Ausgabe 
6.11.1897
 
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die dänische Regierung der Gesellschaft ihre Unterstützung zugesagt hat, rechnet man auf die Ausführung der Ar⸗ beiten im nächsten Sommer und hofft, dieselben in sechs Wochen zu erledigen. Die Verhältnisse des Meeresbodens in diesem Gebiete sind bereits mehrfach untersucht worden, unter anderem besonders in den letzten Jahren, und wer⸗ den nicht allzugroße Schwierigkeiten bieten. Die Entfer⸗ nung von dem nächsten Punkte Schottlands bis nach Thorshavn, dem Hauptorte auf den Faröer ⸗Inseln, ist auf etwa 400 Kilometer zu veranschlagen, die größte Meerestiefe beträgt in dieser Richtung 465 Meter. Von Thorshavn geht dann das Kabel zunächst nach einem Punkte im Norden der Inselgruppe, entweder nach West⸗ manshavn oder nach Haldervig.

Radler⸗Hallucinationen. Interessante Be⸗ obachtungen veröffentlicht ein amerikanischer Nervenarzt über die seltsamen krankhaften Einbildungen, an denen eine große Anzahl hochgradig nervöser Radfahrer zu leiden hat. Die Patienten klagen meist über merkwürdige Hallu⸗ zinationen, denen sie beim Fahren unterworfen sind. So erschlen ein Patient beim Arzte mit der Bitte, eine gründ⸗ liche Untersuchung der Augen vorzunehmen. Als aber nicht die geringste Krankheitserscheinung zu entdecken war, erklärte der junge Mann, daß er beim Fahren beständig einen gähnenden Abgrund vor sich zu sehen glaube und auch oft die Empfindung habe, als weichen die Bäume, Häuser und die Menschen, die ihm begegnen, immer weiter zurück, um zuletzt in dichtem Nebel zu verschwin⸗ den. Der Arzt fand bald heraus, wo die Ursache dieses eigentümlichen Zustandes zu suchen war. Der junge Mann richtete den Blick zu häufig auf das Vorderrad seiner Maschine und nachdem er sich dies abgewöhnt hatte, war er auch bald von dem unangenehmenAugenübel geheilt. Eine junge Dame, die seit Jahren Meisterin im Radeln war, wurde plötzlich von der Einbildung be⸗ fallen, daß ein Mann dicht hinter ihr her rase und sie jeden Augenblick einholen und überfahren würde. Aller⸗ dings hatte sie dieses beängstigende Gefühl nur, wenn sie allein fuhr. Eine andere passionierte Radfahrerin ge⸗

riet anläßlich einer ähnlich unangenehmen Empfindung in solche Erregung, daß sie beschloß, das Fahren ganz auf⸗ zugeben, wenn der krankhafte Zustand sich nicht bald legen sollte. Sie hatte das Gefühl, sobald sie ein Fuhrwerk herannahen sah, als müsse sie unbedingt mit ihrem Rad zu Fall kommen und unter die Hufe der Pferde oder unter die Wagenräder geraten. Ueber höchst sonderbare Anfälle von Schüttelfrost klagte ein etwa 40jähriger Mann, der schon seit 10 Jahren sein Stahlroß gefahren hatte und nun mit einem Mal von starkem Zittern und Zähneklappern befallen wurde, sobald er sein Rad besteigen wollte. Der merkwürdige Anfall legte sich immer erst nach wenigen Minuten und kehrte mit beharrlicher Konse⸗ quenz in dem Augenblick wieder, in welchem der Mann nachdem er für einige Zeit abgestiegen war von Neuem aufzusitzen gedachte. Der Leidende hatte dabei stets das Gefühl, als drohe ihm ein Unglück, vor dem ihn nur das Unterlassen der Fahrt retten könne. Oft war er auch aus diesem Grunde zurückgeblieben noch öfter jedoch hatte er, der seltsamen Ahnung zum Trotz, die Ausfahrt unternommen und war wieder heimge⸗ kehrt, natürlich ohne daß ihm etwas Besonderes zuge⸗ stoßen wäre.

An Tollwut gestorben. Ein trauriges Geschick hat jüngst einen bei einer Londoner Bank in guter Stellung beschäftigten Deutschen getroffen. Vor einiger Zeit wurde er von seinem eigenen Hunde ohne jede äußere Veranlassung ins Ohr gebissen. Er ließ die Wunde kauterisieren(ausbrennen) und ging dann in üblicher Weise seiner Beschäftigung nach, folgte auch nicht dem Ratschlage eines der Bankdirektoren, seinen gerade fälligen Urlaub zu einem Besuche der Pasteurschen An⸗ stalten in Paris zu benutzen, obwohl eine Untersuchung des inzwischen getöteten Hundes Anlaß zu Verdacht gab. Von seinem Urlaub zurückgekehrt, fühlte er sich ganz wohl, bis er vor einigen Tagen plötzlich über Verdauungsbe⸗ schwerden klagte. Am nächsten Tage erschien er, von zwei Freunden gestützt und im Gesicht aschgrau aussehend, in der Bank, um Abschied zu nehmen, da er sich ins

Dort starb er schon in der heftigsten Zuckungen an

Hospital begeben müsse. folgenden Nacht unter den Tollwut.

Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 7. November, 21. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Johanneskirche. Vorm. Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes⸗ gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachm. 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Montag, den 8. November, abends 8 Uhr: Bibel⸗ stunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Psalm 2. Pfarrer Dingeldey.

Mittwoch, den 10. November, abends Uhr: Fest⸗ gottesdienst zur Feier des Jahresfestes des Oberhessischen Vereins für Innere Mission. Pfarrer Dr. Hacken⸗ schmidt aus Straßburg.

In diesem Gottesdienst wird eine Kollekte zum Besten der Inneren Mission erhoben werden.

In der Friedhofskapelle. Vorm. Uhr: Pfarrer Dr. Nanmann.

Im Konsirmandensaal, Neustadt 61:

Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser.

Donnerstag, den 9. November, abends 8 Uhr: Bibel⸗ stunde.(1. Kor. 4, 1 13.) Pfarrer Schlosser.

Dienstag, den 11. November, abends 8 Uhr: Erste Zusammenkunft der konfirmierten Mädchen aus der Markus⸗ gemeinde im Schwesternhaus(Lonystraße). Zu dieser Vereinigung werden die Teilnehmerinnen aus den früheren Jahrgängen, sowie die in diesem Jahre konfirmierten Mädchen freundlich eingeladen.

Neuefte Telegramme.

Hd. Berlin, 5. Nov. Das Diszipling verfahren gegen den Kriminalkommisse⸗

v. Tausch wird eifrigst fortgeführt. Ta 15

finden jetzt Ladungen neuer Zeugen statt. her sind nur Beamten vernommen worden.

Hd. Graz, 5. Nov. sich ein politischer Verein für Deuff Tirol, welcher Liberale und Nationale fassen wird.

Hd. London, 5. Nov. Der Dallytel graph meldet, daß der Sultan am vergangen

Mittwoch Protest gegen die Ernennung de Obersten Schäffer zum Gouverneur von Kren

erhoben habe.

Hd. Coburg, 5. Nov. Der Referende Klappenbach wurde wegen Untreue und Unten schlagung von über 2000 4 zu Jahre Gefängnis verurteilt.

Hd. Antwerpen, 5. Nov. Ein Teil Diamantarbeiter hat, nachdem ein Eindn nehmen mit den Arbeitgebern erfolgt ist,. Arbeit wieder aufgenommen.

Sterbefãlle.

Am 2. Nov. Emilie Anna Otto, 43 Jahre

alt, Ehefrau des Schlossers Albert Franz Ole

f dahier, Kaplansgasse Nr. 21. 10 9qꝗ . 115

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nabe teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottma ny Buchdruckerei(Rademaker u. Keßler), Gieen, Schloßg.

In Tirol konstifnen

4.2

Geschäfts-Lebernahme und

2

Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Interessenten, daß die Vergütung der

ClubFrohsinn zu Lollar

arrangiert für Sonntag, den 7. November, abends präzis 9 Uhr, 7 55 Aunen!.

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Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Anzeige zu machen, daß ich die Bäckerei Ludwigsplatz 3 käuflich übernommen und mit dem Heutigen die

Brot- und Feinbäckerei

Bis zum 15. l. M. nicht abgeholte Beträge werden den betreffenden Quartierträgern gegen eine Gebühr von 10 Pfg. durch die Stadtkasse zugestellt.

Gießen, den 4 November 1897.

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.

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