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Sonnabend, den 19. März 1927.

vater nach einigem Zögern einwilligte, bat ich, er möge mir das schriftlich geben. Das tat er. Und jetzt nach zwei Jahren, wo nun Hochzeit sein soll, da ist er, durch die Verwandtschaft gedrängt, anderen Sinnes gewor den und verlangt nun katholische Trauung. Da habe ich denn mein Papier hervorgeholt und gesagt: Hier habe ich's schriftlich, und das gilt, und wenn nicht, dann ist's noch Zeit für mich, zurückzutreten. Und da hat er denn endlich nachgegeben.“ Nun, ich war dann zur Hoch⸗ zelt eingeladen, und es war eine sehr fröhliche Hochzeit und ist auch eine sehr glückliche Ehe geworden. Zur Nachahmung empfohlen und allen unsicheren Kanto nisten ins Stammbuch geschrieben! Mehr evangelische Standhaftigkeit! (Schluß folgt.)

Vom drohenden Konkordat.

Was ist ein Konkordat?

Nach der echt römischen, zumal von den Jesuiten vertretenen, aber auch von Papst Benedikt XV.(An⸗ sprache im Geh. Konsistorium vom 21. November 1921) ausgespochenen Anschauung sind die Konkordate Privi⸗ legien, die der Papst kraft seiner Vollmacht als Statt⸗ halter Christi einzelnen Staatsregierungen einräumt und die er jederzeit wieder zurücknehmen kann.

Nach der milderen, zur Beruhigung des politischen Gewissens der Staatsmänner und Volksvertreter derzeit in den Vordergrund geschobenen Theorie für die Kon— kordate Verträge internationalen Rechts, von Macht zu Macht abgeschlossen, wie ein Bündnisvertrag oder ein Handelsvertrag.

Warum ist ein Konkordat unannehmbar?

Nach der Privilegientheorie: weil es die Anerken⸗ nung der römisch-päpstlichen Ansprüche auf die Uni⸗ versalmonarchie der Kirche, d. h. Herrschaft des Papst⸗ tums über alle weltlichen Staaten und Mächte(Bulle Unam sanctam), in sich schließt.

Nach der Vertragstheorie: weil der Staat damit einseitig das geistliche Oberhaupt einer einzelnen Reli⸗ gionsgesellschaft als eine sich gleichgeordnete Macht an⸗ erkennt; weil er zwischen sich und seine katholischen Staatsangehörigen eine internationale u. mit den Hän— deln der inneren und äußeren Politik eng verknüpfte Stelle sich eindrängen läßt, die in allen Konfliktsfällen auf die Gemüter einen stärkeren Einfluß auszuüben ver mag als er selbst; weil er der katholischen Kirche damit eine bevorzugte, zeitlich unbegrenzte Sicherung ihrer kirchlichen Belange einräumt, die die anderen staatlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften nicht genießen, und somit dem Grundsatz der Gleichberechti— gung der Glaubensbekenntnisse ins Gesicht schlägt.

Aus diesem Grunde kann ein selbstbewußter, mo— derner Staat überhaupt kein Konkordat abschließen. Diese Erwägungen gelten für jeden Staat, gleichgültig, 9 55 Bürger der Mehrheit nach katholisch sind oder nicht.

Staat, Sthule, Kirthe.

Es ist unseren Lesern wohl bekannt, daß für das zu erwartende Reichsschulgesetz die katholische Kirche ihre besonderen Wünsche hat. Diese gehen mit den Wünschen der Evangelischen in den Grundsätzen auseinander. Dies liegt, wie bei der Konkordatsfrage, daran, daß der Pro⸗ testantismus sich einordnet in den Staat, während der Katholizismus mit dem an der Spitze stehenden Papste sich über den Staat stellt. Dies tritt deutlich zu Tage bei den Ausführungen des Zentrumsführers Gu é rar d, die er im Anschluß an die Regierungserklärung im Reichstag machte:

„Ich wende mich zu einer kulturpolitischen Frage, der wir außerordentliche Bedeutung beimessen. Gestern ist der Ausdruck gefallen, die Schule sei eine Einrichtung des Staates. Das ist eine Auffassung, die bei uns Erstaunen hervorruft, die wir aber als völlig verfassungswidrig(Sperrung nach der

„Evangelische Warte“

Nr. 12

„Köln. Volksztg.“) bezeichnen. Sie will nicht mehr und nicht weniger, als dem Staat ein Monopol, eine umfassende und schrankenlose Zwangsgewalt über die Schule zubilligen, eine Auffassung, die wir aufs be⸗ stimmteste zu rückweisen. Gewiß hat der Staat einen bedeutsamen Anteil am Schulwesen, aber mit Recht spricht die Verfassung nur von einer Aufsicht des Staates, nicht aber von einer staatlichen Allein— herrschaft. Jeder Staat muß sich darüber klein sein, daß es auch eine freie Tätigkeit derjenigen geistigen und sittlichen Macht für die Schule geben muß, die sich dem Werke der Erziehung widmet Darum er⸗ kennt die Verfassung auch an mehreren Stellen das Recht der Erzieher an. Das Schulwesen muß aus der alleinigen Zwangsjacke herausgenommen werden. Die Verfassung erkennt die Rechte der Religions⸗ gesellschaften an; sie stellt unabhängig vom Staat den Religionsunterricht als Lehrfach hin und würdigt da⸗ mit die Besonderheit derjenigen Erziehungskräfte, die den Religionsunterricht leiten.“ Der Redner fordert darum„von allen Deutschen für die Schulpolitik der nächsten Zukunft den notwendigen Respekt und die innere Hochachtung vor den sittlichen und geistigen Faktoren. Darauf werden wir niemals verzichten, weil die Achtung vor diesen Faktoren eine der größten Kraftquellen unseres Volles ist.“

Es fällt in diesen Ausführungen auf, mit welcher Schroffheit hier die römische Auffassung vom Staat aus⸗ gesprochen wird. Es ist nach diesen Ausführungen wohl zu erwarten, daß das Zentrum bei den kommenden Kämpfen um das Reichsschulgesetz mit Hintansetzung aller Rücksichtahme seine Ziele zu erreichen suchen wird.

Die Deulschnationalen und das Konkordat.

In Nr. 10 unserer„Evangelischen Warte“ beleuch⸗ teten wir mit einem Artikel in der deutschnationalen „Pommerschen Tagespost“ die Stellungnahme der Deutschnationalen zum Konkordat. Daß wir nun nicht allein solche Feststellungen gemacht haben, sondern auch andere über diese Haltung der Deutschnationalen be— unruhigt sind, zeigt ein Artikel in Nr. 46 des„Deutschen Tageblattes“, überschrieben:„Preußenkonkordat auf Schleichwegen“. Da heißt es:

„Am meisten befremdet hier wieder einmal die Haltung der Deutschnationalen und sie dürfen sich nicht wundern, wenn man schon jetzt die Meinung ausspricht, daß sie auch diesmal keine Opposition trei⸗ ben werden, und wenn man weiter der Vermutung Ausdruck gibt, daß die Verhandlungen zur Bildung der Reichsregierung eine zentrumsfreundliche Hal⸗ tung beim Preußenkonkordat zur Folge haben werden.

Hätten die Deutschnationalen, wie die Deutsch— völkischen, klipp und klar in kurzer Erklärung ein Preußenkonkordat in Richtung des bayerischen abge⸗ lehnt, so wäre es für die Regierung unmöglich gewe— sen, weitere Verhandlungen zu führen, wenigstens, wenn sie davon überzeugt gewesen wäre, daß die Deutschnationalen diesmal bei dem„Nein“ geblieben wären. Die Deutschnationalen haben keine Erklä— rung abgegeben, haben keinen Antrag gestellt und werden auch zukünftig durch keinen Antrag irgend⸗ welche Verhandlungen stören, zumal führende Deutschnationale, wie Professor Martin Spahn, ebenso auch der ganze Katholikenausschuß der Partei, für ein Konkordat kämpfen. Das Zentrum hat auch in Preußen dieser Partei seinen Willen aufgezwun⸗ gen, und es wird das Konkordat durchsetzen mit Hilfe der Deutschnationalen, wenn nicht im ganzen Lande diejenigen sich zur Wehr setzen, die es angeht, und ihren Einfluß auf die parlamentarischen Vertreter geltend machen.

Das Verhalten der deutschnationalen Presse er— weckt schwere Bedenken.“

Uns sind diese Wege der Deutschnationalen durch— aus nicht verwunderlich. Wir von der Evangelischen Volksgemeinschaft haben schon immer darauf hinge— wiesen, wie hier der Volkspartei durch ihre ultramon—

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Dornenwege.

Roman von Clara Meller. 16. Fortsetzung.

Interessant waren die Gestalten auch alle, von dem wild⸗ blickenden Führer bis zum mit Schmuck und Münzen überladenen Weib und den geschmeidigen, über ihre Jahre gereiften Kinder.

Die tolle Raya hieß die verwegene Braut, in derem klassisch schönen Gesicht zwei phänomenale schwarze Augen wie Zauber⸗ sonnen leuchteten. Sie kam mit ihrem Bräutigam quer über das Brachfeld geritten, ohne Sattel saßen sie auf kleinen, niedri⸗ gen Pferden und sausten dahin, daß die buntbebänderten Mähnen flogen; da schrie die Menge auf, Raya sauste über den Kopf eines dreijährigen Zigeunerknaben.

Der Bräutigam sprang herab, hob seine Braut herunter, schwang sie jauchzend im Wirbel herum und sah triumphierend die angsterfüllte Menge an, die Rayas kleinen Scherz schon für ein Brapourstücklein hielt.

Urle drückte die Hand auf das Herz in tiefem Erschrecken und faßte nach Dores Hand, und so traten beide aus dem Kreis der Zuschauer, weiter zu den Zelten hin. Wohl angezogen durch Dores zwingenden Blick, deren große, graue Nixenaugen fast schwarz in der Erregung schimmerten, lenkte Raya ihren Blick herüber und blieb gebannt an Urle haften. In der Tat war sie eine auffallende Erscheinung in ihrem schlichten blaugrauen Kleide und den fast bis auf den Saum des Kleides reichenden Zöpfen.

Die Mutter rief sie zurück. Sie gingen einige Schritte seit wärts, um sich einen Weg zu bahnen und standen der Alt mutter gegenüber.

Vielleicht übte auch sie einst zwingende Gewalt durch ihre Schönheit in der Jugend; heute war das Gesicht pergamentartig,

faltig, aber interessant in seiner unbegrenzten Häßlichkeit und ihre Macht war nicht minder groß, vielleicht noch intensiver, durchgreifender; denn sie regierte durch ihre Klugheit. Sie saß auf einem zusammengeschnürten Bündel Lumpen, das mit einem zottigen Hundefell bedeckt war und lehnte mit dem grkrümmten Rücken gegen eine knorrige Weide.

„Wie alt sind Sie?“ fragte gerade ein Redakteur.

Sie lachte kichernd in sich hinein und klemmte mit dem ein— zigen, großen Zahn die Unterlippe fest:„Die Hundert sind vor— bei, aber die 20 noch nicht wieder erreicht.“

Jetzt sah sie auf und erblickte Urle. Sie schien sie mit ihrem Blick verschlingen zu wollen, dann schloß sie die Augen, als müsse sie mit Fatirgewalt alle Geister vor ihrem inneren Auge be— schwören, daß sie ihr das kommende Schicksal dieser Lichtgestalt offenbarten. Mit sonderbaren Handbewegungen durchschnitt sie die Luft, als zeichnete sie Runenzeichen in die haltlose Ferne, und doch verfolgte sie nur den Zweck, damit zu fesseln, damit ihr niemand entschlüpfte.

Naya war über den Platz gesprungen, daß ihre Münzen klirrten, und schob ihre biegsame Gestalt keck zwischen die beiden Schwestern:„Raya will hören, was die kluge Borries spricht. Raya ist auch bald junges Weib wie diese blonde Schöne.“ Sie zeigte auf Urles Trauring. Dann wog sie ungeniert die langen Zöpfe in ihrer Hand:„Alle Frauen, die außergewöhnliches Haar haben, sind außergewöhnlich in einer Hinsicht. Die Altmutter sagt es gleich“, nickte sie lachend und ließ ihre blitzenden Zähne sehen.

Urle zitterte vor Erregung. Wie unangenehm war diese Situation. Wäre doch Hans bei ihr! Dore bereute tief, hiervon geredet zu haben und wünschte sich weit fort von den Ihren. Da erhob sich die Altmutter, auf ihre Krücken gestützt, und humpelte auf Raya und Urle zu. Sie hob wie bekräftigend ihren Stock

Auf der Warle.

Das Ringen in China geht unvermindert weiter. Immer neue Truppenkörper werden in den Kampf ge⸗ worfen. Die Kantonesen hatten in der letzten Woche eine große Reihe von Erfolgen zu verzeichnen, sind aber anscheinend jetzt wieder in eine vollkommen neue Schlacht verwickelt. Bedauerlich, daß bei diesen fort⸗ dauernden Wirren das Missionswerk unendlich leiden muß.— In Japan, dem Land, in dem eine Unzahl Vulkane tätig ist, vernichtete ein Erdbeben wieder ganze Distrikte. 2500 Menschen mußten ihr Leben lassen; es gab 4000 Verletzte und beinahe 8000 Häuser wurden zerstört. Wie hilflos steht der Mensch diesen übergeord⸗ neten Gewalten gegenüber. Da sind die modernsten Errungenschaften der Wissenschaft machtlos.— Im Mittelmeer hält England große Flottenmanöver ab, um zu demonstrieren, daß es den Schwerpunkt seiner Seemacht dorthin verlegt hat, sehr zum Aerger Italiens, Frankreichs und Spaniens.— Italien unterzeichnete nach Jahren endlich das Abkommen, nach dem die An⸗ nexion des früher russischen Bessarabiens durch Rumä⸗ nien anerkannt wird. Dieser anscheinend englands— freundliche und russenfeindliche Schritt wurde in den Pressen aller Länder lebhaft kommentiert. Man spricht von einem Druck Englands auf Italien. Andererseits hat Italien erklärt, daß es nicht beabsichtigt, eine ruf— senfeindliche Stellung einzunehmen, die Tatsache der Unterzeichnung darf aber doch als ein Erfolg der ge— schickt arbeitenden englischen Diplomatie ausgewertet werden, die Rußland auf Umwegen ihre Macht fühlen läßt.— Die Genfer Ratssitzung ist beendet. Deutsch⸗ land kann von dem Ergebnis nicht ganz befriedigt sein, denn in der oberschlesischen Schulfrage wurde nur eine Zwischenlösung gefunden und in der Saarfrage scheint das Ergebnis noch ungünstiger. Stresemann und Briand schlossen ein Kompromiß. Vom streng natio⸗ nalen Standpunkt des Deutschen aus nicht erfreulich, vom diplomatischen Standpunkt aus etwas gün⸗ stiger. Frankreich muß endlich binnen dreier Monate seine Truppen zurückziehen. 800 Mann Bahnschutz sind zugestanden, der aber nur in ganz außergewöhnlichen Fällen eingreifen darf. Dazu muß der internationale Charakter dieses Schutzes gewahrt werden. Was be— deutet dies? Hätte Stresemann an der unbedingten Räumung und Nichtanerkennung des Bahnschutzes fest⸗ gehalten, so wäre Deutschlands Ansicht überstimmt wor⸗ den und Aussichten auf weitere Verhandlungen hätten nicht bestanden. Durch das Kompromiß aber ist der Weg für Verhandlungen über die Rheinlandräumung weiter offen. Die Frage dürfte im Sommer angeschnit— ten werden. Fällt aber einmal die Rheinlandbesatzung, dann ist auch der Bahnschutz, der ja die rückwärtigen Verbindungen der französischen Rheinarmee decken soll, überflüssig geworden. Warum sich also halsstarrig die Zukunftsausßchten verbauen. Wir können daher, ob; wohl doch sonst sehr vaterländisch denkend, uns der Presse nicht anschließen, die Stresemann bei seiner Rück⸗ kunft heftig angreift.— In Deutschland wurde wieder einmal am Aufwertungsproblem gerührt. Die Reichs regierung ließ demgegenüber erklären, daß an den Grundzügen des Aufwertungsgesetzes nicht gerüttelt werden dürfe.— Lebhafte Erregung rief auch die ge⸗ plante Erhöhung der Mieten hervor.— Am 13. März, dem Sonntag Reminiscere, wurde auf Veranlassung des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge in weiten Tei⸗ len des Deutschen Reiches der Gefallenentrauertag feierlich begangen.— Der Reichsfinanzminister weilte auf der Durchreise einige Stunden in Darmstadt, um mit dem Landesfinanzamt über schwebende Fragen zu verhandeln.

N DRUCR SACHEN

aller Art liefert die Verlagsdruckerei

Albin Rlein, Giesien

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auf und hing ihn geschickt an einen Ast, so daß sie auch im Stehen festen Halt gewann.

„Jetzt weiß ich alles, Raya, alles, auch für dich! Du wirst glücklich, denn du wirst geliebt mit der wilden Glut, wie nut unser Stamm sie kennt, und jeder liebt dich heißblütiges Men⸗ schenkind. Aber hüte dich, zur Zigeunerkönigin über das grohe Wasser zu fahren, da ist dein Glanz kurz; dann stirbst du. Ueber⸗ rede Bango nie dazu; denn ein blutroter Nebel trennt euch dann. Sonst wirst du alt, wenn auch nicht wie deine Borrles“

Raya war aufgeregt, daß sie Urle am Aermel zupfte:

„Haben Sie es gehört? Ich soll nicht zur Königin, und ich. sehne mich doch krank nach dem Anblick der Zigeunermacht und

Pracht! Da will ich forschen, ob ein Zaubertränklein für den, Tod wächst!“

„Und du,“ fuhr die Altmutter fort und streckte ihre zitternde, knochige Hand nach Urle, diese schüttelte unwillig den Kopf und wollte entfliehen, aber es gab keinen Ausweg durch die dicht gedrängte Menge,„ja, du hast ein liebreiches, jedoch ein Leben,

das du schwer durchkämpfen mußt, bis dein Herbst kommt. Der ö

ist schön wie Südens Sommertag, wenn Lorbeeren blühen!“

Kaum hatte sie zu Ende gesprochen, da streckte Raya bittend ihre kleine braune Hand hin:„Altmutter darf nichts nehmen, weil sie unsere Schicksale auseinanderwob, aber Raya bittet!“

Dore und Frau Benningsen zogen beide ihre Börsen und ließen einige Münzen der Braut in die Hand gleiten, die hoch⸗ erfreut sofort umwendete und auf ihren Bango zueilte.——

Die Zuschauermenge drängte näher heran. Die Altmutter setzte sich auf ihren Platz zurück. Ihre Absicht war erreicht. Jetzt floß Geld in ihren Beutel; denn wer schaute nicht gern in die Zukunft? Wenn sich alles im Lichte der Zeit als Truggewebe offenbarte, dann weilte die Zigeuneralte längst nicht mehr im Gesichtskreis der Düpierten.

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