“
„Du lieber Himmel, der gräfliche Titel ist ihr offenbar zu Kopfe gestiegen“, brummte Csäkô vor
ö sich hin.
„Wer hätte das einem so gescheidten Mädel zugetraut?“ Dann lüftete er den Hut und rief mit ernstem, überzeugtem Ausdruck:
„Verzeihung gnädigste Gräfin, daß ich die Kühn— heit hatte, Ihnen unsere alte vertrauliche Freund— schaft in Erinnerung zu bringen. Ich wollte mich damit keineswegs gegen den schuldigen Respekt ver— ehen.“
f„Was haben Sir mir zu sagen? Wozu sprachen Sie mich an?“ frug die Gräfin hochmütig.
„Ich wollte Ihnen lediglich mein Beileid aus— drücken, über den schweren Schicksalsschlag, der Sie betraf und meine Freude Sie wohlauf zu finden. Und nachdem dies hiermit erledigt erscheint, so hätte ich Ihnen eigentlich nichts mehr zu sagen.“
Er verbeugte sich neuerlich und machte Miene sich zu entfernen, die Gräfin aber brach ins Lachen aus.
„So bleiben Sie doch, Sie, Sie— Diplomat. Ich gestatte Ihnen, mich zu begleiten, vorausgesetzt, daß Sie mich nicht mehr duzen.“
„Ganz wie Sie befehlen, und da unsere Kon— versation glücklich eingeleitet ist, so will ich gern gestehen, daß ich Sie derzeit hübscher finde als jemals.“
„Interessiert mich nicht und bedaure, Ihnen das Kompliment nicht zurückgeben zu können. Sind Sie noch immer Theater-Kritiker?“
„Noch immer, in meinen freien Stunden auch Abgeordneter und Sie selbst sind ausschließlich gräf— liche Witwe. Ist das eine gute Beschäftigung?“
„Mir gefällt sie“
„Man erzählt sich, daß„Ihr Posten“ zwar sehr gut dotiert ist, aber nicht sehr amüsant sei.“
gang der Bahn war wirklich prachtvoll illuminiert. Es wäre zu wünschen gewesen, daß m ehr Schlittschuhläufer und Läuferinnen sich mit Lampions ausgerüstet hätten. Von 7 Uhr ab war es ziemlich dunkel auf der riesigen Fläche. Häufig karambolierten die Läufer. Einige fielen auch, weil sie die auf dem Eis liegenden Hinder⸗ nisse, meistens Papier, nicht sehen konnten. Im Uebrigen nahm Alles einen vorzüglichen Verlauf. Was kann es zu jetziger Zeit auch angenehmeres geben, als nach den Klängen unserer guten Kapelle dem Eissport zu huldigen? Es sollten solche Abende wie der gestrige mehr veranstaltet werden.
Es könnten dann auch diejenigen einmal unsere
prächtige Eisbahn besuchen, die am Tage keine Zeit dazu haben.
Gießen, 14. Jan. Die gestern Abend stattgehabte General-Versammlung des Wohl⸗ thätigkeitsvereins„Zitherklub“ war zahlreich besucht. Als erster Präsident wurde Herr Jean Weisel, als zweiter Präsident Herr Friedrich Becker, als Schriftführer Herr Glasermeister und Kaufmann Adolf Deutschen, als Rechner Herr Karl Valentin und als Beisitzer die Herren Stiehl, Döring, Steinmüller, Seng und Wicker gewählt. U. a. wurde ein⸗ stimmig beschlossen, daß diejenigen Kosten, welche den vor einiger Zeit wegen Hausfriedensbruch angeklagten Mitgliedern erwachsen waren, der Vereinskasse auferlegt werden sollen, da die Betreffenden lediglich im Interesse des Vereins gehandelt hätten. Ferner wurde beschlossen, daß jeden Monat eine Mitgliederversammlung statt⸗ finden soll.
* Gießen, 14. Januar. Infolge einer von dem Ausschuß der Darmstädter Zentralanstalt für Arbeits- und Wohnungsnachweis er⸗ gangenen Einladung hatten sich am Dienstag Vertreterder Arbeitsnachweis anstalten von Frankfurt a. M., Gießen, Heidel⸗ berg, Offenbach, Wiesbaden und Worms sowie der Bürgermeistereten Alzey, Bingen und Mainz im Britanniahotel zu Darmstadt zusammengefunden, um in einen Aus⸗ tausch über die auf dem Gebiete des Arbeits⸗ nachweises bisher gemachten Erfahrungen einzu⸗ treten und zugleich eine Verständigung über die wichtigeren Fragen auf diesem Gebiete anzu⸗ bahnen. Die Verhandlungen, welche von Herrn Regierungsrat Fey geleitet wurden, und denen auch Herr Provinzialdirektor Geheimer Rat von Marquardt anwohnte, nahmen einen äußerst an⸗ regenden Verlauf. Nach längerer Debatte, an welcher sich außer dem Vorsttzenden die Herren Geheimer Rat von Marquardt, Stadtrat Dr. Flesch⸗Frankfurt a. M., Beigeordneter Wolff⸗ Gießen, Beigeordneter Wolff-Offenbach, Beige⸗ ordneter Dr. Kayser⸗Worms, Bürgermeister Köhler-Darmstadt und Jagdstein-Wiesbaden be⸗ teiligten, wurden mehrere Resolutionen ein— stimmig angenommen, in denen ausgesprochen ist, daß die Arbeitsnachweisstellen der oben ge⸗ nannten Städte in engere Fühlung zu treten hätten. In kurzer Zeit soll in Frankfurt a. M. abermals eine Vertretersitzung stattfinden.
„Sei nicht so unverschämt, Csakö.“
„Sagen Sie aufrichtig, Irma, sehnen Sie sich nicht manchmal auf die Bühne zurück?“
„Ju den Opernchor, nicht wahr? Gott behüte.“
„Und doch hätten Sie auch dort Karriere ge— macht, wenn Sie nicht die Schwäche gehabt hätten, immer um einen Takt später zu intonieren, als Ihre Kollegen.“
„Welche Grobheiten mußte ich deshalb auf den Gesangsproben einstecken!“
„Wie war ich doch zumal in Sie verliebt, Irma.“
„Ich weiß es Freund, Sie hätten Ihr Leben für mich eingesetzt, nicht wahr?“
„Das wäre das Wenigste gewesen.“
„Aber heiraten wollten Sie mich nicht?“
„Die Ehe ist ja nicht der Probestein der Liebe und der Klugheit.—“
„Und Ladamy hat mich trotzdem geheiratet!“
„Unter uns, haben Sie Ihren Gatten für sehr geistreich gehalten?“
„Es war ein guter Mensch, das können Sie mir glauben.“
„Diese Heirat war eine logische Folge seiner Erziehung. Ich versichere Sie, daß ein junger Mensch, der bis zu seinem dreiundzwanzigsten Lebens⸗ jahre seine kindliche Denkweise und die Einfalt seines Herzens sich bewahrt hat, ich sage, daß ein solcher Mensch in seinem vierundzwanzigsten Lebens— jahre mit zwingender Naturnotwendigkeit eine Choristin heiraten muß. Der kleine Graf hatte übrigens blindes Glück, daß er gerade auf Sie stieß; ebenso hätte er ja— mit Respekt zu sagen— die Ella
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*Großen⸗Buseck, 14. Januar. Bezüglich der von uns gestern veröffentlichten Notiz betr. den Verkauf ungenießbaren Fleisches teilt uns Herr Dr. Liebe mit, daß weder von ihm noch von Herrn Professor Dr. Winkler eine Unter⸗ suchung des Fleisches vorgenommen wurde. Wir müssen es unserem Gewährsmann, Herrn Dörr in Großen-Buseck, der von vornherein jede Verantwortung übernommen hat, überlassen, weitere Aufklärung zu geben.
* Großen ⸗Buseck, 14. Januar. Gestern Nachmittag stürzte eine ungefähr 70 Jahre alte Frau so unglücklich auf der Straße, daß sie ein Bein brach und zuselge dessen in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. Bad Nauheim, 13. Januar. Nach dem soeben veröffentlichten vierten Jahresbericht der Kinderheilstätte Emmaheim der Sani⸗ tätsrat Dr. Müller Eheleute dahier fanden im letzten Sommer 53 Kinder, 24 Knaben und 29 Mädchen Aufnahme. Alle Patienten bis auf einen wurden teils geheilt, teils bedeutend ge⸗ bessert entlassen. Neun Kinder erhielten voll⸗ ständig freie Aufnahme. Die Zahl der Ver⸗ pflegungstage betrug 1846, die Zahl der verabfolgten Bäder 1157. Die Kinder oder Waisen unbemittelter Aerzte erhalten durchweg freie Aufnahme. Geschenke oder Gelder für arme Kinder werden nicht angenommen, die An⸗ stalt bestreitet ihre Kosten aus den Pflegegeldern bemittelter Kinder und den Zuschüssen der An⸗ staltsbesitzer.— Die zweite hier bestehende Kinderheilstätte, für israelitische Kinder bestimmt, verpflegte in der letzten Saison 64 Patienten, 39 Knaben und 25 Mädchen. Für ein eigenes Heim der Anstalt ist an der Frank⸗ furter Straße ein Bauplatz erworben worden. Die Mittel für den Bau, der etwa 200000 4. kosten wird, sind bereits aufgebracht; mit dem Beginn des Baues wird aber auffallender Weise gezögert.— Die dritte Kinderheilanstalt, das Elisabethhaus, mit Winterkur, erhebt Pflegegelder von 25 bis 60„ für die ganze Kurperiode und bestreitet damit alle Kosten für die Pfleglinge bis auf die Reisekosten.(Kl. Pr.)
* Bad Nauheim, 13. Januar. In der isrgelitischen Kinderheilstätte dahier wurden in der letzten Saison 64 größtenteils skrophulöse Kinder verpflegt, von denen 31 aus Frankfurt a. M. waren. Im Frühjahr soll mit dem Bau eines eigenen Heim begonnen werden, das einen Kostenaufwand von 200 000 Mark er⸗ fordern wird.
* Darmstadt, 12. Januar. Bis jetzt war man im Unklaren darüber, ob die seither von der Hessischen Ludwigseisenbahn-Gesellschaft an die Gemeinden entrichteten Kommunalsteuer auch nach der Verstaatlichung dieser Bahn den Ge⸗ meinden noch zufließen werden, da bekanntlich Staatseisenbahnen Steuerfreiheit genießen. Diese für die Gemeinden finanziell wichtige Frage ist nunmehr zu deren Gunsten entschieden. Wie nämlich ein den Großh. Kreisämtern von Starkenburg und Rheinhessen zugegangenes ministerielles Ausschreiben bekundet, werden die
edition: 11 latz Nr. 4.
„Man sieht's Ihnen an, lieber Csakö, daß Sie sehr frühzeitig„die Einfalt“ ihres Herzens einge— büßt haben.“
„Jawohl, ich leugne es nicht, das gebrannte Kind fürchtet das Feuer. Uebrigens ist aus mir trotz alledem kein feuersicherer Salamander ge⸗ worden, was schon daraus hervorgeht, daß ich mich erschießen wollte, als ich don Ihrer geheimen Trauung Kenntnis erlangte.“
„Haben Sie sich schon öfter erschießen wollen,
lieber Csakö?“ 2„Nur dreimal, zangebetete Irma. Als Selbst⸗ mordmotiv hat aber nur einmal eine Dame fungiert. Ich hatte gerade die ganze Nacht mit Zigaretten rauchen verbracht und als ich gegen Morgen zu dem Entschlusse kam, um Ihre Hand anzuhalten, erhielt ich die Nachricht, daß Sie als Gattin eines Grafen nach Italien gereist seien.“ f
„Sie wollten um meine Hand anhalten? Und diese Großmut erfahre ich erst jetzt?“
„Sie lachen vergeblich! Hätten Sie gewußt, daß ich dies beabsichtigte, dann hätten Sie dem Grafen einen Korb erteilt.“
„Wissen Sie dies bestimmt.“
„Vollkommen sicher.“
„Dann schickt es sich wohl nicht, Ihnen zu widersprechen.“
Beide schwiegen. Als die Gräfin den forschen— den Blick Csakö's wahrnahm, lächelte sie ironisch. Sie waren schon in der Nähe der Quelle ange— langt.
„Ihr kurzes Glück ist nun vorüber, lieber Freund, wir müssen Abschied nehmen.“
oder die Stella erwischen können....“
(Schluß folgt.)


