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Kaution gestellt, welche bestehen blieb, als er ins Amt tra“, Der Angeklagte erklärt weiter, daß er verpflichtet gewesen sei, eine gemeinsame Kasse zu führen für alle die verschiedenen Fonds. Er mußte alle Einnahmen und Ausgaben in ein Tagebuch eintragen, und zwar sofort, wenn, sie ge⸗ leistet wurden. Für die einzelnen Fonds führte der An⸗ geklagte Hilfstagebücher. Ausgaben sollen dann unter einander der Reihe nach in das Tagebuch eingetragen werden, um in der Weise als Kontrolle zu dienen. sei seit 1886 nicht revidiert, er habe von seinem Vater die Kasse übernommen. kammer eine Revision vorgenommen.
Einnahmen und
Fehlbeträge, und
erkannte das Fehlen der Summe an. Fehlbetrag zur Kasse ein. Summe hingekommen, wurde nicht gemacht. wo der Angeklagte diese 8000„ hergenommen, ver⸗ weigert er die Aussage. die Anklage behauptet, der Angeklagte hätte diesen Betrag
ohne den Willen
verwalteten Sparkasse herausgenommen.
giebt weiter zu,
3000, aus der Kasse wieder herausgenommen habe. Er habe sich aber dazu berechtigt gehalten, weil es ja sein zur Kasse gegebenes Geld gewesen,
genommen. Der
klagten die Liste derjenigen Personen durch, von denen er
für Rechnung der keine Buchungen, vorhanden sind.
die Sachlage zu.
pfangen zu haben. hatte im vergangenen Jahre eine alte 4% ige Schuld der Stadt Vilbel in eine 31/% ige Schuld umgewandelt. Angeklagte ist in seiner Eigenschaft als Rechner der Ge⸗ meinde beim Umtausch der Papiere thätig gewesen und waren ihm außer einem Betrag von 30 000 4 20 000
neue Papiere ausgehändigt.
gekommen wäre,
Die Gesamtsumme der Monats⸗
Rausch erklärt, die Kasse e nur möglich sein, 1895 habe die Oberrechnungs⸗ Es ergaben sich Der Angeklagte Er schoß den Eine Feststellung, wo diese Darüber,
zwar ca. 8000.
sicher verwahrt. Der Vorsitzende konstatiert, daß wenn seines Vaters aus einer von demselben] Rausch jedoch, Der Angeklagte
daß er einige Zeit nach der Revision
welches er zurück⸗ Vorsitzende geht nun mit dem Ange⸗
Gemeinde ꝛc. Geld erhoben und worüber wohl aber Quittungen des Angeklagten Der Angeklagte giebt im großen Ganzen Nur einzelne Posten bestreitet er em⸗ Bankier Jakob Grünewald⸗Gießen
zu haben.
habe, bestreitet
Der
Hierüber hat der Angeklagte
keine Buchungen vorgenommen Saldo aus diesem Geschäft,
Rausch erklärt allerdings, hause Grünewald sei ganz Privatsache gewesen. den Umtausch besorgt, denn ihm sei auch vom Ban pro Hundert dafür bewilli betrag in der Feldbereinigun Angeklagte keine A
Summe nur Jemand als
ihm einige Quittungen Gestohlen könne der der Angeklagte, er habe
die erste Kass Zeiten seines Vaters bestanden hat. diese Behauptung nicht aufstellen zu können. Dem Angeklagten kann nicht nachgewiesen werden, daß er in seinem Haushalt opulent gelebt hat. wenn er in Frankfurt in lüderlicher Gesellschaft verkehrt zu haben. aber zu, mit einer Frau Atzert in seinem eigenen Hause ein unerlaubtes Verhältnis gehabt zu haben, doch will er dieser höchstens Beträge von je 5 K geschenkt haben. Ferner bestreitet der Angeklagte an der Börse spekuliert Auch die Annahme, daß Rausch einen größeren „ den er als Jagdpacht vom Baron von Holzhausen in Frankfurt erhoben, dort etwa verloren Angeklagte 12. November am Tage als der Bürgermeister den Fehl⸗ betrag entdeckte, versucht zu haben, fich zu erschießen. Er habe dies gethan, weil man ihn darauf angewiesen, er dürfe nur in Anwesenheit eines Gemeinderatsmitgliedes Einnahmen und Ausgaben machen, darüber habe er sich geärgert und da habe er den Entschluß zum Selbstmord
Betrag ca. 6500
dieser.
habe er dies privatim gemacht, kier eine Vergütung von 20„
Auskunft geben zu können. daß die Buchung vergessen und diese Abschlagszahlung erhalten hat. Die Kontrolle über die Zahlungen geschah durch die er⸗ teilten Quittungen und es sei sehr leicht möglich, daß entwendet oder fortgekommen seien. Betrag nicht sein, denn, so meint die Kasse im eisernen Schrank Der Angeklagte läßt durchblicken, als endifferenz von 8000/ schon zu Auf Befragen erklärt
Der
n; er gesteht aber zu, einen der dem Bankhaus zu gute in die Gemeindekasse eingelegt zu haben. das Geschäft mit dem Bank⸗
gt worden. g von 4000 erklärt der
gewesen sei,
gefaßt.
Soweit er
Es wird auf Veranlassung des Staatsanwalts konstatiert, daß der Angeklagte eine ihm gemachte Zahlung
von 4000/ unterlassen habe als Eingang Hierauf folgt um 11 Uhr die Frühstückspause. (Fortsetzung folgt.)
zu buchen.
Ueber einen Fehl⸗
Es kann Morgens: 9 Uhr.
Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 3. Oktober 1896. Vorabend: 5.30 Uhr.
Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 6.45.
deutscher einer Sitzung Entwurf des
Er bestreitet, leichtsinnig oder Er giebt 0 bürgerliche
zungsvorschläge rung
erklärt, am dem auswärtigen
zusammen.
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 1. Oktober. Der Aus, schuß des Zentral Verbandes Industrieller trat gestern zu Ueber den Handelsgesetzbuches refe⸗ rierte General⸗Konsul Russel. In einem einstimmig angenommenen Antrage be⸗ zeichnete der Ausschuß den Entwurf des Handelsgesetzbuchs als eine durch das Gesetzbuch notwendig ge⸗ wordene wohlgelungene Arbeit, die ein⸗ gegangenen Abänderu sollen
——
—.—
am Sonntag, d
sein Programm entw Wir laden hierzu alle Wähler Gießen, 30. September 1896.
eichs
ungs⸗ und Ergän⸗ der Reichs⸗Regie⸗ zur Berücksichtigung überwiesen werden, General⸗Sekretär Bueck erstattete sodann den Geschäftsbericht. Er sprach Amt für das der In⸗ dustrie bewiesene Entgegenkommen seinen Dank aus. Auch in der russischen Grenz⸗ frage hatte das auswärtige Amt seine Bereitwilligkeit zur Vermittelung erklärt. Die Vorteile aus dem Handelsvertrage
r
mit Rußland seien zu bedeutend, um einen Zollkrieg als empfehlenswert er⸗ achten zu können. Zum Schluß wurde noch über die Handwerkerfrage und das Handelskammergesetz referiert.
Hd. Paris, 1. Okt. Gestern sind die ersten franco-russischen Fahnen an den öffent⸗ lichen Gebäuden zum Vorschein gekommen. Dem „Matin“ zufolge wird das große Feuerwerk, welches zu Ehren des Zarenbesuches vom Eiffel⸗ turm, von der Jeng⸗Brücke und von den Ufern der Seine abgebrannt werden wird, alles bisher dagewesene übersteigen. Hd. Bukarest, 1. Olt. Der Bufarester Korrespondent der„Neuen Freien Presse“ hatte mit einer hohen rumänischen Persönlichkeit eine Unterredung über die Bedeutung des Besuchs Kaiser Franz Josephs. Dieselbe betont, daß der Besuch als ein hochbedeutendes Ereignis für Rumänien anzusehen sei. Derselbe bilde vor Allem die größt denkbarste.
Marktpreise.
Gießen, den 1. Oktober. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,20— 1,25, Hühner⸗ eier 2 Stück 12— 15, Enteneier—, Gänseeier——, Käse 5-7, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 60— 70 Pfg., Hühner p. St. 90—1,00, Hahnen 50— 70, Enten 1,50— 1,70, Gänse per Pfund 48 54, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 56—66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 4,00 6,00, Zwiebeln per Zentner 4,00— 5,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Zwetschen 6,.— 7.00 p. Ztr.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in
sagswahl.
Gießen.
Allgemeine Wähler versammlung
e
Danksagung.
Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem uns 80 schwer betroffenen Verluste unseres lieben unvergesslichen Kindes, für die zahlreichen Blumenspenden, insbesondere seinen Lehrern und Mit- Schülerinnen für die bewiesenen Zeichen der Liebe sagen wir hiermit unsern innigsten Dank. Jean Arnald nebst Frau
und Kinder.
1114
deschäfts-UVerlegung.
Meiner werten Kundschaft zur gefl. Nachricht, daß ich meine Wohnung und mein Geschäft nach
verlegt habe. Judem mir das selbe
Gießen, Asterweg 23,
1
1005
ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte
auch für die Zukunft bewahren zu wollen. Achtungs voll
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