Ausgabe 
13.6.1897
 
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zählt dieCharl. Ztg., für sein Kind ein Fahrrad bauen lassen, das eine Vereinigung von Kinderwagen und Drei⸗ rad ist. Der Bettkorb, in dem das Kind recht bequem liegt, ruht vorn am Rade auf zwei federnden Stützen, während hinten der Stuhlsiz nicht der gewöhnliche Sattel für die Wärterin bestimmt ist, die von hier aus bequem das Fahrrad treten und lenken, außerdem aber noch das Kind beaufsichtigen kann. In den letzten Tagen konnte man dieses eigenartige Fuhrwerk auf dem Kurfürstendamm bewundern, wo es natürlich allgemeine Heiterkeit erregte.

Der Zeitvertreib einer Königin. Ein eigenartiges Fest wurde dieser Tage im Laekener Königs⸗ schlosse bei Brüssel veranstaltet. Die belgische Königin ist eine große Pferdeliebhaberin, die sich mit besonderer Vorliebe der Abrichtung von Pferden widmet. Die Königin veranstaltete in der Reitbahn des Königsschlosses am 31. Mai eine Vorstellung, zu der ihre ältesten Liefe⸗ ranten und Beamten des Schlosses geladen waren. Die Prinzessin Klementine hatte die Programme selbst geschrieben und mit Malereien ausgeschmückt. Die Vorstellung, während der königliche Diener den Zuschauern Weintrauben und andere Erfrischungen reichte, dauerte zwei Stunden; am Schlusse führte die Königin ihr abgerichtetes Leibpferd vor, das eine Bombe an einem Strick zog. Die Bombe zerspraug, und eine Fülle von Blumensträußen wurde umhergeworfen(schneidige Idee! was?), welche die Königin sammelte und den Zuschauern überreichte.

Aus Fanatismus lebendig begraben. Zur Charakteristik des Sektenwesens in Rußland wird derKöln. Ztg. aus Petersburg berichtet, daß bei Ternowka unter dem Zusammenlauf großer Volksmassen abermals ein Grab mit Leichen von weiteren zehn lebendig Begrabenen aufgefunden wurde, unter letzteren auch die Leiche der bei der Beguny⸗Sekte hochangesehenen Prophetin Vitalia. Die fanatischen Beguny glauben sich das Himmel⸗ reich am sichersten durch einen Märtyrertod, und zwar den Erstickungstod, zu erwerben, den sie bisher aber nur an Schwerkranken, und zwar durch ein in den einzelnen Gemeinden eigens hierzu angestelltes altes Sektiererweib vollziehen ließen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit muß dieser weibliche Henker bereit sein, dem Rufe der Gemeinde zu folgen und ihres schrecklichen Amtes im Beisein der Familienglieder der Schwerkranken zu walten. Die Er⸗ stickung vollzieht das Weib vermittelst eines Kissens. Die Leiche der Erstickten wird sofort in einen einfach zusammen⸗ gezimmerten Sarg gelegt, ganz im Stillen in der nächsten Nacht in den Wald geschafft und vergraben, worauf die Grabstelle unkenntlich gemacht wird. So geschah es bisher. Der religiös wahnsinnige Kowalew scheint aber die Angst der Beguny vor dem Weltuntergang und der Volkszählung zu den von ihm vorgenommenen Massen⸗ morden, dem Lebendigbegraben zahlreicher Männer, Frauen und Kinder ausgenutzt zu haben. Ende August soll die grausige Angelegenheit in Tiraspol zur gerichtlichen Ver⸗ handlung kommen.

Ein Aufruf für verarmte Gläubiger Griechenlands. In Berlin ist dieser Tage eine Druckschrift erschlenen, die das bekannte Wort Ben Akibas Lügen straft: ein Aufruf zur Sammlung für verarmte Gläubiger Griechenlands. Zunächst wird des Langen und Breiten ausgeführt, daß durch den betrügerischen Bankerott Griechenlands deutsche Unterthanen bis jetzt 40 Millionen Mark Zinsen verloren und 400 Millionen Mark Kapital zum Teile ganz eingebüßt haben. Dann wird den Herren Griechen recht unverblümt ein langat⸗

und viele andere erwerbsunfähigen Personen haben ihre Spargroschen nur im Vertrauen auf die Heirat einer preußischen Prinzessin mit de m griechischen Kronprinzen seinerzeit in griechischen Werten angelegt, sind derselben jetzt beraubt, an den Bettelstab gebracht und dem Hunger preisgegeben. Jahre⸗ lang haben die Unterzeichneten bei dem auswärtigen Amt 2c. petitioniert, den geschädigten deutschen Uuterthanen zu ihrem Rechte zu verhelfen. Ohne Erfolg. Deswegen bittet der unterzeichnete Ausschuß alle deutschen Mitbürger, sich der verarmten deutschen Gläubiger Griechenlands warm anzunehmen und durch milde Gaben deren Not zu lindern. Wer sich an dieser originellen Sammlung be⸗ teiligen will, der wende sich an den Vorsitzenden des Ausschusses der freien Vereinigung der Inhaber griechischer Papiere, Dr. Anuschat, Kochstraße Nr. 52, Berlin.

Die Angst vor dem Rotwerden. In die bunte Reihe der krankhaften Angstzustände fügt Prof. W. v. Bechterew in Petersburg die Angst vor dem Er⸗ röten ein. Dieser Zustand, der einem jugendlichen Ge⸗ sichte zur Zierde gereicht, kann ein höchst lästiges Uebel werden, wenn er bei einem Erwachsenen ohne jede Ver⸗ anlassung eintritt. Das krankhafte Erröten beschränkt sich auch nur auf das Gesicht und die Ohren, erreicht aber einen äußerst hohen Grad und ist von dem Gefühl eines Blutandranges zum Gesicht und einer besonderen Em⸗ pfindung von Hitze und Spannung daselbst begleitet. Die Röte stellt sich ein, sobald der Kranke in die Gesellschaft tritt, und er ist sogar beim Verkehr mit Verwandten vor den Erröten nicht geschützt. Abends im Dunkeln oder, wenn er allein ist, errötet er nie; auch das absichtliche Anspannen der Aufmerksamkeit auf das Erröten ruft es nicht hervor. Gewöhnlich wird der Kranke zuerst von der Furcht befallen, daß er sogleich errötet. Das hält so lange an, bis er wirklich rot geworden ist. Ist das ge⸗ schehen, so beruhigt er sich wohl etwas, aber das Be⸗ wußtsein, daß er rot geworden, daß Alle es bemerkt haben, ruft aufs Neue die Furcht wach, daß er wieder erröte, was ein neues Rotwerden des Gesichts zur Folge hat. Die Röte wiederholt sich auf diese Welse periodisch in kurzen Zwischenräumen, wodurch den Kranken der Aufenthalt in der Gesellschaft verleidct wird. Besonders unangenehm ist es ihnen, in großer Gesellschaft am Tische zu sitzen, wo kein Verbergen möglich ist. Das Erröten hält gewöhnlich eine halbe Minute an und verschwindet darauf bis zum nächsten Anfall; nur die Ohren bleiben gewöhnlich und sogar in den Pausen rot. Bei wirklicher Beschämung errötet der Kranke, ohne vorher Angst davor gehabt zu haben, fast plötzlich. Dieses normale Erröten gibt aber nicht selten ebenfalls Anlaß zum Auftreten der Furcht, daß er wieder erröten könnte, und alsbald wird er auch rot, diesmal aber unter dem alleinigen Einfluß der Furcht. Die Kranken sind keineswegs blöde und können sich bei mangelhafter Beleuchtung im Gesellschafts⸗ raum mit Jedem ohne jegliche Befangenheit unterhalten. Daß das psfychische Moment bei diesem Erröten eine Rolle spielt, geht daraus klar hervor, daß die Kranken, falls ihre Aufmerksamkeit durch irgend etwas gefesselt, oder sie an ihre Fehler nicht denken, vor dem Erröten gesichert sind. Ueber die Ursache der Störung ließ sich nichts er⸗ mitteln: weder Eltern noch Verwandte der Leidenden hatten jemals an Geistes⸗ oder Nervenstörungen gelitten. Das Leiden scheint sich aber allmählig zu entwickeln, da die Kranken angeben, daß anfangs das Erröten seltener, dann aber immer häufiger auftrat. Nach v. Bechterews

lich nutzlos. Prof. von Bechterew hat es mit der Hyp⸗ nose versucht, aber damit bisher noch keinen dauernden Erfolg erzielt.

Briefkasten.

K. H. Garbenteich. Ist zur Veröffentlichung nicht geeignet. Wir würden ihren Verein vor anderen bevorzugen, deren Einsendungen gleichen Inhalts ebenfalls keine Aufnahme fanden.

Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde.

Matthäusgemeinde. Taufen. Am 6. Juni. Dem Maurer Konrad Spies eine

Tochter, Emma Karoline Wilhelmine, geb. den 16. Mai. Dem Knecht Valentin Schaub eine Tochter, Katharine Marie Elisabeth, geb. den 3. April. Dem Schneider⸗ meister Heinrich Heil ein Sohn, Adolf, geb. den 8. Mai. Dem Schneidermeister Hermann Eise ein Sohn, Hermann Joseph, geb. den 13. Mai. Am 7. Juni. Dem Dachdecker Georg Wilhelm Panz ein Sohn, Hermann Philipp Ludwig, geb. den 14. April. Dem Buchdrucker Albin Andreas eine Tochter, Martha, geb. den 19. Mai. Am 9. Mai. Dem Arbeiter Heinrich Benner ein Sohn, Friedrich Eduard, geb. den 25. April. Beerdigte.

Am 6. Juni. Georg Schmitt, Schreiner, Sohn von dem verstorbenen Schneider Heinrich Schmitt, 26 Jahre alt, starb den 4. Juni.

Markusgemeinde. Taufen.

Am 6. Juni. Dem Schuhmacher Louis Lüter eine Tochter, Elsa Lina, geb. den 8. Mai. Dem Tagelöhner Wilhelm Forbach ein Sohn, Philipp Friedrich, geb. den 17. April. Dem Schlosser Theodor Mandler eine Tochter, Anna Helene, geb. den 25. Mai. Dem Schreiner Wil⸗ helm Walter eine Tochter, Minna Katharine Johannette, geb. den 24. April. Am 7. Juni. Dem Schriftsetzer Georg Gemmecker ein Sohn, Karl Friedrich Philipp, geb. den 13. Mai. Dem Tabakarbeiter Johann Jakob Sie⸗ mon ein Sohn, Jakob, geb. den 9. Mai. Dem Maurer Wilhelm Steinmüller ein Sohn, Heinrich, geboren den 10. März.

Trauungen.

Am 5. Juni. Heinrich Diehl, Modellschreiner zu Offenbach a. M. und Margarethe Hofmann, Tochter von dem Fuhrmann Heinrich Hofmann zu Gießen. Dr. Rudolf Peter Erb, Realgymnasiallehrer zu Gießen und Therese Marie Rübsamen, Tochter von dem verstorbenen Turnlehrer Ludwig Christoph Rübsamen zu Gießen. Am 6. Juni. Ludwig Johann Martin Ockel, Kaufmann zu Gießen und Johannette Karoline Mathilde Sophie Jug⸗ hard, Tochter von dem Fuhrmann Karl Jughard III zu Gießen.

Beerdigte.

Am 8. Juni. Georg Bechthold, heiratet, 64 Jahre alt.

Standesamtliche Nachrichten. Geburten.

Am 30. Mai. Dem Schuhmachermeister Theodor Eißfeller eine Tochter, Till. Am 2. Juni. Dem Schuhmacher Jakob Heimes ein Sohn, Johann Wilhelm. Am 4. Juni. Dem Fellhändler Karl Klebe eine Tochter, Alice Stella. Dem Schreiner Heinrich Kehl

Tagelöhner, ver⸗

Berlin III, Bäcker zu Londorf, mit Katharine Sophe Karoline Malwine Ziegler dahier. Am 9. Jun. Johannes Hermann Leyerzapf, Schlossermeister dahier, mit Karoline Albrecht zu Stuttgart. Am 10. Jun. Johannes Engel, Pfarrer zu Obbornhofen, mit Anna Elisabeth Maria Albach hierselbst. Am 11. Juni. Peter Johann Maria Stommel, Bremser dahier, mit Anna Marie Sattler von Rembrücken.

Eheschließungen. Am 5. Juni. Dr. Rudolph Peter Erb, Realgymna⸗

siallehrer dahier, mit Therese Marie Rübsamen hlerselbst. Heinrich Diehl, Modellschreiner zu Offenbach a. M., mt Margarethe Hofmann dahier. Gustav Eduard Michgellg, Graveur dahier, mit Auguste Karoline Wilhelmine Kluge hierselbst. Heinrich August Karl Emil Best, Dreher da⸗ hier, mit Rosine Groh hierselbst. Judwig Johann Markin Ockel, Kaufmann dahier, mit Johannette Karoline Mathilde Sophie Jughard hierselbst. Am 8. Jun. Wilhelm Julius Hermann Pätz, Regierungslandmesser und Kultur⸗Ingenieur zu Bonn mit Anna Luft hierselbst. Sterbefälle.

Am 4. Juni. Georg Martin Schmitt, 26 Jahre alt, Schlosser dahier. Heinrich Max Zecher, 1 Monat alt, Sohn vom Stuhlflechter Ludwig Zecher dahier. Am 5. Juni. Emil Karl Martin Wacker, 3 Monate alt, Sohn vom Modellschreiner Martin Wacker dahier. Am 6. Juni. Katharine Wagner, geb. Schupp, 48 Jahrg alt, Ehefrau vom Handelsmann Heinrich Wagner zu Leun. Georg Bechtold, 64 Jahre alt, Tagelöhner dahier. Am 7. Juni. Elisabethe Lerch, 15 Jahre alt, Dienst⸗ magd dahier. Am 8. Juni. Susanne Bornemann, geb. Berk, 75 Jahre alt, Witwe vom Geh. Justizraß, Oberamtsrichter i. P., Karl Bornemann dahier.

Marktpreise.

Gießen, 12. Juni. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter p. Pfd. 80 90 Pfg., Hühnereier 185, 6, 2 St. 11 Pfg., Enteneier 6 Pfg., Gänseeier 11 Pfg., Kae 58, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Pfg., Tauben per Paar 0,70 0,90, Hühner p. St. 1,20 1,40, Hahnen 1,30 1,50, Euten 1,70- 2,00, Gänse per Pfund 48 54, Ochsenfleisch 66 74, Kuh⸗ und Rindsleisch 60 bis 66, Schweinefl. 56 66, Schweinefl., gesalz. 70 72, Kalbfleisch 54 60 Pfg., Hammelfleisch 50 60, Kartoffeln pro 100 Kilo 5,50 6,50, Zwiebeln per Zentner 89 Ml., Kirschen per Pfund 30 Pfg., Milch per Liter 16 Pfg. Spargel per Pfd. 40 50 Pfg.

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miges Sündenregister vorgehalten, welches in chronolo⸗] Ansicht kann es nicht zweifelhaft sein, daß dieser krank- ein Sohn. gischer Reihenfolge Alles aufzählt, was die edlen Hellenen hafte Zustand zu einer der Formen der pathologischen Aufgebote. Verleger: Paul ober in Mark dern in so vielen Jahren mutwillig verbrochen. Zum Schlusse] Angst gehört und sich hier ganz besonders und eigenartig Am 5. Junk. Karl August Emse, Hoboist dahier, t ur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottunnschen heißt es:Witwen, Waisen, kleine Pensionäre, Invaliden äußert. Innere Heilmittel sind bei solchem Leiden natür⸗Umit Marie Henriette Wagner hierselbst. Johannes! Buchdruckerei, Giesen, Schloßgasse 13. 2 5. N

8 e) Asphaltarbe it:

Bekanntmachung. 5 14. Miphaitbg von 20 mm Die 189 2er Rheinisches

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Keunt⸗ nis, daß der Schlachthaus verwalter angewiesen worden ist, die nach§ 24 des Lekalreglements vom 28. Mai 1886 bei ihm einzuholende be⸗ sondere Erlaubnis zum Betreten der Schlacht räume im städtischen Schlachthof Viehhändlern und Landwirten auf so lange zu erteilen, als nötig ist, um den Verkäufern Gelegenheit zur Anerkennung ihrer Schlachttiere und Beiwoh⸗ nung bei der Verwiegung derselben zu geben, daß dabei jedoch seitens der Stadt eine Haf tung für etwa vorkommende Unfälle nicht über nommen wird.

Gießen, den 5. Juni 1897.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnautb.

Verdingung.

Die zur Ausführung erhöhter, asphaltierte Bürgersteige auf dem Marktplatz und in der Straße Mäusburg erforderlichen Maurer⸗, Pflaster⸗ und Asphaltar⸗ beiten sollen Dienstag, 22. Juni d. J., vormit⸗

tags 11½ Uhr öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liesen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 offen. Angebote auf Vor⸗ druck find bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 5. Juni 1897.

Das Stadtbauamt. Schmandt.

Verdingung.

Die nachstehenden, zum Ausbau der Südaulage erforderlichen Arbeiten und Liefe rungen sollen

Dienstag, den 22. Juni d. J., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. a) Erd⸗ und Maurerarbeit: 1. Versetzen von Bordsteinen auf Zementbeton 2. Versetzen von Bandsteinen

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Arbeitsvergebung.

Der Anstrich unseres Gasbehälters Nr. 4 soll vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem technischen Büreau zur Einsicht⸗ nahme offen.

Bezügliche Angebote sind bis zum 19. Juni, vorm. 10 Uhr, verschlossen und mit ent⸗ sprechender Aufschrift versehen, bei uns einzu- reichen.

Gießen, 12. Juni 1897.

Städtisches Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen.

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