Herr St. giebt gratis Ankaufslisten aus, es kann sich jeder selbst vom Werte seiner Objekte überzeugen. In Archiven, alten Geschäftsbriefen ze. sind reiche Funde, weil früher meist die Marke auf die Adreßseite des Briefes geklebt wurde und mit dem Briese aufgehoben wurde. Förderer von Wohlthätigkeitsanstalten können auf diese Weise mehr als mit Kollekten erreichen.
R. Grünberg, 12. März. Zum Besten des hiesigen? erkehrsvereins findet am nächsten Sonntag eine theatralisch-musikalische Abendunterhaltung im Gasthofe„zum Hirsch“ statt. Ihre Mitwirkung haben neben dem Mustik⸗ verein noch eine größere Anzahl Herren und Damen zugesagt. Hinsichtlich der guten Sache und den Zweck, welcher obiger Verein damit ver⸗ folgt, dürfte ein reger Besuch dieser vielver⸗ sprechenden Abendunterhaltung wohl im Inte⸗ resse der hiesigen Einwohnerschaft liegen, denn sollen die Bestrebungen des Verkehrsvereins von thatsächlichen Erfolgen begleitet sein, so bedarf derselbe allseitiger Unterstützung.— Derselbe Verein hält am kommenden Dienstag Abend im Gasthause zum„Wilden Mann“ seine erste Generalversammlung ab. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist er wünscht.
* Bad Nauheim, 12. März. Die ver⸗ einigten Ortskrankenkassen Hessens werden in diesem Frühjahre hier ihren Dele— giertentag abhalten.
* Bad Nauheim, 12. März. Der Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs hielt am Donnerstag Abend seine zweite General⸗ versammlung im Hotel⸗Restaurant Langsdorf ab. Der Zweck des Vereins ist, in den in- und. ausländischen Zeitungen zu inserieren, ferner giebt der sehr thätige Verein einen Fremden⸗ führer von Bad Nauheim in deutscher und englischer Sprache heraus, der in 11000 Exem⸗ plaren gratis an die Kurgäste alle Jahre verteilt wird. Es wurde beschlossen, im nächsten Jahre auch einen französischen Führer mae Die Einnahmen des Vereins betrugen im letzten Jahre 3400, die für Insertionszwecke aus⸗ gegeben wurden.
„ Darmstadt, 12. März. Die 2. Kammer bewilligte zur Vorbereitung der Steuerreform 55 000, eine ee von 2 300 000 l. für die Erbauung von bereits bewilligten Neben⸗ bahnen, sowie die Mittel zur Gewährung von Darlehen aus der Landeskreditkasse. Morgen wird sich die Kammer bis gegen Ende d. M. vertagen.
„Offenbach, 12. März. Zwischen den hiesigen Schuhmachergehilfen und Unter⸗ nehmern haben gestern nochmals Verhand⸗ lungen stattgefunden. Die bisher erzielten Resul⸗ tate sind vorerst noch negativ. Die Fabrikanten haben ein Ultimatum gestellt, das binnen 24 Stunden von den Arbeitern angenommen werden soll, wenn nicht alle Verhandlungen abgebrochen werden sollen. Die Forderungen der Arbeitgeber gehen dahin, daß die Forderung der Arbeiter auf Verkürzung der Arbeitszeit und die Ab⸗ schaffung der Bezahlung der Fournitureu zurück⸗ Aube werden. Da, wo nach Ansicht der
rbeitgeber() der Lohn zu gering, soll eine Erhöhung eintreten. Da, wo die Fournituren bis jetzt von den Arbeitgebern gestellt werden, sollen sie künftig nur gegen Bezahlung gestellt werden. Also das Gegenteil der Arbeiterforde— rung. Eine Versammlung der Arbeitnehmer wird heute Abend über das Ultimatum be⸗ schließen. Nach Versicherungen der Fabrikanten
r
melden sich eine Menge auswärtiger Arbeiter zur Besetzung der durch den Ausstand frei⸗ gewordenen Plätze. Die Ausständigen haben alle Eingänge der Stadt und auch zu den Fabriken besetzt. Die Polizei hat an den Fabriken Posten aufgestellt, um zwischen Aus⸗ ständigen und den Stellensuchenden unliebsame Zwischenfälle im Voraus zu verhüten. Die Aus⸗ ständigen suchen durch Sammlungen von Haus zu Haus, Geld aufzubringen. Der Versuch der Arbeiter, den Ring dadurch zu sprengen, daß stie den Arbeitern der beiden Oberrader Fabriken Breunig und Collin und Strauß und Co. ge⸗ statteten, über alle Forderungen mit ihren Arbeitgebern zu verhandeln, ist gescheitert. Beide Firmen haben sich mit den übrigen Firmen soli⸗ darisch erklärt.
* Mainz, 12. März. Die Tünchermeister und die Lohnkommission der Tüncher⸗ und Malergehilfen hatten gestern Abend unter dem Vorsitz des Vorsitzenden des hiesigen Gewerbe⸗ gerichts, Herrn Rechnungsrat Amend eine Kon⸗ ferenz behufs Beilegung der bestehenden Diffe— renzen. Die Meister gaben die geforderten Zu⸗ schläge für Sonntags-, Nacht⸗ und Ueberarbeit zu, eben so die Einhaltung der zehnstündigen Arbeits⸗ zeit; die Akkordarbeit soll thunlichst beschränkt werden. Bezüglich der Hauptforderung jedoch, allgemeine Lohnerhöhung mit 10 U pro Stunde, konnte eine Einigung nicht erzielt werden, ob⸗ wohl die Arbeiter ihre Forderung auf 7* reduzierten. Die Meister blieben bei dem bereits gemachten Angebot von 3„ für alle Gehilfen und erklärten, keinen Schritt weiter gehen zu können. Ob es jetzt zum Streik kommt, hängt von dem Beschluß der nächsten öffentlichen Tüncherversammlung ab.
* Wetzlar, 13. März. Am kommenden Sonntag, den 14. März, nachmittags 4 Uhr, wird im„Schützengarten“ hierselbst eine öffent⸗— liche Versammlung des hiesigen Gewerkver⸗ eins der deutschen Maschinenbau⸗ und Metall⸗ arbeiter(Hirsch-Duncker) abgehalten werden. In dieser Versammlung, auf welche hiermit auf⸗ merksam gemacht sei, wird ein auswärtiger Redner über die Reformbestrebungen des Ge— werkvereins sprechen. Gäste sind willkommen.
Vermischtes.
— Eine Dienerin des Bacchus. Ein psycho⸗ logisch interessanter Fall beschäftigte am 9. d. M. die Strafkammer eines Berliner Landgerichts. Aus der Untersuchungshaft wurde die 22 jährige Buchhalterin Emma Herzfeld vorgeführt, welche sich in über 50 Fällen der Unterschlagung zum Gesamtbetrage von 7000 Mark schuldig gemacht haben sollte. Sie räumte die Strafthaten ein, führte aber zu ihrer Entschuldigung an, daß sie mit einer krankhaften Neigung für den Genuß geistiger Getränke belastet sei. Vor etwa zwei Jahren habe sie angefangen zu trinken, und von dieser Zeit an habe sie täglich mindestens zwei Flaschen Wein trinken müssen, um arbeiten zu können. Da sie nur schwere, teuere Sorten, zumeist Portwein oder To⸗ kayer zu 5„, die Flasche getrunken habe, so kämen im Laufe von zwei Jahren etwa 7000, heraus.— Die Angeklagte hatte zunächst eine Stellung in einem größeren Berliner Konfektionsgeschäft mit einem Anfangsgehalt von 30/ monatlich gefunden. Durch ihre Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit arbeitete sie sich nach und nach bis zur ersten Kassiererin, mit einem Gehalt von 150/ monat⸗ lich herauf. Im vorigen Jahre nahm sie eine gleiche Stellung in einem ähnlichen Geschäfte an. Am 27. Oktober gab ihr Chef ihr eine Anzahl Banknoten nebst Begleitschreiben mit dem Auftrage, sie in einen Brief⸗ umschlag zu thun und abzuschicken. Am folgenden Tage
. vͤ!᷑ r
traf eine Depesche ein mit der Nachricht, daß sich in dem Briefe 1000„ zu wenig befunden hätten. Die Post⸗ behörde leitete eine Untersuchung ein, wobei es sich ergab, daß der Brief unverletzt aufgegeben und befördert war. Es wurde darauf ein ganz gleichartiger Brief mit der vollen aufgegebenen Summe hergestellt, und dieser war um das Gewicht eines Tausendmarkscheins schwerer, als der abgeschickte Brief. Der Chef schöpfte jetzt erst Ver⸗ dacht gegen die Angeklagte, welche denn auch bald ein⸗ gestand, daß sie sich einen Tausendmarkschein angeeignet habe. Sie gab noch zu, daß sie von den übrigen ein⸗ gelaufenen Beträgen insgesamt 325% unterschlagen hatte. Inzwischen kam es denn auch zur Sprache, daß die An⸗ geklagte schon in ihrer früheren Stellung ihre Chefs um etwa 5700/ geschädigt hatte, die aber von Verwandten der Angeklagten ersetzt waren, weshalb von einer Anklage Abstand genommen war.— Ein Lehrling bekundet, daß er der Angeklagten fast täglich eine Flasche Portwein zu 5/ habe holen müssen; manchmal habe sie auch schweren italienischen Wein oder Tokayer getrunken. Außer ihm habe die Angeklagte aber noch andere Boten in Bewegung gesetzt. Ein Hausdiener hatte für das Fräulein an einem Nachmittag ein Glas Grog holen müssen. Dem Chef war niemals etwas in dem Benehmen der Angeklagten aufgefallen, ihre Arbeiten seien nie zu bemängeln gewesen. — Medizinalrat Dr. Lang begutachtete, er könne es kaum glauben, daß die Angeklagte diese kolossalen Mengen von Spirituosen zu sich genommen habe; aber selbst wenn dies der Fall sei, so könne er doch nicht sagen, daß die Angeklagte nicht bei klarem Verstande gewesen sei, als sie die strafbaren Handlungen beging. Ihr ganzes Verhalten in der Verhandlung spreche dafür, daß sie geistig und körperlich gesund sei. Sie müsse sogar eine bedeutende Widerstandsfähigkeit besitzen, denn Gewohnheitstrinker pflegten„abzufallen“, wenn ihnen plötzlich der Alkohol entzogen wird: bei der Angeklagten sei aber, obgleich sie doch während ihrer siebenwöchigen Untersuchungshaft keinen Alkohol erhalten habe, keineswegs ein„Abfall“ erfolgt.— Das Urteil lautete auf ein Jahr sechs Monate Gefängnis.
— Der Telephonhund. Die Geschichte stammt nicht aus Amerika, sondern aus dem uns näher liegenden England, sie ist also kontrollierbar. Daß es gescheidte Hunde giebt, braucht nicht erst bewiesen zu werden, daß der Hundeverstand sich mit den technischen Fortschritten der Menschheit entwickelt, zeigt folgende, von der eng⸗ lischen Fachzeitschrift„Electrician“ erzählte Begebenheit. Kürzlich ließ der Kassierer der National⸗Bank in Anst⸗ ruthers, Grafschaft Fife, aus Unachtsamkeit seinen Hund in der Bank, als er nach Ablauf der Büreaustunden nach Hause ging. Seine Wohnung war weit entfernt, und erst als er einen Weg von mehreren Kilometern hinter sich hatte, bemerkte er den Verlust des Hundes. Sofort be⸗ gab er sich in ein benachbartes, ihm bekanntes Haus, welches Telephon⸗Anschluß hatte. Von hier rief er die Bank an. Ist mein Black noch auf dem Büreau? Die Frage wurde bejaht. Gut, dann setzen Sie ihn mit mir in Verbindung. Dies geschah; man legte das Hör⸗ rohr an das Ohr des Hundes. Der Herr pfiff in sein Telephon und rief: Hierher, Black! Das Vieh wedelte, bellte freudig auf, lief zur Thüre, kratzte daran, damit man sie ihm öffne und rannte dann nach seinem Heim.
— Die jüngsten Sturmkatastrophen. Ueber die Folgen des letzten heftigen Sturmes treffen zahlreiche Unglücksbotschaften ein. In Wesseling wurde, Bonner Blättern zufolge, der 30 Meter hohe Schornstein der Gerberei Du Mont⸗Schmitz umgeweht. Der Schorn⸗ stein war erst vor wenigen Monaten neugebaut. In Brüssel, wo das Unwetter abends gegen 11 Uhr losbrach, wurde in der Rue des Boiteux ein Fernsprechgerüst mit 300 Drähten zertrümmert. Im Botanischen Garten, im Park usw. sind viele Bäume entwurzelt. Die Anlagen für die Weltausstellung haben stark gelitten. In Ant⸗ werpen wurde der englische Dampfer Saint Cutbert beim Verlassen des Hafens gegen das Rheinboot Richard ge⸗ trieben und mit diesem beschädigt. Viele der während des Karnevals in verschiedenen Vierteln Antwerpens er⸗ richteten Krambuden sind zerstört. Bei Feécamps ging eine Fischerbarke mit fünf Mann unter. An den West⸗
Holhversteig rung ießener Stadtwald.
a den 15. März 1897, mittags 9 Uhr begiunend, sollen im Gießener Stadtwald iu den Distrikten Waldshute und Hainges boden versteigert
vor⸗
werden: holz. Nadelholz: 596 Stück Stämme und Stangen mit 42,61 fm, 6 rm Klafternutzbolz, Irm 1 Bäcker, 1 Spengler,
22 Rmtr. Nadel⸗Scheitholz, Knüppel und 155 rm Reiser Das Brennholz aus dem Schutzbezirk Königsberg wird zuerst 1 Lackierer, 1 Maschinenschlosser, 478„ Nadel⸗Knüppelholz, versteigert Der Verkauf des Nutzholzes beginnt um 12 Uhr. Kaufliebhabern wird das Holz[1 Schuhmacher, 1 Schneider,
87„ Nadel-⸗Stockholz, von den zuständigen Förstern Guericke zu Fh. Haina und Körner zu Fh. Bieber an Ort und I U Bauschreiner, 4 Lauffrauen,
2782 Wellen Radel⸗Reisig, 20 Wellen Birlken⸗Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 2. Schneise. Gießen, den 8. März. 1897 Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Oberförsterei Strupbach. 18. März, vormittags 9 Uhr, i den Distrikten: Köpfelhecke, Groß⸗ wäldchen, Saurüsselschlag ꝛc. Eichen: 41 Stämme mit 32,39 km, 19 ĩm Klafternutzholz, rm Scheite und Knüppel, 145 rm Reiser und 37,5 rm Stockholz. Buchen: 13 rm Klafter⸗ nutzholz, 606,1 rm Scheite und Knüppel, 160 Hdt. Wellen,
Stelle auf Verlangen vorgezeigt werden. 3 Groß⸗Rechtenbach, Zusammenkunft vormittags 9 Uhr auf vor dem Lützellindener Wald: rundholz; 2) Brennholz: Eichen: 42 rm Derb, 333,5 rm Derb, 30 rm Stock und 447 rm Reiser; Weichholz: 16 1m Reiser;
Gemeindewald Lützelliuden
1) Nutzholz:
2 Holzversteigerungen. Schutzbezirke Königsberg und Bieber. n der Schlierbach schen Gastwirtschaft zu Bieber aus und Klein⸗Roteberg, Schmittenberg, Eulenkopf, Böswies⸗
2058 rm Reiser und 240 xm Stock⸗
Dienstag, den 16. d. M., dem Weg von hier nach Münchholzhausen am Wegweiser 14,5 rm Eichenspalten 1. 12 1m Stock und 56 rm Reiser;
Städtischer Donnerstag, den
88,5
1 Wasch⸗- u. Putzfrau, 7 Taglöhner, 6 Hausburschen, 1 Gärtner, Sorte, 21 rm Nadel- Buchen: 31 rm
1 Strickerin und Flickerin Nadel:
verkauf, Ecke der Westanlage und Bahnhofstraße für die gleiche Zeit verpachtet werden.
Die Verpachtungsbedingungen sowohl für die Marktlauben als auch filr den letzter⸗ wähnten Platz werden im Versteigerungster⸗ min bekannt gegeben, können aber auch schon vorher bei ber unterzeichneten Behörde, Zim⸗ mer Nr. 15, eingesehen werden.
Gießen, den 11. März 1897.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. Derb, 9 7 15 Stock und 74 rm 3 1 I Drecel 4 Sic nine erförsterei Grünberg. 1) Montag, den 15. März, aus dem Distrikt Breitelo Drechsler, uchbinder, 7 777 7 Bekanntmachung. der Forstwartei Saasen, sowie aus den Distritten Steinkaute 1, Beltershainerwald, Hoherod, 2 Glaser, 1 Tapezier, neue Singer 5 Nähmaschinen Die mit Ende dieses Monats leihfällig Alter Haag, Lange Buchen, Wirberger Waldlache, Junge Buchen, Neuhofsheege, Neuer Heeg⸗( 1 tiicht. Wagner nach auswärts, für Haus und Gewerbe äußerst preis- werdenden Marttlauben, bestimmt zum wald, Steinweg, Ochsenstall, Neuhofstannen, Birkenheege ꝛc. der Forsiwartei Reinhardshain: 1 Schmied nach auswärts, wert zu verkaufen. 228 Feldten aller Arten von ge 975 Scheiter rm: 115 Buche, 4 Birke, 32 Eiche, 258 Nadelholz; Kn ppel rm: 142 Buche, 1132 Schneider,„1 Schuhmacher, Bahnhofstraße 59, 1. St. e Reisig rm: 238 Buche, 105 Eiche, 154 Nadelholz; Stöde rm: 1 tücht. Bau- und Mabelschreiner, 7 5 d birki Markttage und Marktzeiten, sowie die Keller 40 Buche, 90 Eiche, Nadelholz. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Steinkaute 1 Gelbgießer u. Installateur. Was e st e u n. · gste eiesans am Brend sollen für Abt. 1 bei Beltershain bei Brenubolz Nr. 857. Nur das Holz im Distrikt Steinkaute Abt. 11 Haus bursche,* Tagelöhner, f die Zeit vom 1. April 1897 bis dahin 1098 wird bei der Versteigerun; vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete Holz wird nicht ver- I Bäckerlehrling, 5 Schlosserlehrlinge, Samstag, 20. März 1397 nachmit⸗ steigert.— 2) Dienstag, den 16. März, aus den Distrikten Zeileichen. Sengkopf, Kälber⸗ 3 Buchbinder⸗„ 1 Schmiede- tags 2½ Uhr im Saale des alten stall, Bauschel, Hainheege, Großer und Kleiner Seng, Saaser Heegwald, Winneröder Haide zc. 2 Schneider⸗ 5 1 Spengler⸗ 5 Rathauses der Forstwartei Saasen: Scheiter rm: 213 Buche, 94 Eiche, 29 Nadelholz, 1 Aspe; Knilppel 2 Glaser⸗ 2 1 Bilrstenbinderlehrl. 0 öffentlich meistbietend verpachtet werden un: 15 Buche, 119 Eiche, 51 Nadelholz, 2 Aspe; Neisig Im: 443 Buche, 280 Eiche, 46 1 Gelbgießer⸗ 1 Steindrucker e,— Im Anschluß hieran soll daselbst der bisher Nadelholz; Stöcke rm: 49 Buche, 35 Eiche ze Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt 1 Sattler⸗ 1 1 Kupferschmiedlehrl. 9 De zur Ausstellung einer Bude für den Ver⸗ Zeileichen auf der Kreisstraße Reinhardshain—Winnerod am neuen Pflanzgarten Nur das 1 Maschinenbauerlehrl. 1 Barbier⸗ 5 1 kauf von Selterswasser, Gade en und Holz im Distrikt Zeileichen wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete 1 Gärtner 15 3 Schuhmacher 1 2— Jucherwaren benutzte platz, verbunden Del. 1 521510 1 9„ zu haben bei! mit einem solchen für Obst⸗ und Gemüse⸗ 45 S W ahezler 3 1 Städt. Schlachthaus 1 ae doh. Friedr. Schaaf,
Ochsenfleisch,
nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg.
Schweinefleisch
nicht ladenrein, pro Pfund 45 Pfg. bei Abnahme von 20 Pfund à Pfund 40 Pfg.
o Freibank. Oeffentl. Heute und Montag
Die Beleidigung, die ich gegen den Polizeidiener Ludwig Happel von Hausen in der Wohnung des Johannes Host am 21. Februar habe, nehme ich zurück.
Hausen, den 13. März 1897.
Wilhelm Atzbach.
Anzeige. 8 3 Dienstmädchen nach auswärts, 1 perfekte Köchin nach auswärts, 2 Kindermädchen nach Gießen,
1 Köchin nach Gießen.
küsten Frankreichs dauerte der Sturm noch am Don lers⸗ tag an; auch aus dem Rhonethal werden Stürme ge⸗ meldet. Bei Toulon wurde am 3. März abends der Schlepper, der die Torpedoboote 167 und 168 zog, von schlechtem Wetter überrascht. Das Schlepptau eines der Torpedoboote zerriß und das Boot wurde gegen den Schlepper geschleudert. Hilfsmannschaften sind abge⸗ gangen. Wie aus San Sebastian telegraphisch gemeldet wird, ist am 3. d. M. abends der Dampfer Blanche vom Hause Worms in Bordeaux mit 19 Mann beim Aus⸗ laufen aus dem Hafen von Los Pasages in der stür⸗ mischen See untergegangen. Nur der Steuermann wurde gerettet.
Eingesandt.
In einer Zeit, wie der jetzigen, wo es den Arbeitern sauer wird, die Ihrigen ehrlich zu ernähren, scheint es ganz unbegreiflich, daß die Direktion der Oberhessischen Eisenbahnen sich nicht bereit findet, den Arbeiterzug gehen zu lassen. Herr Direktor Altvater erklärte, daß er keine Maschine habe, die den Zug ziehen könne. Was soll man von einer solchen Antwort halten. Es ist keine Kleinigkeit, wenn die Arbeiter morgens und abends je zwei Stunden laufen und am Tage arbeiten müssen. Diejenigen, welche den 8-Uhrzug benutzen, verlieren jeden Tag 50 3. Hoffentlich zeigt die zukünftige Direktion den Arbeitern ein größeres Entgegenkommen.
Neueste Telegramme.
Hd. Straßburg i. E., 13. März. Gestern Abend sprach in einer von dem freien el sa ß⸗ lothringischen Bürgerverein einberufenen Volksversammlung Prof. Dr. Quidde⸗ München über die Demokratie der Gegen⸗ wart. Der große Saal, welcher 800 Personen faßt, war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Redner erutete für seinen 2½ stündigen Vortrag lebhaften Beifall. Obgleich freie Diskussion vor⸗ gesehen war, meldete sich niemand zum Wort. Die Versammlung wurde ohne Zwischenfall um 12 Uhr geschlossen.
Hd. Algier, 13. März. Aus der Provinz Constantin wird die Ankunft ungeheuerer Heuschreckenschwärme gemeldet. Es fehlt an den nötigen Mitteln zur Bekämpfung der Plage.
Hd. Prag, 13. März. Hier wurden Geistliche bei Wahlschwindeleien
ertappt. Einige derselben wurden verhaftet. Hd. Wien, 13. März. Bei den
gestern beendeten Wahlen sind im Ganzen 12 Sozialdemokraten ge⸗ wählt worden. Die Sozialisten, welche zum ersten Male im österreichischen Parlamente vertreten sein werden, werden daselbst 14 Sitze einnehmen.
Hd. Kanea, 13. März. Während der letzten 24 Stunden entwickelten die Schiffe eine fieberhafte Thätigkeit im Kreuzen, da man einen Transport Freiwilliger unterwegs weiß. Die Blokade wird als be— vorstehend erachtet.
Gießen, 13. März. Auf dem heutigen Wochen⸗ markte kostete: Butter per Pfund 0,95— 1,05, Hühner⸗ eier 2 St. 9— 10, Enteneier 67, Gänseeier 11— 12, Käse 5— 7, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 27 Pfg., Tauben per Paar 0,90— 1,00, Hühner p. St. 1,20 1,40, Hahnen 1,30— 1,50, Enten 1,70— 2,00, Gänse per Pfund 48— 54, Ochsenfleisch 6674, Kuh⸗ und Rind'leisch 60 bis 66, Schweinefl. 56 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 50— 65, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,00,— 5,00, Zwiebeln per Zentner 6,00 6,50 Mark, Milch per Liter 16 Pfg.
Arbeitsnachweis
Gießen, Gartenstraße 2. Angebot der Arbeitnehmer.
7 Pferdeknechte, 11 Dienstmädchen, 1 Kleidermacherin für in und außer dem Hause,
Nachfrage der Arbeitgeber.
19 Mädchen f. Haus u. Küche nach Gießen,
2 tücht. Pferdeknechte nach auswärts,
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gleßen.
Dung⸗Gips
Gipsabfälle(für Dungzwecke geeignet) zu haben auf m. Holzw.-Baumaterial.-Fabrik, pro einsp. Wagen Mk. 2.— 626
I.. Seuling. Selbstgefertigte
lackierte Möbe
stets vorrätig bei 238
C. Heinzerling, 4 Schiffenbergerweg 56.
Wetzsteinstrasse 44.
ausgesprochen 714
J. V.: Wolff. 8 Ainet) per 1. Mai eine Wohnung 11 10 1155 Kosfnet. bleibt bis abends immer). 1 5 5 Grüneberg, Hospitalverwalter. N 115 ordentliches Dienstmädchen ge⸗ 2 ucht. empfiehlt 601 Gießen, Kreuzplatz 5.
Zur Stütze der Hausfrau
Bbarmstädter Haus.
Logis, sowie vorzüg⸗ lichen Mittagstisch Peter Welrieh.
au pro 100 geliefert. Aufträge frühzeitig erbeten.
2
(44
Illuminations⸗
Lämpchen werden gefüllt und von Mk. 5,— 622?
Gebr. Hauff mann Maurburgerstrasse 44.
Schnitt. Neuenbäuen 12.
Strohhüte
werden gewaschen, gefärbt
zuverläss. Mädchen
gesetzten Alters sofort gesucht. 617 uͤrktstraße 10 J.
60⁴
Einen ordentl. Lehrling,
der Kost und Logis im Haus erhält sucht
Heinrich Enders, Tapezier, Kaplansgasse.
Guter, billiger Mittagstisch
in und außer Abonnement. 54
Restaurant Auügleißen, 3 Brandgasse 3.
ur Wirte! „Fur Wirt
und fagonniert. 637
594 Wallthorstraße 19.
Slenerer Heilerrfolsg!
405
unterzeichnete empfehlen sich im Anfertigen von Kostümen, Koufirmations⸗ und Kinder⸗Kleidern aller Art nach dem nene
Geschw. Wiedmeyer a
2
C. L. Gail, Seltersweg 22. sche und rufsische Billardg Bäckerlehrling gesucht.
werden gut und billig bezogen von J. Henn, Tapezier, Neustadt 11.
1
n Gro egen geschäft lte Bucks
fertiger
11 zͤßerst biligen Pre
Fee
Zur
kupfehle it
l
bon II,
0
Malin!
———
frühst 2
n
— impo besondey:
Verkauf Noflüeerant, 0
anhotstrase ur ——
Zum A
in derehr len f Dag ub 1 Sch, sclen aeg 0 li gute 2


