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Dienstag, den 16. Februar 1932.
egen diese Mannschaften ist na ürlich verboten; gemeint sind 805 SV. 15 8 0 und der SV. Steinheim(beide Oberhessen).
Im Gau Gießen⸗Wetzlar rüstet der Fußball⸗Sachbearbeiter zum Jugendopfertag am 3. April. Die Jugendopferspiele sol⸗ len von möglichst gleichstarken Mannschaften an Orten mit viel Publikum, ohne große Spesen, ausgetragen werden. Also, bitte Vorschläge machen!
Fußball in hessen⸗Hannover
In der Nordgruppe fiel am Sonntag die Entscheidung in der Meisterschaftsfrage. Durch einen 2.1⸗Sieg über Sport Kas⸗ sel holte sich Göttingen 05 den Titel endgültig Tura Kassel schlug Hessen Hersfeld überraschend mit 470. Groß⸗Allmerode fertigte Einbeck 05 mit 71 ab und Grone schlug Northeim mit 271. In der Abstiegsfrage ist hier moch keine endgültige Klä⸗ rung eingetreten. In Abstiegsgefahr sind noch: Groß⸗All⸗ merode, Grone, Northeim. Einbeck und Sp.⸗Vgg. Göttingen. An zweiter Stelle hinter den mit 32.2 Punkten führenden Göt⸗ tinger O᷑ern liegt Sp.⸗Verein Kassel mit 24:12 Punkten, vor Sport Kassel mit 21:11 Punkten.. 5 8 0 In der Südgruppe hat Borussiga Fulda mit 30.6 Punkten den Titel e sicher. Am Sonntag fertigten sie den smeister SC. 03 Kassel mit 3˙1 Toren ab. schlug Germania Fulda mit 21 und liegt dritter Stelle hinter Germania Mar⸗ VfB.⸗Kurhessen Marburg fer⸗
vorjährigen Bezir Hessen 09 Kassel mit 21:11 Punkten an dri burg, die 22:12 Punkte zählt. tigte Horas mit 80 ab.
Die Spiele der Südgruppe Borussia Fulda— 03 Kassel 321(1:0 Die Borussen konnten auch das letzte Spiel siegreich be⸗ stehen. Man merkte der Mannschaft an, daß sie sich in Sicher⸗ eit wußte, sie spielte ruhiger und sicherer als die Kasseler. ei der Pause stand das, Spiel nach beiderseitig guten. Lei⸗ 5 1 1.1. Die recht gut zusammenspielenden Kasseler gingen urch Engelhardt in Führung. Leugers glich durch Strasstoß Nach dem Wechsel kämpfte 03 überhastet. Borussia lag stark im Angriff und konnte aus einem Gedränge vor Wer zweiten Male einsenden. Leugers nützte wenig später ein Mißverständnis im Kasseler Schlußtrio ge⸗ schickt zum dritten Erfolge aus. Bei Fulda zeigten sich nur im Sturm Schwächen. Der Mittelläufer der Kasseler ließ nach Halbzeit stark nach, sehr gut dagegen war die Verteidigung. VfB.⸗Kurhessen Marburg— Horas 80(2:0) Wenn der Verein Horas sich bei der absteigenden Gruppe befindet, so auch mit Recht. Die Leistungen dieser Mannschaft 5 für eine Oberliga⸗Klasse doch recht schwach. Zugegeben
u zunäch dem Kasseler Tore
oll werden, daß die Mannschaft sich körperlich in recht guter
erfassung befindet und daß der Linksaußen sowie der Torhüter eine recht gute Partie lieferten. Alle anderen kamen über den Durchschnitt nicht hinweg. Unangenehm machte sich in den letz⸗ ten Minuten noch das harte Spiel einiger Gäste bemerkbar, während man vorher fast kaum einen Freistoß gekannt hatte. Aber auch das Spiel der Platzbesitzer konnte diesmal, wenn auch
Allgemeine Hessische Sport-Zeitung Eine Neuerung, die begrüßenswert ist, hat der Leiter der Ortsgruppe Oberlahn der Schiedsrichter angesetzt, um die vielen Veröffentlichungen zu vermeiden, setzt er seine Vollversammlun⸗ gen und Anwärterbelehrungen regelmäßig auf den ersten Sonn⸗ tag im Monat in Löhn berg an, und zwar die Vollversammlung um 9 Uhr vormittags lein bischen früh?!) die Belehrung auf 10 Uhr. vormittags. g
so viele Tore gefallen sind, nicht restlos befriedigen. da mitun⸗ ter das Zuspiel recht ungenau und. lückenhaft war. Hinzu kam noch, daß zeitweise recht hoch gespielt wurde, wodurch die großen Horaser Gestalten. stets einen Vorteil hatten.
Bis zur Pause erzielten die, Schimmelreiter durch Böttner zwei Tore. Auch manche gute Gelegenheit bot sich den Gästen, die es jedoch nicht verstanden. dieselben auszunutzen, denn sonst hätte die Partie bis zum Seitenwechsel mindestens Unent⸗ schieden gestanden. Allerdings muß auch zugegeben werden, daß Weyand im Marburger Tor einige recht gute Bravour⸗ leistungen bot. In der zweiten Hälfte ist VfB.⸗Kurhessen stark überbegen und kann auch noch weitere sechs Tore, davon einen Elfmeter, erzielen. Necht gut gefiel der rechte Flügel Böttner, Berndt und Rueff. Schiedsrichter Spurk⸗Butzbach leitete gut.
Hessen 09 Kassel— Germania Fulda 2:1(0:0)
Es war ein Spiel der verpaßten Gelegenheiten, das die Hessen durch einen Elfmeter für sich entscheiden konnten. Auf beiden Seiten standen schwache Stürmerreihen guten Verteidi⸗ gungen gegenüber. Hessen 09 ging nach der Pause durch Meck⸗ bach in Führung, Fulda erzwang wenig später den Ausgleich, kurz vor Schluß verhalf ein Elfmeter den Kasselern zum Sieg.
In der Nordgruppe: Sport Kassel— Göttingen 05 1:2(1:2) Göttingen errang die beiden für die Meisterschaft noch not⸗ wendigen Punkte recht glücklich. Sport war in den ersten 30 Minuten und fast die ganze zweite Halbzeit überlegen, aller⸗ dings muß berücksichtigt werden, daß die Göttinger kurz vor Halbzeit ihren Rechtsaußen durch Platzverweis verloren. Trotz⸗ dem erzielten die Gäste das Führungstor und konnten, nachdem Kassel ausgeglichen hatte, noch vor der Pause zum zweiten Male ein Tor vorlegen. Diesen Vorsprung verstanden sie nach dem Wechsel geschickt zu verteidigen. Tura Kassel— Hessen Hersfeld 4:0 Das Ergebnis bedeutet eine der größten Ueberraschungen des Tages. 0 Hersfeld enttäuschte stark. Groß⸗Allmerode— Einbeck 05 181
überraschend hohen Sieg. Grone— Northeim 2:1(2:0) Grone war die bessere Mannschaft und der Pause mit 2:0 in Führung liegen. gegen Schluß ein Tor auf.
Aus dem Hinterland
Bottenhorn 1.— Sc Gladenbach 2. 24(1:0).
Der neue Meister der 2. Bezirksklasse stellte sich heute in Bottenhorn vor und überraschte sehr nach der angenehmen Seite. Gladenbach stellte eine technisch reife und schnelle Mann⸗ schaft, während die körperlich bedeutend stärkere Mannschaft won Bottenhorn gestellt wurde Das Spiel begann mit einer leichten Ueberlegenheit der Gladenbacher, doch konnte der Sturm die aussichtsreichen Gelegenheiten nicht ausnützen. An⸗ ders war es mit Bottenhorn, die durch ein Mißverständnis der Gäste Hintermannschaft den Führungstreffer errangen.— Nach dem Wechsel gab Gladenbach den Ton an und ließ Bottenhorn kaum noch über die Mittellinie kommen. Immer wieder stürmte der Gladenbacher Sturm vor, wo dann auch endlich als Beloh⸗ nung für diese Ueberlegenheit drei Tore erzielt wurden. Dann kam auch Bottenhorn zu einem zweiten Tor. 2 Minuten vor Schluß stellte dann Gladenbach durch ein 4. Tor des Links⸗ außen den Sieg sicher.— Das Spiel verlief fair. Der Schiri konnte nicht immer gefallen. H.
Endbach 1.— Günterod 1. 1:3(0:1)
Am vergangenen Sonntag trafen sich obige Mannschaften zu dem noch fälligen Rückspiel. Das Vorspiel konnte Günterod mit 43 gewinnen. Pünktlich gab der Schiedsrichter das Leder frei und sogleich entwickelte sich ein flottes Spiel, welches in den ersten Minuten ausgeglichen war. Dann war Endbach sehr im Vorteil. konnte aber Dank der guten Abwehr der Gäste nichts Zählbares anbringen. Kurz vor der Pause kam Günte⸗ rod wieder stark auf und konnte durch seinen. Rechtsaußen in Führung gehen. Nach dem Seitenwechsel ist Günterod dauernd im Vorteil, trotzdem konnte Endbach aber noch ausgleichen.
„Ja, Dr. Kurth und das Spiel— das alles geht ja auch vor. Ich möchte nur wissen, weshalb ich hierher gereist bin..“ „Aber, Frau Maria“, sagte er gequält,„es tut mir sehr— sehr leid. Nicht wahr wir sehen uns morgen abend?“ Sie lächelte etwas wehmütig. „Gut, Sie lieber Junge, kommen Sie, ich fahre Sie in Ihr Hotel. Dr. Kurth soll sich in Ihnen nicht getäuscht haben“.
Das Telegramm.
Im Hotel Marboeuf, 0 gemütlichen kleinen Hotel in der Nähe der glänzenden Champs Elysées, war in der Frühe des Sonntagmorgens ein immerwährendes Kommen und Ge⸗ en. Der Botschaftsrat Dr. Karsten kam, um die deutschen ußballspieler zu begrüßen, ebenso einige in Paris ansässige eutsche. Die Vorstandsmitglieder des gastgebenden Vereins und andere französische Sportleute bemühten sich, den Deutschen allerlei kleine Gefälligkeiten zu erweisen. Presseleute hatten hundert rade zu stellen.
Der Präsident von Stade Francais, ein würdiger Herr mit weißem Vollbart lud seine Gäste, auch die Spieler, zu einem Glas Portwein ein.
Dr. Kurth schüttelte bedenklich den Kopf. Aber ablehnen durfte er nicht. Andre Länder, andre Sitten.
Dann fuhren die Sportler in einem riesigen Autobus nach Versailles, dem historischen Orte, mit dem sich für die Deutschen soviele Erinnerungen verbinden.
Als sie zum Mittagessen in das Hotel zurücklamen, wandte sich der Concierge an Roland Lichti.
„Bitte, Monsieur, eine Dame hat verschiedentlich telepho⸗ miert! Sie möchten doch, bitte, Hotel de la Régence, Louvre 2806 anrufen“,
Aber mach Aufhebung der Tafel. die sich durch Begrüßungs⸗ ansprachen und Trinksprüche über Gebühr hingezogen hatte, war auch keine Gelegenheit dazu. Roland bat also den Pfört⸗ ner, für ihn zu telephonieren und Madame Hedemann zu be⸗ stellen, daß nach dem Spiel, am Abend, ein Anruf erfolgen würde.
Während sich der Autobus mit den deutschen Spielern sei⸗ nen Weg durch Boulevards und Avenueen suchte, lauschte Ro⸗ land Lichli auf das Gespräch, das Dr. Kurth mit dem Bot⸗ schaftsrat führte.
„Sehen Sie“, hatte der erstere gesagt, irgend etwas muß man' in seiner freien Zeit doch beginnen. Der eine spielt Skat, der andere 8680 der dritte schiebt Kegel, der vierte sammelt Briefmarken! Ich habe mich nun dem Sport, dem Fuß ballsport
Von da an wurde Endbach nicht mehr vorerst wollte den Gästen nichts mehr glücken.
am Pfosten oder im„Aus“ landeten. Spielhälfte ging Günterod durch wieder in Führung und drei Linksaußen noch den schönsten Treffer des Schiedsrichter Reithmaier war gut. Der Spielbetrieb war diesmal recht mager.
gesiegt und somit beide Punkte Breidenbach war spielfrei.
Toren ab.
densdorf 1.4 die Oberhand lassen. Moknshausen mußte gegen Lixfeld 0˙2 kapitulieren.
Aus Löhnberg
Löhnberg 1.— Bissenberg 1. 121. e Kombination— Torschuß— Dribbeln? Schiri Henkel, Wetzlar, der sehr gut leitete, hatte eine leicht Aufgabe, da die beiden alten Rivalen sich ein schönes, an ständiges Spiel lieferten.
unseren Vereinen Platz griffe.
Zum Spiel selbst nur eins: ten“ Toren hatten Schuß zu halten! so gut und schön Tore.
Außer den beiden„eingedrück
und Geld. Ich habe manchen Aerger und erlebe manchen Un
fasziniert mich immer wieder, und erhebende Stunden zu danken. Leben gehört dem Sport und damit der Jugend“.
„Eine schöne Aufgabe, sagte der Bot Deutschen haben hier in Paris mehr als einmal die Auswir kungen des Sports empfunden. zu Nation über trennende Gegensätze hinweg. 8 Bedeutung sehr zu schätzen. deulsch⸗französischen Sportereignissen vertreten. Dem Gelegenheit nehmen, Sie zu begrüßen, Sport zurückzukommen: die deutschen Fußballer ernst. Es fehlt ihnen die tiefinnere Heiterkeit. ihre Bewegung“ 5 5 Fußball Leben und Seligkeit abhinge. Sie haben, fürchte ich das glückhafte Spielen zu sehr verlernt“.
„Ich kann Ihnen nicht ganz unrecht geben, sche ist eben geneigt, alles zu schwer zu nehmen Sie hatten den ließen den Autobus, Hier wurden ihnen einige Telegramme überreicht. Wünsche für gutes Gelingen aus der Heimat. war auch für Roland Lichti. forderte ihn auf, zu sein.
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und die Spieler suchten ihre Kabinen auf
gramm von Brosang u. Co. Spiel! Aber Kopf hoch jetzt gibt es nur Roland Abeoß sich seinen Kameraden an, die eben den betreten wollten. „Welche Herzlosigkeit“, meinte Dr. Kurth,
Spiel und Sieg!“
wird heute abend abreisen müssen“. „Der Beruf geht vor“, antwortete Dr. Karsten.
Uhr in Köln den Anschluß“.
Im Stadion. Vor dem Stade Vélodrom Buffalo in Montrouge drängte sich die sportbegeisterte Menge an den Kassen. Automobile ka⸗ men in rasender Fahrt, stoppten, im letzten Augenblick, unmittel⸗ bar vor dem Eingang, über dem die Trikolore flatterte. flan⸗
verschrieben. Ihm opfere ich, wie ich gestehen will, viel Zeit
kiert von Wimpeln in den deutschen Farben.
Tura war technisch wie kaktisch glatt überlegen.
Groß⸗Allmerode errang über den neuen Pokalmeister einen
konnte auch schon bei Northeim holte erst
gefährlich. Allerdings Schüsse hagelten nur so auf das Endbacher Tor, welche jedoch an der Querlatte, In der Mitte der zweiten seinen Mittelstürmer dann Minuten vor Schluß konnte der Tages anbringen.
Wiesenbach
holte sich einen weiteren Sieg. In Niedergirmes wurde 42 mit ins Hinterland genommen.
Buchenau fertigte Biedenkopf überraschend glatt mit 4:2 Wolfgruben mußte den besser spielenden Gästen aus Frie⸗
„oh“
. i Wenn nur dieser Geist, daß auch der Gegner ein Mensch und ein Sportkamerad ist, etwas mehr in
die beiden Torhüter nicht einen einzigen Solche Dauerkombination— und sei sie noch — ist unproduktiv. Ohne Schüsse fallen keine Das sollten sich die Stürmer beider Mannschaften merken,
dank. And doch könnte ich dem Fußballsport nicht entsagen er und ich habe ihm viele schöne Mein außerberufliches
aftsrat,„und wir
Er schlägt Brücken von Nation Der Botschafter Er ist bei allen großen e b Spiel heute kann er leider nicht beiwohnen, doch er wird am Abend Aber, um auf den sind mir zu Sie nehmen sagt man doch?— so ernst, als ob vom
aber der deut⸗ Sportplatz in Montrouge erreicht. Sie ver⸗
Es waren Ein Telegramm Es kam von seiner Firma und spätestens Dienstag früh wieder im Büro
„Unglaublich“, sagte Dr. Kurth, als ihm Roland das Tele⸗ zeigte,„und das jetzt vor dem
Platz
8„jetzt kann der Junge den Montag nicht mehr mit uns in Paris bleiben. Er
„Da Sie nur einen. Sammelpaß besitzen, werde ich veranlassen, daß Ihrem Spieler ein Paß ausgestellt wird. Er kann um 22,55 Uhr vom Nordbahnhof abfahren und erreicht dann morgen früh um 8.23
beson berg. Aber auch b zeigt sich oft dasselbe Bild. Und noch eine Randbemerkung: Die Verteidiger sind heute meistens keine Alschlagkanonen mehr, son⸗ dern haben sich eben infolge der Kom inations⸗Spielweise— auf Zerstörungsspiel, auf Ballabnahme umgestellt. Das Foppen, Umspielenwollen, auf„gut Deutsch' dribbeln, hat heute höch⸗ stens einmal bei einem Einzeldurchbruch noch seine Berechti⸗ gung. Es ist meistens eine Ueberhebung des dribbelnden Spie⸗ lers und zugleich eine Unterschätzung des Gegners, wenn er
5 Meinung, daß
glaubt, den anderen umspielen zu können, in der
er ein besserer Techniker sei, der sich da⸗ leisten könne. Im schlimmsten Falle aber ist es Publitumsspielerei,— und die sollte sich ein Sportsmann nie zuschulden kammen lassen. r m⸗
Aus Waßtenborn⸗Steinberg
1900 Gießen Lehrmannschaft(B⸗Meister)— FC. Teutunia Watzen born⸗Steinberg 1.(A⸗Meister) 073(0:3)
Nicht ganz siegesgewiß krat am Sonntag die erste Mann⸗ schaft der Teutonen zum Gesellschaftssplel gegen die Lehrmann⸗ schaft von 1990 in Gießen an. Die Lehrmannschaft ist als recht spielstarker Gegner belgnnt, auch müssen die Gäste für drei der besten Spieler Exsatz stellen. Trotzdem wurde die recht zahl⸗ reiche Anhängerschaft der Teutonen nicht enttäuscht.
Die ersten zehn Minuten zeigen ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften befleißigen sich einer höchst sportlichen Spielweise. Im Angriff auf das Gießener Tor erkämpft sich Steinbergs Linksaußen den Ball, flankt sofort und der Mittel⸗ stürmer verwandelt den Ball zum ersten Treffer. Gießen greift nun mächtig an, kommt aber an der schlagsicheren Hintermann⸗ schaft der Gäste nicht vorbei. Ein weiter Abschlag von Stein⸗ bergs Tor folgt, der rechte Läufer bringt den Ball mit schönem e in die Stürmerreihe, der Linksaußen wird mit sicherer Vorlage bedient und unhaltbar hängt der Ball zum zweitenmal im Gießener Netz. Das bis dahin flotte Tempo wird nun noch verschärft. Der Gastgeber ist zäh, will sich auf eigenem Platze micht niederringen lassen. Er zeigt daß er Meister in seiner Klasse ist. Doch die Teutonen unterbinden schon die Angriffe, 915 sie ihrem Tore gefährlich werden. Wieder ist Steinberg im Angriff. Der Halbrechte hat den Ball, treibt ihn vor sich her. immer den Gegner umspielend, die Verteidiger der Platzelf greifen an— werden umspielt— ein kurzer Schlag und Nr. 3, für den Gießener Torhüter unhaltbar, ist fertig. Kurz darauf ist Halbzeit. Nach der Pause sind die Gäste Überlegen, das Spiel wird härter. Gießen, in die Verteidigung gedrängt, versteht es, zählbare Erfolge der Gäste zu verhindern. Die Gießener setzen dann zum Endspurt an, stürmen immer wieder vor und schaffen recht brenzliche Sachen vor dem Gästetor; St's. Elf aber stellt ihr Können unter Beweis und hält das Resultat. Schiedsrichter Biemer⸗Bieber leitete korrekt.
Aus Holzhausen
Holzhausen 1.— Stockhausen 1. 1:2(0˙1) Holzhausens erste Mannschaft konnte ihren Ruf„unbesieg⸗ bar auf eigenem Gelände“ diesmal nicht bestätigen, denn sie mußte im Gesellschaftsspiel gegen die erste Mannschaft von [Stockhausen eine Niederlage hinehmen. tockhausen hatte in der ersten
Falbsell etwas mehr vom Spiel und konnte auf eine Flanke seines Rechtsaußen durch den Halblinken zum ersten Tor einsenden. Kurz nach der Pause kann Stockhausen abermals durch seinen Halblinken zum zweiten Tor einsenden. Holzhausen kam dann allerdings stark auf, doch ist da⸗ Schluß⸗Trio von Stockhausen schwer zu schlagen. Drei Minuten vor dem Schluß⸗ pfiff gelingt dann Holzhausen durch Strafstoß der Gegentreffer. Stockhausen konnte somit zum zweiten Male den Sieg mit nach Hause nehmen, denn auch in der Verbandsspielserie war Stock⸗ hausen als einzige Mannschaft in Holzhausen siegreich.
Aus Bonbaden
Bonbaden 1.— Ulm 1. 5:3(2:1)
Der VfB. Bonbaden hatte sich die erste Mannschaft von Ulm zum Freundschaftsspiel verpflichtet. Leider war der hierzu an⸗ geforderte Schiedsrichter nicht erschienen und mit der Leitung wurde ein Herr vom FCE Braunfels betraut, mit dessen Ent⸗ scheidungen die Spieler öfters nicht zufrieden waren. Dadurch kam es zu Zwischenfällen, wie man sie bei Freundschaftsspielen nicht sehen sollte. b
Nach anfangs beiderseits nervösem Spiel, fanden sich die Almer schneller und erzielten den etsten Pbefße Jet 10018 Bonbaden los und zog mit großem Eifer vors Ulmer Heilig⸗ e tum. Ein Alleingang des Halblinken brachte den Ausgleich. „Fünf Minuten später stellte der neue Mittelstürmer das Er⸗ gebnis auf 2:1. Damit ging es in die zweite Halbzeit. Jetzt waren es die Ulmer, welche mit Feuereifer ausgleichen woll⸗ ten. Resultat: zwei Ecken und im Anschluß an die zweite Ecke „zog Ulm gleich. Nun machten sich die Schwarz⸗Gelben aus der Amklammerung frei. Das Leder erhielt der Halblinke der Platzmannschaft vorgelegt und schon führte Bonbaden 3:2. Nun ließen die Bonbadener nicht locker: Ulms rechter Verteidiger machte im Strafraum Hand. Der Elfmeter wurde vom Mittel⸗
. Als Maria Hedemann ihren Logenplatz einnahm, betrat gerade die Mannschaft des Stade Francais den Platz. Es wa⸗ ren große, geschmeidige Gestalten. Jubelnd wurden sie von den zwanzigtausend Zuschauern begrüßt. Der Beifall verstärkte sich noch, als die Deutschen in die Arena sprangen.
Maria Hedemann fühlte, wie ihr eine heiße Blutwelle = n Herzen strömte. Diese elf Jungen da waren ihre Lands⸗ elite.
Ringsum hörte sie Laute jener Sprache, die ihr vertraut war, wie die deutsche. Jetzt aber fühlte sie sich nur als Deutsche. die um Sieg und Niederlage bangte.
„Die neue und doch wundersam⸗vertraute Empfindung er⸗ griff sie, mit diesen elf Jungen da unten verbunden, eins zu sein. Etwas von der rauschenden Sportbegeisterung der deut⸗ schen Jugend kam über sie, und in diesem Augenblick verstand sie die Männer, die sich in unentwegtem Idealismus an die 0 a 1 9051 0 hatten ihr alles opferten. 0 Fghre Augen suchten Roland Lichti. Er stand mi 8 inmitten der Rot⸗Weißen. 8 eee
Molli, Rolli“, flüsterte sie in zärtlicher Rührung.
Jetzt erschien der Schiedsrichter, die Parteien stellten sich auf. Kurze Begrüßungsworte wurden gewechselt, Blumensträuße mit Vereinswimpeln getauscht, und das Spiel begann.
Wie im Traum sah Maria die sich blitzschnell abspielenden Vorgänge auf dem grünen Rasen. Unwillkürlich klang dazu die dumpf⸗brausende Musik der vieltausfendköpfigen Menge, die ihre Landsleute anfeuerte. 8 5 1 Die Franzosen lagen in Front. Wie eine alles zerstörende Springflut brandete Attacke auf Attacke gegen das Torx der Deutschen, die sich mit dem Mut der Verzweiflung wehrten. Ohne große Kunst kämpften die Gastgeber, aber mit unglaub⸗ lichem Elan, mit Feuer und Temperament. Tollkühn warf sich der deutsche Torhüter in das Gewühl, riß den Ball an die Brust, beförderte das Leder mit wuchtigem Tritt an den Mittelläufer. Dieser lief zwei, drei Schritte mit dem Ball, spielte ihn an den Rechtsaußen, der raste die Linie entlang, den Ball am Fuß. Hart war ihm der sranzösische Läufer auf den Fersen, da gab der Deutsche das Leder zum Halbrechten, der an den Mittel⸗ stürmer, an Roland Lichti, kurzer Paß an den Halblinken— blitzschnelles Stoppen, haarscharf sauste der Ball über die Querlatte.
Fortsetzung
2
je H.
folgt.
S
Werbt H. S. Z.!


