Ausgabe 
27.9.1896
 
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vom Verein ausgetreten zu sein, weil er keine Zeit gehabt, den vielen Sitzungen des Vor⸗ standes, dem er angehört habe, beizuwohnen. Rechtsanwalt Katz fragt den Zeugen, ob er davon gehört habe, daß die Frau des Präsi⸗ denten Nebel geäußert habe, sie wolle es ihrem Manne sagen, daß er(Brand) sofort ausgestoßen werde, weil er, statt einer Vorstandssitzung bei⸗ uwohnen, ins Schlierseer Bauerntheater gegangen del Der Zeuge, der über diese Frage anscheinend sehr erregt ist, erklärt, daß seine Frau ihm am Abend, als er aus dem Theater gekommen, eine dahingehende Mitteilung gemacht und daß er am nächsten Morgen sich aus dem Verein abgemeldet habe. Zeuge Luft erklärt, er habe dem Präsi⸗ denten Nebel sein Lokal zur Abhaltung einer General⸗Versammlung des Zitherklubs überlassen. Nachdem dieser das Lokal verlassen, sei er zu ihm gekommen und habe ihn ersucht, die ihm mißliebigen Personen daraus zu entfernen; dieses habe er abgelehnt, dem Nebel aber den Vorschlag emacht, er möge ihm den Raum abmieten, dann könne er ja darin machen, was er wolle. Als Mietspreis sei ihm dann 1 ½ bezahlt. Auf Befragen des Rechtsanwalts Katz erklärt der Zeuge, daß er das Lokal dem Nebel vermietet habe, damit dieser eine General⸗Versammlung des Zither⸗Klubs darin abhalten könne. Auf Befragen des Amtsanwalts äußert sich der Zeuge dahin, daß er dem Nebel das Lokal für J A überlassen, mit dem Bemerken, er könne nun damit machen, was er wolle. Der Amts⸗ anwalt will die Antwort so auffassen, als ob Nebel durch Zahlung der Mark das Recht er worben habe, nicht nur seine Gegner, sondern, wenn es ihm passe, auch seine Freunde hinaus⸗ werfen zu können. Hiergegen protestiert die Verteidigung, und es wird festgestellt, daß der dag vorher anders ausgesagt. Zeuge Friseur

onrad, Rechner des Zither-Klubs, bekundet, daß Nebel die 1 4 Miete für das Lokal aus seiner Tasche bezahlt hat. Er habe damit den Saal zur Abhaltung einer Versammlung des Zither⸗Klubs gemietet. Darüber, warum die Angeklagten aus dem Verein ausgewiesen, ver⸗ weigert der Zeuge die Auskunft und erklärt, keine Auskunft darüber geben zu können, wie viel Vorstandsmitglieder bei der Ausschließung der Angeklagten von den statutenmäßig im Vor⸗ stande sitzenden 11 Personen mitgewirkt haben, es seien über diese Verhandlungen Protokolle vorhanden. Auf Antrag des Verteidigers Katz, dem sich der Amtsanwalt mit einem gleichen Antrage anschließt, wird die Sache vertagt, um die Akten des Zither-Klubs einzufordern. Termin zur neuen Verhandlung steht am 13. November, vormittags 9 Uhr, an.

* Gießen, 26. Sept. Die hiesigen Natio- nalliberalen halten morgen, Sonntag, nachmittags von ½4 Uhr ab, eine Versamm⸗ lung im Hotel Viktoria ab. Die Herren Jean Kirch und Dr. Fuhr laden ihre Partei⸗ genossen ein zu einer Besprechung über die bevor⸗ stehende Reichstagswahl und den in Berlin demnächst stattfindenden nationalliberalen Par- teitag, zu dem von hier aus zwei Delegierte gewählt werden können.

* Gießen, 26. Sept.(Verzeichnis der Sitzungen des Schwurgerichts pro 3. Quartal.) Montag den 28. Sept. Andreas Merle von Althattendorf wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und Widerstand, Ankläger Staatsanwalt Zimmermann, Verteidiger Rechtsanwalt Weidig. Dienstag den 29. und Mittwoch den 30. Sept. August Hofmann von Wünschenmoos wegen betrügerischen Banke⸗ rotts, Ankläger Staatsanwalt Koch, Verteidiger Rechtsanwalt Justizrat Dr. Reatz. Donners⸗ tag den 1., Freitag den 2. und Samstag den 3. Oktober Hermann Rausch von Vilbel wegen Verbrechen im Amt, Ankläger Staatsan⸗ walt Koch, Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Ro⸗

senberg. Montag den 5. Oktober Konrad .......

Strack von Homberg wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit, Anklaͤger Erster Staatsanwalt Dr. Güngerich, Verteidiger Rechtsanwalt Justizrat Baist. Dieustag den 6. Oktober Jo⸗ hannes Becker Ehefrau von Heidelbach wegen Brandstiftung, Aukläger Staatsanwalt Zimmermann, Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Fuhr. Donnerstag den 8. und Freitag den 9. Oktober Hrch. Wilh. Vitt von Seifertshausen, Ferd. Johann Fischer von Ober⸗Erleubach, Friedr. Fischer von Ober⸗Erlenbach, Joh. Stein von Rautenhausen und Joh. Häde von Schwarzenhassel wegen Landfriedensbruch, Ankläger Gerichtsassessor Dr. Friedrich, Ver⸗ teidiger die Rechtsauwälte Dr. Fuhr, Rosen⸗ berg II, Hirschhorn, Metz und Kraft. Außer diesen Fällen werden noch einige andere, in denen die Termine noch nicht festgesetzt sind, zur Verhandlung kommen.

* Grünberg, 25. Sept. Vor einigen Tagen wurde auf dem Wege zwischen hier und Lich dem Fahrburschen einer Brauerei das Gel d⸗ ränzchen mit 100 Inhalt aus dem am Wagen befestigten Kasten gestohlen. Wie man hört, soll ein der That verdächtiges Individuum bereits verhaftet sein.

* Butzbach, 25. September. Die Wahl⸗ listen sind durch die Wahlkommission abge⸗ schlossen und sind nach Feststellung der Listen 444 in der Gemeinde wohnende zur Wahl männerwahl stimmberechtigte Staatsbürger und 286 in der Gemeinde wohnende Staats bürger, die zu Wahlmännern wählbar sind, vorhanden. Infolge der Zunahme an Ein⸗ wohnerzahl hat die hiesige Stadt 6 Wahlmänner zu wählen. Als Kandidaten zur Landtags⸗ wahl des hiesigen Wahlbezirks sind aufgestellt: von der nationalliberalen Partei der seitherige Abgeordnete, Herr Apotheker Dr. Vogt hier, von den Reformern der ehemalige frei⸗ sinnige Vertrauensmann Herr Bürgermeister Joutz hier. Wie verlautet, beabsichtigt die deutsch⸗freisinnige Partei auch einen Kandidaten aufzustellen.

* Bad Nauheim, 25. September. Der Extrazug der deutschen Naturforscher und Aerzte nach hier war von etwa 150 Teil- nehmern, darunter viele Damen, besetzt. Mit einem Hurra empfangen, fuhren die Gäste in 50 Wagen auf den Johannisberg, woselbst Er frischungen gereicht wurden. Dr. Schott be⸗ grüßte die Gäste. Nach der Rückfahrt wurden einzelne Badehäuser, das Zanderinstitut und die Trinkquellen unter Leitung des Badevorsitzenden besichtigt. Um 7 Uhr begann das Festdiner im Kurhause. Es herrschte eine große Fidelität. Um 9 Uhr wurde ein brillantes Feuerwerk ab gebrannt und illuminiert. Gegen 11 Uhr erfolgte die Rückfahrt.

* Mainz, 24. September. Der Rentner Paul Friedmann zu Frankfurt a. M. hatte im Juni 1896 Strafantrag wegen Beleidigung gegen den Redakteur und Verleger der hier er scheinenden ZeitungDer Israelit Herrn Os- kar Lehmann gestellt. Als in Rußland im Jahre 1891 viele Juden ausgewiesen wurden, faßte Friedmann den Plan, mit den Ausge⸗ wiesenen eine Ackerbaukolonie zu gründen. Fr. warb in Krakau Juden, die sich zum Ackerbau verpflichteten und gleichzeitig zum Waffendienst. Dagegen verpflichtete sich Friedmann, die Leute frei an Ort und Stelle zu befördern, sie zu be⸗ köstigen und einen bestimmten Lohn zu zahlen. Wer bis zu einer bestimmten Frist nicht bleiben wolle, den sollte Friedmann frei nach England befördern.Der Israelit lobte Anfangs das Unternehmen, doch bald darauf schrieb das Blatt, die Leute müßten fürchterlich arbeiten und nebenbei hungern u. s. w. Die Artikel machten natürlich großes Aufsehen und gingen in viele Blätter über. Das Unternehmen selbst verkrachte, Die Verhandlung konnte erst heute stattfinden, weil die Zeugen in alle Welt zerstreut waren.

Das Gericht erkannte Herrn Lehmann der Be⸗ leidigung für schuldig auf Grund der§8 185 und 180 des R.⸗St.⸗G. und verurteilte ihn zu 50 /. Geldbuße.

Vermischtes.

Ein seltenes Naturspiel. In den ameri⸗ kanischen Zeitungen und Vierteljahresschriften hat die im Sommer 1888 in den Sümpfen am West⸗River(New⸗ Haven, Conn.) gefangene Mißgeburt einer dort heimischen Sumpf ⸗Schildkröte(Chrysemys picta) ein so nachhal⸗ tiges, bis auf den heutigen Tag fortwirkendes Interesse erregt, daß Herr Erwin Hinckley Barbour von der Neb⸗ reska-Universität nachträglich seine Beobachtungen an dem merkwürdigen Tier in Science vom 7. August 1896 mitteilt. DerPrometheus entnimmt diesem Bericht nachfolgende Einzelheiten, die sowohl von pfychologischem Standpunkte als auch von Gesichtspunkten der An⸗ passungslehre von Interesse sind. Als das Tier gefangen wurde, war es erst etwa einen Tag alt, etwas breiter als gewöhnlich und etwas in den Schilden verzerrt, im Ueb⸗ rigen aber glich es einer gewöhnlichen Schildkröte mit den üblichen aus dem Panzer hervortretenden vier Beinen und dem Schwänzchen, so daß man es für eine eigene Art hätte ansehen können, wenn nicht zwei wohlgebildete Köpfe und Hälse vorhanden gewesen wären. Herr Barbour be⸗ suchte dieses kleine Monstrum, dessen Reiz in der großen Vollkommenheit seiner Unvollkommenheit lag, wochenlang täglich, denn eine solche Einheit einer doppelten Persön⸗ lichkeit war nicht leicht wieder zu finden. In dem ge⸗ meinsamen Panzer des munter gedeihenden und wachsen⸗ den Tieres staken zwei Verdauungskanäle, zwei Nerven⸗ systeme, zwei Atmungs- und Blutumlaufssysteme und, wenigstens teilweise, auch zwei Muskel- und Knochen⸗ systeme. Ebenso war ein doppelter Wille vorhanden, denn die beiden Köpfe kämpften beständig für die Rechte ihres gemeinsamen Hauses und um ihr Futter, als wären sie zwei Personen. Die beiden Hausgenossen verrieten auch deutlich einen verschiedenen Charakter, der eine rechts wohnende gab sich lebendiger, furchtsamer und reizbarer, der andere zeigte sich mehr stumpf. Jeder Kopf konnte für fich hören, sehen, essen, trinken und atmen. Ursprüng⸗ lich war keine gemeinsame Thätigkeit zwischen der rechten und linken Körperhälfte vorhanden, sie wurde aber er⸗ worben, und das war wohl nicht so einfach, wie bei den siamesischen Zwillingen und ähnlichen menschlichen Doppel⸗ geburten mit je zwei Armen und je zwei Beinen. Nun sah man die vier zu den beiden Hälften gehörigen Beine in Uebereinstimmung arbeiten, als wenn ein gemeinsames Nervensystem vorhanden gewesen wäre. Jede Hälfte mochte, wie sie wollte, trinken, schlafen, schwimmen, oder auch Alles dies nicht mit der andern gemeinsam thun. Wenn nun die eine Hälfte mit ihren Organen schlief oder sich träge verhielt, dann bildete sie für die andere eine tote Last, um welche als Zentrum diese endlos kreisen mußte. Daraus ergab sich schließlich ein schönes Beispiel von An⸗ passungsfähigkeit. Die rechte Hälfte(nicht aber die linke) lernte, sich selbst seitwärts über die ganze Länge des Hofes hinschleppen. Wenn sie zusammen schwammen, kamen sie gut von der Stelle, das Zusammenschreiten blieb aber unbehilflich. Denn wenn sie krochen, bewegten sich die beiden Vorderbeine gleichzeitig und ebenso die Hinterbeine, wodurch abwechselnd das Vorder- und Hinter⸗ teil des verhältnißmäßig schweren Körpers ohne Stütze blieb. So kamen sie dann mit einem langsamen, schaukelnden oder schwankenden Gang wohin sie wollten. Beim Aufbrechen strebten beide Hälften ziemlich regelmäßig nach entgegengesetzten Richtungen, wodurch sie zumeist mit aller Anstrengung nur drei bis vier Fuß rückwärts ge⸗ langten. Dann, nach einem Augeablick Ruhe, entschlossen sie sich, zusammen zu gehen und legten den Umkreis des Hofes zurück. Trotz alles widrigen Geschickes paßten sie sich ihren unglücklichen Lebensbedingungen so merkwürdig an, daß sie die Bewunderung aller Beschauer erregten, und Schaubudenbesitzer veranlaßten, ganz übertriebene Preise für ihren Besitz zu bieten. Da Schildkröten sehr zählebig sind, so würden sie auch wahrscheinlich ihre Rech⸗ nung dabei gefunden haben, aber die Eigentümer wiesen alle Kaufangebote zurück. Während sie damit ein großes Interesse an der Merkwürdigkeit bekundeten, verabsäumten sie leider, sie mit der entsprechenden Sorgfalt zu hüten. Eines Tages, während das Doppeltier frei mit anderen Lieblingen im Hofe umherlief, stürzte sich eine räuberische Katze darauf und schlug ihre scharfen Krallen ein. Ob⸗ wohl sofort befreit, sah man es alsbald die Steinstufen, welche zu ihrem Keller hinabführten, hinunterfallen. Es wurde sogleich in sein Aquarium gebracht, wo der rechte Kopf bald aus dem Schutzdach hervorkam, der linke aber erst eine halbe Stunde später. Am anderen Tage ver⸗

was nicht gerade ungewöhnlich war, sank aber am Tage zusammen. Obwohl es sich von Zeit zu Zeit raffte und umherkroch wie gewöhnlich, starb die H deren Kopf und Füße bald ab; es zeigte sich, daß

Katze ihre Krallen tief und dicht an der Schale! Vero Nacken des linken aun geschlagen hatte. Die Betrüb⸗ Abe niß oder das Unwohlbefinden der anderen Hälfte trat bald 24. He sehr augenfällig hervor, diese verdoppelte zwar für kurze gulharle Zeit ihre Energie und Kräfte, starb aber bereits dritte⸗ 1 bel Jol halb Stunden nach ihrer verwundeten Hälfte. die a dieser Zeit hatte sie mit Ausnahme eines gelegentliche 60 Schnappens nach mehr Luft kein Zeichen von Schw 9 6 1 gegeben. Das kurze Leben der kleinen Mißgeburt hatte An 1 ahler,! vom 1. Juni bis zur Mitte des Septembers gedauert. 3 1 Bern Acetylen⸗ Beleuchtung. Der Rückschlag, 0 i H welcher der anfänglichen Begeisterung für das Acetylen 1 7 7

Gas vor anderthalb Jahren folgte, weil die ersten a kanischen Angaben über die Herstellungskosten des Cal. cium⸗Carbids sich als viel zu sehr schöngefärbt erwiesen,

scheint der Sache selbst doch nicht nachhaltig geschadet u 1 0 haben. Ganz langsam, aber mit guten Aussichten 1 1 sich die Acetylen-⸗Beleuchtung jetzt in die Praxis eln. 0 Rente Man weiß jetzt: So billig, wie die Sache anfänglich l Dienstt

dargestellt wurde, ist sie nicht; auch nicht ganz so einfach. Eine Verdrängung des Steinkohlen⸗Gases durch Acetylen ist als höchst unwahrscheinlich erkannt. Aber das nene Gas hat ein ganz eigenes und schon jetzt ziemlich weites Verwendungsgebiet vor sich; es wird dem elettrischen Licht gefährlicher werden als dem Gaslicht. Die Kosten⸗ frage stellt sich jetzt so, daß ein Kilogramm Calcium Carbid im Kleinbezug für etwa 40 zu haben ist; aus dieser Carbidmenge entwickeln sich durch Uebergießen mit Wasser ungefähr 300 Liter Acetylen Gas. Es sigd brauchbare, d. h. nicht qualmende Brenner erhältlich, di bei 20 Liter stündlichem Verbrauch praktisch dieselbe Licht menge ergeben, wie eine sechszehnkerzige Normalflamme Die Brennstunde kostet also ungefähr 2, das sst t Zeit rund 1% mehr, als dieselbe Lichtmenge in der Petroleumlampe kostet. Es ist Aussicht vorhanden, 5 der Carbidpreis auf etwa 35, sogar 30 zurückgeht; überdies kann vielleicht die Beschaffenheit des Carbig noch verbessert werden, so daß die Gasausbeute ö Die Frage nach dem geeignetsten Rohmaterial für daz aus Kalk und Kohle im Schmelzofen dargestellte Carbld ist noch nicht endgiltig entschieden. Die wirtschaftliche Brauchbarkeit des Acetylen⸗Gases ist aber schon mit den jetzigen Preisverhältnissen für bestimmte Zwecke durchaus gesichert. Für einzeln gelegene Villen, Fabriken, klein Bahnhöfe ist die Acetylen⸗Beleuchtung bereits in beschei denem Umfange eingeführt(z. B. Bahnhof zu Gerbstebt

Vekaunt Saaigen, welbe, 590 a 5 gem zu besie ee späteste Ji uuf unserm Bu al n. Die Nur ive bauch

bei Halle); auf einigen französischen und schweizeris 1 lung Eisenbahnen und Straßenbahnen ist versuchswelse bie 1 10 il. neue Beleuchtung in Personenwagen und sogar füt dee Om und i

Lokomotiv⸗Kopflaternen eingeführt. Die Firma Piutsch in Berlin, von der die jetzige Fettgasbeleuchtung der meisten europäischen Eisenbahnwagen herrührt, hat eben

n ele sestgeseht v Aachen 2 ice, den 24. Se

falls schon einen ganzen Zug probeweise mit Acetylenlich Otoßh. 0 versehen, wie behauptet wird, mit solchem Erfolg, da weitere Ausdehnung der Fettgasbeleuchtung, ebenso aber Bekannt

auch der elektrischen, in den maßgebenden Krelsen der preußischen Eisenbahnverwaltung nicht mehr beabsichtigt sein soll. Für mehrere elektrotechnische Firmen, denen bel in Sobmissonem dem erwarteten Uebergang zur elektrischen Beleuchtung 1 perden. Augeb. Personenwagen ein großes Geschäft zu erwarten stand, löfchis bis zun kann die Acetylen⸗Belenchtung unerwünscht kommen. Die i unten technische Durchführung ist zweierlei Art: Für Fahrzeuge en dn 2 80 kommt komprimiertes oder verflüssigtes Acetylen⸗Gas it Goh 1 Anwendung; namentlich die zweite Form gestattet die Mitführung sehr lange ausreichender Mengen in kleinen 3 ö Unt Behältern, und dürfte selbst für Fahrräder und Droschlen k fall brauchbar sein. Für stationäre Anlagen kommen fast nur dak, Die Vergebt die selbstthätigen Gasentwickler, die von Zelt zu Zeit mis ud Setzerlöhne Carbid zu beschicken sind, in Betracht. Die Aufgabe, Liadtwaldung einen brauchbaren Apparat dieser Art zu beschaffen, ist auen! weniger einfach, als sie auf den ersten Blick erschellt, Jauslag, den hat aber doch bisher unter vielen mittelmäßigen einigt vormittags gute Lösungen gefunden. Neuerungen tauchen jetzt faß n eagle des alle täglich auf. Auch an der tragbaren Acetylenlampe(ut when weden. Carbid) wird sehr eifrig gearbeitet; so gut wie die Gezen, den 28. S. 1 Huoßhersogl. Sl 0 Mann

da Redatj un K. as liesge Schlot

Spiritus⸗Glühlampe ist sie schon jetzt ausgebildet. 1 Standesamtliche Nachrichten.

Geburten. 1 engen aug. Am 17. Sept. Dem Fuhrmann Valentin Dietz 1 8. A duuunmerscil Heinrich Friedrich. Am 18. Sept. Dem Friseur. neden efuact,

dan aupegen. A sahringung der il folgt.

Ludwig Zutt 1 S. 18. Dem Glaser Friedrich Wll⸗ helm Sickert 1 T., Friederike Wilhelmine Henriette.- 18. Dem Dachdeckermeister Karl Heck 1 T., Lina.

später verschieben. Zuerst gilt es doch nur Ihre Rettung!

Verzeihung, Signora, sagte Kurt,Sie haben mir ganzes Vertrauen geschenkt, und ich darf Ihnen gegenüber darin nicht zurückstehen, um so weniger, als es sich um einen Freund handelt, der von meinem Vorhaben unbedingt und ohne Aufsehen benachricht werden muß.

Bianca heuchelte Befremden.

Sie haben einen Freund hier? fragte sie. Es giebt einen Menschen, der um unser Geheimnis, weiß?

Ja und einen Freund, in dem kein Falsch ist, der uns nicht verraten wird.

Um des Himmels willen, Unglücklicher, was haben Sie gethan?! rief Bianca entsetzt.Sie haben sich einem Spion Sir Cecils anvertraut, und Sie und ich, wir Beide sind verloren.

Nein nein, beschwichtigte Kurt.Es ist Jemand von drüben und Jemand der mir so nahe steht, wie kein anderer Mensch. In Wahrheit hatte der getreue Ekkehard es übernommen, mich ebenfalls um jeden Preis retten zu wollen. Ich erkenne an, daß mich Ihre Mitteilungen erst von meinem Ehren wort entbunden haben und daß ich nur in Gemein

schaft mit Ihnen meine Flucht bewerkstelligen kann. Außerdem würde ich die Tochter Strehlens unter leinen Umständen allein zurücklassen. Aber

Nun? drängte Bianca voll Unruhe.

Ich darf auch den Freund nicht zurücklassen. Er muß mit uns zusamen die Stadt verlassen.

Mit uns zusammen ein Fremder? Unmög lich, Graf! Der Andere muß dann gleich fort heute noch und muß einen anderen Weg nehmen. Ich will es ihn wissen lassen Wer ist es?

Marja hatte Kurt gebeten, der Creolin ihr Ge heimnis zu verraten. Das wollte er auch nicht.

Es ist ein gewisser Dalston, und er hat hier

im Gasthauszur Krone ein Quartier bezogen, um mir nahe zu sein. Lassen Sie ihm von mir sagen, er möge nach Hause reiten aber nein, das kann man einem Boten doch wohl nicht anver

trauen. Ich will lieber selbst Das wäre sein Verderben und das Ihre dazu, unterbrach Bianca leidenschaftlich, denn

sowie Sie allein dieses Haus und diesen Garten verlassen, sind Sie keinen Augenblick ohne Aufsicht, selbst ohne daß Sie es wissen.

Aber was ist zu thun? Ich kann den Freund, der mich retten wollte, nicht unter den Feinden wissen!

Gut denn, so werde ich Ihnen einen neuen Beweis meiner Opferwilligkeit geben, indem ich selbst es übernehme, den Fremden zu benachrichtigen. Sie sprachen mit ihm von mir?

Ig.

Um so besser, dann kann er keinen Zweifel hegen. Und wie lautet die Botschaft?

Er möge sofort aufbrechen und auf dem kürzesten Weg nach Hause eilen, seinen Vater von dem drohenden Einfall in Transvaal benachrichtigen und das weitere mir überlassen. Ich komme bestimmt.

Bianca nickte und wandte sich zum Gehen. In ihren Augen fuukelte es bedrohlich. Sie hatte Marja ein anderes Schicksal zugedacht, und das sollte sich eben jetzt erfüllen. Darum wollte sie Kurt aus dem Garten fortbringen.

Sie tanzten noch einmal zusammen, und dann verließ sie nach einem Blick des Einverständnisses mit Kurt das Fest, wie er meinte, um Marja auf zusuchen. Rhodes und Jameson zogen Kurt zu den Spieltischen, und wohl nach Mitternacht suchte dieser sein Zimmer auf!

Auch Bianca verbrachte eine schlaflose Nacht. Sie legte sich ein Märchen für den Grafen zurecht,

welches alle Widersprüche lösen und ihre Herkuuft

als berechtigte Erbin des Millionenvermögens außer Zweifel stellte. War das erreicht, dann galt es, auch den nächst berechtigten, echten Erben zu be seitigen, dazu war mit der Trennung der Liebenden der erste Schritt gethan. 19. Kapitel. Das öde Haus.

Mister Dalston hier?

Jawohl, da kommt er eben über den Hof!

Marja hatte selbst noch einal nach ihrem Pferde gesehen und wollte sich nun nach ihrem Zimmer begeben.

Da trat ein fremder Mann zu ihr heran, der den Schlapphut tief in die Stirn gezogen hatte, so daß sie seine Züge nicht erkennen konnte.

Sie sind Marja Witborg! raunte er ihr zu.

Marja that einen sprungartigen Schritt zurück. Ihre Hand zuckte nach dem Revolver, den sie im Gurte trug.

Gemach, sagte der andere, ichkomme von Graf Hallern die Nenuung Ihren wahren Namens mag Ihnen ein Beweis dafür sein. Der Graf läßt Sie ersuchen, mich zu ihm zu begleiten. Wo⸗ rum es sich handelt, wüßten Sie schon. Die Sache hat Eile. Er wartet.

Der Sprecher hatte sich dem geängstigten Mäd⸗ chen wieder genähert und seine Stimme gedämpft.

Wer sind Sie? fragte Marja, noch zweifelnd.

Das kann Ihnen gleich sein. Meine eigene Sicherheit erfordert, daß ich meinen Namen ver schweige. Der Graf hat mich für diesen Gang gut bezahlt, sonst hätte ich ihn nicht unternommen.

Wo haben Sie den Grafen gesprochen?

Im Park des Administrationsgebäudes.

Wie kamen Sie dorthin?

Das kümmert Sie nicht.

Und wo ist der Graf jetzt?

ae, den 24.

Das darf ich zso ohne weiteres nicht sagen Es ist nicht allein das. Eine Dame ist bei ihm end

Signora Bianca! schlüpfte es Marja übe in me All

die Lippen. Jauner Ich kenne die Dame nicht. Er scheint, da 4 5 gänzlich unbewaffnet ist, um seine Sicherheit besorg N zu sein. Aber wenn Sie nicht kommen wollen 1 55 Der Mann wandte sich zum Gehen. 7 0 Ich komme! entschied Marja schnell. Si ö 1 5 dachte an das belauschte Gespräch zwischen Lor 0 Rhodes und Doktor Jameson. Es schien so, al 0 wenn der Graf sich von Bianca trotz Marjas Wa- 100 Stile nung zu einer geheimen Zusammenkunft hatte be. 0 stimmen lassen und daß ihm dann im letzten Augen 1 blick doch noch Zweifel an Bianca's Aufrichtigkeil Aim if gekommen waren. Marja vertraute jener und dn che drängte nun selbst zum Aufbruch. I eee Sie wanderten Seite an Seite durch mehre Wan da Straßen, welche um diese Zeit schon ziemlich ve bin ödet waren. Dann lenkte der Unbekannte in einen n Heckenweg ein, an dessen Ende inmitten eines 95 d. J. 1 ziemlich verwilderten Gartens eine Villa stand. daun Auch diese schien unbewohnt. Kein Licht et endha hellte die Fenster. Die Vorhänge waren herabg. zogen. o cru. Der Mann schritt jetzt voran. 1 e

Marja folgte ihm voller Unruhe unde in bangt Erwartung. 1 ö

Unten an der Treppe zur Veranda blieb se

stehen.. 2 7 Hier ist Niemand, sagte sie. Dieses Hard fene

ist unbewohnt. 1 ö e Der Andere wandte sich zurück. 1 (Fortsetzung felgt.) 5 ae

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