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15 Gießen, 11. Mai.
platz, Schulstraße, Neuen Bäue, Gartenstraße,
2.
brucwolen Schleifen geschmückten Fahnen, und 5 Buben mit ihren Klassenfahnen, die lustig im Winde flatterten.
Gießen, Dienstag, den 12. Mai
1896.
Ausgabe
ische Landeszeikung,
Gießen.
RNedaktion: Kreuzplatz Nr. 4.
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen.
Expedition:
. 2 Kreuzplatz Nr. 4.
— 5 4*„ Lokales und Provinzielles. Gießen, 11. Mai. In der Philo- sophischen Falkultät unserer Hochschug
erden sich als Privatdozenten habilitfren: Dr. Knoblauch für Botanik, Dr. Franz Wag ner, Ritter von Kremsthal für Zoologie. Der alt b wird laut Anschlag am schwarzen Brett seine Probevorlesung Dienstag den 12. Mts. Nachmittags 6 Uhr halten.
* Gießen, 11. Mal. Gestern verstarb dahier der Universitätsdirektor Adolf Felchner. Wir hatten von dem Schlaganfall, welcher den Verstorbenen in der ver⸗ gangenen Woche betroffen, berichtet.
Gießen, 11. Mai. Am Samstag Vor⸗ mittag wurden zu Geschworenen für die 2. Euser des Schwurgerichts ausgeloost. Peter Euser 2⸗Bad⸗Nauheim, Heinrich Ferd. Wahl⸗ Angersbach, Gustav Wolf⸗Düdelsheim, Georg Schmidt, Echzell, Johannes Weiß 2⸗Liederbach, Moritz Watheis Ohly⸗Holzheim, Gustav Schmidt⸗ Gießen, August Reitz⸗Södel, Louis Kaufmann⸗ Gießen, Adolph Michel⸗Gießen, Friedrich Weid⸗ mann⸗Butzbuch, Heinrich Louis Aug. Väth⸗Bauern⸗ heim, Karl Adam Damm Friedberg, Philipp Kling 1Ober⸗Mörlen, Otto Schäfer⸗Rüdingen, Georg Schmall⸗Gießen, Emil Willems⸗Grünberg, Heinrich Dörr⸗Eifa, Ludwig Becker⸗Lollar, Wil⸗ helm Schurt⸗Rothenberg, Adolf Busch⸗Gießen, Joh. Heinrich Louis Philippi⸗Münzenberg, Herm. Wießler⸗Butzbach, Wilhelm Staub⸗Grindel, Jakob Balthaser Wetz⸗Holzheim, Konrod Bopf⸗Kirchgöns, Heinxich Schudt 3⸗Steinfurth, Karl Viehl⸗Rein⸗ rod bei Schotten, Peter Steinbach-Climbach, Hugo Schudt⸗Dorheim. Das Friedens- und
ugendfest verlief bei überaus reger Beteiligung der Bevölkerung vorzüglich. Am Morgen erkönte zur Einleitung der Feier ein Weckruf, ausgeführt bon einem Trompeterkorps. Die Stadt war rächtig mit Fahnen geschmückt. Gegen 1 Uhr gen unsere Schulkinder in hellen Scharen nach Oswaldsgarten, die Mädchen in hellen Gewändern it Laubgewinden im Haar. Gegen 2 Uhr setzte sich von hier aus der Festzug in Bewegung. n der Spitze marschierte das Trommlerkorps er Feuerwehr und die Kapelle des 27. Artillerie⸗ i i unter Leitung ihres usikdirektors Beul, dann folgte der Stadt⸗ borstand und der Schulvorstand. Der Vete⸗ ranen⸗ und der Krieger Verein mit ihren mit
un kamen die Mädchen, die kleinsten voran, die
Der Zug bewegte sich durch die Neustadt, die Marktstraße über den Markt⸗
Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die ᷑spaltige Petitzeile.
Grünbergerstraße nach dem Trieb. Im Garten des städtischen Gas⸗ und Wasserwerkes sandte die dort befindliche Fontaine dem Zug zu Ehren ihren nassen Strahl 25 Meter hoch in die Luft. Die Bürgersteige auf dem gauzen Weg, den der Zug passierte, waren von Meuschen besetzt. Auf dem Trieb hatte man am Rande des Waldes eine Tribüne errichtet. Hier machte der Zug Halt und nahm im weiten Halbkreis Auf⸗ stellung. Die vereinigten Gießener Männer⸗ gesangvereine unter Leitung Bauers eröffneten die Festlichkeit mit dem Lied:„Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ und weihevoll tönte der gewaltige Chor von der Kapelle des 27. Ar⸗ tiller-Regiments begleitet, über den Platz. Dann hielt Professor Stamm eine kurze Ansprache, welche er mit einem Hoch auf unsere deutschen Stämme, auf unsere Fürsten und das uns allen gemeinsame Vaterland abschloß. Hierauf wurde bon der Festversammlung„Deutschland, Deutsch⸗ and über Alles“ angestimmt, worauf die Sänger⸗ schaar„Das treue deutsche Herz“, von Otto, an⸗ stimmte. Mit Musik zog nun die Jugend, Stadt⸗ knabenschule, Realgymasium und Gymnasium in den Philosophenwald, die Stadtmädchenschule nach der Liebigshöhe und die Schülerinnen der höheren Mädchenschule nach dem Schützenhause, um unter Leitung der Lehrer und Lehrerinnen zu spielen. An den drei Plätzen war Konzert und besonders im Philosophenwald, wo uuscke Wirte unter dem grünen Bäumen ihre Zelte auf⸗ geschlagen hatte, herrschte bis gegen Abend ein wahrer Volkstrubel.
Gießen, 10. Mai. Samstag Nachmittag gegen 5 Uhr traf das Großherzogliche Paar per Extrazug von Lich kommend, zum Besuch des Bazars im Schüler'schen Garten, welcher zum Besten der Flickstunde arrangiert worden war, hier ein. Provinzialdirektor Freiherr von Gagern nebst Gemahlin waren zum Bahnhof gefahren, um ihre hohen Gäste dort zu empfangen. Im Schüler'scheu Garten herrschte den Nachmit⸗ tag über ein reges Treiben. Die Kapelle unseres Regiments konzertierte fleißig und spielte zeit⸗ weise zum Tanze auf. In aufgeschlagenen Zelten und Buden wurden Erfrischungen verkauft. Junge Bürgerstöchter machten im Kostüm von Tirolerinnen und in der Tracht der Hesstschen Bauern ꝛc. an den verschiedenen Ständen die Verkäuferinnen. Die Hofgesellschaft verließ mit dem Schnellzuge 5˙57 Uhr unsere Stadt. Der finanzielle Erfolg des Gartenfestes soll ein sehr guter sein. Es wurden über 400, allein für den Einritt eingenommen, wozu der Großherzog allerdings e 100 für sich und seine Gemahlin beigesteuert hat.
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* Gießen, 11. Mai. In vergangener Nacht
mußten fünf junge Burschen zur Straf⸗ anzeige notiert werden, weil sie am Seltersweg die frisch angestrichenen Häuser und Fenster mit ihren Stöcken bearbeiteten. Einer derselben wurde wegen Verweigerung seines Namens arretiert und ein andrrer erhielt von einem Fremden, den er anrempelte, die verdiente Tracht Prügel.
Gießen, 10. Mai. Seit Jahren läßt ein Mal wieder eine Nachtigall ihre melodische Weise bei uns ertönen. Das Tierchen erfreut die Passanten, welche an der Villa des Mojor v. Röder, in dessen Park der Vogel nistet, vor⸗ beigehen, durch fleißigen Gesang. Man hat vor Jahren im botanischen Garten vergeblich Nachti⸗ gallen einzugewöhnen gesucht und ist die frei⸗ willige Niederlassung des Pärchens mit doppelter Freude zu begrüßen, zumal die Vogelkenner be⸗ haupten, der Vogel sei ein ausgezeichneter Schläger. Wir empfehlen die bei uns sehr seltenen Gäste dem Schutze aller Einwohner unserer Stadt.
Gießen, 11. Mai. Die im Betrage von 1800 000 Mk. mit der Mitteldeutschen Kredit⸗ bank und der Frankfurter Kommandite der Deut⸗ schen Genossenschaftsbank abgeschlossene 3/ proz. Anleihe der Stadt Gießen wird durch die ge⸗ nannten Justitute am 12. Mai an der Frank⸗ furter Börse zur Einführung gebracht. Die An⸗ leihe ist eingeteilt in Abschnitte von 2000 Mark, 1000 Mark, 500 Mark, 200 Mark und 100 Mark und mit halbjährlich zahlbaren Koupons versehen, deren erster am 15. Mai 1897 fällig wird. Die Tilgung erfolgt am 15. Mai 1901 ab mit jähr⸗ lich 2 pCt. des Normalbetrags durch jährlich stattfindende Verloosung. Von genanntem Termin ab steht der Stadt Gießen das Recht zu, die Tilgung zu verstärken oder das ganze Anlehen nach mindestens dreimonatlicher Kündigung zu⸗ rückzuzahlen. Coupons und verlooste Obli⸗ gationen sind in Frankfurt a. M. zahlbar.
Bad Nauheim, 10. Mai. In der letzten Woche sind 734 Fremde angemeldet worden, gegen 501 Personen in der entsprechenden Woche des Vorjahres. Die Gesamt⸗Frequenz ist bis zum 7. Mai d. J. einschl. 1075, gegen 1149 bis zum selben Zeitpunkte des Vorjahres. Rechnet man die zwei Tage noch dazu, die wir gegen das Vorjahr noch zurückdatieren, so ergiebt sich gegen 1895 ein Vorsprung von über 100 Personen. Bis jetzt wurden 3978 Bäder abge⸗ geben.— Morgen findet das erste Künstlerkonzert, den Montag die erste Theatervorstellung statt. Da die Arbeiten an der Ostfassade des Kur⸗ hauses voraussichtlich bis Sonntag fertig werden, so wird das erste Nachmittags⸗Konzert des Kur⸗ Orchesters wohl am Sonntag auf der Terrasse stattfinden können.
Ein ungelöstes Rätsel. Von M. Behme. (Nachdruck verboten.) (Schluß.)
Zu aller Vorsicht untersuchte ich noch ein⸗ mal Fenster und Thür; alles war fest und sicher; ich sah mich im Zimmer um, nirgends eine Ecke, in der ein lauernder Böse— wicht hätte verborgen sein können. Niemand steckte hinter den schweren Falten der Garderobenvorhänge, niemand unter dem Bette. Ich sage„unter dem Bette“— eigentlich konnte davon keine Rede sein, denn die Bettstelle war bis fast auf den Fußboden mit einem Rahmen von braun lackiertem Holze um⸗ geben; jedenfalls hätte also kein Mensch darunter oder darunter hervor gelangen können, sagte ich mir, die Untersuchung hatte mir die ziemliche Ge⸗ wißheit verschafft, daß ich von keiner Seite etwas zu befürchten hätte— aber irgend ein geheimnis⸗ volles Etwas, eine Ahnung,— ich halte es für meinen Schutzengel— hielt mich davon zurück, den sehr einladend duftenden Grog zu trinken; ich rührte
ihn nicht an, sondern schickte mich an, zu Bette zu
Uhr, Ring, Petschaft legte ich in meiner
abe a Gewohnheit nach auf das Tischen neben dem Bette,
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meine Kleider auf den Stuhl, warf das Nachthemd
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Brunnen mit elskaltem Wasser. Gottlob war ich
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ber, das aus sehr feinem Material und mit ickerei verziert war, löschte das Licht aus und rang ins Bett. In demselben Augenblicke— ein eisiges Entsetzen durchrieselte mich— teilte sich die
scheinbare Matratze in der Mitte unter meinem
Gewicht, und ich stürzte hinunter in etwas, was eine große Tiefe schien, augenscheinlich ein
unverletzt und hatte meine volle Geistesgegenwart wieder. Ich war immer ein tüchtiger Schwimmer gewesen und fand es nach dem ersten Schrecken nicht schwierig, mich über Wasser zu halten. Der vermeintliche Brunnen war, wie ich bald fand, ein
Friedberg, 10. Mai. ö der In dustrieschulen ihres Bezirkes hat die
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Zu den Kosten
Generalversammlung des Mathildenstifts Fried⸗ 9
berg⸗Butzbach auch wie seither für das Jahr 1895 die Summe von 1600. verwilligt. Diese
Summe wird nach der Seelenzahl auf 51 Ge⸗
meinden verteilt.
Darmstadt, 10. Mai. Nach den vom Großh. Polizeiamt gemachten Erhebungen bezüg⸗ lich des Fremdenverkehrs in hiesiger Stadt logierten während des Jahres 1895 27157 Per⸗
sonen in Gasthäusern und 22915 Personen in 14
Herbergen und zwar mit 72 322 Logiertagen 1
überhaupt. Hiervon betrugen die Logiertage in Herbergen 36 449. Der Fremdenverkehr in 1895 beziffert sich sonach im Ganzen auf 50072 Per⸗ sonen mit 72 322 Logiertagen. Vor 3 Jahren (1893) betrug die Zahl der Logierfremden 42 543 Personen mit 58 365 Logiertagen und im Jahre 1893 28 870 Personen mit 48 248 Logiertagen.
Vom südlichen Odenwald, 10. Mai.
Die für die arme Bevölkerung unserer Gegend sehr wichtige Heidelbeerernte verspricht in diesem Jahre recht reich auszufallen, indem die Sträucher gut überwintert haben. Nur zu be⸗
dauern ist es, daß der Hauptanteil des aus
dieser Ernte erwachsenden Verdienstes nicht den armen Leuten, die sich darum geplagt, sondern den Händlern, zufließt. Bekanntlich werden die Heidelbeeren ihres großen hygienischen Wertes wegen besonders in den Seestädten zu hohen Preisen massenhaft angekauft, während die Händler den armen Leuten nur 3—4 c pro Schoppen
bezahlen; ja im vorigen Jahre wurden zuletzt Es würde sich daher
nur noch 2„ gegeben. empfehlen, wenn die Ortsbehörden und überhaupt mit den Armen wohlmeinende Leute wirkten, daß man allerorts gemeinsame Ver⸗
kaufsstellen errichtete und wegen eines be⸗ 0
stimmten regelmäßigen Absatzes jetzt schon mit den Abnehmern in den Seestädten u. a. O. in Unterhandlung trete.
Worms, 10. Mai.
Achtuhrschluß der Ladengeschäfte aus. Sämt⸗ liche Redner waren derselben Ansicht. Eine ge⸗ meinsame Versammlung der hiesigen kaufmänni⸗ sahn Korporationen soll dem Beschluß Nachdruck geben.
Vermischtes.
— Ein Konflikt ist zwischen der Direktion der 1
Hessischen Aktienbierbrauerei ihren Arbeitern ausgebrochen. würfnisses bezeichnen die Arbeiter den Braumeister Niesel.“
in Kassel und
Als dieser nun in einer der letzten Nächte furchtbar durch⸗ 0 5
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schräger Kanal, wie ein Tunnel gebaut, durch den starkem Gefälle ein Wasser floß, und instinktiv folgte ich dessen Laufe, bis ich nach einigen Minuten er⸗ schöpft, halb erstarrt und fast erstickt von den mephytischen Düften der unterirdischen Kloake in frische Luft kam, dicht an der Themsemündung. Der Nebel lag noch dick auf dem Flusse, aber nicht weit von mir hörte ich laute Stimmen und Gesang, offenbar auf einem Schiffe— es waren mehrere alte Schiffer in einer Barke, die den Geburtstag eines Kameraden feierten, wie ich nachher hörte. Das rettete mein Leben; dem Ton ihrer Stimme nachschwimmend, erreichte ich glücklich die Barke, und mein verzweiflungsvoller Hülfeschrei brachte die guten Leute schnell zu meinem Beistande herbei. Halb ohnmächtig wurde ich an Bord gebracht, in einen der dicken Friesröcke der Männer gehüllt und mit heißem Punsch und Rum behandelt, bis ich mich einigermaßen besser fühlte und in der Kajütte in einen tiefen wohlthätigen Schlaf sank. —— Am andern Morgen nahm ich einen der braven Leute mit mir und fuhr nach meinem Hotel in der ersten Droschke, die aufzutreiben war, und obgleich ich gerade nicht allzu wohlhabend war, händigte ich dem erfreuten Matrosen doch aus Dankbarkeit für meine Lebenspettung ein nettes Sümmchen ein, das ihn wünschen ließ, es gäbe bald wieder solchen Fisch aus der Themse zu ziehen. — Dann fuhr ich zum nächsten Polizeibüreau, wo der dienstthuende Polizei-Lieutenant meine Geschichte zuerst mit einem überlegenen, zweifelnden Lächeln anhörte, und mich fragte, ob ich am Abend vorher in lustiger Gesellschaft gewesen, und ob ich wohl ganz nüchtern nach Hause gegangen sei? Aber sein spöttischer Ton änderte sich doch, als ich das Nacht— hemd vorzeigte, das ich an dem gestrigen, schreck— lichen Abend angelegt, und das für meine Uhr und Kette, meinen Siegelring, meinen neuen schwarzen Anzug und etwa 200 Mark bares Geld, das ich
bei mir führte, eingetauscht hatte. Der Lieutenant besichtigte das Hemd genau— dann rief er einem seiner Leute zu:„Williams, bringen Sie doch mal die andern Nachthemden herein.“ Der Mann brachte sie und breitete sie vor mir aus— fünf im Ganzen; es waren genau dieselben nach Stoff und Stickerei wie das in meinem Besitz.„Jedes dieser Nachthemden“, sagte der Polizei-Lieutenant, „wurde am Körper eines in der Themse ertrunkenen Mannes gefunden— Sie, mein Herr, bringen als Lebendiger das sechste; und ich glaube“, fügte er hinzu,„hätten Sie das Glas Punsch getrunken, das Ihre Wirtin Ihnen so freundschaftlich anbot, Sie ständen auch nicht lebendig hier um die Ge— schichte zu erzählen.“
„Und Sie haben keine Anstrengung gemacht, das Haus und das Weib wiederzufinden?“ fragten wir, als der Erzähler schwieg.„Natürlich!“ sagte er.„Die Kriminalpolizei bot Alles auf um das Haus zu finden— vergeblich; ich konnte die Lage zu unvollkommen beschreiben, da der Nobel mir Alles verhüllt hatte. Ebenso verlängerte ich meinen Aufenthalt noch für einige Zeit und besuchte eifrig die Theater wie vorhin in der Hoffnung, die ge— heimnisvolle Mörderin anzutreffen und sie der Polizei zu überliefern— nie wieder kam sie mir zu Gesicht, sie selbst wie dies Erlebnis ist mir bis heute ein ungelöstes Rätsel.
—„Thue Geld in Deinen Beutel.“ Ueber die Eintrittspreise zu der Berliner Gewerbe⸗Ausstellung und den einzelnen Sehenswürdigkeiten in ihr giebt fol⸗ gende Uebersicht Auskunft. Gewerbe⸗Ausstellung im All⸗ gemeinen: 50 Pf.(an Elitetagen Mk. 1, Dauerkarten Mk. 15).— Fahrt auf der elektrischen Rundbahn 10 Pf. — Kaiserschiff„Bremen“ 50 Pf.— Alpenpanorama 50 Pf., mit Zahnrad⸗Bahnfahrt Mk. 1.— Marineschau⸗ spiele: für jede, alle zwei Stunden stattfindende Tages⸗ vorstellung Stehplatz 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf.
Loge: Mk. 1; Abends: 50 Pf., bezw. Mk. 1 und 1.50,
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bei großem, römischem Feuerwerk Mk. 1 bezw. Mk. 2 und 3.— Riesen⸗Fernrohr 50 Pf. in der Woche, Sonntags 30 Pf., in den Nachtstunden Mk. 1(Donnerstag allge⸗ mein Mk. 1), für Schüler, Studenten und Soldaten
30 Pf.— Fahrt auf der 478 Meter langen Stufen bahn 10 Pf.— Rundfahrt auf dem neuen See mit
dahin
1 i. Eine Versammlung hiesiger Kaufleute sprach sich gegen das Ver⸗ bot des Detailreisens, aber für den
Als Urheber des Zer⸗ 9 1
elektrischem Boot oder italienischer Gondel pro Person 1
30 Pf., Rundfahrt auf dem See und dem Karpfenteich
nebst Verbindungslokal 50 Pf.— Kolonial⸗Ausstellunn. g
80 Pf.(an zwei noch näher zu bestimmenden Elitetagen 1
— Alt⸗Berlin 25.— Theater Alt⸗Berlin: Orchesterlogen
Mk. 6, Proszeniumslogen Mk. 5, Parkett⸗Fauteil und
50 Pf.)— Kairo 50 Pf., bezw. 1 Mk. an 1 8 0 1
55 Rang Balkon Mk. 3, Parkett und 1. Rang Reihe 1 4—7 Mk. 2, Beim Vorverkauf dieser Billets in der
geschlossen. 1. Rang Reihe 8—12 Mk. 1,50, Parterre
Stadt ist der Eintrittspreis für„Alt⸗Berlin“ mit einge⸗ Mk. 1, 1. Rang Stehplatz 60 Pf.— Nordpol mit
elektrischer Schlittenfahrt 50 Pf.— Harzer Zahnrad⸗
bahn 10 Pf.— Im Vergnügungspark, zu welchem der Eintritt auch nur mit Ausstellnngsbillet, oder, wenn man von hier seinen Besuch antritt, gegen Lösung einer Karte zu 50 Pf., welchem der Eintritt auch nur mit Aus⸗ stellungsbillet, oder, wenn man von hier seinen Besuch
antritt, gegen Lösung einer Karte zu 50 Pf., welche
ebenfalls zum Ausstellungsbesuch berechtigt, möglich ist, werden folgende besondere Entrees erhoben: Theater Neu⸗Berlin auf vier verschiedenen Plätzen Mk. 0,50 1, 2
und 3.— Schippanowskys Welt⸗Musik⸗Palast Mk. 10 Pf.
— Arabisches Labyrinth mit dem Cafe du Serail 50.—
Hippodrom 20 Pf.— Lenkbares Luftschiff des Dr.
Wölfert 30 Pf., Kinder 15 Pf.— Amerikan⸗Theater 50 Pf. Entree, Reservirter Platz Mk. 1, Loge Mk 2. Hagenbecks Menagerie 20 Pf., Kinder 10 Pf., Hagenbecks Affenparabies 20 Pf., Kinder 10 Pf. Hagenbecks Eispanorama 50 Pf., Kinder 25 Pf. Auffahrt mit der elektrischen Turmbahn 30 Pf.—
Zwölf⸗Apostel⸗Uhr 30 Pf.— Fahrt auf der Wasserbahn b 10 Pf.— Das lebende Gemälde 20 Pf.— Der groß 1
Topf 10 Pf.— Phonograph 10 Pf.—
b esen-Fessel⸗ Ballon: Eintrit zum Ballonplatz 20 Pf.
eine Auf⸗
Für
fahrt Mk. 5.


