Ausgabe 
16.7.1896
 
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auch die Neubesohlung ꝛc. mit inbegriffen sind. Gegen Ablieferung verbrauchter alter müssen neue Stiefel geliefert werden. Der Kellner hat ausgerechnet, daß er binnen 10 Jahren min 10 85 für 6700. Schuhzeug verbrauchen wird. Gießen, 15. Juli. Die auf gestern Abend im Postkeller anberaumte Generalver⸗ sammlung des kaufmännischen Vereins wurde bis Samstag Abend 9 Uhr vertagt. Wir weisen darauf hin, daß der zur Beratung stehenden wichtigen Sache wegen ein zahlreiches Erscheinen der Mitglieder am Platze sein würde. * Gießen, 15. Juli. Der an der höheren Mädchenschule zu Gießen in der Kategorie der Volksschullehrer angestellte Lehramtsassessor Karl e Zimmer ist zum Lehrer an der Realschule und o dem Progymnasium zu Alzey ernannt worden. Gießen, 15. Juli. Auf das am 23. Juli in Steins Garten stattfindende Konzert der Piston⸗Virtuosin, Fräulein Sophie Brandon, sei auch an dieser Stelle hingewiesen. 0 Die auswärtigen Blätter besprechen die Konzerte dieser Künstlerin in schmeichelhafter Form, so daß man auch auf das hiesige Konzert mit Recht gespannt sein darf. Man bezeichnet ihr Auf⸗ treten allgemein als einen weiteren Fortschritt auf der sich stetig entwickelnden Emanzipation der Frauen. Fräulein Branden ist eine Schülerin Koslecks, Mitglied der Königlichen Kapelle und Lehrer an der Königl. Hochschule zu Berlin. e Die hübsche junge Dame handhabte wie be⸗ 2 richtet wird, ihr Instrument mit schöner, reiner, 1 wohlklingender Zierlichkeit. SGießen, 15. Juli. Gestern Mittag passirte unverhofft vom Seltersthor kommend den Kreuz⸗ platz querend ein Gießfaß die Straße. Es scheint sich bei dieser Sprengung um eine Probe gehandelt zu haben. Es wäre sehr zu wünschen, wenn die Proben täglich fortgesetzt würden. * Grünberg, 14. Juli. Um die durch Molkereibetrieb sich ergebende Magermilch möglichst nutzbringend zu verwerten, betreibt der Besitzer der Dampfmolkerei Grünberg, Herr K. Zimmer, die Schweinezucht in größerem Umfange. Nach dem Muster größerer Züchtereien

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hat er in der Hofraite neue, allen Anforderungen einer rationellen Schweinezucht eutsprechende Stallungen aufgefühnt, die nunmehr. vollendet sind. Dieser Tage find an 150 Stück Zucht⸗ schweine verschiedener Größe, die Herr Zimmer aus Norddeutschland bezogen hat, in den neuen Stallungen untergebracht worden. 1

* Bad Nauheim, 14. Juli. Der Finanz⸗ ausschuß der zweiten Kammer hat die Regie⸗ rungsvorlage, für ein sechstes Badehaus , 460000 zu bewilligen, einstimmig ge⸗ nehmigt. Der Bau soll bis zur nächstjährigen Saison fertig gestellt werden.

* Darnistadt, 14. Juli. Zur Aufbringung der für den Ankauf der Hessischen Ludwigs⸗ bahn erforderlichen Mittel wird die Regierung nach einem den Landständen zugegangenen Ge⸗ setzentwurf zur Aufnahme eines dreiprozentigen Anlehens von 95250000. ermächtigt. Für besonders aufgeführte Zwecke wird ferner die Re⸗ gierung ermächtigt, die der Staatskasse aus dem Betriebsüberschuß und den Beständen der Fonds der Ludwigsbahn und der Pensionskasse der Oberhessischen Eisenbahn zufließenden Mittel zu verwenden, für den zur Deckung alsdann noch verbleibenden Bedarf bis zum Nominalbetrag von ca. 96 Millionen eine zu 3 Prozent verzins⸗ liche Anleihe aufzunehmen.

Mainz, 14. Juli. Wie mau derVoss. Ztg. von hier mitteilt, will der sozialdemo⸗ kratische Abgeordnete Jo est sein Reichstags und Landtagsmandat niederlegen. Den Stadtverord⸗ netensitzungen ist er bereits seit längerer Zeit ferngeblieben.

Hessischer Landtag. * Darmstadt, 14. Juli. (Erste Kammer.)

Nachdem Graf Solms-Laubach seinen gestrigen Antrag wegen Besetzung der Kreisbauinspektorstellen zu⸗ rückgezogen hatte, wurde das Kunststraßen-Gesetz angenommen. Die umfangreiche Tagesordnung wurde rasch erledigt. Entgegen der zweiten Kammer lehnte man den Antrag Metz-Darmstadt auf Rücknahme der Ver⸗ ordnung vom 10. November 1886, den Betrieb von

Bekanntmachung.

Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprecheinrichtung

Wirtschaften und den Kleiuhandel mit Branntwein und

Spiritus betreffend, wiederholt ab, nahm dagegen ohne Weiteres den von der Zweiten Kammer abgelehnten Wein⸗ steuerreformentwurf an. Zu verschiedenen Neben⸗ bahnprojekten, wie von Oppenheimerfahrt nach Groß⸗ Gerau und von Oppenheimerfahrt nach Darmstadt, von Lindenfels nach Bensheim, einer Bahn von Lindenfels durch das Modauthal jnach Oberramstadt, einer solchen von Niedersteinach nach Waldmichelbach, einer Weiterfüh⸗ rung der Bahn von Wendelsheim nach Wonsheim⸗Stein⸗ bockenheim, verharrte die Kammer auf ihrer früheren ab⸗ lehnenden Haltung. Dem mit Preußen abgeschlossenen Staatsvertrag wegen Herstellung einer Nebenbahn von Friedrichsdorf nach Friedberg wurde zugestimmt, ebenso einer Reihe von kleineren Vorlagen und Gesuchen in Uebereinstimmung mit der zweiten Kammer. Der Fi⸗ nanzausschuß wird wegen der Verstaatlichung der Ludwigsbahn am 22., das Plenum der Kammer am 23. ds. Mts. wieder zusammentreten. Der Land⸗ tagsschluß ist für den 25. Juli in Aussicht genommen.

Neueste Telegramme.

Hd. Frankfurt a. M., 15. Juli. Von gestern ab ist der Fernsprechverkehr zwischen Frankfurt nebst Offenbach und Marburg (Bz. Cassel) zugelassen. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt eine Mark.

Hd. Linz, 15. Juli. Bei einer Brücken⸗ bau⸗Ue bung der Pioniere kippte ein Ponton um. 12 Pioniere fielen ins Wasser, von denen 10 gerettet wurden, die andern beiden ertranken.

Hd. Paris, 15. Juli. Der sozialistische Bürgermeister von Carmaux, Calaignac, wurde wegen Beleidigung der Regierung verhaftet. Es herrscht dieserhalb große Aufregung.

Hd. Paris, 15. Juli. In einer gestrigen Unterredung mit dem Vizekönig Li⸗Hung⸗Tschang drückte Präsident Faure die Zuversicht aus, daß Li⸗Hung-Tschang nach seiner Rückkehr nach China seinen Einfluß dahin verwenden werde, um die französische Industrie zu begünstigen.

Hd. Paris, 15. Juli. Sämmtliche Blät⸗ ter stellen sest, daß das Attentat auf den Präsidenten der Republik keine politische

Tragweite besitzt, sondern wesentlich das Werk eines Verrückten ist. Mehrere Mit⸗ glieder des diplomatischen Korps begab

sich gestern Abend zu Faure, um ihn zu be⸗ glückwünschen. Kaiser Wilhelm sandte eben falls ein Glückwunschtelegramm. Als die

Präsident Faure nicht einmal, um was es sich handle. ö

Hd. Petersburg, 15. Juli. sich seit Kurzem eine mit den wiederhergestellten freundschaftlichen russisch⸗bulgarischen Bezi

im Widerspruch stehende ungünstige Stim⸗ mung gegen Bulgarien bemerkbar. Ein⸗ zelne Blätter beschnl d rge die bul⸗ garische Regierung der Zweideutigkeit und werfen ihre österreichisch⸗ freundliche Ge⸗ sinnuugen und die Absicht vor, sich an Oester⸗ reich⸗Ungarn anklammern zu wollen. Als Beweis dieser gegen Bulgarien gerichteten Auslassungen wird außer der Angelegenheit be⸗ treffend die Rückberufung der exilirten Offiziere der Abschluß der neuesten bulgarischen Anleihe angeführt, weil die Offerte das Credit Lyonnais verworfen, dagegen diejenige der unter Führung der österreichischen Länderbank stehenden Gruppe zur Annahme gelangte.

Hd. Petersburg, 15. Juli. In unter⸗ richteten Kreisen verlautet, daß die projektirte Reise des Zarenpaares nach Wien und Berlin wieder fraglich geworden sei. heißt, werde der 5 nur die Höfe von Darm⸗ stadt, London und Kopenhagen besuchen.

Id. London, 15. Juli. Seit mehreren Tagen herrscht hier ein tropische Hitze. Das Thermometer zeigt 15 Grad Fahrenheit in der Sonne und 89 im Schatten. Es sind bereits viele Todesfälle infolge Hitzschlages zu 1 Seit 10 Tagen ist kein Tropfen Regen ge⸗ allen.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.

Bekanntmachung.

Außer dem bereits bestehenden

beiden Schüsse abgefeuert wurden, wußte

Hier macht f . 8

Wie es

in Gießen erforderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff ge⸗ nommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen oder Geschäftsräume im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Stadt⸗ o Fernsprecheinrichtung verbinden lassen wollen, ersucht, ihre Anmeldungen . recht bald 8 2 1 spätestens bis Anfangs August d. J. an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. ö Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den zweiten Bauabschnitt des laufenden Rechnungsjahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse ö Ribe erst im 1. Bauabschnitt des nächsten Rechnungsjahres zur Ausführung gelangen. Darmstadt, 4. Juli 1896. Der Kaiserliche Ober⸗Postdirektor, Geheime Ober⸗Postrat Clavel.

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Fernsprechverkehr zwischen Gießen⸗ Bad Nauheim, Friedberg(Hessen) und Frankfurt(Main) wird vom 14. d. Mts. ab auch der Fern⸗ sprechverkehr zwischen den vorge⸗ nannten Orten und Marburg und Kassel eröffnet. Gießen, 13. Juli 1896.

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