zonnabend, den 25. Juni 1927.
Zreunde“ den Stuhl vor die Tür setzen, wenn er et⸗ % zu anspruchsvoll und lästig werden sollte! Beide Kontrahenten“ so heißt es dann weiter in u Leitsätzen,„erkennen sich ausdrücklich als Glieder christlichen Volksgemeinschaft an und verpflichten ih, nach Kräften für die Abschwächung der gegenseitigen blemik beizutrag“. Der eine Kontrahent(Vertragsschließende) also ist 0 lbs Zentrum, der andere muß sich erst finden. Ihm ine 1 eibt nur übrig, die Bedingungen zu akzeptieren, die das 1 is Zentrum hier diktiert. Das bedeutet aber doch, sich 5 un vornherein, in eine Bindung und Abhängigkeit hi⸗ h einbegeben, die ein evangelisches Gewissen bedenklich i 0 mmen muß. 5 Was ist denn überhaupt„christliche des solksgemeinschaft 2 Für uns Evangelische klingt da⸗ 0 3 in die Gemeinsamkeit der christlichen Weltanschauung 110. Aber eben diese wird, wie die Darlegungen Dr. er launs' oben zeigen, auf katholischer Seite durch so dle und so starke Vorbehalte abgeschwächt und ampu⸗ m ert, daß zuletzt nur noch ein Schemen übrig bleibt. wich das festgestellte Anerkenntnis ist also so lange ein lee— de 4 Wort, wie der katholische Kontrahent nicht klar t nd eindeutig erklärt, was er unter der„christlichen dis solksgemeinschaft“ von Evangelischen und Katholiken arsteht! U. A. w. g.— Auch mit der„Abschwächung zehn r gegenseitigen Polemik“ ist es eine eigene Sache. br hh ber katholische Partner hat immer die Möglichkeit, vom n wih, litischen aufs dogmatische Gebiet hinüberzuwechseln mme, d so dem, der ihn wegen seiner Polemik einmal stel⸗ auf n möchte, zu entgleiten. Das gilt vor allem für seine hinden sesse, die zugleich katholische und Zentrumspresse ist. abb da ird er den Willen haben und es fertig bringen, diese sch we sesse zu einer rein politischen umzugestalten und aus un geh alles das auszumerzen, was evangelische Leser ver⸗ die u, zen könnte? Die Frage stellen heißt schon, sie ver— zen Ie ainen.! Zur Beseitigung von Differenzen auf politischem biete(Stellenbesetzung u. dgl.)“ soll nach den Leit⸗ gen„ein von beiden Gruppen zu besetzender Schlich⸗ ügsausschuß“ eingesetzt werden. Die grundsätzlichen Atscheidungen dieses Ausschusses sollen aber für beide hile erst bindend werden„nach allseitiger Annahme urch die Vertreter der kontrahhierenden Teile“ und ch dies nur,„soweit sie in der Lage sind, auf Stellen⸗ setzung u. dgl. Einfluß zu üben“. Vor allem aber soll des Recht ausgeschlossen sein, unmittelbar akute gellenbesetzungen pp. nach bestimmter Richtung zu be⸗ flußen“! Dieser lange 8 3 zeigt so recht, was für he Wälle und dicke Mauern das Zentrum aufführt, mit ihm ja niemand in seine gutgehende„Stellen⸗ he In umittelung für Zentrumsangehörige“ dreinfahre! Es enn,(ht das Gerücht im Volke, in den Kriegsjahren sei ein ies, iservativer Antrag, die Religionszugehörigkeit der in n zahlreichen Kriegsgesellschaften sitzenden„Rekla⸗ exten“ zu ermitteln, an der Drohung der jüdischen oßfinanz, dann keine Kriegsanleihe mehr zu zeich⸗ g ann, gescheitert. Wir wissen nicht. ob da⸗ wahr ist. en Pe, ber das ist uns gewiß: wenn heute in den Parla⸗ 11g uten ein Antrag eingebracht würde, die Partei⸗ oder ache Kligionszugehörigkeit der in den leitenden Regier⸗ zun igsstellen in Reich und Ländern tätigen Beamten ton ustellen, so würde keine Partei so wie das Zentrum gente dagegen sträuben! Denn dann würde endlich ein⸗ enn e Al an den Tag kommen, daß die Zentrumspartei auf 19 0 lem Gebiete dasteht als ein Revolutionsgewinnler dtialle Aegleichen und es verstanden hat, ihre Leute in die ht, iflußreichen Stellen hineinzubalancieren in einem
fang, daß ihr fortwährendes Paritätsgerufe den Andruck der Anersättlichkeit macht!
Daß in diese Dunkelkammer einmal ein helles Licht einleuchten und ein frischer Wind diese stickige At⸗ sphäre säubern könnte, davor ist dem Zentrum gar unge. And darum macht es jedes Rütteln an dieser iche für etwaige evangelische Bundesgenossen durch
stelle es„J ie f gemei tent 0 auff daß da de Au traut lage hy zusaß meln.
anschdh l selbe
te den Arm auf eines der Borte gestützt und seine Augen der Hand bedeckt. „Vater!“ sagte ich leise.
f 5 f Was willst du, Kind?
1„Es ist jemand da, der dich zu sprechen wünscht.“ i ich ü,„Er antwortete nicht darauf; er nahm die Hand von den ale n zien und riefe leise meinen Namen. 5 N f „Dann lag ich an meines Vaters Brust; zum erstenmal in
dan hitem Leben. Ich fühlte, daß er zu mir sprechen wollte; aber en,( skeichelte nur mein Haar und sah mich bittend an. Mein un Ser, lieber Junge!' war alles, was er über seine Lippen 1 lughte. Ich schloß die Augen; mir war, als sei ich nun vor aller 5 ien Abinsnot geborgen.— Trotz meiner Mutter Tod vergaß ich
n ger wieder, daß alles stirbt und wechselt.
iche 7„Aber es war eine glückliche Zeit, die ich von nun an noch i 70 Hause verlebte; mein Vater war nie wieder heftig gegen f haf c, eine Mutter hätte nicht zarter mit mir umgehen können; ibn h der Frühling brach damals in einer Schönheit an, wie ich i U dessen nicht wieder zu erinnern meine.— Hinter der Stadt 1e Hen chen Hecken und Wällen war ein wüster Platz, wo einst ein
2 wenhaus gestanden hatte, um den sich aber niemand 1 1 fümmern schien. Von den Blumen, die dort einst gepflegt hun mochten, sah man nur noch die Veilchen, die hier schon en om den ersten Frsthlingstagen blühten. Ich ging oft dahin; auch ßen ler, wenn in der Hecke sich der Hagedorn mit seinem Blu⸗ un chnee bedeckte, oder wenn alles ausgeblüht halte. iel 0 ich die Hänflinge und der Emmerling durch die Büsche schlüpf⸗ b jun Manche Stunde habe ich hier im Grase gelegen; es war d sale eil und feierlich; und die Blätter und die Vögel sprachen.
Cher niemals sah ich diesen Ort in solcher Schönheit wie in In Frühling. Gleich mir waren auch die Bienen e as l, Ah hinausgezogen; wie Musik wob und summte es er n end Veilchenkelchen, die wie ein blauer Schein aus Gras we,“ ud Moos hervorbrachen. Mein ganzes Schnupftuch plückte ich
an fluß
en Abschnitt 3 der Leitsätze unmöglich. Es hat sich!
„Evangelische Warte“
darin der Kautelen genug geschaffen: unmittelbar a⸗ lute Stellenbesetzungen darf der Schlichtungsausschuß überhaupt nicht beeinflussen! Kommt er einmal zu ei⸗ ner Entscheidung, die dem Zentrum nicht gefällt, so braucht dieses nur abzulehnen und die Sache ist, da allseitige Zustimmung vorgeschrieben ist, zu seiner Zu— friedenheit„erledigt“! Oder das Zentrum sagt:„Die Entscheidung ist nach§ 3 nur insoweit bindend für mich, wie ich in der Lage bin, auf die Stellenbesetzung Ein— fluß zu üben. In dem strittigen Falle aber habe ich wirklich keinen Einfluß, ihr könnt mir's glauben“, und schon glaubt man's ihm um des lieben Friedens Wil— len, und alles geht so, wie das Zentrum es will. An diesem Punkte hätte das Zentrum am ersten zeigen können, ob es die Parität wirklich ernst und ehrlich meint und eine sachliche Nachprüfung der Stellenbe⸗ setzung in Reich und Ländern nicht scheut. Aber gerade hier zeigen die Leitsätze sein völliges Versagen, sein be⸗ stimmtes Nichtwollen!
Den Schluß(Nr. 4) der Leitsätze bildet der Satz,
daß auf kirchlichem Gebiete liegende Differenzen in würdiger Form ausgetragen werden sollen. Das ver— steht sich von selbst. Wie gesagt, wir sind gespannt, ob und wieviele Evangelische es fertig bringen werden, diese„als Ver— einbarung zwischen den zu sammelnden evangelischen Gruppen und dem Zentrum gedachten Leitsätze“ sich zu eigen zu machen. Wir von der Evangelischen Volks⸗ gemeinschaft sehen darin nur einen Versuch des Zen⸗ trums, die ihnen zustimmenden Evangelischen seinen Bestrebungen willfährig und sie hinsichtlich der Wahr⸗ ung der evangelischen Interessen mundtot und ohn⸗ mächtig zu machen.
Ob und wieweit dieser Versuch glücken wird, war— ten wir in aller Ruhe ab. Zwar sind wir nach Dr. Bornemanns unmaßgeblicher Meinung nur eine„an sich für das deutsche Volksleben im ganzen noch sehr be— deutungslose, vorwiegend lokale Partei“ als er noch auf unser Ja hoffte, waren wir ihm freilich nicht zu „bedeutungslos“, von ihm zu Verhandlungen mit dem Zentrum eingeladen zu werden!), aber auch das Zen⸗ trum, so gern es sich als die politische Vertretung des katholischen Volksteiles ausgibt, stellt tatsächlich ja nur einen kleinen Teil der katholischen Deutschen dar. Die Mehrzahl der katholischen Wähler gibt anderen Par⸗ teien ihre Stimmen! Daß unsere Zahl ständig wächst, dürfte auch Dr. B. wissen, aber wichtiger ist uns, eine Partei zu sein, die, durch keine Rücksicht auf eine andere gebunden, die evangelischen Interessen voll und ganz zu vertreten die Freiheit, die Kraft und den Mut hat!
Dr. B. erinnert in seinem Artikel einmal an Ba⸗ chems„Wir müssen aus dem Turm heraus“! Viel- leicht rechnet er mit dem kurzen Gedächtnis oder der Unkenntnis seiner Leser. Denn gerade damals, vor dem Krieg, hat das Zentrum gezeigt, daß es nicht aus sei⸗ nem Turm heraus, sondern darin bleiben will.„Als Fazit der ganzen Bewegung ergibt sich, daß das Zen⸗ trum ein gutes Geschäft verdorben ist, daß seine Gegner einen tiefen, lehrreichen Einblick in seine Chamäleons— natur, die von der extrem katholischen Farbe bis in das blässeste, interkonfessionell-überkonfessionelle Christen— tum schillerte, getan haben, und daß alle Welt den
Mitteilung.
Nr. 28.
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bleibenden Eindruck gewonnen hat, daß alle seine Ver suche, aus der konfessionellen Haut zu fahren, seinen Bestand aufs schwerste erschüttern“, schrieb damals die „Kölnische Zeitung“(1910, Nr. 148). Das gilt auch für das Zentrum von heute: es bleibt im Turm! Auch heute wieder sucht es Evangelische, die ihm seinen Turm schützen helfen. Ansere Evangelische Volksge— meinschaft lehnt es ab, ihm Vorspanndienste zu tun. Ge⸗ rade unser Versuch, ein friedlicheres u. freundlicheres Verhältnis zum Zentrum zu gewinnen, hat uns gezeigt, daß die Turmtüren drüben noch immer fest verschlossen sind. Und eine Verständigung durch Schießscharten lie— ben wir nicht!
Wer seinen evangelischen Glauben, seine evange— lische Kirche, seine evangelischen Volksgenossen lieb hat und ihre Rechte und Interessen vertreten will, wird da⸗ durch immer aufs neue in scharfen Gegensatz zum Zen⸗ trum treten, das trotz seiner Behauptung, nur eine po⸗ litische Partei zu sein, einseitig und parteiisch die Be⸗ lange lediglich der katholischen Bevölkerung und der ka⸗ tholischen Kirche wahrnimmt.
Darum können wir auf die Frage:„Ist für die Evangelische Volksgemeinschaft eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum möglich?“ nur antworten mit einem klaren, entschiedenen Nein!
Auf der Warte.
Deutschland nimmt mit der Zeit alle die Gepflo⸗ genheiten, die vor dem Kriege üblich waren, wieder auf. So hat neuerdings, nachdem das Linienschiff„El⸗ saß“ der Hauptstadt Portugals, Lissabon, einen Besuch abgestattet hat, unser Schulschiff„Emden“ Yokohama besucht. Die Japaner bereiteten dem Besuche einen freundlichen Empfang.— Die Genfer Ratstagung hat, wie wir in der letzten Nummer schon voraussahen, mit einem riesigen Fiasko geendet. Deutschland ist bei ihr nicht vorwärts gekommen. Der sich in der letzten Zeit wieder breitmachende Geist Poincares ist dem franzö⸗ sischen Außenminister Briand, mit dem sich unser Dr. Stresemann allmählich sehr gut verstand, derart auf die Halsbänder geschlagen, daß er schleunigst abreisen muß— te. Es gibt manches plumpe politische Manöver, aber dies ist doch der schlimmsten eines. Hat Herr Poincare so viel Angst davor, daß Briand bei weiteren Ver— handlungen zu nachgiebig wäre? Stresemann, der vor kurzem noch in Stuttgart den„Silberstreifen am Hori⸗ zont“ verteidigte, muß mit leeren Händen zurückkehren. An eine Erörterung der Frage über Räumung der Rheinlande ist in nächster Zeit gar nicht zu denken. Verständigungswille in Frankreich ist, wie die letzte Hetzrede Poincares in Luneville zeigt, ebenfalls keiner da. Wo treiben wir hin? Das Rheinland lehnt es ab sich seine Freiheit mit Opfern, die das gesamte Deutschland belasten, erkaufen zu lassen. Der Rhein⸗ länder sagt sich: habe ich nun schon so viele Jahre aus— gehalten, so tue ich es im vaterländischen Interesse auch noch einige weitere! Aber er will auch, daß man dies anerkenne! Dieses Jahr kann man nun mit Freude feststellen, daß der Rhein das Ziel Tausender aus den unbesetzten Gebieten war. Die noch besetzten Städte
Eine Sitzung des Vorstandes des Reichswahlkreises Hessen-Darmstadt und der Leiter der Geschäfts⸗
stellen der 10 hessischen Werbebezirke findet statt am
Sonntag, den 26. Juni 1927, 14 Ahr, in Frankfurt am Main
(„Kronenhof“, Scharnhorststraße, in nächster Nähe des Bahnhofes).
Besondere Einladungen ergehen nicht. der Evangelischen Volksgemeinschaft sind
voll; mir war wie einem Seligen in diesem Duft und Sonnen⸗ schein. Dann setzte ich mich ins Gras, nahm etwas Bindfaden den ich immer bei mir führte, und begann gleich einem Mäd⸗ chen einen Kranz zu binden; über mir im Blauen sang so herz⸗ kräftig eine Lerche.„Du liebe, schöne Gotteswelt!' dachte ich; und dann geriet ich sogar ins Versemachen. Freilich, es waren nur kindische Gedanken in den hergebrachten Reimen; aber mir war sehr froh dabei zu Sinne.
„Als ich nach Hause kam, hing ich den Kranz in meines Vaters Stube; ich weiß noch wohl, wie glücklich ich mich fühlte, daß ich mir jetzt solche Allotria bei ihm erlauben durfte.
—„Noch eines muß ich sagen! Später, in seinem Nach⸗ laß, fand ich ein Sparkassenbuch auf meinen Namen und über eine große Summe; die erste Post derselben war, wie das Da⸗ tum derselben auswies, an jenem unglücklich⸗glücklichen Tage von ihm belegt worden. Es hat mich sehr erschüttert, als ich das Buch bei seinem Testamente fand; zum Glück bedurfte ich der Unterstützung nicht.“
— Wir waren eben aus entlegeneren Gassen, die wir bei unserm Gespräche unwillkürlich aufgesucht hatten, wieder in eine der Hauptstraßen eingebogen. Während ich fast ver⸗ stohlen den schon alternden Mann an meiner Seite betrachtete, legte er plötzlich die Hand auf meinen Arm.„Wollen Sie es einmal ansehen!“ sagte er.„Hier wohnten wir, als meine Eltern lebten; es war unser eigenes Haus; aber nach unseres Vaters Tode mußte es verkauft werden.“
Als ich aufblickte, sah ich, daß die stattliche Fensterreihe des oberen Stockwerks hell erleuchtet war.
„Ich hätte einmal ein paar schöne Unterrichtsstunden dort bekommen können,“ begann er wieder;„aber ich mochte es mir nicht zuleide tun; ich fürchtete, ich könne einmal auf der Treppe drinnen einem armen blassen Jungen begegnen, einem Men⸗ schen, aus dem nicht viel geworden ist.“——
Er schwieg.
Vollzähliges Erscheinen ist unbeding nötig. zu der Sitzung eingeladen.
0 ö 0 0
Alle Freunde Veller.
„Sprechen Sie nicht so!“ sagte ich.„Ich habe bisher ge— glaubt, Sie seien nicht weniger glücklich als wir anderen Men— schen.“
„Nun ja!“ versetzte er fast verlegen und lüftete ein paar⸗ mal seinen grauen Filzhut;„ich bin's ja auch, ich bin's ja auch! Es war nur so ein Einfall; ich weiß sonst wohl, daß man sich keine dummen Gedanken machen soll!“
Schon längst hatte ich gemerkt, daß diese letzte Phrase ihm gleichsam als Riegel diente, um alle vergeblichen Hoffnungen und Wünsche von sich abzusperren.
—— Eine Viertelstunde später befanden wir uns auf mei— nem Zimmer, wohin ich ihn, mein Abendbrot zu teilen, einge— laden hatte. Während ich mich bemühte, über meiner Spiritus⸗ maschine ein Kännchen nordischen Punsches zu brauen, stand er an meinem Bücherbrett und besichtigte mit offenbarem Ver⸗ gnügen die hübsche Reihe meiner Chodowiecki-Ausgaben.„Aber eine fehlt Ihnen doch!“ sagte er.„Bürgerschen Gedichte mit dem langen Subskribenten verzeichnis! Es ist schon ein Spaß unter all den alten Herrschaften die eigenen Urgroßväter auf— zusuchen. Von den Ihrigen würden Sie gewiß auch darunter finden.“ Er sah mich mit seinem herzlichen Lächeln an.„Ich habe das Buch zufällig doppelt; wollen Sie sich das eine Exem—⸗ plar gelegentlich bei mir abholen?“
Ich nahm das dankend an. And bald saßen wir nebeneinan— der im Sofa, die dampfenden Gläser vor uns, er aus meiner längsten Pfeife rauchend, die er statt der vor ihm liegenden Zigarren sich erbeten hatte. Als er den Probeschluck getan, hielt er das Glas noch in der Hand und sagte, darauf hinnickend: „Das tranken wir zu Hause immer am Neujahrsabend; einmal als Knabe trank ich mir sogar einen argen Rausch darin, so daß mir viele Jahre ein Widerwille gegen dieses edle Kunst— gebräu geblieben ist. Aber jetzt jetzt schmeckt es wieder!“ Er tat einen behaglichen Zug und setzte sein Glas dann auf den. Tisch.(Fortsetzung folgt.)


