Sonnabend, den 27. August 1927.
„Evangelische Warte“
Nr. 35.
die Simultanschulländer auf Tradition berufen, kön⸗ nen es die Länder mit Konfessionsschulen auch. Viel⸗ leicht wären mit der Zeit die Konfessionsschulländer doch zur Simultanschule herangereift.
Auf einen stark verbreiteten Irrtum müssen wir an dieser Stelle noch einmal hinweisen. Man versteht in Norddeutschland oft unter Simultanschule die welt⸗ liche Schule. Weltliche Schule aber ist die Schule ohne jeglichen Kofessionsunterricht, während die Simultan⸗ schule, die in den südwestdeutschen Ländern besteht, christliche Gemeinschaftsschule ist, in der der Konfessions⸗ unterricht getrennt erteilt wird.
Für die südwestdeutschen Länder ist die Lage durch den Reichsschulgesetzentwurf doppelt erschwert. Nicht nur, daß der Gedanke der Volkseinheit, des einen, eini⸗ gen Volkes, bedingt neben anderem durch die eine Schule,, zerschlagen wird, sondern daß durch ihn den Staaten ungeheure, kaum tragbare Lasten zugemutet werden, welche die Finanzhaushalte erschüttern müssen.
Aus all dem Gesagten ergibt sich ohne weiteres, daß große Teile des evangelischen Volkes Norddeutschlands unbedingte Anhänger der Konfessionsschule sind, wäh⸗ rend die südwestdeutsche evangelische Elternschaft die christliche Simultanschule erhalten wissen will.
Was ein Schulgesetz wie das, was der RSE. bringt, für Folgen für die bestehenden Simultanschulländer bringt, erhellt am besten das Musterbeispiel Holland. Dort hat man im Jahre 1920 den Versuch riskiert, die neutrale Gemeinschaftsschule zu zerschlagen und für jede Schulart Entwicklungsmöglichkeit zu geben. Man erhoffte dadurch den Schulfrieden! Genau wie in Deutschland! Welche Wirkung hatte nun das hollän— dische Schulgesetz, die„Friedensstiftung“?
Schulfriede trat keiner ein, im Gegenteil. Die Kämpfe, die sonst im Parlament von höherer Warte ausgetragen wurden, setzten nun in allen Gemeinden ein. Niedrigste Mittel wurden gebraucht, um die El⸗ ternschaft für die eine oder andere Schulart zu gewin⸗ nen. Keine Familie blieb von den Kämpfen verschont. Durch leidenschaftliche Propaganda wurde der Wert der Schulen herabgesetzt, so daß sich der Unterrichts⸗ minister Waszink, Vertrauensmann der Parteien, welche die Friedensstiftung brachten, gegen diese Frie⸗ densstiftung öffentlich ausgesprochen hat, dabei an⸗ gebend, daß sie„die Ausgaben sprunghaft in die Höhe getrieben“ habe.
Dazu kommt, daß der wirtschaftliche Druck die Frei⸗ hat des so gepriesenen Elternrechtes oftmals niederge⸗ rungen hat. Die Zahl der Sonderschulen wuchs in Hol⸗ land von 1920 bis 1924 von 2623 auf 3485. Der Fi⸗ nanzminister erklärte, daß durch die Schulzertrümme⸗ rung 1000 Lehrer mehr als seither benötigt würden. Die Kosten sind für einen Volksschüler von 50 auf 165 Gulden gestiegen.
Kein Wunder, daß Holland heute noch kein 7. Schuljahr, keine Pflichtfortbildungsschule hat. Es gab in Holland am 31. 12. 25 1081 Gemeinden. Davon hatten
12 Gemeinden gar keine Schule
281 Gemeinden Schulen einer Richtung,
508 Gemeinden zwei Schularten,
280 Gemeinden drei und vier Schularten.
Man denke sich das einmal auf Hessen übertragen! Hessen hat nahezu 1000 Gemeinden. In einer großen Zahl von Orten würden statt der einen bestehenden Schulart künftighin vier, ja vielleicht fünf bestehen. Nach dem Reichsschulgesetzentwurf sind zugelassen die evangelische, katholische, israelische Konfessionsschule, die Simultanschule und die weltliche Schule. Die Zertrüm⸗ merung in so viel Schularten bedeutet aber durch die Entstehung von Zwergschulen, Splitterschulen mit un⸗ ausgebauten Systemen statt der bisherigen gut ausge⸗
bauten: Schulrückgang, Bildungsrückgang, Senkung
des geistigen Gesamtniveaus, Kulturrückgang des deut⸗
schen Volkes in den betroffenen Gebieten.
Was würde aber dem in Hessen mühselig aus⸗ balanzierten Staatshaushalt passieren? Er würde kaum sein Gleichgewicht finden und müßte die Schullasten auf die Gemeinden abwälzen, die so schon nicht ein noch aus wissen. Der Staat könnte die Mehrgehälter für die mehr benötigten Lehrkräfte nicht mehr aufbringen, er müßte auch darin die Gemeinden heranziehen und damit den Steuerzahler!
Dann denke man sich die Fälle, die zahlreich vor⸗ kommen würden, wo Kinder einer Minderheitskonfes⸗ sion(nur bei 40 Kindern einer Konfession darf eine be⸗ sondere Konfessionsschule nach dem RSE. errichtet wer⸗ den) in die Konfessionsschule der Andersgläubigen gehen müssen. Diese Konfessionsschule muß nach dem⸗ selben RGE. in Lehrbüchern, Gebräuchen, Unterrichts⸗ art der betr. Konfession angepaßt sein. In dieser Schule erhalten dann die Kinder der Minderheitskon⸗ fession ihre Erziehung, die dem Willen der Eltern ent⸗ gegengesetzt gegenübersteht. Ist das Elternrecht? Ge⸗ wissensfreiheit?
Daher kann die Evangelische Volksgemeinschaft nicht der Zerschlagung der Simultanschule der Simul⸗ tanschulländer zustimmen, sondern setzt sich mit Entschie⸗ denheit für die Erhaltung der christlichen Simultan⸗ schule ein.
Noch ist der Entwurf nicht Gesetz, und die nächsten Monate werden schwerste Kämpfe zeitigen. Vielleicht muß der Entwurf, ganz wie seine Vorgänger, wieder verschwinden. Die letzte Wahrscheinlichkeit ist außer⸗ ordentlich groß. Geben wir uns aber auch keiner Täu⸗ schung hin: ein verpfuschtes Reichsschulgesetz kann in deutsche Lande unheilvollste Kämpfe und Verwirrung bringen. Gerade dies aber können wir in den schweren Jahren, welche Deutschland gegenwärtig zu durchleben hat, nicht gebrauchen. Wir haben im Innern geschlos⸗ sene Fronten nötig, um in der Außenpolitik stark da⸗ zustehen.
Aus all diesen Erwägungen heraus kam die Evan⸗ gelische Volksgemeinschaft zu der angeführten Ent⸗
schließung. W. Greb. Aufruf
zur Bildung einer Arbeitsgemeinsthaft
für evangelisch⸗joziale Arbeitermission.
Die Arbeiterfrage, an welcher im vorigen Jahrhun⸗ dert unsere Kirche verständnislos vorüberging, muß jetzt unbedingt von evangelischer Seite aus zur rechten Lösung gebracht werden, wenn wir uns nicht ein zwei⸗ tesmal einer großen Sünde an der Arbeiterschaft schul⸗ dig machen wollen. Der deutsch⸗evangelische Kirchen⸗ tag in Bethel bei Bielefeld 1924 mit seiner„Sozialen Kundgebung“ war wohl ein erfreuliches Zeichen von der Einsicht unserer Geistlichen, daß sie große Aufgaben in der Arbeiterschaft zu erfüllen haben. Doch was nützen die besten Kundgebungen, wenn die soziale Tat ausbleibt? Es ist nicht richtig, daß die Kirche nur für das Heil der Seelen zu sorgen hätte. Zu ihrer Auf⸗ gabe gehört auch die Sorge um das leibliche Wohl ihrer Glieder; denn wo Not und Elend herrscht, ist meist das Herz der Menschen verbittert gegen Gott. Wenn sich die Kirche des leiblichen Wohles der Arbeiterschaft an— nimmt, ihr wahre Herzensliebe entgegenbringt und die Arbeiterfrage zu ihrer Frage macht, dann besteht die Gewißheit, daß die Macht des Unglaubens in der evan⸗ gelischen Arbeiterschaft gebrochen wird. Der beste Weg,
ö von sozialen Gesetzen. Charitative Hilfe,
den Arbeitern umfassend zu helfen, ist die Schaffung wie sie durch
die„Innere Mission“ geboten wird, genügt nicht. Der Arbeiter will keine Wohlfahrtspflege, er will Gerech⸗ rigkeit im Wirischaftsleben. Das Kapital ohne Arkei⸗ ter ist unnötz; die Arbeiter dagegen würden bei einer anderen Wirtschaftsordnung auch ohne Kapital arbei⸗ ten können. Der heutige Kapitalist mit seiner Börsen⸗, Trust⸗ und Konzernwirtschaft ist der Parasit des Volkes; dagegen ist der Arbeiter der werteschaffende Faktor, und alles würde zugrunde gehen, wenn nicht mehr ge— arbeitet werden würde. Die Arbeit und der Segen Gottes in der Natur erhält die Menschheit. Kapital und Arbeit müssen sich gegenüberstehen, weil das Ka⸗ pital ein künstliches Gebilde ist. Damit ist nicht der Besitz gemeint. Besitz kann erarbeitet sein; das Ka⸗ pital dagegen ist eingestellt auf Ausbeutung und ist entstanden durch Ausbeutung. Kann die Kirche vom Kapital abhängig sein? Nein: denn das wäre gegen alle christliche Sittlichkeit. Doch ist die Kirche ab⸗ hängig vom arbeitenden Volke, von dessen Steuer sie finanziell getragen wird. Sie ist also eine Volkskirche und hat für das Wohl des schaffenden Volkes nach innen und außen zu sorgen. Gegen die Raffenden, das sind die Kapitalisten, muß sie im Kampfe stehen, wie Jesus gegen die Wechsler und Händler im Tempel zu Jeru⸗ salem.
Soziale Gesetze können nur auf parlamentarischem Wege geschaffen werden. Weil nun aber die Kirche als solche sich nicht parlamentarisch betätigen kann, müssen ihre gläubigen Glieder eine parlamentarische Tätigkeit ausüben und zwar im enggefaßten evangelischen Sinne, so wie es durch die Evangelische Volksgemeinschaft ge⸗ schieht. Noch ist die EV. in der evangelischen Glaubens⸗ welt heiß umstritten; aber ihre Notwendigkeit zur Ver⸗ tretung und Auswirkung evangelischer Belange in den Parlamenten wird immer mehr anerkannt. Ihre vor⸗ nehmste soziale Aufgabe erblickt sie in der wirtschaft⸗ lichen Gerechtigkeit für die Arbeiterschaft. Dazu ist erforderlich, daß sich alle Arbeitermitglieder der EV. zu einer Arbeitsgemeinschaft für evangelisch⸗soziale Ar⸗ beitermission, in der Folge kurz: Arbeitermission ge⸗ nannt, zusammenschließen. Mission heißt Sendung. Die Arbeitermission hat eine zweifache Sendung; 1. unter den Arbeitern, die lediglich durch die Taufe evangelisch wurden und der Kirche feindlich oder gleich⸗ gültig gegenüberstehen, lebendigen Glauben zu wecken, und 2. in den Parlamenten durch Stellung von Arbei⸗ terabgeordneten für soziale Gerechtigkeit im Wirt⸗ schaftsleben zu wirken. Weil die Arbeiterfrage im Vor⸗ dergrund der allgemeinen sozialen Frage steht, ist ihre besondere Pflege und Vertretung in den Parlamenten innerhalb der EV. eine Notwendigkeit. Durch zielbe⸗ wußte Arbeit und Ausschöpfung aller Möglichkeiten, die sich in den Parlamenten bieten, das Wohl der Arbeiter zu fördern, muß es der Arbeitermission gelingen, die Macht des Marxismus zu brechen und der Kirche Zu⸗ wachs an lebendigen Gliedern aus der Arbeiterschaft heraus zu schaffen.
Die Arbeitermission soll keine Organisation sein. Sie will die Arbeitermitglieder der EV. zu gemein⸗ samer Arbeit erfassen und zwar durch ein Monatsblatt, betitelt: Der evangelisch⸗soziale Arbeiter, welches iht Sprachrohr bildet und so gehalten wird, daß es sich gut zur Weitergabe an evangelische Arbeiter eignet, die von der Kirche abseits stehen.
Dieser Aufruf soll einstweilen die Anregung zur Bildung der Arbeitermission sein. Der Anterzeichnet bittet alle Arbeitermitglieder der EV. um ihre Stel⸗ lungnahme dazu und um weitere Vorschläge. Wenn alle Vorarbeiten genügend erledigt sind, kann die Bil⸗ dung der Arbeitsgemeinschaft für evangelisch⸗soziale Arbeitermission während der nächsten Reichstagung der EV. erfolgen.
Julius Zirkelbach, Nürnberg, Rothenburgerstraße 26g. —
*
re N
Viola Tritolor.
Von Theodor Storm. 3. Fortsetzung.
„Die Toten! Wem sollten die nicht heilig sein! Aber Rudolf,“— und sie zog ihn wieder an das Fenster; ihre Hände zitterten und ihre schwarzen Augen flimmerten vor Erregung —„sag mir, die ich jetzt dein Weib bin, warum hälst du die⸗ sen Garten verschlossen und lässest keines Menschen Fuß hinein?“
Sie zeigte mit der Hand in die Tiefe; der weiße Kies zwi⸗ schen den schwarzen Pyramidensträuchern schimmerte gespenstisch; ein großer Nachtschmetterling flog eben darüber hin.
Er hatte schweigend hinabgeblickt.„Das ist ein Grab, Ines,“ sagte er jetzt, oder wenn du lieber willst, ein Garten der Vergangenheit.“
Aber sie sah ihn heftig an.„Ich weiß das besser, Rudolf! Das ist der Ort, wo du bei ihr bist; dort auf dem weißen Steige wandelt ihr zusammen; denn sie ist nicht tot; noch eben, jetzt in dieser Stunde warst du bei ihr und hast mich, dein Weib, bei ihr verklagt. Das ist Untreue, Rudolf, mit einem Schatten brichst du mir die Ehe!“
Er legte schweigend den Arm um ihren Leib und führte sie halb mit Gewalt, vom Fenster fort. Dann nahm er die Lampe von dem Schreibtisch und hielt sie hoch gegen das Bild empor. „Ines, wirf nur einen Blick auf sie!“
Und als die unschuldigen Augen der Toten auf sie herab— blickten, brach sie in einen Strom von Tränen aus.„O Ru⸗ dolf, ich fühle es, ich werde schlecht!“
Weine nicht so,“ sagte er.„Auch ich habe unrecht getan; aber habe auch du Geduld mit mir!“ Er zog ein Schubfach
seines Schreibtisches auf und legte einen Schlüssel in ihre Hand. „Oeffne du den Garten wieder, Ines!—— Gewiß, es mach. mich glücklich, wenn dein Fuß der erste ist, der wieder ihn be⸗ tritt. Vielleicht, daß im Geiste sie dir dort begegnet und mit ihren milden Augen dich so lange ansieht, bist du schwesterlich den Arm um ihren Nacken legst!“
Sie sah unbeweglich auf den Schlüssel, der noch immer in ihrer offenen Hand lag. „Nun, Ines, willst du nicht annehmen, was ich dir gegeben habe?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Noch nicht, Rudolf, ich kann noch nicht, später— später; dann wollen wir zusammen hineingehen.“ Und indem ihre nen dunklen Augen bittend zu ihm aufblickten, legte sie— den Schlüssel auf den Tisch.
* 0 Ein Samenkorn war in den Boden gefallen, aber ö des Keimens lag noch fern. Es war im November.— Ines konnte endlich nicht mehr daran zweifeln, daß auch sie Mutter werden solle, Mutter eines eigenen Kindes. Aber zu dem Entzücken, das sie bei dem Be⸗ wußtsern überkam gesellte sich bald ein anderes. Wie ein un⸗ heimliches Dunkel lag es auf ihr, aus dem allmä, ein Gedanke gleich einer bösen Schlange emporwand. Sie suchte ihn zu verscheuchen, sie flüchtete sich vor ihm zu allen guten Gei⸗ stern ihres Hauses, aber er verfolgte sie, er kam immer wieder und immmer mächtiger. War sie nicht nur von außen wie eine
Fremde in dieses Haus getreten, das schon ohne sie ein fertiges Leben in sich schloß?— Und eine zweite Ehe— gab es denn im 8 4255 8. 5 e 905 e das S 0„der
Mußte die erste, die einzige, nicht bis im Flure das Schloß der Hoftür, kalte Luft blies sie an
überhaupt eine solche? zum Tode beider fortdauern?— Nicht nur bis zum Tode! Aus,
weiter— weiter, bis in alle Ewigkeit! und wenn das?— Die heiße Glut schlug ihr ins Gesicht; sich selbst zerfleischend, griff sie nach den härtesten Worten.— Ihr Kind— ein Ein⸗
dringling, ein Bastard würde es im eigenen Vaterhause sein!
Wie vernichtet ging sie umher; ihr junges Glück und trug sie allein; und wenn der, welcher den nächsten Ansprue, hatte, es mit ihr zu teilen, sie besorgt und fragend anbnate so schlossen sich ihre Lippen wie in Todesangstt.
— In dem gemeinschaftlichen Schlafgemache waren die schweren Fenstervorhänge heruntergelassen, nur nurch eine schmale Lücke zwischen denselben stahl sich ein Streifen Mond⸗ licht herein. Unter quälenden Gedanken war Ines eingeschla⸗
fen, nun kam der Traum; da wußte sie es: sie konnte nua bleiben, sie mußte fort aus diesem Hause, nur ein kleines Bün⸗ delchen wollte sie mitnehmen, dann fort, weit weg—— ihrer Mutter, auf Nimmerwiederkehr! Aus dem Garten, hinter den Fichten, welche die Rückwand desselben bildeten, führte ein Pförtchen ins Freie; den Schlüssel hatte sie in ihrer Tasche, sie wollte fort—— gleich.——
Der Mond rückte weiter, von der Bettstatt auf das Ki sen und jetzt lag ihr schönes Antlitz voll beleuchtet in seinen blassen Schein.— Da richtete sie sich auf. Geräuschlos ent⸗ stieg sie dem Bett und trat mit nackten Füßen in ihre davor stehenden Schuhe. Nun stand sie mitten im Zimmer in ihrem weißen Schlafgewand; ihr dunkles Haar hing, wie sie es nachts zu ordnen pflegte, in zwei langen Flechten über ihre Brust. Aber ihre sonst so elastische Gestalt schien wie du sammengesunken; es war, als liege noch die Last des Schlafes auf ihr. Tastend, mit vorgestreckten Händen, glitt sie durch das Zimmer, aber sie nahm nichts mit, kein Bündelchen, keinen Schlüssel. Als sie mit den Fingern über die auf einem Stuhle liegenden Kleider ihres Mannes streifte, zögerte sie einen Augenblick, als gewinne eine andere Vorstellung in ihr Raum gleich darauf aber schritt sie leise und feierlich zur Stubentit hinaus und weiter die Treppe hinab. Dann klang unten,
Nachtwind hob die schweren Flechten auf ihrer Brust.
— W Wie sie durch den finsteren Wald gekommen, der hinter ihr lag, das wußte sie nicht; aber jetzt hörte sie es überall aus dem Dickicht hervorbrechen; hinter ihr. Vor ihr erhob sich ein großes Tor; mit alle: Macht ihrer kleinen Hände stieß sie den einen Flügel auf; eine öde, unabsehbare Heide dehnte sich vor ihr aus, und plötzlich wimmelte es von großen schwarzen Hunden, die in emsigen Laufe gegen sie daherrannten; sie sah die roten Zungen au- ihren dampfenden Rachen hängen, sie hörte ihr Gebell, imme näher— tönender—— a
Da öffneten sich ihre halbgeschlossenen Augen, und allmäh lich begann sie es zu fassen. Sie erkannte, daß sie eben inner halb des großen Gartens stehe; ihre eine Hand hielt noc
gw. u Jander Neulsch gn be selleic Letttag schet. ines Ahunge der N. ug ei ahm! heinl. n Ta aß De a b hauser les e Kreuze Funde liefen kutsche tet b n Mi garkeit ade al en erf kunnen feichsp ese eigefü ungsfe un der leren as fti — ie Klin lichten
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