Ausgabe 
7.10.1896
 
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dem Abend angetrunken gewesen, er mußte aber wissen, was er that. 5

Der Wirt Chr. Düring von Rainrod deponiert, daß Angeklagter am fraglichen Abend erst Cognak und dann kurz hintereinander vier Glas Bier getrunken. Nachdem derselbe von seinen Genossen aus der Wirtschaft entfernt, fand ihn der Zeuge im Hausflur mit dem Gesicht nach unten liegen. Der Zeuge will den Daliegenden aufgehoben und gesehen haben, daß er im Gesicht blutete. Ob im Hofe

geklagte hätte fallen können.

wundet worden sei.

stange geholt hätte.(Schluß

Nummer.)

von Rainrod bekundet außerdem, der n wenige Tage nach dem Vorfall in der Düringschen Wirt⸗ schaft ihm erzählt habe, daß er hierbei im Gesicht ver⸗ Mangold habe mit keinem Wort angedeutet, daß er die Verletzung sich an einer Wagen⸗

auf der Straße haben stehen sehen, über welche der An⸗

Der Zeuge Heinrich Noll daß der Angeklagte

des Berichts in nächster

oder auf der Straße an dem Abend ein Wagen gestanden, über den Mangold hätte fallen können, weiß der Zeuge nicht, später hat der Zeuge von der Aussage des Angeklagten vor den Schöffen gehört, er hat dies um so weniger ge⸗ glaubt, als der Nachtwächter geäußert, er sei am 13. Ok⸗ tober dem Mangold nachgegangen, als er seine Wirtschaft verlassen. Zeuge bekundete weiter, daß der Angeklagte an dem betreffenden Abend angetrunken gewesen sei, denn er sei schon nicht nüchtern in die Wirtschaft gekommen. Mehrere Zeugen bekundeten die Vorfälle in der Düringschen Wirtschaft und haben den Angeklagten, nach⸗ dem er hinausgeflogen, im Hausflur mit dem Gesicht nach unten liegend, im Gesicht blutend gesehen. Angetrunken zwar war der Angeklagte, aber seiner Sinne mächtig. Einen Wagen will keiner der Zeugen weder im Hofe noch

Hd. Berlin, 6. Okt. berichtet, kam es in

einandersetzungen

Hd. Portsmuth,

Sturzwelle über

Neueste Telegramme.

Wie dieNat. Ztg.

der Schlußsitzung des nationalliberalen Parteitages zu heftigen Aus⸗ zwischen Paasche und dem Chef-Redakteur Koebner von derNat. Ztg., wobei letzterer Pasche angriff.

dem Abgeordneten

6. Okt. Während

der Rückkehr der Kriegsschiffe wurden bei heftigem Sturm vier Matrosen von einer Bord geworfen.

Drei

Privattelegramme derHessischen Landesztg. r. Paris, 6. Oktober. Die Ankunft des Zarenpaares erfolgte programm⸗ gemäß um 10 Uhr vormittags. Präsident Faure entstieg zuerst dem Präsidentenzug, welchen das Zarenpaar ab Versailles benutzt hatte. Kolossale Menschenmengen bewegen sich in den Straßen. Das Zarenpaar be⸗ stieg den Wagen und fuhr die vorgeschriebe⸗ nen Wege zur russischen Botschaft.

Marktpreise.

Gießen, den 6. Oktober. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,20 1,25, Hühner⸗ eier per Stück 6 7, Enteneier, Gänseeier, Käse 57, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 5060 Pfg., Hühner p. St. 90 1,00, Hahnen 5080, Enten 1,60 2,00, Gänse per Pfund

wurden gerettet, einer ertrank.

46 55, Ochsenfleisch 70 74, Kuh- und Rindfleisch 64

bis 68, Schweine fl. 5666, Schweinesl., gesalz. 707

Kalbfleisch 50, Hammelfleisch 60-70, Kartoffeln per 100 Kilo 5,006,00, Zwiebeln per Zentner 4,005,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Zwetschen 6, 7,00 p. Ztr.

Sterbefälle.

Am 4. Oktober. Marie Kranz, 18 Jahre alt, ledig, von Friedberg in Hessen. Starb in der neuen Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht.

Am 4. Oktober. Walter Karl Philipp Friedrich Johann Schäffer, 7 Manale alt, Sohn von Kalkulator an der Oberhessischen Eisenbahn Karl Schäffer dahier, Steinstraße 13. Die Beerdigung findet Donnerstag, 6. Oktober, Nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause aus

statt.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.

Bekanntmachung,

die Reichstagswahl betreffend. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Liste der bei der Reichstagswahl Stimmberechtigten von Donnerstag, S. Oktober bis Donnerstag, 15. Oktober d. J., beide Tage einschließlich(auch Sonntag, 11. Oktober) vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr auf dem Bürgermeisterei⸗ Bureau Zimmer Nr. 15 zu Jedermanns Einsicht ausgelegt ist und daß Einsprachen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste innerhalb acht Tagen nach Beginn der Offenlegung bei Vermeidung des Ausschlusses damit bei uns vorzubringen sind. Gießen, den 5. Oktober 1896. 0 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.

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Gießen, J. Auf dem heutige Ochse von Stauft

1) Erdarbeit und Maurerarbeit(Erdaushub rd. 385 ebm, Bruchsteinmauerwerk rd. 94 ebm, Backsteinmauerwerkerd 80 cbm, Fach⸗ werksausmauerungen rd. 172 ebm),

2) Steinhauerarbeit(Basaltlava rd. 4, cbm),

3) Zimmerarbeit(Kiefernholz rd. 27 cbm, Tannenholz rd. 14 ebm, Lachverschalung rd. 79 qm, einseitig gehobelte Wandver schalung rd. 52 qm, eine einfache Treppe),

40 Dachdeckerarbeit(Ziegeldach rd. 240 adm, Holzeementdach rd. 75 qm),

5) Spenglerarbeit, 6) Schreinerarbeit, 7) Gla- serarbeit, 8) Schlosserarbeit, 9) Weiß⸗ binderarbeit, 10) Eisenlieferung(rd. 3200 kg Walzeisen), 11) Kanalisationsarbeit,

12) Wasserinstallationsarbeit

sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschrei⸗

bung, losweise nach vorstehenden Positionen

vergeben werden.

ie Arbeiten in den pos. 1, 2 und 11 können auch in einem Los vergeben werden.

Die Angebotsunterlagen sind im Amtslokal unterzeichneter Baubehörde, Goethestraße 52, aufgelegt und können Angebotsformulare da⸗ selbst bezogen werden Bezüglich der Be⸗ dingungen für die Bewerbung um diese Arbeiten und ihre Ausführung wird auf den Ministerial⸗ erlaß vom 16. Juni 1893 verwiesen.

Die Angebote sind bis Moutag, den 12. Oktober 1896, nachmittags 5 Uhr, dem Eröffnungstermin, einzureichen.

Zuschlagsfrist: 14 Tage.

Gießen, den 1. Oktober 1896.

Großherzogliche Baubehörde für die Universitäts⸗Neubauten zu Gießen. Reuting.

2) circa 50 fm Fichten-Stämmen von 25 em Durchm. aufwärts, 3) eirca 40 fm Kiefern-Grubenholz von 12 bis 20 em Durchm., 4) circa 50 km Fichten⸗Stämmen von 10 em Durchm. aufwärts soll im Submissionswege vergeben werden. Kaufliebhaber wollen ihre verschlossenen An⸗ gebote pro Festmeter bis zum 27. d. M., nachmittags 2 Uhr, auf unterzeichneter Stelle mit der Aufschrift:Angebot für Holz im Submissionswege, jedoch jede Sorte für sich, einreichen. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Büttel dahier. Grünberg, den 2. Oktober 1896. Großh. Bürgermeisterei Grünberg Zimmer

Städt. Schlachthaus Freibank.

Heute und morgen

Ochsenfleisch,

nicht ladenrein, pro Pfund 50 Pfg.

Schweinefleisch

nicht ladenrein, pro Pfund 45 Pfg. . rischen Schellfisch, 18 Pfg. pro Pfund, 1137 im Rebstock.

Verdingung.

Die Arbeiten und Lieferungen für die Erbauung eines Bahnmeistermagazins, Her⸗ stellung einer Reinigungsgrube mit Entwässe⸗ rungsansage, Erweiterung der Güterabfertigung, Versetzen und Unterkellern eines Magazin⸗ gebäudes auf Bahnhof Friedberg sowie Er⸗ bauung eines Güterschuppens auf Haltestelle Groß⸗Linden sollen zusammen oder geteilt vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen können gegen post⸗ und bestellgeldfreie Einsendung von zu⸗ sammen 5 Mark(1 Mark für jede Bauaus⸗ führung) durch uns bezogen, bezw. in unserem Amtsgebäude, Poststraße 6, Zimmer 26, ein gesehen werden.

Die Eröffnung der mit entsprechender Auf schrift versebenen, geschlossen und gebührenfrei an uns einzureichenden Angebote erfolgt

Samstag, den 10. Oktober d. J.,

vormittags 11 Uhr.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Frankfurt a. M., den 29. September 1896.

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