Ausgabe 
23.9.1896
 
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den 23. September

1890.

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Gießen, Mittwoch

Ausgabe

andeszeitun

Gießen.

Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4.

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Erscheint täglich mit Ausnahme der

Preis der Anzeigen: 10 Pfg.

Tage nach Sonn- und Feiertagen. für die Zspaltige Petitzeile.

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pedition: Kreuzplatz Nr. 4.

Lokales und Provinzielles.

*Gießen, 22. Sept. Pro vinzial⸗Aus⸗ schußsitzung vom Samstag den 19. September. Schluß.) egen dieses Nachgebot und den

uschlag wandte sich Assessor Groß beschwerde⸗ ührend an den Kreis⸗Ausschuß, welcher dem Beschwerdeführer Recht gab und die 2. Jagd⸗ berpachtung als zu Unrecht geschehen erklärte, weil in den Verpachtungsbedingungen ausdrück⸗ lich bemerkt sei, es würden keine Nachgebote an⸗ i hench und sonstige gewichtige Gründe einer Nichtgenehmigung der Jagdverpachtung an Groß nicht vorgelegen. Die gegen diesen Ent⸗

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im Veto. N Ottnang, bee in

ddeid Rekurs Verfolgenden versuchten vor dem Augwärtio Provinzial⸗Ausschuß den Nachweis zu erbringen, j gen daß als gewichtiger Grund zur nochmaligen

iberas Ausschreibung der Jagd für den Gemarkungs⸗

borstand der Umstand ins Gewicht gefallen, daß Groß durch Versprechungen den Schneidmüller beim ersten Termin am Mitbieten gehindert, Versprechungen, die jener nachher nicht gehalten. Doch standen sich hierüber die Aussagen der Zeugen über diesen Punkt diametral gegenüber,

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Paß Klarheit nicht geschafft werden konnte. Der Rekurs wurde verworfen. Ein dritter

1 Rekurs Kratzenbergers wurde nach Eintritt in die Verhandlung vertagt. Kratzenberger, Stein⸗

straße, hat die von ihm betriebene Wirtschaft vor

N längerer Zeit an den Wirt Trebing verpachtet, 5 dieser besorgte sich die Konzesston zum Wirts⸗ ice blieb aber nicht lange Pächter der

ers zur Ehaung! irtschaft, sodaß der Pächter dieselbe wieder Uchnhänser übernehmen mußte; nun wurde dieser veranlaßt Nunduepin 4 um eine neue Erlaubnis zum Wirtsgewerbe ein⸗ 5 Mut 10 uukommen. Diese wurde ihm bersagt und seine aueh Wirtschaft polizeilich geschlossen. Rechtsanwalt

uutlt ud Mech Fatz, der Vertreter des Kratzenberger, erklärte, sein h Mandant sei zu unrecht um die Erlaubnis zum

bon Fructbien Wirtsgewerbe eingekommen, denn er sei thatsäch⸗ lich auf Grund der ihm früher erteilten Erlaub⸗

lbatlug nis berechtigt, sein Geschäft weiter zu treiben

entgegen: Wirtsgewerbes seitens des Kratzenberger veran⸗ fle- et /lar. lassen und werde wegen der widerrechtlichen eee Schließung der Wirtschaft eine Schadenersatz⸗ Hage einleiten. Er bitte dem Provinzial⸗Aus⸗

OC J 1 1 über die Frage, ob sein Mandant zu Recht e Erlaubnis zum Wirtsgewerbe besitze, vorweg

ier, zu entscheiden. Provinzial⸗Direktor Freiherr v

len Grund)

Besitz der Wirtschaftskonzession ist. Die Sitzun tolr-Thren n wurde hierauf vertagt.

en-Remontolr- herne Herren. zoldrand vun 10 n- Remontolr. 1s Mark an, Stahl-

im Restaurant Feidel eine Sitzung des Vor standes des Freisinn

welche die Organisation zu den

Er werde die ungehinderte Weiterbetreibung des

Gagern, als Vorfitzender des Ausschusses, konsta⸗ aus den Akten, daß Kratzenberger noch im

* Gießen, 22. Sept. Gestern Abend fand

igen Vereins statt, Landtags⸗

gedruckt vorliegenden Wählerliste zum Landta eine große Anzahl von Wählern 1 Jeder Wähler sehe also genau die Listen durch! Die i An wille 87 1 1 eee sofort . rag stellen, daß ihr Nam i r Liste Wie wird. f ee en zießen, 22. Sept. Da auch in unserer Stadt in wenigen Wochen der käpkische Ar⸗ beitsna chweis eröffnet wird, so dürfte es gewiß interessieren, wie die Frequenz eines ähn⸗ lichen Nachweises in Darmstadt ist. Die dortige Anstalt für Arbeits⸗ und Wohnungs⸗ nachweis, Waldstraße Nr. 6, veröffentlicht folgende Statistik: Auch während der Monate Juli und August l. J. war der Verkehr auf der Anstalt ein erheblich stärkerer als im Jahre 1895 in den gleichen Monaten. Es liefen im ganzen, und zwar im Juli 469 und im August 441 Gesuche ein. Offene Arbeitsstellen wurden eingeschrieben im Juli 230(gegen 99 in 1895) und im August 185(gegen 130 in 1895). Gesucht wurden Stellen im Juli von 309(gegen 260 in 1895) und im August von 289(gegen 228 in 1895) Arbeitern. Außerdem wurde die Anstalt im Juli von 64 und im August von 45 Durchreisenden frequentiert. Von auswärts liefen im Juli aus 17 und im August aus 14 Orten Gesuche ein. Vermittelt wurden im ganzen, soweit der Anstalt es zurückgemeldet wurde, im Juli 159 und im August 140 Stellen. Thatsächlich dürfte die Zahl der vermittelten Stellen eine größere sein, weil die Zurückmeldung öfter noch versäumt wird. Es erhielten u. a. Stellen: im Juli: 16 Schlosser, 18 Schreiner, 31 Taglöhner, 12 Fuhrknechte, 24 Hausburschen, 9 Sattler, 9 Schuhmacher, 7 Spengler u. s. w.; im August: 8 Schlosser, 22 Schreiner, 25 Tag⸗ löhner, 8 Fuhrknechte, 30 Hausburschen, 5 Schneider, 3 Spengler, 3 Schmiede u. s. w. Wir erwarten, daß der hiesige städtische Arbeits⸗ nachweis sofort nach Eröffnung von Arbeit⸗ 975 wie Arbeitnehmern recht fleißig benutzt wird.

* Gießen, 23. Sept. Die hiesige Al ice⸗ Schule beginnt ihr Wintersemester am 13. Ok⸗ tober. Aufnahme der Schülerinnen findet am 12. Oktober, Vormittags 10 Uhr statt. Aus dem Unterrichtsprogramm geben wir fol⸗ genden Auszug: 1. Klasse: Englische und fran⸗ zösische Conversation, Bügeln, weibliche Hand⸗ arbeiten; 10 Wochen; 50% 2. Klasse: Hand⸗ und Maschinennähen, Sticken zee, Bügeln, oder Kleidermachen und Bügeln; 10 Wochen; 20. 3. Klasse: 1 5-und Maschinen⸗ nähen, Flicken, Stopfen, Weißsticken, Fach Freihandzeichnen; 10 Wochen; 15 4. Au führliche Einzelcur für Lehrerinnen 125 Mk.), Kleidermachen(3

*

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und 8⸗

se: 5 monatliche Kurse im Weißnähen oder ), im Sticken(12).

waschen(12%), in französischer und englischer Conversation(je 20%), Kochkursus(50 Vor⸗ mittage 36%).

* Gießen, 22. Sept.(Berichtigung.) Der Druckfehlerteufel hat uns gestern einen recht unliebsamen Streich gespielt. In dem Bericht über das Stiftungsfest des Gäxrtner⸗Vereins Flora läßt erden Damen einen Humpen überreichen, wärend es auf Zeile 15 und 16 heißen muß,daß von den Damen ein Humpen überreicht wurde.

* Gießen, 22. September. Schloß mit Knall vorrichtung für Fahrräder. Fast alle Tage liest man in den Zeitungen von ge⸗ stohlenen Fahrrädern und find meistens alle Sicherheitsvorrichtungen ohne Erfolg. Ist das Rad durch ein Schloß gesichert, so wird es einfach von dem Diebe fortgetragen. Durch die Erfindung eines Herrn Albert van Loncker in Brüssel dürfte nunmehr den Fahrraddieben das Handwerk gelegt sein. Wie das Internationale Patentbureau bon Heimann und Co. in Oppeln mitteilt, erhält bei diesem Schlosse ein zwischen die Speichen des Rades greifender Arm bei dem Versuche, das Rad fortzuwegen, eine geringe Drehung, wodurch die Verriegelung eines Schlagbolzens gelöst wird, welch letzterer eine Patrone entzündet, sodaß ein Signalschuß ertönt. Da eine Bewegung des Rades auch beim Heben und Tragen des Rades(infolge des Ventilgewichtes) stattfindet, so dürfte sich diese Einrichtung auch in der Praxis bewähren. * Steinfurth(bei Friedberg), 21. Sept. Gestern Abend wurden zwei Arbeiter von hier unter dem Verdachte des Meineids von der Gen⸗ darmerie verhaftet.

* Erbach i. O., 20. September. Die dies⸗ jährige Generalversammlung der hiesigen Spar⸗ und Leihkasse hat beschlossen, den Hypo⸗ thekarschuldnern, die ihre Zinsen pünktlich, d. h. im ersten Vierteljahr der Fälligkeit, ab⸗ führen, vom nächsten Jahr an%½ Proz. Nach⸗ laß einzuräumen, sodaß der Zinsfuß nicht mehr auf 4, sondern auf Proz. steht. Diese Ein⸗ richtung will bezwecken, der Sparkasse gute erst⸗ klassige Hypotheken zuzuführen, damit nicht etwa überflüssiges Kapital in Staatspapieren angelegt werden muß.

* Darmstadt, 21. Sept. Eine zahlreich besuchte Bürgerversammlung beschloß am Samstag, selbständig gegen die National- liberalen in den Landtagswahlkampf einzu⸗ treten. Die Kandidaten werden im Laufe dieser Woche nominiert. Der Natonalliberale Bergsträßer hat nunmehr seine Kandidatur zum Landtag wegen Krankheit zurückgezogen. Jetzt soll Rechtsanwalt Schmeel(nat. ⸗lib.), was man schon längst erwartete, an seiner Stelle

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1 f

kandidieren. *Neu⸗Isenburg, 20. September. Zu den

beiden schon seit

demnächst noch zwei weitere g der seitherigen Wurstfabriken per Woche 150 Stück welche Zahl sich in einig

gelaufenen Geschäftsjahr 6.250 000 Brastwürstchen zum Versandt.

Handels männi hiesigen Handelskamme entworfen. Handelsgeschäften zwi auf dem Wege bringen. veröffentlicht, damit die intere legenheit erhalten, rungsvorschläge bei

fürstlichem Geblü all gemeines Interesse.

Seisiro G. Matsudaira, nischen Daimio(Lehnsfürst) von f z. D. Opitz aus wärtig auf der For

Studien in Deutschland zu feiern.

einer Reihe von Jahren dahier Wurstfabriken werden sich esellen. In einer gelangen jetzt schon Schweine zur Schlacht, en Wochen noch erheb⸗

In der Müllerschen Wurst⸗ prendlingen gelangten im ab⸗ nicht weniger als

hiesige 3 kauf⸗

estehenden zwei

ich steigern dürfte. abrik im nahen S

* Mainz, 21. September. Die kammer hat Satzungen eine schen Schiedsgericht, wie es für den rbezirk projektiert ist, Das Gericht soll Streitigkeiten aus schen Kaufleuten möglichst

des Vergleichs zur Erledigung Satzungen werden nächster Tage ssierten Kreise Ge⸗ zweckentsprechende Abände⸗ der Kammer vorzubringen.

Die

Vermischtes.

Die Verlobung eines Japaners aus t mit einer deutschen Dame erregt Es handelt sich um den Vicomte einem Sohn des letzten japa⸗ Schimabara bei Naga⸗ akt, und Fräulein Elisabeth Opitz, Tochter des Majors Dresden. Der Vicomte bildet sich gegen⸗ stakademie zu Eberswalde im Forstfach seine Hochzeit nach Beendigung seiner Er ist der erste Ja⸗ lichen Geblüt, der sich mit einer Deutschen (oder Europäerin überhaupt) vermählt, und stammt aus einer der 262 Familien, in denen die Würde eines Dai⸗ mio oder Lehnsfürsten seit 300 Jahren erblich war. Die Daimio⸗Familie Matsudaira leistete jedoch mit den üb⸗ rigen Daimio⸗Familien am 14. Juli 1871 zur Stärkung der kaiserlichen Macht freiwillig auf ihre erbliche Würde Verzicht, und der letzte Daimio von Schimabara, der Vater des Bräutigams, lebt seitdem als Privatmann in der Hauptstadt Tokio auf seinen Gütern in seinem früheren Erblande, der Provinz Fisen. Eine große Gemeinheit. In letzter Zeit widerfuhr mehreren Belgradern die unangenehme Ent⸗ täuschung, daß sie bei dem Bezuge von Slibonitz aus dem Innern Serbiens in den Fässern Wasser statt Slibo⸗ vitz vorfanden. Eine Untersuchung ergab, daß auf den serbischen Eisenbahnen eine Diebesbande ihr Unwesen treibt, welche während der Fahrt mit großer Geschicklichkeit die Fässer anbohrt, den Slibovitz abzapft und dann die Fässer mit Wasser füllt. Bis jetzt ist es trotz der größten Wachsamkeit nicht gelungen, den Slibovitz⸗Dieben, die den Konsumenten eine so furchtbare Enttäuschung bereiteten, das Handwerk zu legen. Die weiße Frau im Berliner Schloß. Das Londoner BlattDaily Mail berichtet aus Berlin allen Ernstes folgende Geschichte:In der vergangenen Woche soll im Schloß dieweiße Frau gesehen worden sein. Ein dienstthuender Kammerherr sah die Erscheinung plötzlich vor sich auf dem Boden auftauchen. Die Gestalt

aus und gedenkt

paner von fürst

1 wahlen besprach. Es fand sich, daß in der monalliche Kurse im Digel- oder Kunst⸗

aul, von 3 Mark 1, x.. p ulag werk. W f a erregt schien. Er dachte sofort an einen eifersüch-] Zum ersten Mal seit ibrem Abtritt von der Wit⸗ 5 5 Marja, das Heldenmädchen tigen Rivalen, der gekommen war, um ihn zur] borg-Farm wandelte eine weibliche Schwäche sie an. eiuer I lei von Transvaal. Rechenschaft zu ziehen. Der Bursche war bei alle] Sie schwankte und wäre gestrauchelt, wenn er sie autie- Zeitroman von Pieter Vryburg dem sehr hübsch und seine Züge kamen ihm sogar] nicht aufgefangen und fest in seine Arme genommen

ul drs bete 14(achdrud verboten.) bekannt vor, aber er paßte doch so wenig zu der hätte.. g. a 92(Fortsetzung) Al svornehmen Portugiesin, daß der erst gehegte Ver⸗Marja, mein Gott, Sie leiden! Was ist Ihnen, Nach einigen konventionellen Phrasen, die beide] vacht rasch wieder einschlummerte. Marja? fragte er voll Zärtlichkeit und von selt⸗ 1 Herren mit einander austauschten, rauschte sie am Der Andere winkte ihm hastig zu und schritt samen Gefühlen bewegt. Bei der ersten innigen 1 Arme des Lords davon mit einem bedeutungsvollen: nach dem schattigen Teil des Gartens voran. Berührung der ihm so lieben Grstalt überkam es III Auf Wiedersehen, Herr Graf! Kurt machte keine Miene, ihm zu folgen. War ihn wie ein Rausch. Voll liebender Besorgnis 9 Auch Kurt war verstimmt. Gar zu gerne hätte das nicht ein neuer Streich Jamesons und seiner blickte er in das ihm zugekehrte blasse Gesichtchen Das war nur eine Sekunde stiller Seligkeit;

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er gewußt, was die schöne Creolin ihm über den

her Mann sagen konnte, welchen er so lange vergebens ache. gesucht hatte und der mittelbar der Grund zu seiner naeh. ertelt Gefangennahme wurde. Mit gemischten Empfin⸗ er. n dungen blickte er dem stolzen Paare nach. Deu hen. nt Charakter Sir Rhodes' kannte er nun zur Genüge. erric Um so wohlthuender berührte ihn das Vertrauen N Physk, 155 Beianca's, deren Herz sich ihm, dem armen, Ge⸗ Elementen 1 fangenen, in recht weiblicher Teilnahme geöffnet hatte. 0 10 Welch ein herrliches Geschöpf, diese Bianca. f 0 Welch ein Wuchs! Welche Haltung! Wahrhaftig,

so gab sich nur ein deren Adern das Blut eine Man hätte fast glauben könne wandtschaftlichen Beziehungen z erst neben seiner hohen vollen Geltung.

Kurt ging eine Strecke weit dann blieb er stehen.Auf Wiedersehen! Bianca gesagt. Er hoffte, daß sie in den Gar zurückkehren werde.

Plötzlich fühlte er eine

n, daß sie in v

leichte Berührung

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leiden seiner Schulter. 990 f les erfahren?

und. f 5 a Ni willigung nach Ihnen ausschickte, alles erfahren ene burt, auc dna che ain dh Sie e. pad

Ja thortue g 7976 damit ich auch ganz sicher bin, 5 250, Mis 11 Das junge Mädchen batte beim Anblick ves K men jungen Pienschen u ah geliebten Mannes ihre ganze Fassung verloren.

start bewaffnet hinter sich stehen sah, der

Weib von edler Herkunft, in s alten Geschlechts rollte.

u dem Lord stand; Gestalt kam die ihre zur

hinter jenen her, hatte

selbst sehr

hohen Verbündeten? Die durch Rhodes machte es mehr Kurt witterte einen Hinterhalt, werden sollte. Herr Graf Hallern! tönte es da in deutsche Sprache mit einem süßen Wohllaut der Stimm zu ihm hinüber.Kommen Sie schnell! Ein freudiger Schreck durchzuckte ihn.

Das war keines

Marja! rief er in noch an der Realität der Ersche Marja denn diese war es Schweigen zu und entfernte sich hastig Tritten.

Nun folgte er unbedenklich.

Kaum hatten sie den Schatten eines Bosket erreicht, als Marja stehen blieb und er nach ihre kleinen, zarten Händen gri

Marja, Sie sind es, Freude.Wie kommen Sie hierh Verkleidung? Haben Si und von dem Boten,

chster Ueberraschung un inung zweifelnd.

mit leise er⸗

ten

N den ich mit Jamesons B

Entführung Bianca's als wahrscheinlich. in den er gelockt

Mannes Stimme, das war

s winkte ihm

ff, sie herzlich drückend. rief er in überwallender er und in dieser e meine Zuschrift bekommen

dann raffte sie sich auf. Ihr jugendlicher Körper straffte sich. Durch ihre wohllautende Stimme aber ging ein leises Beben, als sie sagte:

Graf Hallern, nicht um mich handelt es sich jetzt, nicht darum, wie ich hierhergekommen, sondern um Sie! Säumen Sie keine Sekunde länger! Fliehen Sie! Ihr Leben schwebt in Gefahr. So⸗ eben war ich dur

ch Gottes Fügung Zeuge einer Unterredung zwischen Sir Cecil Rhodes und Doktor Jameson. Es ist beschlossen,

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˖ Sie sollen beseitigt werden, Sie sollen sterben durch Mörderhand und eben jene Dame, welche Sie ietzt verließ, soll die Gelegenheit zur Ausführung des Verbrechens schaffen.

Bianca Capella? fragte Kurt in starrem Entsetzen.

Das war der Name, welchen Rhodes nannte, Gottlob, sie sind fort! Darum, ehe sie zurückkehren, kommen Sie, kommen Sie! Die Sekunden sind kostbar. Wir dürfen keinen Augenblick länger säumen. Ich habe im GasthausZur Krone mein Pferd eingestellt. Ih gebe es Ihnen. Reiten Sie fort sogleich, und reiten Sie um Ihr Leben, denn Sie können nicht wissen, wenn die

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e⸗

Hier, Waffen Dolch und Revolver; nehmen Sie. Sie könnten sie brauchen. Fort, kommen Sie! 2 Kurt stand wie versteinert. Er blickte auf die ihm dargereichten Waffen; er blickte auf Marja und rührte sich nicht.* Was zögern Sie noch? Was ist Ihnen? Glauben Sie mir nicht? rief Marja iu höchster Seelenangst.Hören Sie es denn nicht: Sie müssen fliehen, wenn es nicht auch dazu schon zu spät ist! Und Sie? fragte er zurück.

Und ich? Was liegt an mir! entgegnete sie, während die Thränen aus ihren Augen sprangen. Um Sie handelt es sich, Sie müssen gerettet werden!

Aber um welchen Preis! Nein, nimmermehr!

Stark klangen seine Worte. Er sprach als Mann.

Um Gottes willen hören Sie mich! flehte sie mit angstbebender Stimme.Sonst ist Ihr teures Leben verloren und umsonst bin ich hierher geeilt, mitten durch die Wüste, um Sie zu retten!

Mühsam folgte ich den Spuren der Reiter, bis ich ganz sichere Kunde erhielt, wer sie gewesen, und dann wußte ich, daß Sie hier waren in Buluwayo. Ich kam an, vor wenigen Stunden erst, und forschte dann weiter. Ich schlich mich hierher hörte sah, was hier vorgung, und nun der Himmel es so gefügt, daß ich Ihnem noch einmal in höchster Not und Gefahr als Ret terin erscheinen darf, nun weisen Sie meine Hilfe zurrsck und zerstören alles, was ich mit Aufbietung meincer letzten Kräfte erreichte.

Und wenn schon wicht an sich, so denken Sie an das, was Sie vo rhaben, und die Mission, welche Jynen so heilig ist u nd die Sie noch eben jener Dame erklärten erfül len zu müssen. Ich war Zeuge Ihres Gespräch js.

Verfolger auf Ihren Fersen sein werden, und der Weg bis zur Grenze ist weit.

(Fort, setzung folgt.)