rat Forschner nicht daran denke, für den Reichstag oder den hessischen Landtag zu kandi⸗ dieren.— In einem Flugblatt empfiehlt sich der Landwirt und Geometer Michael Wolf zu Stadecken als Kandidat der deutsch⸗sozialen Re⸗ formpartei für die Reichstagswahl. Es hat also mit der früher mitgeteilten und später bestrittenen Kandidatur doch seine Richtigkeit.— Laut Anordnung des Großherzogl. Ministeriums müssen die Wählerlisten für die bevorstehende Landtagswahl vom 21. bis 23. September zur Einsicht der Wähler offen liegen. Die Zahl der Wähler hat gegen die letzte ahl um rund 1900 zugenommen und beträgt jetzt 10079. Vor 6 Jahren betrug ihre Zahl 8168, wovon nicht ganz die Hälfte abstimmten. Es entfielen damals auf den sozialdemokratischen Wahlmänner⸗ zettel 1285, auf den nationalliberalen 957 und auf den ultramontanen Zettel 829 Stimmen. Da nach dem hessischen Wahlgesetz die relative Mehrheit genügt, so war die Sozialdemokratie Sieger geblieben.
* Alzey, 10. September. Die Stadtver⸗ ordneten⸗Versammlung wählte gestern mit 10 von 14 Stimmen— drei Zettel waren unbe⸗ schrieben— Herrn Theodor Wolf zum Ersten Beigeordneten. Die städtische Verwaltung besteht nunmehr aus einem Katholiken(Bürger⸗ meister), einem Juden(1. Beigeordneter) und einem Protestanten(2. Beigeordneter).
Vermischtes.
— Andrees Nordpolexpeditions⸗Projekt. Oberingenieur Andree ist, wie bekannt, dieser Tage wieder an Bord der„Virgo“ in Gothenburg eingetroffen. Daß ungünstige Windverhältnisse die Abfahrt des Polarballons verhindert haben, schwächt selbstverständlich in keiner Weise das Interesse für diese Expedition, deren nach jeder Rich⸗ tung so vorzügliche Inswerksetzung sich bei den Vorberei⸗ tungsarbeiten auf Spitzbergen vollauf gezeigt hat. In Schweden bringt man denn auch Andree nach wie vor das größte Vertrauen entgegen; wie sich zeigt, sind die Männer, deren Opferwilligkeit das Zustandekommen des Andreeschen Luftballons zu danken ist, bereit, die Expedition auch fernerhin zu unterstützen, so daß die Ausführung für nächstes Jahr, was die finanzielle Seite betrifft, bereits jetzt als vollkommen gesichert zu betrachten ist. Soeben hat auch Dr. Nobel, einer der Hauptzeichner, an Andree gedrahtet, es sei selbstverständlich, daß er auch zur nächst⸗ jährigen Expedition beitrage. Die neuen Kosten, die er⸗ forderlich sind, berechnet Andree unter Voraussetzung, daß ein Fahrzeug des Staates die Expedition kostenfrei zur dänischen Insel bringt, auf etwa 45000 Kronen, wovon verschiedene Tausend für neue Schwefelsäure und Eisen zu den Wasserstoffapparaten erforderlich sind. Der Ballon stand vom 27. Juli bis 17. August 6 Uhr morgens
gefüllt. Man wollte ihn schon am 14. August einpacken, als man sich noch zu zweitägigem Warten entschloß. Die Ballonhalle ist zurückgelassen worden, alle losen Luken sind herausgenommen und das Haus gehörig versteift worden, damit es den Winterstürmen widerstehen kann. Das Gebäude kann mit Leichtigkeit in drei bis vier Tagen in Stand gesetzt werden. Die eine Hälfte des Wasserstoffapparates ist gleichfalls mit zurückgebracht worden. Alle Apparate haben ausgezeichnet gearbeitet und Alles ging nach Berechnung, ebenso verlief Aus⸗ packung, Füllung, Leerung und Einpackung des Ballons vorzüglich. Es fehlte nur südlicher Wind, aber der blieb hartnäckig aus oder war zu schwach. Es war mindestens vier Meter Windgeschwindigkeit nötig, um den Ballon mit einiger Schnelligkeit nordwärts zu treiben, aber die südlichen Winde, die sich hin und wieder einstellten, näherten sich der Windstille und dauerten manchmal nur einige Stunden. Die Expedition befand sich auf 79 Gr. 43 M. nördlicher Breite, und bis auf drei Grad nörd⸗ licher ist das Polargebiet bekannt. Der Ballon würde also 330 Kilometer gegen Nord zurücklegen müssen, ehe er in unbekanntes Gebiet käme, und unter den genannten Umständen würde die Auffahrt nichts weiter als eine einfache Luftballonreise mit einem anderen Kurs als nach dem Nordpol selbst gewesen sein, daneben hätte man noch riskieren können, Ballon und Instrumente zu verlieren, abgesehen von dem Verlust, der an der Ballonhalle ent⸗ steht, da bei der Auffahrt die eine Hälfte niedergestürzt wird und nicht mehr zu gebrauchen ist. Die in den Zeitungen erwähnten Undichtigkeiten im Ballon waren ohne jede Bedeutung und konnten mit größter Leichtigkeit beseitigt werden.
— Die Raubjagd auf Elfenbein. Den be⸗ deutendsten Ausfuhrartikel Afrikas bildet das Elfenbein, ja man kann wohl sagen, daß das Elfenbein es war, welches zuerst den Besitz afrikanischer Ländergebiete euro⸗ päischen Völkern wünschenswert erscheinen ließ. Allein aus Deutsch⸗Ostafrika wurden im Jahre 1893/94 13 923 Stück Elefantenzähne exportiert! Als Gewicht der jähr⸗ lichen Gesamtausfuhr werden 800 000 Kilogramm ange⸗ nommen, welche einen Wert von 16 Mill.“ repräsen⸗ tieren. Nimmt man als Durchschnittsgewicht eines Zahnes 10 Kilogramm an, so ergiebt sich, daß in Afrika jährlich 40 000 Elefanten getötet werden, unter denen sich leider auch ganz junge Tiere befindeu. Mag nun der Reichtum dieses Weltteils an Elefanten auch uoch so groß sein, so wird er doch einem solchen Vernichtungskampf nicht lange mehr widerstehen können. In der That sind diese Säuge⸗ tiere in fast allen Küstengebieten, sowie in dem größten Teil Südafrikas gänzlich ausgestorben, so daß die Kara⸗ wanen tief in das Innere dringen müssen, um des Elfen⸗ beins habhaft zu werden. Nur im Kamerunlande und im Gallalande werden zu gewissen Jahreszeiten noch in un⸗ mittelbarer Nähe der Küsten Elefanten erlegt. Unter diesen Umständen kann es leicht dahin kommen, daß schon unsere Enkel den afrikanischen Elefanten als ausgestorbenes Tier nur noch im zoologischen Museum zu Gesicht bekommen. Alle Gegenmaßregeln, wie Jagdverbote und dergleichen haben sich bisher als illusorisch erwiesen, und es wird nötig sein, dem Vorschlag des Grafen Pfeil nachzukommen,
welcher empfiehlt, die Elefanten in Afrika zu schonen und zu pflegen, so wie es in Indien bereits geschieht.
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 11. Sept. Im Sitzungssaale des neuen Reichstagsgebäudes fand gestern Abend die Begrüßungssitzung des deutschen An⸗ waltskages statt. Erschienen waren ca. 3000 Damen und Herren: Justizrat Levy hieß im Namen des Haupt⸗Ausschusses und des Vor⸗ standes des deutschen Anwalt⸗Vereins die Mit⸗ glieder herzlich willkommen, worauf Justizrat Deist aus Leipzig als Vorsitzender des deutschen Anwalt⸗Vereins den Ehrengästen und Vertretern der Behörden für ihr Erscheinen dankte. Justiz⸗ minister Dr. Schönstedt hieß im Namen der preußischen Justizverwaltung alle herzlich will⸗ kommen und sprach seine Genugthuung darüber aus, daß der deutsche Anwaltstand nach besten Kräften dazu beigetragen habe, das Werk des bürgerlichen Gesetzbuches zu gedeihlichem Ende zu führen. Doch es harrten noch andere große Aufgaben der Lösung und er hoffe, daß auch dazu der deutsche Anwaltstand bereit sein werde, selbst wenn es auch einmal gelte, dem Allgemein⸗Interesse das Standes⸗Interesse zum Opfer zu bringen. Die preußische Justizver⸗ waltung werde stets darauf bedacht sein, Rat⸗ schläge zu befolgen oder Notiz zu nehmen von den Wünschen der Anwälte, die praktische Er⸗ fahrungen mit theoretischem Wissen verbänden. Nachdem Bürgermeister Kirchner den Gruß namens der Stadt Berlin dargebracht, sprachen noch Vertreter der Wiener, Bruͤsseler und Pester Anwaltskammer.
Hd. Bu dapest, 11. September. Auf der Uuntergrundbahn geriet gestern Abend 11 uhr ein vollbesetzter Waggon infolge Kurzschlusses in Brand. Die Passagiere konnten sich nur mit größter Mühe mitten auf der Strecke durch Ab⸗ springen vom Wagen retten.
Hd. Brüssel, 11. Sept. Die Sunslater dite 0
erklärt, daß alle n den des Engländers Par⸗ minter auf Erfindung beruhen.
Hd. London, 11. September. Professor Röntgen wird demnächst in London erwartet, wo er einen achttägigen Aufenthalt nehmen wird. Derselbe ist von mehreren wissenschaftlichen Ge⸗ sellschaften eingeladen worden, welche ihm einen großartigen Empfang bereiten werden.
Hd. Paris, 11. September. Von den Opfern des Cyelons befinden sich allein in den Spitälern 18 schwer Verletzte,
von denen sich 7 in gefährlichem Zustande
Ortsstatut für die Stadt Gießen,
betreffend die Errichtung eines Arbeitsnachweises für die Provinzialhauptstadt Gießen.
betreffend die Städteordnung für das
durch Beschluß der Stadtverordneten-Ver⸗
sammlung vom 16 Juli 1896 nach Anhörung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. Juli 1896 unter Nr. M.⸗J.
weis
eingerichtet, für welchen folgende Bestimmungen maßgebend sind. 1
Auf Grund des Artikel 52 und 53 des Gesetzes, Großherzogtum Hessen vom 13. Juni 1874, wird
21937 für den Bezirk der Provinzialhauptstadt Gießen ein
Arbeitsnach
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern(Ar⸗ beitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen und zwar überall beiderlei Geschlechts) Arbeit
zu vermitteln.
8 2. Die Leitung und Verwaltung des Arbeitsnachweises ist einer städtischen Deputation
übertragen, welche besteht: 1) aus dem Bürgermeister oder dem von ihm als Vorsitzender,
2) aus acht von der Stadtverordneten⸗Versammlung gewählten Mitgliedern, von welchen je die Hälste Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sowie mindestens je drei Arbeitgeber und je drei Arbeitnehmer vorbehältlich der in dem nachfolgendem Satz enthaltenen Einschränkung Beisitzer des Gewerbegerichtes sein müssen. Gemäß Artitel 52 der Städteordnung müssen mindestens zwei Mitglieder Stadtverordnete sein; es ist daher, soweit zur Deckung dieser Mindestzahl erforderlich, die Wahl nicht auf die Beisitzer des Gewerbegerichtes beschränkt. Sämtliche Mitglieder der Deputation müssen nach Artikel 13 u. ff. der Städteordnung stimmberechtigte und wahlfähige Mitglieder der Stadtgemeinde sein.
Die Amtsdauer erlischt:
a) für diejenigen Mitglieder, welche Stadtverordnete sind, mit der nach der regel mäßigen Ergänzung der Stadtverordneten⸗Versammlung stattgehabten Einführung
der neu gewählten Mitglieder derselben,
bp) für die übrigen Mitglieder mit dem Ablauf der Zeit, auf welche die Beisitzer
Städt. Schlachthaus Freibank. Von heute bis Samstag
Ochsenfleisch,
nicht ladenrein, pro Pfund 50 Pfg. Die Freibank bleibt bis 10 Uhr Abends geöffnet.
meisterei.
Für einen in Zwangserziehung ste⸗ henden 15 jährigen Jungen wird eine Lehrstelle gesucht.
Nähere Auskunft erteilt das Armen⸗ amt, Zimmer Nr. 3 der Bürger⸗
Ein ausgelernter
Buchbinder
sucht Stelle auf sofort oder 1. Okt. Näheres 1029) Marburg, Weidenhäuserstr. 48.
und
dazu beauftragten Beigeordneten
Ein Kind
Bechthold, Gießen, Wolfstraße 21 I.
findet liebevolle Pflege. 1022
produzieren.
zu vermiten.
Eine einfach möbl. Stube
Neueuweg 43.
(1004
GeId
944) Freundlich möbliertes Zimmer zum 1. Oktober zu vermieten. Mäusburg 12, III. Stock.
Aunst⸗Anzeige.
Die weltberühmte
Familie Anie
ist in Giesten eingetroffen und wird sich am
Samstag, den 12. September
auf dem Brandplatz
i Die Vorstellung besteht in der a 0 1 höheren Gymnastik, Akrobatik, Tänze auf La . 1 1 er Wile a
dem englisch gespannten Tanzseil. Herr Rudolf Knie wird sich als Jongleur und Equilibrist auszeichnen.
befinden. Außer diesen sind noch 30 Verletzte und 2 Tote konstatiert. D war eine Windhose, die auf ei Punkte niederging. Das Sturn faßt ein kreisförmiges Territorin nur 100 Meter Durchmesser. Na männischem Urteil wurde der Stu einen starken Luftdruck hervor welcher, vom Ozean kommend, sice Norden fortsetzte. Der Golf von G gilt als Ausgangspunkt der Natur nung.
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 13. September, 15. nach Trinktatis. Gottesdienst.
In der Stadtkirche:
Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und Abendmahl für die Matthäusgemeinde. Anmeldung dazu wird bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten.
Nächstkünftigen Sonntag, den 20. September, findet
Beichte und hl. Abendmahl für die Markusgemeinde statt.
In der Johanneskirche:
Vormittags 7¾ Uhr; Pfarrer Dingeldey. Christen⸗ lehre für die Neukonfirmierten aus der Lulas⸗ gemeinde. 1
Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 11 Uhr. Kindergottesdienst für die Johannes⸗ gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann..
Nächstkünftigen Sonntag, den 20. September, wird eine Kollekte für die Kaiser⸗Wilhelm⸗Stiftung für deutsche
Invaliden erhoben werden. 1
Marktpreise. 9 Gießen, den 10. September. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,05— 1,10 Hühner⸗ eier per Stück 6—7, Enteneier—, Gänseeier——, Küse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 60— 70 Pfg., Hühner p. St. 90— 1,10, Hahnen 50— 70, Enten 1,60— 1,80, Gänse per Pfund 00—00, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 56 66, Schweinefl., gesalz. 70—72 Kalbfleisch 50—, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 4,50— 6,00, Zwiebeln per Zentner 3,50— 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg.
Sterbefãlle. 14
Am 8. September. Christian Müller, 24 J. alt, Hausbursche von Königsberg, Kreis Bieden⸗ kopf. Gestorben in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Ne. dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.
die folgenden Tage 1
J
des Gewerbegerichts gewählt waren. 3
Die Sitzungen der Deputation werden von dem Vorsitzenden nach Bedarf oder im Auf- trag von fünf Mitgliedern, jedoch mindestens alle drei Monate einberufen. Die Deputation ist beschlußfähig, wenn alle Mitglieder geladen und einschließlich des Vorsitzenden fünf Mit⸗ glieder und zwar wenigstens zwei Arbeitgeber und zwel Arbeitnehmer versammelt sind. Sind die Mitglieder zum zweiten Male zur Verhandlung über denselben Gegenstand einberufen aber dennoch nicht in genügender Zahl erschienen, so sind die Erschienenen über diesen Gegenstand unter allen Umständen beschlußfähig.
Die Beschlüsse der Deputation werden nach Stimmenmehrheit gefaßt; insoweit bei der Abstimmung Arbeitgeber und Arbeitnehmer in ungleicher Zahl anwesend sind, haben sich die überzähligen Mitglieder der stärkeren Seite und zwar zunächst die dem Lebensalter nach jüngeren der Abstimmung zu enthalten.
8 4
Alle Kosten für Errichtung und Unterhaltung des Arbeitsnachweises trägt die Stadt Gießen; die Arbeitsvermittlung selbst erfolgt unentgeltlich. 8 5. Die für den Arbeitsnachweis erforderlichen Beamten werden nach Anhörung der De putation auf Beschluß der Stadtverordneten ⸗Versammlung durch die Großh. Bürgermeisterei Gießen auf Widerruf angestellt und entlassen.
§ 6. Die Mitglieder der Deputation erhalten, soweit sie nicht zugleich Stadtverordnete sind, für jede Sitzung, welcher sie beiwohnen, eine Entschädigung von zwei Mark, und falls die Sitzung mehr als einen halben Arbeitstag in ch nimmt, eine solche von vier Mark.
Bei Streitigkeiten, welche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern über die Bedingungen der Fortsetzung oder Wiederaufnahme des Arbeitsverhältnisses entstehen und zu Ausständen oder Aussperrungen führen, stellt der Arbeitsnachweis seine Thätigkeit für die Beteiligten ein, sobald das dafür zuständige Gewerbegericht, oder im Falle der Unzuständigkeit des Letzteren die Deputation für den Arbeitsnachweis auch nur von einem der streitenden Teile als Einigungsamt angerufen wird. Soferne vor diesem Einiguugsamt weder eine Vereinbarung noch ein von beiden Teilen anerkannter Schiedsspruch zustande gekommen ist, beschließt die Deputation, ob der Arbeitsnachweis für die Beteiligten wieder aufgenommen oder bis zur Beilegung des Streites eingestellt bleiben soll.
8 8.
Die Geschäfte des Arbeitsnachweises werden nach einer Geschäftsordnung, die von der Stadtverorbneten-Versammlung nach Anhörung der Deputation erlassen wird, geführt.— Die Vertretung der Anstalt erfolgt durch den Vorsitzenden der Deputation.
5 9
1 8 8.9. Der Arbeitsnachweis tritt mit dem 1. November 1896 in Wirksamkeit. Gießen, den 5. September 1896.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
Gasthaus„Zum deutschen Io“ Vereinszimmer iu vergeben, Mittagstisch im Abonnement. g
sowie ——0—ĩ%ͤ— ß.. ˙. 0— 7j§⏑—— ̃——
auf erststellige Hypotheken besorgt 529 H. C. Werner, Eichgärten 10.
Neues Sauerkraut
und frisch eingemachte 5 Gurken 5 empfiehlt 5
Joh. Hankel, Gemüsehändler, Schloßgasse. in cand. rer. mach. erteilt gründlichen
Unterricht in Mathematik, Physik, Me⸗ chanik und den Elementen des Maschinenbaues. 1011
Näheres in der Exped. d. Ztg. Franz. Champagner
Marke
Foucher& Cie., Epernay,
— gegründet 1828.?ͤ Zollersparnishalber in Aar s auf Flaschen efüllt.
Depot bei: J. Bockenheimer, Frankfurt a. M.
Friedrichsdorfer
: Zwieback:
hier zu haben. 850 Steinstrasse 78 (Ecke Schottstraße).
Die Zwischenpausen werden von den Clowns Jams und Schulze ausgefüllt, Zum Beschluß:
Besteigung des hohen Turmseiles durch Herru Alexander und Rudolf Knie.
schuhen und mit einem Sack über den Kopf hinaufspazieren. Dem folgt Herr Alexander, bester Turm⸗Seilkünstler der Welt. Derselbe wird den großen Schuelllauf hinauf und herunter zur Aufführung bringen; dann wird sich derselbe frei auf dem hohen Seil auf dem Kopf stellen, es ist die schwierigste Produktion, die bis jetzt geleistet wurde
Besonders bervor⸗ Kunstschütze auf dem hohen Seil. Derselbe wird von
zuheben ist der schwankenden Standpunkt aus mit seiter nie 7 den Büͤchse kleine Ballons aus der Luft herunterschießen.— In jeder Vorstellung nes Programm. K 1771
Aufang an Wochentagen abends 8 Uhr, an Sonntagen nach 5 3 Uhr und abends /8 Uhr.„ J
Die umstehenden Zuschauer bezahlen 20 Pfg. und bei Be⸗ steigung des hohen Seiles 10 Pfg. Kinder 3 Pfg.
Da die Familie Knie schon 60 J ierher k i Beifall erung:
hat, so hofft sie auch dieses Mal auf 15 111 fach. Erber aged e
kamilie Kule. Jlexander Sl., rater.
3
Herr Rudolf wird den Parademarsch hinauf und herunter zur Aufführung bringen und mit e
Frtisinniger Verein.
General- Versammlung Montag, den 14. Sept., abends 9 Uhr in den oberen Lokalitäten der Restauration Feidel(Bavaria!
am Kanzleiberg. 15 Reichstagswahl. Landtagswahl. 5 Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um zaͤhliges Erscheinen Der Vorstand.
Tagesordnung:
ile
1217 Bohnen
e Ge m
10 Aölchnende
6 fachen igen, He
Aa
an i. e de Alf berchtig. dultam Erlach ct schwer durch ichen dez Berke dit ewa den a nisen wir m danberwoltungen begnügen.
10 un die uc demnächt a
dle wid!
Trotz alledem kungen, eine Vel wetlangen, die leit Aue kömmt. E chen der Kan eommerfahrka 2 ße Mehrheii
k nicht in der Aurderneh, Bork
ö Adern floh ist, Tf den Schiffenbe n, so kommt! aten zugute, d
0 Urmäßsgung zu fe
„Die Handels Alassung genonn erfrühzuges, Juseck aus fh babe dunn hen Bahnen
fü auf Grund
chürfnise Rech
Rächer Ort salgen anderen n Aeungssetig hide zu gen sachtung eines werbung in
Ig uweiterte —
Marja, 5 von Neitroman ö I
Ire Ersche winnen
ler deen
in den U m
Ang sie bz Au ante . Jumesan den alle 1 5 Hals ber ae dur Aiden am ein dali in jede


