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ðkereigenschaften des Wirts Woche
1897.
Gießen, Sonmag, den 10. Oktober
Poftztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
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Ausgabe
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Gießen.
Postztg. Nr. 3319. Telephon-Nr. 112.
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Nedaktion: Kreuzplatz Nr. 4.
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Lokales und Provinzielles.
* Gießen, 9. Okt. In der vergangenen
Woche fand hierselbst die Synode des Deka⸗ nats Gießen statt. Nach in der Johannes⸗ krche voraufgegangenem Gottesdienst fanden im Konfirmandensaal die Beratungen statt. Pfarrer
Deichert zu Großen⸗Buseck sprach über das Thema:„Wie hat die Kirche ihren Grundsätzen
b 5 0 sich inbezug auf die Beerdigung von
elbstmördern zu verhalten?“ In den von ihm vertretenen Leitsätzen verlangte der Redner, daß
das kirchliche Begräbnis in all den Fällen zu versagen, Lonsequenz eines schuldvollen Verhaltens, als ugs letzte Glied einer Kette von Unrecht erscheint. In allen anderen Fällen, wo besonders Geistes⸗
wo der Selbstmord als die letzte
estörtheit oder Geistesumnachtung die Unglück⸗ schen zum Selbstmord getrieben, wurde Milde eupfohlen und es als geziemend erachtet, das Achliche Begräbnis nicht zu versagen. Gießen, 9. Okt. Die Landbürger⸗ meister des Großherzogtums Hessen haben der Regierung eine Eingabe unterbreitet, in der sie
um Kopf ihrer Bureaukosten— auf
pro Kopf ihrer Gemeinde— um einen Staatszuschuß für ihre dem Staate zu leistenden Dienste und um eine Pension bei jem Ausscheiden aus dem Dienste nachsuchen.
„Gießen, 9. Okt. Die großherzog⸗ liche Handelskammer warnt vor der An⸗ nüpfung von Geschäftsverbindungen mit einem n Stockholm thätigen Agenten. Derselbe ist noch minderjährig, hat deutsche Firmen dadurch geschädigt, daß er Personen und Firmen, mit benen er anscheinend unter einer Decke steckt, als eferenzen angiebt und alsdann auf Grund der bon diesers erteilten günstigen Auskünfte Be⸗ stellungen für Personen macht, welche zum Teil nuit den Auskunftsgebenden identisch sind und bon denen ebensowenig wie von ihm selbst Zah⸗ lung zu erlangen ist. Interessenten können bessen Namen auf dem Büreau der Kammer erfahren.
Gießen, 9. Oktober. In allen Städten des Landes, in denen sich Gerichts- oder sonstige Negierungsgebäude an lebhaften Verkehrsstraßen befinden, soll im Interesse des Dienstes das vor diesen Gebäuden befindliche entfernt und durch Holz⸗ oder anderes Pflaster ersetzt werden. Mit den Gemeindever⸗ waltungen werden zu diesem Zwecke wegen der Fosten besondere Verträge abgeschlossen.— Für unsere Stadt dürfte diese Bestimmung, mühigen Lage der in Frage kommenden Gebäude wegen nicht in Anwendung kommen.
Gießen, 9. Oktober. Die„Wanderer G. R.⸗G.“, veranstalten am vergangenen Jahre,
im Restaurant Elges verbunden wird. Die Teil
f fen si 25/ Uhr ö nehmer der Jagd treffen sich nachmittags 2 1 gegenwärlsg ein junger Apfel baum n dul
im Cafe Hettler, wo diesen die näheren Bestim
kommener Blüte und trägt zugleich auch reife Geburten. bie Abfahrt salgesett 5 Uhr Früchte. Der Baum trug heuer zum dritten⸗ Am 27. September. Dem Schuhmachermeister Jakob 1 g d 5 in galublokal statt 1005 auch male Blüten, die ersten im Frühling, die zweiten Gimbel ein Sohn, Karl Johann Heinrich.— 28. Dem 155 9 twolle P ei Verteilung gelangen. im Sommer und die dritten im Herbste. Im Aae neee ee ee 0 5 Gießen 9. Ottober.(Stadttheater. Garten des Straßenwartes Opper in e ee e e ee See Han ein an, 6 hausen steht gleichfalls ein Apfelbaum in voller Karl Ludwig.— 30. Dem Tapezler Friedrich Appel Li
Einem Familienbild aus der
Gestalt verliehen.„Wie die Altensungen! Das soll heißen: Wie der 0 Dessau sich die Apothekerstochter Annalise zu fürstin erkoren, so— hat sich sein„Junge“, de Frbprinz Gustav, eine Bürgermeisterstochter zu rau genommen. das Gerippe zu dem von
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zustspi Mittelpunkt i i 8 S 8 8 S f 1
e die Beeren e Stefen! oled be ee e dl ien ch! Fer de Se den f r d der„alte Deffauer“. Unverwüstlicher Humor, werden.. 1% ier] Marie Christine.
9„ 1 f igen⸗ seltene Unfälle dürften an die Gründung einer Außfgebote. saasen ß der slten Habeler Giehtosse 1 0 5 ße 17 in eine solche be⸗ f 5 0 n Ae Kaufmann dahler,
. ö 4 5 5 ende Kasse 5 a t Ida Bamberger zu enau. 1 seiner ganzen Charakteristik zu Taler reits 5 Deca hem, B. Dit. Anfangs dieser m r bee engen, at sich gestern Abend Herr Fritzschler der Spengler Kasp. Busch aus Am 2. Okt. Balthasar Wisker, Witwer, Rangier⸗
ohem Maße erworben. Es war eine
entbrannten Erbprinzen Gustav, Herr Forsch, als der in seiner
werte Leistung.
.. b artiger Charakterrollen
Viotti als op e, des Prinzen Geliebte,
Frl. v. Winkerstein als ihre
nore, gefielen uns.
dieser Beiden spielte Herr Helm recht glau
aft. Herr Doser war diesmal wieder mit der
olle eines Wirts bedacht worden.
Steinpflaster
der
Sonntag, wie im eine Schnitzeljagd, mit belcher die Einweihung des neuen Klublokals f
„guten alten Zeit“ 1 wurde gestern Abend im hiesigen Stadttheater] Blüte.
Fürst Leopold von g
Diese einfache Thatsache bildet Karl Niemann ver⸗
Muster⸗
Aung. Ebenso gelang es Herrn Boehm, den
für die Bü 1 ter so leidenschaftlich ürgermeisterstochter s darzustellen.
Ehre gekränkte
Bürgermeister Herre, bot eine höchst anerkennens⸗ Die eigentümliche Härte seines errn Forsch bei Durchführung sehr zu statten. Frl. g
und Schwester Eleo⸗
indi Großvater Den kindischen 5 e den
Preis der Anzeigen 1 10 Pf
dieselben, als diejenigen des Wirts in„Minna von Barnhelm“. Der teilweise Tadel, der Herrn Doser bei seinem vorigen Auftreten nicht erspart bleiben konnte, muß diesmal ins Gegenteil um⸗ gewandelt werden. Er hat sich gebessert. Sein Mienenspiel rief mitunter die größte Heiterkeit hervor. Als Ratsdiener Wachsmuth erntete Herr Liebscher, als die„Aeppelfrau Hanna“ Frau Helm reichen Heiterkeitserfolg. Alle üb⸗ rigen Rollen waren in besten Händen. Erwähnt sei noch, daß Frl. Marloff anstelle des noch in letzter Stunde erkrankten Frl. Hervad die Rolle der Fürstin Annalise übernehmen mußte. Daß bei ihrer Jugend Frl. Marloff für die Rolle einer Mutter erwachsener Söhne nicht geeignet erscheint, mußte jeder einsehen. Allein bei ihrer außerordentlichen Bühnengewandtheit verstand es die junge Künstlerin, sich über manche Schwierig⸗ keit hinwegzuhelfen, sodaß die Lücke bestens aus⸗ gefüllt wurde.
* Gießen, 9. Oktober.(Stadttheater,) „Der Mann im Monde“ wird als erste Posse der Saison am Sonntag, den 10. d. M. im hiesigen Stadttheater aufgeführt.„Der Mann im Monde“, eine der besten Arbeiten des genialen Possendichters E. Jacobsen, wird sich auch viele Freunde erwerben, zumal die Hauptrollen des Stückes sich in den besten Händen befinden; das komische Element ist ver⸗ treten durch die Herren Helm, Albrecht, Liebscher und die Soubrette Frl. Natusius, welche am Sonntag zum ersten Male in ihrem eigentlichen Fache thätig ist.— Montag ist
sunkene Glocke“. * Gießen, 9. Okt.(Stärkemehl und Fleischwurst.) In einem Spezialfalle, Ver⸗ fälschung von zu satz betreffend, Schöffengericht zu dige Dr. phil. Uhl aus Offenbach,
dem
erklärte gestern vor
wurst zulasse. Dasselbe Ziel,
auch zu erreichen, wenn man dem zur Wurst be⸗
Kalb⸗ oder Ochsenfleisch zusetze. digte,
schäfte, keine Kenntnis;
bestraft. * Grünberg,
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rateur Mens, der auch die Restauration zun Bahnhof übernimmt, für eine jährliche Pacht umme von 500. übertragen worden.
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Im Hausgarten der Witwe H. Kratz hier steh
— Ein hiesiger Landwirt hatte sein
„Kühe zur etrieben. 1 Windfang ein, de dem Felde krepierte. Landwirt um 0 empfindlicher, ringer Mann ist. K gleichfale eine seiner Kühe durch das Behüte des Klees„dick geworden“, wie mau zu sage
als er
Woche wurde Frankfurt a. eingeliefert, 5 konnte. Die 8 10 1955 1 ihm in den Kopf eingedrungen
Behle verletzt; er war sich selbst
der erst gestern vernommen werde
vorlag. Gerichtliche Untersuchung ist eil 1 6 da Zeugen vorhanden sein sollen. D
ewundung ist nicht unbedenklich. Vero r astadt, 8. Okt.
Interesse entgegenbrachte,
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen.
Wiederholung von Gerhart Hauptmanns„Ve r⸗
Wurst durch Stärkemehl⸗
Seligenstadt der Sachverstän⸗ daß die Metzger auf Vorhalt gewöhnlich behaupteten, die Herstellung der Fleischwurst sei ohne Zusatz von Stärkemehl unmöglich, weil nur das Stärkemehl die Fleischteile„binde“ und eine schöne Schweine⸗ eine zusammen⸗ haltende, hübsche Wurst zu bereiten, sei indessen
stimmten Schweinefleische eine angemessene Menge Der Angeschul⸗ ein auswärtiger Metzger mit kleinem Ge⸗ hatte von dieser Wurstbereitungsmethode er wurde in zwei Uebertretungs— fällen mit der geringsten Strafe, je 3 Mark
9. Okt. Die Restauration in der neuen Turnhalle ist an Herrn Restau⸗
* Ruppertenrod(bei Grünberg), 8. Okt.
Weide auf ein junges Kleefeld Bald stellte sich bei einer derselben der so zunahm, daß die Kuh auf Der Verlust ist für den ein ge⸗ Einem anderen Landwirt war
M. in das städtische Krankenhaus
Regenschirmes war und hatte das nicht recht klar, ob ein unglücklicher Zufall oder eine dolose Ver⸗
e 1 0 ö og, welcher dem Projekt, in Darmsta 15 5 55 ineven ene aufe haftes erbauen, von Anfang an lebhafte ee hat sich bereit erklärt, 3
ind gemlich von dem dafür auszugebenden Aktien⸗Kapitale
g. für bie Bspaltige Wetitzeile
edition:
. 4 Kreuzplatz Nr. 4.
Zehntausend Mark zu zeichnen. Es ist zu hoffen, daß dieses Beispiel namentlich den be⸗ güterten Teil der hiesigen Einwohnerschaft zu angemessener Beteiligung an dem Unternehmen anregen wird, sodaß dieses bald gesichert und die Befürchtung widerlegt erscheint, als fehle es in Darmstadt an dem hierzu erforderlichen Ge— meinsinn.
* Mainz, 8. Oktober.(Kleine Nach- richten.) Ein Händler aus einer benachbarten Stadt verkauft sowohl hier als auch in der Um⸗ gegend sogen. Bettkulten in drei verschiedenen Farben und drei verschiedenen Preisen, zu 15 bis 16, 18 und 20 Kl. Dieselben werden raten⸗ weise verkauft. Der reelle Preis dieser Decken ist höchstens 5—6, auch besteht kein Unter⸗ schied in der Qualität, nur durch den Unterschied in den Farben soll dies den Leuten plausibel gemacht werden. Nachträglich haben eine Anzahl Käufer dieser Decken die Wahrnehmung gemacht, daß sie„Schund“ gekauft haben. Ein großer Teil der Deckenkäufer versetzte dieselben übrigens sofort wieder auf dem Pfandhause. Vor dem Ankauf der minderwertigen Decken sei hiermit gewarnt.— Für die Stelle eines städtischen Schlachthofdirektors, die am 1. April, eventuell am 1. Juli des nächsten Jahres mit einem pensionsberechtigten Anfangsgehalt von 4000. besetzt werden soll, haben sich im ganzen 65 Personen aus ganz Deutschland gemeldet.— (Billige Wirtschaft.) Einem hiesigen Bier⸗ händler war ein Faß Bier gestohlen worden. Die Nachforschungen ergaben, daß der Sohn eines Wirtes den Diebstahl ausgeführt hatte. Als man in die Wohnung bezw. in das Wirts⸗ lokal der Eltern des Betreffenden kam, um nach dem gestohlenen Fasse zu suchen, da— stand dieses auf dem Büffet und es wurde flott daraus verzapft.
* Mainz, 7. Oktober. Laut Dekret vom 23. Prairial des Jahres XII der französischen Republik(12. Juni 1804) und einer Verordnung des Kaisers Napoleon I. vom 18. Mai 1806 ist das Beerdigungswesen der Stadt Mainz und der Provinz Rheinhessen der christlichen Kirchenverwaltungen übertragen worden. Die Stadt Mainz hat um Freigebung des Beerdi⸗ gungswesens verhandelt, ihre Wünsche scheiterten aber an dem Widerstand der Kirchenfabriken. Die sozialdemokratischen Landtags- Abgeordneten für Mainz Dr. David und Haas haben des⸗ halb bei der zweiten Kammer des hessischen Landtags beantragt, die Verordnung vom 23. Prairial des Jahres XII der französischen Republik, sowie die kaiserliche Verordnung vom 18. Mai 1806 sollen vom 1. April 1898 an aufgegeben werden. Alle aus diesen Verord- nungen herrührende Rechte und Ansprüche sollen ⸗erlöschen. Die Regelung des Begräbnis⸗ wesens erfolgt durch die Gemeinden auf Grund der hessischen Verwaltungsgesetze.
Standesamtliche Nachrichten.
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8 eine Tochter, Emma Emilie Dina.— Am 1. Oktober. Dem
Dem Lackierer Louis Rinn ein Sohn, Adolf. Agenten Fritz Hartung ein Sohn, Karl Maximilian.—
n] Tochter, Elsa Maria.— 5.
n] Klingspor ein Sohn.
meister dahier, mit Gertrude Juliane Fuchs hierselbst
n hierselbst. Friedrich Lauster, Bahnarbeiter dahier, mi
händler dahier, mit Minna Katharina Julie Vogt hier selbst.— 6. Dr. Karl Friedrich Eduard Frohwein, prakt Arzt zu Ebsdorf, mit Martha Charlotte Margareth
1 Louise Henriette Büchner dahier.— 7. Frledrich Christian
ie Wenzel, Metzger dahier, mit Margarethe Schrimpf hier selbst.
Sterbefälle. Am 3. Oktober. Gustav Karl Georg Nahmmacher 63 Jahre alt, Kaufmann zu Bad Nauheim.— Am 8
2. Dem Kaufmann Wilhelm Fabian ein Sohn, Walther Max Ernst Kurt.— 3. Dem Sergeanten Albrecht Glenz eine Tochter.— 4. Dem Glasermeister Adolf Deutscher ein Sohn. Dem Realgymnasiallehrer Nikolaus Koob eine Dem Fabrikanten Adolf Dem Briefträger Georg Dehus ein
Josef Granawetter, Gärtner dahier, mit Rosalie Hantinger mit Luhn 8
Marie Walther hierselbst.— 5. Karl Jakob Küchel, Wein⸗
Neuefte Telegramme. Hd. Berlin, 9. Okt. Wie das„Berl. Tagebl.“ erfährt, ist die Eröffnung des Dortmund⸗Ems⸗Kauals vor dem Herbst 1898 nicht zu erwarten, da noch große Arbeiten rückständig sind.
Hd. Berlin, 9. Okt. Die Firma Bor⸗ sig erklärt, daß sie niemals daran gedacht habe, denjenigen Formern, welche während des Streikes treu zu ihr gehalten, nach Be⸗ endigung des Ausstandes zu entlassen. Bezüg⸗ lich der gestrigen Verhandlungen über die Einigungsvorschläge ist bis jetzt das Resultat aus 18 Gießereien bekannt, in welchen am Mon⸗ tag 365 Former die Arbeit aufnehmen werden. 56 Former bleiben somit noch ohne Beschäf⸗ tigung. Aus acht Gießereien fehlt das Re⸗ sultat noch.
i Hd. Wien, 9. Okt. Wegen furchtbarer Schnee⸗ stürme auf der Nordbahn mußte der gesamte Verkehr auf der Strecke Wigstadtl⸗Bautsch eingestellt werden.
Hd. Wien, 9. Okt. Aus verschiedenen Gegenden des Landes werden außerordentliche Wirkungen der a b⸗ normen Kälte gemeldet. So sind bei Flume in einem Walde 11 Tagelöhner erfroren aufgefunden worden. Im Karstgebirge sind drei bei der Feld⸗ arbeit beschäftigte Bauern erfroren. Viele Pferde und Kühe sind in der eisigen Kälte verendet.
Hd. Bu dapest, 9. Oktober. Wie ein Arader Blatt meldet, erstattete der Großgrundbesitzer Uuermenzi gegen deu Prinzen Heinrich Reuß XXVI. wegen der bekannten Gutskauf⸗Affaire die Betrugs anzeige.
Hd. Rom, 9. Okt. In Arzieata in der Provinz Como stürmten etwa 500 Weiber die Wohnung des neuen Pfarrers. Der⸗ selbe rettete sich nur mit Lebensgefahr auf schweizerisches Gebiet.
Hd. Brüssel, 9. Oktober. In einem hiesigen Café spielte sich eine auf regende Szene ab. Der Major des Generalstabes Schuermans ohr⸗ feiate den Staatsanwalt Baron Rutte. Der Major hat sich sofort dem Kriegsgericht gestellt, welches ihn zu zwei Monaten Gefängnis verurteilte.
Hd. Mailand, 9. Okt. Die Insel Sardinien wurde in den letzten Tagen von heftigen Stürmen in Verbindung mit starken Gewittern, welche überall großen Schaden anrichteten, heimgesucht. Der Postdampfer „Josto“ geriet in der Nähe von Sassart auf ein Riff und konnte nur mit Mühe abgeschleppt werden. Die Verbindung mit dem Festland ist vollständig unterbrochen. In Ober⸗Italien dauert die große Kälte bei be⸗ decktem Himmel und vielem Regen an. In den Abruzzen und in den Apenninen schneit es.
Der Justiz⸗
Hd. Madrid, 9. Oktober. minister hat eine Kommission zur Revi⸗ sion des großen Anarchistenprozesses ernannt. Heute wird die Kommisston das Aktenmaterial dieses Prozesses prüfen und die Revisionsverhandlungen vor dem obersten Ge⸗ richtshof einleiten.
Marktpreise.
Gießen, 9. Oktober. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter p. Pfd. 1,10— 1,30 Mk., Hühnereier, 2 St. 13— 15 Pfg., Enteneier 7 Pfg., Gänseeier 12 Pfg. Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Pfg., Tauben per Paar 0,50— 0,70, Hühner p. St. 1,00 1,20, Hahnen 0,50 0,85, Enten 1,50— 1,80, Gänse per Pfund 48— 58, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 64— 72, Schweinefl., gesalzenes 76, Kalbfleisch 60—64 Pfg., Hammelfleisch 5060, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50- 5,504, Zwiebeln per Zentner 5,00 Mk., Milch per Liter 16 Pfg.
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alm ak⸗* 7 Teapenbin, Kernseife!
t Es ist eine Lust, bunte Gewebe jeder Art damit zu reinigen, weil Alles Farbe behält und weich bleibt. „Holen Sie zum Versuch ¼ Pfundpacket„mit dem [Roten Kreuz“ beim Droguisten, Seifen⸗ oder Kolonial⸗ e] waren⸗Händler.— Fordern Sie„echte Luhn's“
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmanvschen „Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 18.
Dillkreis.
Theodor Theiß, 29 Jahre alt, Knecht von Arborn im
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