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1927.

. Nach dem Vortrag des Stahlhelmführers Selte in . Berliner Philharmonie verteilten Angehörige der zationalsozialistischen Arbeiterpartei Flugblätter mit ace der Aufforderung an die Stahlhelmler, ihre Organi⸗ ation zu verlassen und der National ⸗sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beizutreten. Der Schluß des Aufrufs lautete: Gegen Seldte und Stresemann, gegen Thälmann und Sinojew⸗Apfelbaum, für Adolf Hitler! Auch die Nationalsozialisten berufen sich auf das Fronterlebnis! ö Es ist die große Täuschung der Führer der natio⸗ nalen Verbände, daß sie glauben, das Fronterlebnis Jan sich genüge zum Aufbau einer neuen deutschen Welt. An diesem Irrglauben müssen alle scheitern. Wo aber das Fronterlebnis zugleich zu einem eligiösen Erlebnis wurde, da hat es den Menschen mit bebe Gott und damit mit der stärksten und tiefsten Kraft⸗ guelle in unmittelbarste Berührung gebracht. Wir wissen um dieses Erlebnis! Auch uns hat es vom Subjektivimus besreit, hat uns die Verbundenheit mit unserem Volk in Schicksals⸗ und Schuldgemeinschaft zum Bewußtsein gebracht. Auch uns sind in diesem Er⸗ leben Klassen⸗ und Standesunterschiede in ein Nichts bpersunken. Der Trieb der Unterordnung unter das Ganze, der Wille zum Dienst, die Hingabe bis zum Letzten an das Gebot der Pflicht war das überwäl⸗ ligend Große, das im Feld in unser Leben trat. leh ö Aber damit ist für uns nicht alles gesagt. Im An⸗ nch des Todes, dem wir täglich und stündlich ent⸗ gegensahen, offenbarte sich uns die ganze Armseligkeit alles äußeren menschlichen Schein, aber auch zugleich die Welt und Tod überwindende Kraft des lebendigen Glaubens. Alles Phrasentum und alle innere Unwahrhaf⸗ ligkeit lernten wir hassen und verachten.

Und das Größte: Wir schauten die neue Offen- barung des Waltens Gottes in der Geschichte, in Ge⸗ richt und Gnade;, das Göttliche als das einzig Un⸗ bedingte trat als erschütternde Wirklichkeit in unser Leben. Im Grausen der Schlachten hat sich immer wieder ein Doppeltes tief in die Seele eingegraben: Das Gefühl der völligen Abhängigkeit von Gott und

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schro das Erleben seiner Nähe. Und dieses Fronterlebnis hülle“ drängte auch uns nicht nur zu neuer Gestaltung des für! engsten, sondern auch des nationalen Lebenskreises 5 St Denn wo immer in der Geschichte dieses Erleben Gottes, ben das das ganze Sein des Menschen im Ewigen ver⸗ Aub ankert, uns entgegentritt, da drängt es den Menschen

der ju neuer Gestaltung nicht nur des persönlichen Lebens, Eich, ondern auch der Gemeinschaft. Mit diesem Erleben th, Gottes ist immer und überall die unabweisbare Pflicht eing. des Zeugnisses und des Dienstes verbunden.

nde Nur wenn so das Fronterlebnis zum Gottes-

der h etlebnis geworden ist, kann es zu einer Kraftquelle für ein den Einzelnen und die Gesamtheit werden. Si. die

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Verschiedenes.

wiel, lun, Politische„Verdienste“. c Angaben, die das„Bayerische Vaterland“(5. 4.

27) über die Einnahmen gewesener und gegenwärtiger deutscher Parlamentarier machte, sind bisher unwider⸗ tufen geblieben. Danach bezieht Dr. Radbruch— die Namen sind von uns lediglich zur Nachprüfung der Glaubwürdigkeit übernommen— neben dem regulären Gehalt aus seiner Universitätstätigkeit eine Pension von 13 416 Mark für sein früheres Ministeramt. Dr. Cuno, der Generaldirektor der Hapag, 600 000 Mark HGehalt und 18 285 Mark Reichskanzlerpension. Dr. Luther als Verwaltungsratsmitglied der Reichsbahn 9 100 000 Mark jährlich, dazu 23 115 Mark Reichskanz⸗

lerpension. Dr. Wirth erhält neben seinen Reichstags⸗ diäten und Privat⸗Einnahmen 19 665 Mark Pension.

Dr. Koch bezieht außer großen Einkünften aus seiner

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„Esangelische Warte

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Rechtsanwaltspraxis 19032 Mark Pension. Die Reihe

der Großpensionäre unter den Abgeordneten, die außer- dem über eine erhebliche Privateinnahme verfügen,

könnte noch beträchtlich verlängert kommt, daß eine große Reihe zu 30 und 40 Aufsichtsrats nicht zur Diskreditierung oder zu parteipolitischen Zu dern zur Kritik an einem Suter

System.—

werden. D von Abgeordneten bekleiden.(Was

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hier Persönlichkeiten nerkt wird, son

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Der Referent für 5 Sschulgesetz Das„Berliner Tageblatt“ vom 12. 9 1927 schreibt:„Die Zentrums tion teilt mit, daß weder der

sie noch ihr Kulturrefer— Dr. Schreiber, einen E Freiburger katholischen bert Krebs als Refere Reichsinnenministeri ausgeübt hab sache der bevorstehenden Berufung des Professors K wird damit zugegeben. Nach der irung der trumsfraktion müßte man annehmen, daß der Reichs⸗ innenminister v. Keudell aus sich selbst heraus den be— kannten, dem Zentrum nahestehenden Freiburger Theo logieprofessor ins Innenministerium berufen will. durch würde die Angelegenheit noch seltsamer. Wir glauben aber ann ien zu können, daß, wenn auch vielleicht nicht direkt, um so mehr auf indirektem Wege, gewissen Zentrumskreise dem Reichsinnenminister den Gedanken dieser aufsehenerregenden Berufung nahege— legt haben.“

Abgeordnete die Berufun

Das Schankstättengesetz

Im Reichsrat wurde der Schankstättengesetzent— wurf in der Fassung der Ausschußbeschlüsse angenom⸗ men. Ueber die Frage, wer befugt sein soll, Richt— linien für die Erteilung von Konzessionen zu erlassen, behielt sich die Regierung die Einbringung einer be sonderen Vorlage vor.

Dazu die folgende Illustration(nach dem„Sonn— tagsblatt f. d. arb. Volk“):

„Wir fuhren in der Morgenstunde eine Viertel— stunde durch einige Straßen von Berlin. Von der Friedrichstraße her zum Stettiner Bahnhof. Es ge— nügte vollkommen, um das zu sehen, worauf ers ankam, nämlich: daß es Wahrheit und keine Phantasie ist, wenn behauptet wird, man könne auf einen Kilometer Straßenlänge 42 Gastwirtschaften zählen. Wir fanden sie links und rechts, alle mit grellblauen Schildern. Dann wieder in einer ganz kurzen Straße 29 Stück. Dann wieder von einer einzigen Straßenecke aus auf wenige Schritte Entfernung sichtbar, neun... Weiß Gott, wie es kam, daß just in dieses üppige Feld von Gastwirtschaften ein städtischer Arbeitsnachweis ge— pflanz wurde. Wir sahen das bunte Gewimmel, das Gekribbel und Gekrabbel von Tausenden arbeitsuchen— der Menschen. Die Straße, die Zugänge quollen, die Zimmer schienen zu bersten unter der Fülle von Men— schen, die sich in ihnen stauten. Vier Wirtschaften lauern direkt vor den Toren auf das Geld der Leute, zum„Stempeln“ gehen... Exwerbslose spülen Aer⸗ ger, Verdruß, Verbitterung hinunter, die vielen Wirt— schaften bieten die Gelegenheit dazu.“

Kinopaläste, aber keine Wohnungen.

Die Wohnungsnot in Deutschland ist furchtbar. In Verlin kamen auch in den letzten Jahren noch mehr Wohnungssuchende neu hinzu, als Wohnungen gebaut wurden. Alles sollte daran gesetzt werden, daß diese himmelschreiende Not behoben würde. Doch weit ge— fehlt! Gewisse Leute haben andere Sorgen. Hören wir, welcher Art dieselben sind: Wie dem„Hamburger Korrespondenten“ aus Berlin berichtet wird, ist man planmäßig in den letzten Monaten daran gegangen, im

. Die Kranke streckte Urle beide Hände entgegen:„Ich danke Dir, daß Du kamst!“

Urle neigte sich auf ihre welken Hände und drückte einen Kuß darauf:„Ich reise jetzt ungern,“ flüsterte sie,„daher n! meine Zögerung.“—

„Du weißt, ich habe nicht mehr viel Zeit zum Leben, das „ derbietet alle Umschweife,— Urle, mein Haus ist bestellt, nur . Du, Du bereitest mir Sorge!— Du erinnertest mich vom ersten Tage an meine sanfte, schöne Mutter, ich weiß nicht, wie es lum, und darum,——— die Angst um Dich,——— gib mir

— 2 1 — —

1E die Ruhe im Grabe!———

gal Arle erbebte, alles Blut drängte nach ihrem Herzen, wo bar Hans, suchend blickte sie umher, war sie wieder verlassen,

ch li vieder plump in eine grobe Falle gegangen?———

ach,„Was verlangst Du von mir?, wie gesprungenes Metall

e 15 ihre Stimme.—

„„Werde,“— sie tastete nach Urles Hand und drückte siie

zn n ihre Brust,„ach, werde katholisch“———

uh.* Mutter!“ verzweiflungsvoll klang es durch das Zimmer,

0 10 knechtete sie ihren Sohn und riß ihn aus der Lebens bahn,

want itzt war sie an der Reihe,„warum stößt Du mich in so harten dwiespalt, geht Dein Haß so weit?“—

0,„Haß?— Liebe ist es, verstehst Du es,“— flüsternd sank

en ze Stimme, die Lippen färbten sich bläulich.—

fel Gerhard stürzte herbei und schob seinen Arm unter das

50 Hissen:„Sage zu allem ja, ich beschwöre Dich, Urle!“—

gu„Sage ja,“ flehte die Kranke und starrte Atle in das tot— ghlasse Gesicht.„

77„Damit Ihr mich führen und leiten könnt an dieser Fessel,

„ 6 licht im Angesichte des Todes belüge ich meinen Gott, der höher

leht, wie Leben und Tod!“—— 5 Da schleuderte die Kranke ihre Hand fort, sie krallte sich t in die seidene Steppdecke und richtete sich auf:„Ich weiß ich zu treffen, furchtbar, schrecklich, Du behälst weder Mann soch Kind!“—

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7 0ãðVLd⁊/ verkehrsreichsten Teil des Berliner Westens ein Kino⸗ viertel ins Leben zu rufen. Rund um die Kaiser Wil⸗ edächtniskirche sind zurzeit drei neue Kino- it 6500 gen im Bau; sind die fertiggestellt, ich 30 000 bis 40 000 Kinobesucher zusammenströmen. Auch in den äuße⸗

wachsen allenthalben neue riesige

aus dem Boden. Außerdem soll der

1 als größtes„Ver⸗

0 hauptstadt neu er⸗

5 Das Parkett f in eine Eisarena

1 im Sommer und im Winter für 2000 18 21

r und 10 000 Zuschauer Platz gewäh⸗ bei besonderen Gelegenheiten in einen riesigen umgewandelt zu werden; 12 000 Ballgäste ihr Vergnügen finden.

„Trichter“, ein großes Hamburger Ver⸗ „baut zurzeit neben seinen ande— 1 Rinopalast, der 1800 Personen „wie die Kinostücke manchmal Räuber r und Mörder verherrlichen, und 3% Millionen Kinobesuchern. Polk eine Seelenspeise vorg hen muß, weil sie Gift ist!

„Gemeinschaftsbote“.

Schmutz.

tlichen Leben Berlins bekannte Per⸗

0 t hat sich, wie der„Deutsche Volksbote“ 1927.

18, mitteilt, kürzlich mit folgendem Schreiben an den

preußischen Innenminister gewandt:

Hochgebietender Herr Staatsminister!

Gestatten Sie gütigst, daß ich Sie um eine Tat für unser durch arge Sittenlosigkeit gefährdetes Volkswohl bitte. Ich bin außeramtlich 50 Jahre im öffentlichen Leben tätig gewesen und muß den früher nicht gekannten Verfall ansehen und— bekämpfen.

Wie in der beigefügten Liste ersichtlich, erschei— nen jetzt in Berlin mindestens 22 Zeitschriften, die als lockendes Titelbild eine völlig nackte weibliche Figur in lüsterner Stellung zeigen; der Inhalt mit seinen ein- und zweideutigen Schriftsätzen ent⸗ spricht dem Titelbild, und unsere Jugend kauft das unsittliche Zeug in Massen. Ich bitte die Behörde, alle Schritte zu tun, um diesem öffentlichen Unfug zu steuern, den unsittlichen Volksverderbern aber das Handwerk zu legen und sie empfindlicher Strafe zuzuführen.“

Darauf ging ihm vor einiger Zeit folgende Ant⸗ wort zu:

„Auf Ihre Eingabe vom 3. März 1927 erwidere ich ergebenst, daß die von Ihnen bezeichneten Schriften dauernd beobachtet werden, daß aber nach der gegenwärtigen Rechtslage eine Verfol⸗ gung wegen Unzüchtigkeit aus§ 184 des Straf⸗ gesetzbuches kaum jemals, aus§8§ 42a, 56 Nr. 12 G. O. nur in den seltensten Fällen in Frage kommt. Ob und inwieweit diese Schriften auf Grund des Gesetzes zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften unterdrückt wer⸗ den können, muß der Beurteilung durch die zurzeit noch nicht eingerichteten Prüfungsstellen vorbehal⸗ ten bleiben. gez. Grzesinski.“ Wann denn nun also?

Nach der Kirchenaustrittswoche.

Das„Evang. Kirchenblatt für Schlesien“ vom 17. April 1927, Nr. 16, schreibt: Die Reichsarbeitsgemein— schaft freigeistiger Verbände hat in der zweiten März⸗ hälfte eine Propagandawoche für den Austritt aus der Kirche entfaltet. Die Versammlungen, die in den größeren Städten Schlesiens gehalten wurden, haben nicht den erwarteten Besuch gefunden und sind wesent—

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„Menschen fürchte ich nicht,“ sagte sie herb, beide Frauen maßen sich mit ihren Blicken.—

„Urle, denke an Mutter,“ warnte Gerhard.

Ludmilla trat abwehrend an das Fußende des Bettes, als wollte sie die bebende junge Frau zur Seite schieben.

„Schwöre mir, daß meine Enkelkinder,

Da trat Hans mit dem Gerichtsrat ein, sofort sah er, daß etwas Ungewöhnliches vorgehe.„Mutter, was ist!“——

„Da,“— die Kranke sank zurück,„sieh, Deine Frau, sie nimmt mir die Ruhe meiner Todesstunde“ sagte sie matt.—

„Arle, was tust Du:“ Hans sah empört zu ihr hin.—

War sie wieder die Schuldige, sie und immer sie!

„Ich schwöre meinen Glauben nicht ab, noch leiste ich einen Schwur irgend welcher Art über meine Kinder,“ taumelnd griff sie in die Luft, Hans fing sie in seinen Armen auf und trug sie hinaus.

„Nach Hause, zu Mutter und Dore,“ flehte sie,„warum bringt Ihr mich immer wieder her?“—

Der Arzt trat herein ein alter, liebenswürdiger Herr. Er kam eben von der Kranken.

„Stirbt sie nun durch mich?“ fragte Urle zagend.

„Nein, nein, kleines Frauchen, nur Kopf hoch, besser, viel besser geht es drüben. Ruhen Sie jetzt morgen sagen Sie „Adieu“, und dann geht es heim, aber jetzt müssen wir schlafen, verstanden?“—

Urles Schwägerin Bettina, die Frau des Gerichtsrats, schob energisch alle beiseite:„Unvernünftige Menschen, erst jagen sie die Aufregung wie Flammenstöße durch den Körper, und dann heißt es: jetzt müssen sie schlafen.— Die haben alle gut kom— mandieren, da, Hans, ist Dein Platz, laß sich Deine Frau aus— sprechen und,— Du darfst wirklich ein wenig besser aufpassen.“ Sie hielt Urle kühlendes Zitronenwasser an die Lippen, nickte ihr freundlich zu und ging hinaus.

Der Arzt sprach keine Lüge Trostes wegen aus, wirklich

ging es drüben im Krankenzimmer über Erwarten gut, sorg⸗

fältige Pflege rang die alternde Frau noch einmal dem Tode ab

Bei Arle stellte sich in der Nacht Fieber ein, der Arzt ver— bot die Reise und ordnete noch zwei Tage ungestörte Ruhe an. Dann durfte sie aufstehen und Hans führte sie im Winter— garten und Speisesaal hin und her.

Eine dunkle Gestalt huschte an ihnen vorüber, Bruder In⸗ nozenz besuchte die treue Spenderin, die schon wieder auf dem Chaiselongue lag.—

Dammrat, der die Blumen goß und ordnete, warf ihm einen grimmigen Blick nach und beschäftigte sich extra an der Tür. Plötzlich lachte er verbissen und stieß die Tür auf.

„Was sagt der gestrenge Bruder Innozenz?— Pater Markus hat wohl im Tode noch keine Ruhe und spuke wie der böse Geist an allen Enden?“—

Frau Wendtland zeigte gebieterisch nach der Tür:„Sie haben hier nichts zu suchen, entfernen Sie sich!“—

„Gleich, Madame, gleich, Sie können es ja meinem Alter zu gut halten, ich bin jetzt zweiundvierzig Jahre hier auf dem Klostergut, daß ich nicht gleich gehorche, aber ich wollte Sie man ein bißchen aufklären,“ er zeigte auf den Brief in der Hand,„da drinnen steht Pater Markus letzte Bitte.“— Ja⸗ wohl, er hat sie kurz vor seinem Tode geschrieben.“ Es klang eine leise Unsicherheit in Bruder Innozenz Stimme.—

„Nachher ging's auch nicht mehr,“ höhnte er hart,„was hat'n denn gefehlt?“

„Ich brauche Ihnen nicht Rede zu stehen, aber da Sie es zu wissen begehren, er starb an Herzlähmung.“—

Markerschütternd halltie Dammrats Hohngelächter von den Wänden zurück, so daß die Pflegerin und der Gerichtsrat er⸗ schreckt herbeieilten.

„Das Herze wird freilich lahm, wenn es an's Sterben geht, dann war er wohl gar noch ein Selbstmörder, wenn er vorher wußte, was geschehen würde?— Erfroren ist er,“ Dammrat schrie es Bruder Innozenz in das Gesicht,„elendiglich umge⸗ kommen im Walde.“— Fortsetzung folgt.

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