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Fall: Aus den Trümmern eines niedergebrannten Hauses war die gänzlich verkohlte Leiche des Besitzers heraus⸗ geholt worden. Der Sohn desselben stand unter dem Verdacht, den Vater ermordet und dann das Haus an⸗ gezündet zu haben. Es kam nun darauf an, festzustellen, ob der Vater bei Ausbruch des Brandes noch gelebt habe, oder ob er schon todt, ermordet gewesen. In Lunge und Herzen der verkohlten Leiche fanden sich noch 10 Bluts⸗ tropfen. Da man nun aus dem Spektrum des Blutes ganz genau erkennen kann, ob nur Sauerstoff oder Kohlen⸗ oxyd im Blut gewesen, gelang es, die Abwesenheit von Kohlenoxyd im Blut festzustellen; es war somit der un⸗ trügliche Beweis erbracht, daß der Todte nicht mehr ge⸗ atmet haben konnte, als der Brand auskam, also vorher ermordet war.— Ein Raubmörder hatte sich bei Aus⸗ führung seiner That mit einer Kattunmaske verhüllt, von der ihm die Hälfte abgerissen worden war. Im Kahn eines verdächtigen Schiffers fand man ein anderes Stück Kattun. Jeserich photographirte beide Stücke in starke Vergrößerung und konnte die Zusammengehörigkeit beider u. a. dadurch evident nachweisen, daß sich an beiden üb⸗ rigens zusammenpassenden Stücken an derselben Stelle des Gewebes ein markanter Webefehler zeigte.— Sozusagen seine eigene Visitenkarte hatte ein wildernder Gastwirt ab⸗ gegeben, als er aus Versehen statt eines Rehes ein junges Mädchen erschossen. Der in der Wunde gefundene Ge⸗ wehrpfropfen erwies sich in photographischer Vergrößerung als der Rest einer gerichtlichen Vorladung, auf der deut⸗ i Name des Mörders zu lesen war.
5 Wer ist der Schuldige? Eine Verhandlung vor dem Landgerichte Augsburg gewährte einen uner⸗ freulichen Einblick in das Sparsystem der baierischen Staatsbahnen. Auf der Station Oberhausen bei Augs⸗ bung war ein Schnellzug mit mehreren Güterwagen zu⸗ sammengestoßen; es hatte Verletzungen gegeben, doch war ein Menschenleben glücklicher Weise nicht zu beklagen. Der Stationsdiener war deshalb vor Gericht gestellt. Die
daß im Jahre 1895 die Oberhauser Bahnbediensteten dringend um Anstellung eines Wechselwärters baten, daß aber diese bis heute noch nicht erfolgt ist, weil„die nötigen Vorbedingungen“ nicht gegeben sind. Der Expeditor von Oberhausen erklärte die offizielle„Diensteinteilung,“ wonach nach acht Stunden Arbeit sechs bis acht Stunden Ruhe⸗ pause treffen sollen, einfach für illusorisch, weil in der fest⸗ gesetzten Zeit die Arbeit nicht zu bewältigen sei. Es sei begreiflich, wenn der Stationsdiener in Folge von Ueber⸗ anstrengung den Kopf verloren und hierdurch das Unglück verursacht habe. Hiernach hätte also nicht der Stations⸗ diener, sondern jene verantwortlichen Stellen auf die An⸗ klagebank gehört, denen die Ueberbürdung des Bahnper⸗ sonals zur Last fällt. Hoffentlich sind nunmehr die„nötigen Vorbedingungen“ für die Besserung gegeben.
— Blüthe des kaufmännischen Stils. Aus einem Zirkular des Berliner Versandthauses„Germania“, Unter den Linden 21:„Um im Ansstellungsjahr unsere Leistungsfähigkeit in den weitesten Kreisen bekannt zu, machen, haben wir einen Ausstellungshavelock... ko m⸗ ponirt...“ Wenn die Schneider anfangen Kleider zu„komponieren“, dann werden die Tondichter wohl zu einem deutschen Worte greifen und in Zukunft ihre Opern, Sonaten dc.„anfertigen“ müssen.
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 13. Mai. Die Reichstags⸗ Kommission zur Beratung des Gesetzes über die Errichtung von Handwerker-Kammern hält, da die Handwerker-Vorlage noch nicht eingegangen ist, Freitag eine Sitzung ab.
Hd. Berlin, 13. Mai. Die Fraktion der sozialistischen Partei beschloß in ihrer letzten Sitzung, die Partei bei dem nächsten internatio⸗ nalen Arbeiter-Kongreß in London durch die
Hd. Wien, 13. Mai. Baron Banffy trifft heute hier ein, um mit dem Grafen Goluchowsky wegen der Belgrader Fahnen-Affaire zu konferieren.
Hd. Rom, 13. Mai. Ras Mangascha hat die gefangenen Italiener noch nicht freigegeben. Er soll deren 150 haben. Das italienische Ope⸗ rationskorps bei Adigrat soll doppelt so stark sein, als das der Tigriner.
Hd. Paris, 13. Mai. Der Soir fordert die Pariser Bevölkerung auf, sich an den sozialistischen Kundgebungen zu Ehren Liebknechts nicht zu beteiligen.
Hd. Paris, 13. Mai. Petite Repu⸗ blique konstatiert, daß die Sozialisten bei den letzten Gemeindewahlen in Paris 166000 gegen 111000 Stimmen im Jahre 1893 erhalten haben.
Hd. Paris, 13. Mai. Das„Journal offi⸗ ziell“ veröffentlicht den Bericht der Spezial⸗Kom⸗ mission, welche mit der Prüfung des Kanal⸗ projektes zwischen dem Mittelmeer und Bordeaux beauftragt war. Der Bericht spricht sich gegen das Unternehmen aus.
Hd. Paris, 13. Mai. Offiziös wird die Blättermeldung von dem Diplomaten-Wechsel und namentlich die Ersetzung Herbettes durch den Seine⸗Präfekten Poubelle als verfrüht bezeichnet, da die Unterhandlungen in Berlin be⸗ züglich der Neubesetzung des dortigen Botschafter⸗ Postens noch fortdauern und die Ernennung nicht vor zwei bis drei Wochen zu erwarten ist.
Hd. Paris, 13. Mai. Der Figaro meldet den Tod des berühmten, italienischen National⸗ Oekonomen Enrico Cernuschi. Derselbe lebte seit
Hd. Nizza, 13. Mai. Die Prinzessin von
Wales sowie die Prinzessinnen Maud und Viktorig
sind gestern Abend nach London abgereist.
Hd. Algier, 13. Mai. Im ersten Regi⸗ ment der Fremdenlegion begingen zwei Unter⸗ offiziere infolge roher Behandlung seitens des Hauptmanns Selbstmor d. Die Blätter ver⸗ langen strengste Untersuchung der Angelegenheit.
Hd. Brüssel, 13. Mai. Die Ausstände in Vervier und Herstal dauern fort.
Kirchliche Wee Evangelische Gemeinde. Himmelfahrt, den 14. Mai. In der Stadtkirche. Vormittags halb 10 Uhr, Pfarrer Dr. Grein. In der Friedhofskapelle. E Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags halb 10 Uhr, Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags siehe Friedhofskapelle.
5 Sterbefälle. Am 11. Mai. Lina Deckmann, drei und einviertel Jahre alt, Tochter von Kutscher Heinrich Deck⸗ mann dahier, Grünbergerstr. 36. Die Beer⸗ digung findet Donnerstag, den 14. d. M., Nach⸗ mittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Am 12. Mai. Karl Schütz, zwei und dreiviertel Jahre alt, Sohn von Schneider Georg Schütz dahier, Asterweg 23. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. d. M., Nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause aus statt. 5
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗
Verhandlung ergab, daß
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur Kenntnis, daß das Freibad in der Lahn fertig gestellt und von jetzt ab an Wochentagen von Morgens 5 Uhr bis Abends 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von Morgens 5 Uhr bis Mittags 12 Uhr zur Benutzung geöffnet und daß Albert Weidtmann als Wärter in dem⸗ selben bestellt worden ist.
Wir erwarten, daß den Anordnungen des Wärters allenthalben nachgekommen wird und empfehlen im Uebrigen die Einrichtungen des Freibades dem Schutze seiner Besucher.
Gießen, den 13. Mai 1896. 5
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische Friedhof von jetzt ab bis zum 15. August d. J von Morgens 6 bis Abends 9 Ubr geöffnet bleibt, und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertel⸗ stunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden.
Gießen, den 11. Mai 1896 5
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
Bekanntmachung.
In der Gemarkung Hof Albach ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt und Gehöst- und Gemarkungssperre angeordnet worden.
Frassaamen⸗Submission.
Aus den Großh. Hess. Domanial⸗ waldungen soll der sämmtliche Grassaamen im Submissionswege unter den seither üblichen Bedingungen verkauft werden. Kauf⸗ liebhaber wollen ihre nach den einzelnen Ober- förstereien zu trennenden und für jede Ober⸗ försterei auf ein besonderes Blatt einzutragenden Offerten unter genauer Bezeichnung der Wald⸗ distrikte mit der Aufschrift:„Submissions⸗ Grassaamenverkauf“ bis längstens Montag, den 1. Juni l. J. bei dem Sekretariat des Großh. Ministeriums der Finanzen(Abteilung für Forst⸗ und Cameralverwaltung), woselbst die Eröffnung der Gebote an dem darauf folgenden Tage, Dienstag, den 2. Juni, Vormittags 11 Uhr, in Gegenwart der erschienenen Submittenten erfolgen wird, schrift⸗ lich einreichen. Die Submittenten erkennen die Submissionsbedingungen, welche auf Ver⸗ langen postfrei bezogen werden können, durch Einreichung ihrer Offerten als rechtsverbindlich an und sind dieselben 14 Tage an ihre Gebote gebunden Wegen Auskunftserteilung beliebe man sich an die betreffenden Oberförstereien zu wenden.
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