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Nr. 27
Gießen, Sonnabend, den 1. Februar
1896.
Ausgabe Gießen.
Hessische Landeszeikung,
68
Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen.
Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die zspaltige Petitzeile.
Expedition:
8 21 Kreuzplatz Nr. 4.
E onnementsbestelüngen
auf die
„Hessische Landeszeitung“
nehmen unsere sämmtlichen Träger sewie die Expedition Kreuzplatz 4 zu jeder Zeit entgegen.
Kein anderes hiesiges oder auswärti— ges Blatt bietet annähernd die Vor— teile der„Hessischen Landeszeitung“, die der Einwohnerschaft von Gießen und Nachbarorten in
zwei Ausgaben an jedem Werktag ausgehändigt wird.
Preis nur 60 Pig. monatlich
einschließlich Trägerlohn.
Aberglaube und Aberwitz
treiben noch immer, trotz aller schwungvollen Phrasen von Aufklärung und neunzehntem Jahr— hundert, ihre wunderlichen Blüten im deutschen Volkstum. Wir kennen hochgebildete Damen, die mit spöttischem Lächeln die erste Kunde von der epochemachenden Entdeckung der Röntgenschen KE⸗Strahlen begrüßten, aber mit andachtsvoller Scheu eine Stunde später die schmierige Zigeuner— frau empfingen, die ihnen für schweres Geld aus den Linien der Hand die nächste Zukunft prophe— zeihte. Ein feister Weinreisender, mit dem wir abends im Wirtshaus zusammensaßen, bewies uns in fünf Minuten klipp und klar, daß die Existenz eines allwissenden Gottes eitel Humbug sei; aber derselbe hochweise Herr trug ein Amulett aus Hundszähnen um den Hals, das ihm, wie er gläubig versicherte, ein immerwährendes Glück im Geschäft verbürgte und überdies die unheim⸗ liche Kraft besaß, auf Reisen gegen Zugent⸗ gleisungen zu schützen. Wir könnten der Beispiele noch viele anführen; aber der Leser wird aus eigener Erfahrung wissen, wie übel es gerade nach dieser Richtung um unsere vielgerühmte moderne Kultur bestellt ist. Da zucken ganz verständige Leute, die manchmal sogar auf Uni⸗ versitäten studiert haben, mitleidig die Achseln über Falbs Wetterberichte, die doch die Ergebnisse ernster Forschungen und scharfer Beobachtung sind; aber mit kräftiger Lunge und unermüdlichem Lob preisen sie die absulute Zuverlässigkeit des hundertjährigen Kalenders, dessen vernunft⸗ widriger Unsinn schon 15 5 von der Wissenschaft schlagend widerlegt wurde. Der Glaube an Geister und Gespenster nimmt, dank den Extra⸗ vaganzen des Spiritismus, täglich zu; geschickte Gaukler predigen das Evangelium der vierten
Ein Nosenstrauß. Aus dem Leben einer Künstlerin. Von Zoés von Reuß. (Fortsetzung.)
Ich konnte nicht umhin, mich ängstlich umzu— blicken, denn die schrägen, goldfunkelnden Sonnen— lichter auf dem Moosboden verkündeten allerdings die vorgerückte Tageszeit.
„Halt— ein Gedanke! Der Hirtenjunge auf der Waldwiese, kaum hundert Schritte von hier, ihn werde ich hinabsenden. Wird es Ihnen möglich sein, bis nach der Waldwiese zu gehen?“ frug er. Ich erhob mich, um zu versuchen Aber die geftige Verstauchung des Fußgelenkes machte jede Bewegung unmöglich, verzweifelnd lehnte ich mich an den Baumstamm. Da, ein Moment, und ich saß auf seinem Arm. Ich wußte nicht, ob ich zürnen oder ihm danken sollte. Er würde auch chwerlich auf einen Einwand gehört haben. Rüstig schritt er mit seiner Last aus, stumm, wie um mich nicht anzustrengen, durch Gegenrede. In zehn Minuten war die Waldwiese erreicht.
„Lauf ins Thal und hole ein paar Leute, mit iner Tragbahre herauf,“ herrschte Doktor Hertel en Hirtenjungen an, der lang und faul im Grase ag.„Willst Du gleich?“ wiederholte er, als sich sieser nicht von der Stelle rührte, indem er mich auft von seinem Arme ins Gras niedergleiten ließ.
„Du kannst Dir morgen ein Markstück bei mir solen, Bockchristel,“ unterstützte ich den Befehl an sen Knaben, in dem ich den kleinen Gemeindehirten on„Heuduft“ erkannte.
Aber Bockchristel rührte sich nicht. Da trat Doktor Hertel in das Gebüsch, schnitt einen derben
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Dimension und vollführen mit gut dressierten Medien haarsträubende Experimente, Zeichen und Wunder geschehen auf Kosten der Dummen, die niemals alle werden, und nur die einfachsten und natürlichsten Dinge begreift man immer weniger. Die Welt will eben betrogen sein, und so wird sie betrogen. Ein unwissender Schäfer, der aus den Haaren seiner Patienten alberne Schlüsse auf ihre Gebrechen und inneren Krank— heiten zieht, findet reißenden Zuspruch und trägt das Geld scheffelweise zum Bankier; Polizei und Gerichte erweisen sich machtlos gegen solchen Unfug; allenthalben schießt die Kurpfuscherei, der schnödeste Schwindel mit Pillen, Salben und zweifelhaften Mixturen üppig ins Kraut, und die Aerzte verhungern. Wie lange wird's dauern, so werden wir fröhlich, wie im gesegneten Mittel— alter, Hexen verbrennen und Teufel beschwören; und trotz allen Fortschritts der Chemie und Elektrizität wird eines Tags, um die Wende des Jahrhunderts, der neue Kagliostro daherkommen, der endlich, endlich den Stein der Weisen entdeckt und das Rezept des Goldmachens glücklich ertüftelt hat. Hoffentlich erleben wir ihn noch, den großen Chirom anten und Alchymisten. Wir werden mit unseren Lesern dann über das dankbare Thema weiter plaudern. Für heute sei's mit dieser kurzen Philippika genug!
Lokales und Provinzielles.
* Gießen, 30. Januar.(Stadtverord— netensitzung.) Um 3½ Uhr nachmittags er— öffnete Oberbürgermeister Gnauth die Sitzung und teilt der Versammlung mit, daß auf Grund eines früheren Beschlusses der Stadtverordneten die freihändige Veräußerung des Eichenstamm— holzes pro 1896/97(739,8 Festmester), ein An⸗ gebot von Mark 14 796,20 gegen den Tarif Mk. 4916,10 mehr ergeben habe, so daß sich ein Plus von über 30 Prozent des Tarifs gegen 23 ¼ Prozent im letzten Budget ergebe, ein gewiß günstiges Resultat. Die Versammlung fand hierbei nichts zu erinnern.— Der Oberbürger— meister erstattete darauf Bericht auf Grund des jedem Stadtverordneten ausgehändigten Verwal- tungsberichts der Stadt Gießen für das Jahr 1894/95. Die Gesamteinnahme der Betriebsrech—⸗ nung beträgt Mark 10144 121,42 gegen den Vor⸗ anschlag von Mk. 10 110 875,70 mithin ein Plus von Mark 33 245,72. Dem stehen Ausgaben gegenüber in Höhe von Mk. 960 004,68 während der Voranschlag 1010 875,7) hierfür aussetzte, so daß weniger verausgabt wurden Mk. 50 971,02. Die Vermögensrechnung beträgt in Einnahme Mk. 1 074 410,53, gegen den Voranschlag von Mk. 1001 489,76, mithin sind mehr eingenommen Mark 72 920,77, dem eine Ausgabe von Mark. 968 396,51 gegenübersteht; laut Voranschlag sollte diese Ausgabe sich belaufen auf Mk. 1001 489,76, mithin sind weniger ausgegeben Mark 33 093,25.
211853195,(Voranschlag Mk 20 12365 46, die beiden Ausgaben aus beiden Rechnungen zusammen Mark 19 28401,19(Voranschlag 20 12365,46). Es bleibt also ein Ueberschuß von Mk. 190 130,76. Auf die einzelnen Positionen der Verwaltungs⸗ rechenschaft kommen wir noch zurück. Thatsache ist, daß der Steuerkoöéffizient pro 96/7 nicht erhöht zu werden braucht. Eine Debatte über den Verwaltungsbericht darf vorerst nach der Stadtordnung nicht stattfinden. Es wurde die Finanz⸗Kommission ersucht, eine Spezialprüfung der Rechnung vorzunehmen, und als Vorsitzender hierfür Stadtverordneter Scheel bestimmt. Die Versammlung genehmigt widerruflich die Anbringung von Holzkästen mit Drahtgitter an vier öffentlichen Gebäuden seitens der Gießener Omnibus-Gesellschaft.— Der Firma Th. Brück, welche ohne Genehmigung ein vorschriftswidriges Firmenschild in der Schloß— gasse hat anbringen lassen, wird nachträg— lich die Belassung desselben widerruflich ge— nehmigt. Ein Baugesuch des Joh. Gg. Weber Söhne für die Neue Bäue wird be— anstandet.— Ebenso wird ein Baugesuch der Firma A. Euler für die Dammstraße abschläglich beschieden, und zwar auf Grund der§§ 1, 7 und 8 des Ortsbaustatuts. Dr. Georg Clemm wünscht ein in der Ste— phansstraße zu erbauendes villenartiges Gebäude mit Vorgarten zu versehen. Das Kollegium giebt hierzu seine Genehmigung, wenn der Vor— garten in einer Tiefe von 4 Meter von der Straßenfront angelegt wird.— Georg Brömer erhält die Erlaubnis an der Rodheimerstraße unmittelbar an dem Wege, welcher sich nach Textors Hardt abzweigt, einen städtischen Graben behufs Eisgewinnung abstauen zu dürfen.— Georg Benner werden die Wiesen, welche er zu seiner Badeanstalt benötigt, unter den seit— herigen Bedingungen(Mk. 108 pro anno Pacht) auf ein weiteres Jahr belassen. Zur Regulierung der Einfahrt in der Rittergasse werden Mk. 220 bewilligt. Für die Fortsetzung des Personen— standsregister durch die Ratsdiener Ochs u. Moll werden Mk. 300 gefordert und bewilligt. Des⸗ gleichen Mark 377, welche zur Möblierung des Zimmers des besoldeten Beigeordneten nötig waren.
Gießen, 31. Jauuar. Eine Besprechung der nachgelassenen Operette„Das Modell“ von Suppe, welche gestern Abend im Café Leib zur Aufführung kam, finden unsere Leser im heutigen Hauptblatt.
Gießen, 31. Jan. In unserer No. berichteten wir, daß Herr Spenglermeister Wal d⸗ schmidt in Konkurs geraten und dessen Ge— schäft geschlossen sei. Daraufhin schreibt uns Herr Waldschmidt, daß nur der Ladenverkauf eingestellt sei: Spenglerei und Installation würden unverändert fortgeführt.
* Gießen, 30. Jan. In der Vetterschen
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6 Wochen Gefängnis erkannt. Vom Amtsgericht Vilbel ist in Rendel die Verhaftung eines ehemaligen Zeugen des Vetter vorgenommen, welcher vor dem Schöffengericht wissentl ich falsch geschworen haben soll.
Alsfeld, 30. Jan. Der Oberhessische Obstbauve rein beabsichtigt behufs Gewinnung der Landwirte des nördlicher gelegenen Teils der Provinz Oberhessen für die Sache des Obst⸗ baues in hiesiger Stadt einen Obst-Mutter⸗ garten zu errichten. In der auf Samstag, den J. Februar einberufenen Hauptversammlung des Vereinsbezirks Alsfeld, wird Landwirtschafts⸗ lehrer Dr. v. Peter aus Friedberg über Zweck und Ziel des zu errichtenden Muttergartens berichten.
Froschhausen, 29. Januar. Folgendes Vorkommnis dürfte jeden wieder ermahnen, bei Geldsachen, Ausfertigung und Empfang von Quittungen u. s. w. sehr vorsichtig zu sein. Ein hiesiger Landwirt hatte einem Handelsmann einen Kaufschillingsrest von 160 Mk. ausbezahlt und nahm die Quittung in Empfang, ohne sich von deren Richtigkeit überzeugt zu haben. Als er seinen Kaufbrief an das Amtsgericht zum Löschen einsandte, wurde er darauf aufmerksam gemacht, daß die Quittung nur auf die Summe von 140 Mk ausgestellt war und zwar in Zahlen und Worten. Die Folge davon war, daß das Gericht den Kaufbrief nicht löschen konnte, da an der Kaufsumme noch 20 Mk. fehlten. Gegen den Handelsmann soll Strafanzeige wegen Be⸗ trugs erhoben sein.
»Darmstadt, 30. Jan. Heute vormittag
wurde der berüchtigte Einbrecher und Zigarren⸗ dieb Pütz mittelst Schubs nach Ziegenhain ver⸗ bracht, wo er die ihm auferlegten 14 Jahre Zuchthaus abbüßt. Sodann hat er die vom hie⸗ sigen Schwurgericht zuerkannten 15 Jahre Zucht⸗ haus in Marienschloß zu verbüßen. „ Darmstadt, 29. Jau. Die landwirt⸗ schaftlichen Bezirksvereine des Großherzogtums Hessen errichten jetzt Zuchtstationen zur Ver⸗ edelung der einheimischen Geflügelzucht, wes⸗ halb rebhuhnfarbige Italienerhühner, Pekinger Euten und Emdener Gänse angekauft wurden. In verschiedenen Bezirken der Provinz Starken⸗ burg bestehen derartige Zuchtstationen, die jähr⸗ lich Tausende von Bruteiern absetzen. Nur diese Bruteier sind als echt anzusehen.
Mainz, 29. Jan. Die Strafkammer des hiesigen Landgerichts verurteilte heute den Bahnassistenten Karl Schwerin von Kastel wegen Gefährdung eines Eisenbahnzuges zu 1 Tag Gefängnis. Der Angeklagte hatte Signal zur Einfahrt des Wiesbadener Zuges gegeben, ohne sich zu überzeugen, ob das Geleise frei war. In der That lief auch zugleich ein Güterzug, von Frankfurt kommend, auf dem⸗ selben Geleise ein. Zum Glück erkannten die beiden Lokomotivführer frühzeitig genug die Ge⸗
Die thatsächliche Einnahme aus der Betriebs⸗[Strafsa che wurde bekanntlich am Dienstag fahr und stellten die Züge, sodaß ein Unglück vermögensrechnung zusammen beträgt Mark von der Strafkammer wegen Wilderei auf vermieden wurde.
Haselnußstock ab und fuchtelte vielversprechend damit 5 8 b— Auf Schneeschuhen. Im Beisein eines in der Luft umher. Dazu sagte er sehr ausdrucks— Vermischtes. zahlreichen Publikums trat am Mittwoch in voll:„Wenn Du jetzt nicht machst, daß Du hinunter—— Phonograph und Feuerspritze. Der Christiania der dreißigjährige Seemann kommst, so—— Eins, zwei drei!“ Phonograph hat sich nach dem„Americau-[H. Hausen, dem sich noch in letzter Stunde
„Ich doarf nich— um die Beester!“ heulte Bockchristel laut.„Sie versteig'n sich! Ich kriege Schläge, wenn, wenn—“
„Du läufst, oder——“ Doktor Hertel fuchtelte von neuem mit dem Stocke.„Wir werden für Dich die Heerde bewachen. Verstanden?“
Der Knabe sprang jetzt in die Höhe, denn die gegenwärtigen Schläge schienen ihm noch sicherer als die zukünftigen. Doktor Hertel„knüpfte“ den Befehl noch einmal„ein“, und jagte den Jungen thalabwärts.
„Es bleibt uns nun allerdings nichts weiter übrig, als uns als Gemeindehirten von„Heuduft“ zu installieren, Gnädigste,“ lachte er,„der Spaß ist göttlich und verdiente gedruckt zu werden. Und weil wir plötzlich in Arkadien sind, darf ich wohl bitten, auf diesem Hirtenthroue Platz zu nehmen,“ dabei zeigte er auf einen Hügel, indem er seine Touristenjoppe auszog und auf dem Boden aus— breitete.„Das Gras ist feucht vom Abendtau.“
Notgedrungen überließ ich mich seiner Fürsorge. Mir war vollkommen traumhaft zu Sinne. Spielend zog ich ein Büschel Gras aus, und streckte es Prinzessin Ilse entgegen, welche mich von der Morgenpromenade her zu kennen schien, und zu— traulich heraukam, um an den Seidenfrauzen meines Plaids zu nagen. Vergnügt und wiederkäuend legte sich das Tier nun seitswärts mit dem Grasbüschel nieder, während Doktor Hertel sich hemdärmelig zu meinen Füßen ins Gras streckte.
(Schluß folgt.)
Maschinist“ neuerdings in einem absonderlichen Falle bewährt. Ein Industrieller in Kalifornien hatte sich aus dem Osten der Vereinigten Staaten eine vorzügliche Feuerspritze kommen lassen. Die Spritze wurde an ihrem Herstellungsort von einem Beauftragten geprüft und abgenommen und erwies sich als die beste Spritze der Welt. Als der neue Besitzer dann seine Arbeiter zu ge— wandten Feuerwehrleuten an dem Ding einüben wollte, erhielt die Löschmaschine einen kleinen Schaden, d. h. sie spritzte nicht recht. Was thun? Die Schmiede und Schlosser der Gegend ver— standen sich anscheinend nicht auf die Spritze, denn unter ihren Bemühungen, sie wieder her— zustellen, wurde sie völlig unbrauchbar und gab gar kein Wasser mehr. Der Käufer verzweifelte aber noch nicht. Er wußte, daß die Mechaniker die Natur und den Sitz eines Schadens an einer Maschine oft allein aus ungewohnten Geräuschen erkennen, die die Maschine beim Arbeiten verur— sacht. Er stellte also seinen Phonographen auf, nahm von der arbeitenden Spritze ein Phono— gramm auf und schickte dies dem Fabrikanten ein. Dieser ließ sich„die Musik“ des Phono— gramms vorspielen, erkannte alsbald an dem merkwürdigen Seufzen und Pusten, daß das Saugventil an der Spritze nicht geöffnet war, schickte diese Diagnose und das Behandlungs— verfahren durch Brief ein, man verfuhr darnach, und die Spritze spritzte sofort so herrlich wie je zuvor.— Ja diese Amerikaner!!!
ein junger Sportsmann gleichen Namens ange⸗ schlossen hat, eine Reise nach Amerika auf Schnee⸗ schuhen an. Der Weg geht über das nördliche Schweden, Finnland, Rußland, Sibirien, dann nach Uebersetzung der Behringsstraße durch Alaska nach den Vereinigten Staaten. Hoffentlich haben Beide vorher ihr Testament gemacht.
— Eine Junggesellensteuer. Aus Bel⸗ grad wird vom 23. ds. berichtet: Fünfund⸗ zwanzig Abgeordnete der serbischen Kammer brachten gestern folgenden Antrag ein: Jeder Serbe, welcher das dreißigste Jahr erreicht und sich nicht in die Fesseln der Ehe geschlagen hat, zahlt bis zu seinem 56 Lebensjahre die doppelte Personalsteuer. Wittwen, welche die ihnen an⸗ getraut gewesene Frau nach dem 30. Lebensjahre verlieren, wird fünf Jahre Zeit gelassen, um nochmals zu freien. Verabsaͤumen sie dies, so werden sie ebenso wie die Junggeselleu mit dop⸗ pelter Steuer belegt. Dem Entwurf fehlt auch ein Motivbericht nicht. Derselbe legt den Haupt⸗ nachdruck auf die Notwendigkeit einer Vermehrung der serbischen Rasse. Die Herren Antragsteller scheinen indeß von dem Erfolg eines derartigen Gesetzes nicht durchaus überzeugt zu sein, denn sie beziffern den Betrag, der sich aus dieser Steuer ergeben würde, auf jährlich 150,000 Fr.
— Aus dem Aufsatzhefte des kleinen Friedrich.„.. Auch bei den Tieren finden wir Mutterliebe. Das Schwein frißt sogar mit
Vorliebe ihre Kinder auf!“


