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Lokales und Provinzielles.
usssars für die Weltausstellung in Paris Deutschen Reiches an dieser Ausstellung betrifft,
hr nach Frankreich beteiligten Ländern Deutsch⸗
saltung des gesamten deutschen Ausfuhrhandels
lands auf künstlerischem industriellem und ge⸗
bes Ausstellungsprogramms werden in der fran⸗ ösischen Abteilung nur solche Erzeugnisse zur] H
1896.
Pofiztg. Nr. 3239 a Telephou⸗Nr. 112.
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Ausgabe
Gießen, Dienstag, den 24. November
andegzei
Gießen.
Postztg. Nr. 3239a. Telephou⸗Nr. 112.
Redaktion: e Kreuzplatz Nr. 4. 8
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen.
Preis der Auzeigen: 10 Pfa. für die Ispaltige Petitzeile.
Expedition: »Kreuzplatz Nr. 4.
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Gießen, 23. Nov. Dem ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Fandes⸗Universttät Gießen, Dr. Georg Gaffky st der Charakter als„Geheimer Medizinalrat“ herliehen worden.
Gießen, 23. November. Nachdem der tzielle Schlußtermin zur Immatrikulation an unserer Hochschule perstrichen, läßt sich die Zahl her Studierenden für das Wintersemester über⸗ sehen, die weit hinter der des letzten Semesters r dürfte. Bekanntlich war der Be⸗ uch unserer Universität im verflossenen Sommer o zahlreich wie nie zuvor.
* Gießen, 23. November. Die Großh. re für die Gewerbe veröffent⸗ cht folgende Bekanntmachung. In einem der Großherzoglichen Zentralstelle für die Gewerbe gekommenen Rundschreiben des Reichskom⸗
m Jahre 1900, das die Beteiligung des
bt der Herr Reichskommissar hervor, daß bei em internationalen Wettbewerb in Paris schwerwiegende Interessen in Frage kommen. lusweislich der französischen Handelsstatistik für das Jahr 1895 nimmt unter den an der Ein⸗
land mit einem Einfuhrwerte von 310 Millionen Francs, d. h. 8,3 Prozent der Gesamteinfuhr, gie zweite Stelle ein. Ist es schon an sich von oher Bedeutung, diesen lebhaften Handelsver⸗ ehr zu festigen und weiter auszubauen, so muß anderseits auch in Betracht gezogen werden, daß an der bevorstehenden Pariser Ausstellung, wie 227 jetzt feststeht, alle größeren Industriestaaten
r Welt teilnehmen werden; die Art des Auf⸗ kretens der deutschen Industrie in Paris wird aher nicht ohne Einfluß auf die künftige Ge⸗
lleiben können. Es liegt deshalb im gemein⸗ amen Interesse unsrer Industrie und unsres aer daß in der deutschen Abteilung der dariser Ausstellung ein würdiges und anschau⸗ ches Gesamtbild der Leistungsfähigkeit Deutsch⸗
berblichem Gebiete gegeben wird. Zu diesem gehufe wird einerseits in noch ausgedehnterem Maße, als dies schon bei früheren Ausstellungen ber Fall war, auf die Vereinigung gleichartiger Industrie⸗Erzeugnisse zu sachlich und räumlich geschlossenen Gruppen Bedacht zu nehmen und anderseits Vorsorge zu treffen sein, daß in der de Abteilung nur wirklich ausstellungs⸗ würdige Gegenstände der allgemeinen Beurteilung
unterbreitet werden. Nach den Bestimmungen
lüsstellung zugelassen, welche durch eigens zu hiesem Zwecke gebildete Kommissionen, die soge⸗ nannten Comités d'admission, geprüft und als gusstellungswert befunden worden find. Es bird sich empfehlen, für die verschiedenen Gruppen, her deutschen Abteilung ähnliche Maßnahmen zu
Februar 1899 der französischen Ausstellungs⸗ leitung einzusenden sind, so werden die Anmel⸗ dungen im wesentlichen vor Beginn des Jahres 1898 zu erfolgen haben, damit für die allge⸗ meinen Anordnungen, die Platzverteilung und die Fertigstellung der dekorativen Entwürfe ꝛc., e Zeit verbleibt. Damit nun baldmög⸗ ichst ein Ueberblick über den Umfang der Be⸗ teiligung der einheimischen Industrie an der im Jahre 1900 stattfindenden Pariser Weltaus⸗ stellung gewonnen werden kaun, ersuchen wir diesenigen Industrielleu und Gewerbetreibenden, welche sich an dieser Ausstellung zu beteiligen beabsichtigen, aber einem Handelskammerbezirk nicht angehören, um eine gefällige vorläufige Mitteilung.
* Gießen, 22. Nov.(Stadttheater.) Vor gut besetztem Hause ging gestern die Anna Liese in unserem Stadttheater über die Bühne. Die Titelpartie lag in der Hand des Frl. Clara Leno und wurde ganz vorzüglich durchgeführt. Gustav Goldbach verstand es meisterlich, den eigenwilligen Brausekopf, den noch jugendlichen Fürsten Leopold zu Anhalt⸗ Dessau darzustellen. Ganz brillant war die Rolle des Hofmarschalls von Salberg vertreten. Herr Adolph Peickner verstand es, zwischen Humor und Ernst die richtige Linie zu halten, und so gestaltete sich dessen Leistung als eine Glanzleistung ersten Ranges. Herr J. Kunat, der die allerdings schwierige Partie des Gou⸗ verneurs des Fürsten wiederzugeben hatte, er⸗ ledigte sich der Aufgabe gut, nur wäre ein lauteres Sprechen zu wünschen, was auch betreffs des Apothekers Föhse zu wünschen gewesen wäre. Die Mätzchen des Herrn Ernst Neu⸗ mann als Hofprediger könnten besser unter⸗ bleiben, sie stören die Handlung und passen auch gar nicht zum Charakter der Rolle.
* Gießen, 23. Nov.(Stadttheater.) Wir machen darauf aufmerksam, daß am Dienstag das beliebte Schauspiel„Die offizielle Frau“ zur Aufführung gelangt.
* Gießen, 23. November. Die Mediziner unserer Hochschule, die über einen Professor un⸗ gehalten sind, haben eine Erklärung zur Unter⸗ schrift zirkulieren lassen. Folgender Vorfall soll die Veranlassung bilden. Ein älterer Kommili⸗ tone, der sich sehr großer Beliebtheit erfreut, kam im Kolleg mit seinem Stuhl demjenigen eines ganz jungen Studenten zu nahe, worauf derselbe sich unverschämt gegen den älteren Studenten benahm. Die Akademiker teilten den Fall dem betreffenden Professor mit und baten ihn, er möge dem jungen Hitzkopf den Standpunkt klar machen und ihn veranlassen, dem älteren Kollegen sein Bedauern auszusprechen. Der Professor er⸗ klärte aber kurzweg, er mische sich nicht in solche ändel und überließe es den Studenten, den Streit zu schlichten.— Der betreffende Professor hatte vor Jahren schon einmal eine Differenz mit seinen Hörern, die dahin führte, daß diese seine Kollegsen nicht mehr besuchten. Der jetzige Borfall scheint auf einen gleichen Ausgang hin⸗
steffen. Da die Pläne für das Arrangement ber deutschen Abteilung spätestens zum 15.
Zwischen Liebe und Pflicht.
Roman aus dem australischen Buschleben
von G. Löffel. (Fortsetzung.)
Ach, es bedurfte so vieler Ueberredung nicht, un das schöne junge Weib, welches von den ver⸗ botenen Früchten schon, wenn auch erst zaghaft, ge⸗ nascht hatte, vom Pfade des Rechten und Guten abzulenken. i
Sie besuchte heimlich jene Plätze wieder, von denen sie die echte rechte reine Liebe hinweggerissen; die Versuchung blieb nicht aus und Eugenie— fiel. Noch verhelmelte Eugenie ihrem ahnungslosen, dertrauenden Gatten ihre Schande, noch erhielt sie nit zärtlichen Briefen, mit falschen Küssen und er⸗ bgener Gluth den Glauben bei ihm, daß er wahr uad treu geliebt werde, daß nur er sich des höchsten Glückes erfreue, welches die Erde dem Menschen
n bieten hat. 0 täuscht.
Und er war ge i Aber mit der Gewöhnung an das ausschweifende
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nngen Herzog offen durch die Boulevards
leben, mit der Sucht zu glänzen und zu genießen, burden ihr die sie beengenden Fesseln immer lästiger, unmer drückender..
Sie wollte nicht mehr nur verstohlen genießen und offen in Armul und Niedrigkeit leben, sie wollte
(in wie die Anderen und mit ihrem Galan, einem kutschieren.
bte ihr Mann, um seinem
Und während dessen dar 0 0 1 bescheidenes sorgenfreies
ämmlischen Frauchen ein Datein zu schaffen.
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nannte die medizinische Fakultät der Landes⸗ Universitst den Geheimen Staatsrat Knorr von Rosenroth zu ihrem Ehren⸗ doktor.— Zu dem am Sonntag stattgefundenen Festakt im Hörsaale des neuen Hygienischen In⸗ stituts waren außer den fremden Gästen an⸗ wesend der Provinzial⸗Direktor Frei⸗ herr v. Gagern, Oberbürgermeister Gnauth, der engere Senat und die Dekane der Fakultäten, sowie die Angehörigen der medi⸗ zinischen Fakultät. Wegen Raummangel wurden die Vertreter der Presse nicht zugelassen.
* Gießen, 23. Nov. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden die Bewohner der Kaplausgasse und der Bahnhofstraße durch Feuerrufe in Schrecken gesetzt. Ein allbekannter Radaubruder hatte nämlich eine gehörige Tracht Prügel erhalten, weshalb er laute Feuer⸗ rufe ausstieß.
* Gießen, 23. Nov. Gestern Nachmittag gerieten in einer hiesigen Wirtschaft zwei Re⸗ porter in Wortwechsel, der in Thätlichkeiten ausartete. Einer der Streitenden versetzte dem Anderen mit der Faust einen Schlag ins Gesicht, daß ihm die Brille von der Nase fiel und er einige Verletzungen davontrug.
* Gießen, 31. November. Wie uns nach⸗ träglich von Wetzlar aus mitgeteilt wird, sind die beiden bei dem Unglück verschütteten Arbeiter Prickarius und Wagner bis Mittag noch nicht vorgefunden worden.
* Gießen, 23. November. Er wollte sein Geschäftsgeheimnis nicht verraten. Ein Bauers⸗ mann aus der Nähe unserer Stadt wollte beim Oktroierheber, nachdem er schon in der Stadt gewesen, seine Abgabe für eingeführtes Mehl be⸗ zahlen. Ihm wurde aber klar gemacht, daß er dies vorher zu thun habe, worauf der Schlau⸗ meier hehauptete, er habe überhaupt kein Mehl eingeführt, sondern das kleine Quantum von 7 Kilogramm, welches er noch bei sich führte, in der Stadt gekauft. Lügen haben aber kurze Beine, und so nahm man den Mann in eine Ordnungsstrafe von 3 4, weil er eben nicht vorschriftsmäßig verfahren sei. Auf den Straf⸗ befehl hin beantragte der Bauer gerichtliche Eut⸗ scheidung und blieb bei seiner Behauptung vom Freitag. Der Vorsitzende des Schöffengerichts fragte den Beschuldigten, bei wem er die 7 Kilo⸗ gramm Mehl gekauft habe. Ja, meinte der Schlaumeier, dieses könne er nicht 1 denn es sei ein„Verrat eines Geschäftsgeheimnisses“. Zu der Strafe von drei Mark kamen noch die Kosten des Verfahrens; so belastet ließ man den Mann mit dem wichtigen Geschüftsgeheimnis ruhig seines Weges ziehen.
* Gießen, 21. November.(Brillante Abfuhr.) In einer Kneipe der Altstadt saßen eines Abends Philister und Studenten friedlich bei einander und unterhielten sich über Kraft⸗ produktionen. Von Reden ging man bald zu Thaten über, und einer der Musensöhne leistete u. A. ein Kunststück mit einem Stuhl. Für eine Kleinigkeit hielt dies ein Schlossermeister, indem
Er versazte sich jeden Genuß, jede kleine An⸗ nehmlichkeit und Erleichterung, um nur recht viel nach Hause schicken zu können, wo, wie er wähnte, ein treues Weib in Liebe seiner dachte.
Seine Liebe zu ihr wurde ihm eine Erzieherin zu allen Tugenden, sie gab ihm Kraft, sie hielt ihn aufrecht, sie füllte sein ganzes Sein und Denken aus, er erhob sich zum Kultus. Was hätte er nicht gethan, um fich ihrer ganz hingebenden Liebe, deren er sich zu erfreuen wähnte, würdig zu er— weisen! 5
Ein natürliches Ereignis zwang Eugenie noch einmal, sich von dem genossenen wüsten Leben zurückzuziehen und ganz ihren Pflichten zu leben, aber sie that es gezwungen, mit einem stillen Groll
aufopfernd liebte.
Tages in st an seine Vaterbrust nahm,
Glück. N 5 Der Erzähler schwieg einen Augenblick.
stummes Lauschen gebannt war. Dann sagte er mit einem dumpfen Erzittern
im Herzen gegen den Mann, der sie so treu und
Und er, der blinde Thor, sah und fühlte das Alles nicht; er sah nur sein erträumtes Glück der höchsten Vollendung entgegenreisen und als er eines iller, wehmütiger Freude sein Töchterchen da meinte er, der Himmel müsse sich herabsenken auf die Erde, um mit seinen Engeln Teil zu nehmen an seinem unaussprechlichen
Er sah vom Boden auf zu ihr hin, die jetzt in
„Mein armer Vater!“ stahl es sich leise, wie ein ersterbender Seufzer, von den Lippen der Unglücklichen.
„Ja bemitleiden, beweinen Sie ihn“, fuhr er in wehmütigem Eifer fort,„denn Niemand, selbst Ihre Mutter nicht, hat Sie je so geliebt wie er. Sein Leben mag Ihnen das weniger beweisen, als sein Sterben, denn für Sie hat er den Tod erlitten, für Sie ist er zum Mörder geworden!“
„Für mich?“ stammelte Eugenie mit gefalteten Händen, mit zuckenden Lippen und einem Blick, in welchem der Schmerz eines ganzen Lebens zu zittern schien.
„Ja, für Sie,“ bestätigte der Andene dumpf.
„Und nun zum Schluß:
Auch diese herrlichste Berei herung ihres Familien- lebens brachte bei ihrer Mutter keine Veränderung hervor. Sie sehnte den Tag herbei, wo sie, von jeder Fessel frei, sich noch einmal in das berau— schende Genußleben der Millionenstadt stürzen konnte.
Ihr Kind gab sie, sobald ihr Gatte wieder ab⸗ gereist war, gleich zu gewissenlosen Nachbarsleuten in Pflege und nun begann sie mehr und mehr in der Oeffentlichkeit zu leben, bis ste zuletzt die Maske ganz abwarf, unbekümmert um die Folgen, welche mit Natur⸗Notwendigkeit aus dieser Handlungsweise für sie erwachsen mußten.
Ihr Vater, durch das Ausbleiben jeder Nachricht beunruhigt, fragte an anderer Stelle und so erfuhr
seiner ernsten Stimme: f „Dieses Kind, Eugenie, waren Sie!“
geprahlt hatte, versuchte es nachzumachen, aber vergeblich. Mit den Worten„heute bin ich schon so abstrapaziert, aber kommen Sie morgen Abend, da mache ich die Sache“, glaubte er sich aus der Affaire ziehen zu können.„Mein Herr“, meinte da einer der Gäste, ein Tabaksreisender, „mit den Stühlen, das ist gar nichts, ich werde das Klavier mit den Zähnen hochheben und im ganzen Lokal herumtragen.“ Alles schaute ver⸗ wundert auf. Der Reisende legte den Rock ab, krempelte die Hemdsärmel hoch und kniete nieder, indem er die Zähne an das Instrument legte. Mit Spannung beobachtete man dieses Manöver. Doch jener sprang plötzlich auf, wandte sich an den Studenten, der vorher so geprahlt hatte, und sagte:„Meine Herren, kommen Sie morgen wieder, da werde ich das Kunststück machen, heute ist mein Mund nicht groß genug dazu.“ Schallendes Gelächter der Philister, während die Brüder Studio eiligst das Lokal verließen.
* Bad Nauheim. Zur 50 jährigen Jubiläumsfeier des großen Bad Nau⸗ heimer Sprudels wird geschrieben: Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem 22. Dezember, dem Tage, da Bad Nauheim sein größtes und herrlichstes Geschenk empfing: den großen Sprudel(Quelle 7). In einer Fest⸗ W soll nun alles, was Bezug auf den 2. Dezember hat, veröffentlicht werden. Zur Ausgabe gelangt dieselbe am Jubiläumstage, 22. Dezember dieses Jahres, sowie in der ganzen Saison 1897. Die Festzeitung wird von Herrn Schriftsteller Wilhelm Wagner hier, der das Sprudelereignis bereits in seiner Erzählung„In Nauheims größter Stunde“ und in dem Drama „In entscheidender Stunde“ geschildert hat, und von Herrn Peter Muth, Herausgeber des „Bad Nauheimer Anzeiger“, gemeinschaftlich herausgegeben. Die Zeitung soll etwa 8 bis 10 Seiten stark(Zeitungsformat) werden, einen wertvollen und interessanten Text, sowie eveutuell Bilder bringen. Durch den„großen Sprudel“, der am 22. Dezember, morgens 7 Uhr, durch ein leichtes Erdbeben zu Tage trat, ist Bad Nauheim ein Weltbad ersten Ranges geworden! * Darmstadt, 22. November. Der bei den Landtagswahlen entstandene Ausschuß der freien Bürgervereinigung hat beschlossen, auch bei ferneren nicht rein politischen Wahlen die Interessen aller nichtnationalliberalen Wähler kräftig zu wahren und die Wahlvor⸗ bereitungen zu leiten.
* Mainz, 20. November. Der Detail⸗ listenverein der Nahrungsmittelbrauche beschloß die alsbaldige Aufstellung einer schwarzen Liste“, um die faulen Kunden un⸗ schädlich zu machen, die nach seiner Meinung die kleinen Geschäftsleute zum Ruin führen. Weiter beschloß der Verein den gemeinsamen Bezug ge⸗ wisser, dem raschen Verderben nicht ausgesetzter Waren direkt vom Fabrikanten mit Umgehung der Großhändler.
* Mainz, 23. November. Den Stadt⸗ verordneten geht ein Statut zu, das die die einer
euten. er sich von seinem Platz erhob und eig gleiches Satzungen für di Errichtung s f 55 Giezen, 23. November. Aus Anlaß der Kunststück mit zwei Stühlen machte. Der Aka⸗ stäbtischen Pensionsanstalt für die Mit⸗ Uebergaht dez Hygienischen Instituts er⸗ demiker, der vorher mit seiner riesigen Kraft glieder der städtischen Kapelle und einer
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so wie der! Als wäre ein Blitz vor ihm niederge fahren, so stand er im ersten Augenblick zur Bild⸗ säule erstarrt. Wie ein Schwert fuhr es ihm durch die Brust, was er da hörte, aber noch nicht zu glauben wagte.„Verläumdung!“ schrie er auf. „Lüge! Elende Verläumdung!“
Er ließ Alles steh'n und liegen und eilte nach Paris, um denjenigen, der das von seiner treuen lieben Frau zu sagen gewagt hatte, zur Rechenschaft zu ziehen. Er rannte in sein Verderben. Er fand alles bestätigt, er hörte mehr, als ihm zu wissen frommte— Alles!
Sein Herz stand still. Das Feuer des Wahn⸗ sinnes flammte in seinem Hirn auf. Das Blut schoß ihm in die Augen. Wie von Furien gepeitscht, stürmte er davon. Lange irrte er so durch die überfüllten Straßen von Paris, umwogt, umtost, umbrandet von einem tausendköpfigen Leben, das, unbekümmert um seinen besonderen Schmerz, in nimmer endenden Strömen an ihm vorüberrauschte. Er warf sich hinein in diesen Strom und ließ sich von ihm forttragen, gleichviel wohin.
Endlich fand er sich vor dem Schaufenster eines Waffenhändlers stehend, in das er unverwandt hineinstierte, immer wieder, ohne es zu wissen, vor sich hinmurmelud:
„Mein Weib und mein Kind— mein und mein Kind!“
(Fortsetzung folgt.)
Weib
er die ganze bittere Wahrheit. Kein Schmerz traf


