Ausgabe 
1.9.1897
 
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Gießen, Mittwoch, den 1. September

1897.

Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.

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Gießen.

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Postztg. Nr. 3319.

Telephon⸗Nr. 112.

Redaktion:

Kreuzplatz Nr. 4..

1 N 1 Lokales und Provinzielles.

Gießen, 31. Aug. Die großh. Staats⸗ diener, welche auf Widerruf angestellt sind, rühren sich. Nachdem kürzlich die betr. Beamten in Darmstadt eine Verammlung abhielten, folgten dieser Tage diejenigen in Mainz. DerM. J. berichtet darüber: Die Herren Pfandmeister Schmidt und Wießner beleuchteten wiederholt die Nachteile, welche gewisse Beamtenkategorien durch das hessische Anstellungs⸗ und Pensions⸗ gesetz treffe, verglichen die Anstellungsbedingungen der Nachbarstaaten und machten Vorschläge, um eine Besserung in dieser Beziehung bei der dem nächstigen Beratung des neuen Beamten-⸗Gesetzes in den Ständekammern herbeizuführen. Herr Gerichtsvollzieher Stieb gab bekannt, daß in den letzen Tagen in Darmstadt auch eine Versamm⸗ lung von Kollegen stattgefunden habe, in welcher beschlossen worden sei, eine Eingabe an den Großherzog event. an die Regierung und die beiden Kammern der Stände zu richten, in welcher um Umwandlung der auf Widerruf er⸗ folgten Anstellung nach einem gewissen Zeitraum s(hochstens 10 Dlenstjahre) in eine unwider⸗ kufliche gebeten werden soll. Diese Eingabe müsse jedoch noch vor Eintritt in die Gesetzes⸗ fe abgehen. Die Versammlung ermächtigte daraufhin die als Komitee gewählten Herren Pfandmeister Schmidt, Gefängniswerkmeister Grünewald und Gerichtsvollzeher Stieb sich mit dem in Darmstadt gebildeten Komitee in Verbindung zu setzen, um mit demselben ge meinschaftlich die Eingabe an Regierung und Kammern zu formieren.

* Gießen, wird im iet 12 Uhr eröffnet. Freund Lampe sind nun vorüber.

Die schönen Tage

morgen ab eine Zierde der Wildpretläden.

Außer der jagdlichen hat der 1. September für eine andere Bedeutung, in⸗ preußischen Eisenbahnverwaltung, welche im Hinblick auf die Beförderung von frischgeschossenem Wild getroffen Nach dieser Bestimmung muß das von den Jägern nach Beendigung der Jagd gleich mitgenommene Wild an den Gepäck⸗ abfertigungsstellen unter Erledigung der vollen 6 Anrechnung von Freige wicht! zur Beförderung abgegeben werden. Es, wird also nicht alsReisegepäck angesehen. einzelne zu tragende Stücke Kleinwild mit in die Wagenabteile hinein⸗ verpackt oder die Schußstellen so fest verbunden sind, daß ein Aussickern des Blutes unmöglich wird, und 2. durch die Wildstücke

unsere Nimrode noch dem sie an eine Bestimmung der

wurde, erinnert werden.

Gepäckfracht ohne

Indessen ist es den Jägern gestattet, unauffällig in Jagdtaschen usw.

zunehmen, wenn 1. die Stücke so

die übrigen Mitreisenden nicht belästigt werden.

* Gießen, 31. Aug. Ein Die hiesige Strafkammer mann Schönfeld von Vi 70 Jahre alt

31. 8 Die Hasenjagd ebiete heute 9 e

Die Ange⸗ hörigen seines Geschlechts werden schon von

alter Sünder. hat den Handels⸗ bel, der mehr als ist, wegen Sittlichkeitsverbrechen,

Erscheint täglich mit Ausnahme der

Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen.

Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzelle.

begangen an Schulkindern, zu 1½¼ Jahren Ge⸗ fängnis verurteilt. Mehrere Kinder und ein Lehrer wurden als Zeugen vernommen.

* Gießen, 30. Aug. Die Paradegans. Man schreibt aus Nieder⸗Eschbach:Mancher wird sich noch daran erinnern können, wie bei der Kaiserparade vor Kaiser Wilhelm I. im Jahre 1883 hinter dem 116. Regiment eine Gans mit stolz erhobenem Hals im Pa⸗ radeschritt zum Ergötzen aller Zuschauer einher⸗ marschierte. Das Tier war den bei seinem Eigentümer einquartierten Soldaten des ge nannten Regiments beim Ausmarsch zur Parade gefolgt und nicht zu verscheuchen gewesen. Als die Gans im vorigen Jahre geschlachtet werden sollte, haben sich verschiedene hiesige patrio tische(11) Männer zusammengethan und ihr zum Gnadenbrot bis an ihr Ende verholfen. Sie trägt ein Schild am Halse zur Erinnerung an ihre Beteiligung an der Kaiserparade und erfreut sich immer noch einer fetten Gesundheit. Sollte die Gans nicht doch nur Ente sein, und zwar eine recht fette?

* Aus Oberhessen wird derDarmst. Ztg. geschrieben: Es ist in letzter Zeit in den Tage⸗ blättern wieder über die Nutzlosigkeit und Schäd lichkeit des Sperlings geschrieben und gestritten worden. Schreiber dieses hat seit Jahren den Sperling beobachtet und sich sein festes Urteil gebildet. Die Freunde des Sperlings betonen, daß er der eifrigste Vertilger der Maikäfer sei. Dies Lob verdient er allerdings; selten habe ich einen Vogel mit mehr Eifer und Gefräßigkeit dem Maikäfer nachstellen sehen. Aber was will das heißen? Maikäfer kann er bloß fressen im Mai, sonst nicht, und das auch nur in Jahren, in denen es Maikäfer giebt, d. h. alle 2 bis 3 Jahre. Was frißt er aber sonst? Raupen? Fällt ihm nicht ein, wenigstens so lange er nicht sonst am Hungertuch nagt. Jedes Samenkörn⸗ chen, das im Frühjahr im Garten gesät und nicht ganz hoch mit Erde bedeckt ist, holt er heraus; jedes grüne Keimchen, dessen er habhaft werden kann, pickt er heraus. Erbsen sind beim Keimen nur zu schützen, wenn man sie mit Drahtgeflechte bedeckt. Kaum haben die Erbsen und Schoten angesetzt, so ist der erste, der sie kostet, der Sperling und hat er sie ausfindig gemacht, so führt er seine Kameraden scharen⸗ weise herbei. Das Naschen an Obst würde man ihm schon verzeihen, denn giebt es reichlich, so gönnt man auch den Tieren ihr Teil. Aber den in der Nähe der Wohnungen Fruchtfeldern an! so fällt der Sperling darüber her, Ernte bleibt das leere Stroh übrig. ärgerlich ist es auch, unserer Provinz mit

durch Anpicken dem

der Sperling gerade zur im Interesse der Gärten,

welche Verheerungen richten die Sperlinge an gelegenen Noch ist das Körnchen weich, und bis zur Recht wenn der Sperling die in viel Mühe und Sorgfalt an den Häusern gepflegten Weintrauben, kaum daß sie anfangen weich zu werden, heimsucht und Wespenfraß vorarbeitet. Besonders durch seine rasche Vermehrung wird Landplage, und es ist wie der Felder dringend

* Expedition: Kreuzplatz Nr. 4.

2ů

geboten, den Sperling wohl nicht auszurotten, aber doch in der Zahl einzuschränken. Die beste Zeit zum Abschießen ist der Spätherbst, dann fliegen die Sperlinge scharenweise zusammen und sind deshalb leicht zu treffen; im Winter dagegen wird durch das Schießen mancher andere nützliche Vogel, der vom Hunger getrieben die Nähe menschlicher Wohnungen aufsucht, vertrieben und fällt dem Hungertod anheim.

Darmstadt, 30. August. Gestern Abend ist Oberrechnungsrat Dr. Wilhelm Zeller gestorben. Er war in hervorragendem Maße 10 sozialpolitischem Gebiete schriftstellerisch

ätig.

* Mainz, 30. August. Heute Abend scheute an der Ecke der Zeughausgasse und Rheinstraße das Pferd des Flaschenbierhändlers Hein. Das auf dem Bock sitzende vierjährige Kind des Fuhrwerksbesitzers stürzte auf das Plaster, wurde überfahren und war sofort tot. In Essenheim wurde dem Arbeiter K. Janzer von einer Dreschmaschine der Arm vollständig zermalmt.

* Wetzlar, 30. August. Ein schwerer Un⸗ glücksfall hat sich gestern auf der zwischen Wetzlar und Altenberg gelegenen GrubeJean zugetragen. Zwei Bergleute, Jakob Prinz aus Steindorf und Hein rich Freund aus Wetzlar hatten in einem Schacht genannter Grube ein Feuer angezündet, um die im Schachte herrschende schlechte Luft zu verbessern. Ihre Absicht gelang ihnen jedoch nicht, vielmehr ver⸗ schlechterte sich die Beschaffenheit der Luft der⸗ artig, daß die Leute waren. mann und Wirt Schaub von Steindorf in den Schacht einfuhr, und die beiden schon be⸗ wußtlos gewordenen Leute ans Tagelicht förderte. Leider sollte Schaub nicht mehr lebend verlassen. Rettungswerk vollbracht hatte, wollte er aus dem Schachte herausfahren.

stürzte er jedoch ab und in eine Tiefe

Male und gab alsdann seinen Geist auf.

nicht festgestellt werden. * Steindorf(bei Wetzlar), 31.

5 Uhr

wohners ein, wurden. Das nieder.

eilt. wo er gearbeitet hatte, brach

Leiche. Ziel gesetzt.

dem Erstickungstode nahe Sie riefen um Hilfe, worauf der Berg⸗

be⸗ selbst die Grube Nachdem er sein selbst Unterwegs von zehn Meter hinab. Als es gelungen war, ihn an die Oberfläche zu befördern, röchelte er noch 5 O sein Tod durch den Sturz oder die Stickluft veranlaßt worden ist, konnte bis zur Stunde noch

Vermischtes.

Wie man Kinder trägt. Das Tragen des kleinen Kindes wird, so einfach es scheint, von den verschiedenen Völkern doch auf ganz verschiedene Art voll⸗ zogen. Während die deutsche Mutter ihr Kleines einfach auf den Arm setzt, haben die Frauen niedrigerer Rassen allerhand Vorrichtungen erfunden, das Jlüngste auch während der Arbeit bei sich zu haben. Um im Gebrauch der Hände unbehindert zu sein, steckt die Mutter das Kind in Tücherschlingen oder in auf dem Rücken be⸗ festigte Korbgeflechte; auch läßt sie es auf der Schulter oder dem Nacken reiten. Die Guafaraja⸗Indianer in Maranhas setzten die Säuglinge in ein breites Tuch, das wie eine Schürze übergeschlagen wird. Die Toba⸗Frauen in Paraguay binden eine aus Rinden gefertigte Matte um den Oberkörper, setzen das Kind hinten hinein, und stützen es von unten mit der Hand. Bei den Krihe⸗In⸗ dianern steckt die Mutter ihren Säugling in einen Beutel, den sie über die Schulter schlägt, andere Stämme be⸗ festigen ihn am Stirnband. Bei Malayen auf Madagas⸗ kar trägt die Mutter ihr Kind in einer Leibbinde. Die Chinesin legt das ihre in ein viereckiges Tuch, von dem zwei Zipfel über die Brust, zwei über den Hüften der Mutter festgebunden werden. Ein sehr praktisches Trag⸗ instrument ist die Kaffernwiege. Sie wird aus Antilopen⸗ haut in Form einer Kiepe gefertigt. Um den Hals des Kindes wird sie zugeschnürt. Die Vorderseite ist mit bunten Glasperlen verziert. Vier Riemen dienen zur Be⸗ festigung. Die Mutter schnallt den Behälter quer über den Rücken. Diese Tragart ist überhaupt in ganz Afrika verbreitet, nur die Sudanesen, die Niam⸗Niam und Araber lassen das Kind auf der Hüfte reiten. Noch seltsamere Tragarten findet man bei den Nomadenstämmen. Die Lappen hängen das Kind in der Wiege an die Seite des Renntiers, das die Mutter am Zaum führt. Die Eskimo⸗ frau trägt ihr Kleines sogar im warmen, weichgefütterten Stiefel, und zwar steckt sie es seitwärts am Bein hinein. Die Kamtschadalin legt den Säugling in die am Nacken hängende Kuklunka, eine große Kapuze. Die Sioux⸗ Indianerin hat wieder eine Art Kapsel, in der sie das Kind über den Rücken und an die Wände des Zeltes hängt. Selbst Europa kennt noch verschiedene Tragarten. Die Schweizer Sennerin hält das in der Wiege ruhende Kind im Gleichgewicht auf dem Kopf. Die Römerin hält den festgebündelten Säugling im Arm, aber mit dem Gesicht nach unten. Die Serbin hängt ihn in einer wollenen Tasche über den Rücken, die Norwegerin macht es ebenso, benutzt jedoch einen Lederbeutel. Bei Göttingen muß sich das Kind auf dem Rücken der Mutter festhalten, dann wird ein Dreiecktuch darüber gelegt, auf der Brust über Kreuz geschlagen und hinten verknotet. In den Dörfern bei Wien rollen die Mütter ihre Klei nen fest in

August. Während dem gestern Nachmittag zwischen 4 und niedergegangenen Gewitter schlug der Blitz in das Stallgebäude eines hiesigen Ein⸗ wodurch zwei Kühe erschlagen Stallgebäude brannte vollständig

* Schwalbach, 30. August. Der Gastwirt und Maurermeister Schmidt von hier wurde am Samstag Abend von einem jähen Tode er⸗ Auf dem Heimwege von Weidenhausen, er auf der Schwal⸗ bacher Straße zusammen und war sofort eine Ein Schlaganfall hatte seinem Leben ein

ein Tuch, nehmen das Bündel quer über den Rücken und verknoten seine beiden Enden über der Brust. Die Harzerin trägt ihren Sprößling in einem Korb auf dem Rücken.

Eine gefahrvolle Ballonfahrt. In der russischen Stadt Kowno wollte am 19. ds. der Komman⸗ deur des dortigen Luftschiffer⸗Kommandos, Stabskapitän Tsch., in dem FesselballonKowno eine der gewöhnlichen Uebungsfahrten unternehmen. Vom Orte der Füllung ließ Kapitän Tsch., der bereits die Gondel bestiegen hatte, den Ballon von etwa 100 Mann an einem 20 Faden langen Seile zur Stelle des Aufstiegs schleppen. Hierbei kam man an einer Telegraphenleitung vorüber, als das Seil den Händen der Soldaten entschlüpfte. Der Ballon wurde frei und schoß nun mit rasender Schnelligkeit in die Lüfte. In zwei Minuten erreichte er die Höhe von Werst. Kapitän Tsch. befand sich in einer geradezu

K

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Eine reiche Partie.

Erzählung von Felix von Stenglin.

(Nachdruck verboten). (Fortsetzung.)

Noch einmal erfüllte

unb bot den Gästen vom Dessert an.

mann erklärte jedoch,keinen Happen

herunterbringen zu können, und Herr

äußerte mit Herablassung:Lassen Se man,

Jürgen!

So erhob man sich denn, wünschte sich gesegnete

Zigarren. Kiste gereicht hatte, Er sah ihn die beiden Er forderte den Bauern

zu einem Rundgang durch die e een Frau

Mahlzeit, und Herr von Jürgen brachte Als er Herrn Puhlmann die blickte er sich nach seinem Sohne um.

draußen mit Röschen im Garten. Nun, wollte er nicht stören.

auf, und Frau von Jürgen blieb mit Puhlmann allein auf der Veranda zurück. Still saß sie und blickte hinaus in das des Parks. Is Ihnen nich wohl, die Bauersfrau teilnehmend. Oder haben Se sonst Kummer? Frau von gürgen schüttelte mit dem Kopf.

Se müssen sich keine trüben Jedanken hin⸗ Das is nich jut. Sehen Se, wie unser Paster neulich jesprochen hat in Hoffnung, haltet an am gebet, ach, denn es is'n Un

ich hatt' doch so meinen Kummer von wegen meine

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leben, fuhr die andere fort. über das Wort: Seid fröhlich jeduldig in Trübsal, da hat er mich doch so erbaut, schönes Wort un läßt sich viel drüber sagen.

sie ihre Hausfrauenpflicht Frau Puhl⸗ mehr Puhlmann Frau

Grün

liebe Frau? begann

Dochter. Un so sehr mir jeehrt fühle, ich hätt es ja nich jedacht,

jlauben Se mir, liebe Frau, aber nehmen Se die

jekommen un hätt' ü verjänglich, sagt der Psalmist

macht, denn das ist aber'n ruh iges Jewissen und n dadruf kommt's an im Leben, alle die ewige Seligkeit erlangen. Frau von Jürgen sah zur Seite. Frau Puhlmann 5 dem Taschentuch. Und in dem Herzen der vor nehmen Frau regte sichs eigentümlich. Die unge

sondern auf das innere Leben.

lassen? ein wenig zurückhaltend, und

sich glücklich fühlen. 6 chte so können Sie, glaub' ich, beruhigt sein. keine Jedanken mehr machen.

geführt wurde,

kein Wort, bis sie vom

sehen werden konnten.

5 Da, mitten im Grünen stehend, dat ick mal würd' in so feine Kreise kommen aber Se können mir jlauben, liebe Frau, wenn er ihr was in'n Kopp setzt un macht mein einzigstes Kind unjlücklich 5 mir man ja nich übel, lieber wär' ich nich her⸗ feine Bekanntschaft nich je⸗

zufriedenes Jemüt, auf daß wir einst

lrocknete sich die Augen mit zurück.

bildete Bäuerin hatte ihr eine Lehre gegeben, die Lehre, daß es nicht ankomme auf Aeußerlichkeiten,

Mußte sie sich das erst von dieser Frau sagen

Sie haben wahr gesprochen, sagte sie noch wer so denkt, muß

Was Ihre Tochter betrifft, Na das's mir lieb, un will mir ooch nu

Während diese Unterhaltung auf der Veranda hatte Hellmut mit Röschen einen stillen Seitenweg im Park eingeschlagen. Er sprach

Hause aus nicht niehr ge⸗

Mädchens Hand. Liebes Röschen Angen blickend. Sie neigte den Kopf umfaßte er sie zart und zog sie an sank an seine Schulter, ihre Augen waren ge

schlossen.

und seufzte tief auf.

nun öffnete sie die Augen, ihn mit Liebe an. Er Kehle war ihm wie zugeschnürt, er küßte nur wieder und wieder.

Röschen,

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Du weißt es, nicht wahr?

wußtest es lange

auf. diese Augen. Und wieder gingen sie weiter.

Glück für mich. Sie drückte seine Hände. Und Du willst meine werden? Sage, wirklich?

liebe kleine

Du mußt, weißt Du das? Sie neigte den Kopf zu ihm.

wohl müssen!

ergriff er des 1 sagte er innig, ihr in die

Da sich. Ihr Kopf Die roten Lippen, halb geöffnet, waren ihm so nah, er schloß sie mit einem Kusse. Und umhalste ihn und blickte konnte nichts sagen, die sie Und allmählich kam ihm auch die Sprache Sie umfaßt haltend, ihre Hände in den

seinen, ging er neben ihr her. Du

Wie fragst Du noch! Sie lächelte zu ihm Er blieb stehen, er preßte seinen Mund auf

Ich weiß nicht, wie ich es Dir recht sagen soll! ich bin so glücklich, es giebt kein höheres

Frau O Du, ich weiß nicht! meinte sie schelmisch.

Ich werd'

Eine halbe Stunde war vergangen und sie waren nicht müde geworden, sich liebe Worte zu sagen und sich zu küssen.

Da blieb Röschen wieder einmal stehen und sagte lächelnd:Nicht wahr, Hellmuth Wie beglückte es ihn, daß sie seinen Namen nannte! Der Herr von Warnshagen hat es doch dazu ge⸗ bracht, daß wir uns kennen gelernt hab en?

Nein, nein, mein liebes Herz

Er war ganz verstört durch diese plötzliche Er wähnung jenes Mannes.

Sie ahnte doch nicht etwa

Aber lieber Hellmnth! Du sahst mich doch auf dem Kirchhof, nicht wahr? Und ein paar Tage später kamst Du doch mit Herrn von Warns⸗ hagen zu uns ins Haus

Nun ja

Also hast gewendet?

Nein! antwortete Hellmuth wieder.

Er war förmlich verwirrt. Wenn sie einfach meinte, daß er durch Warnshagen ins Haus ge kommen nun, da war ja nichts zu leugnen. Aber vielleicht war Warnshagen in Friedrichsthal als Heiratsvermittler schon bekannt, vielleicht hatte er gar vorher mit den Eltern, ja mit Röschen selbst alles abgekartet. Er blickte sie prüfend an.

Was siehst Du mich so an? fragte sie voller Unschuld und Herzlichkeit.

(Fortsetzung folat.)

Du Dich doch wohl an ihn