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Sonnabend, den 16. Juli 1927.
alles aus ist. Der materielle Besitz ist nicht Zweck des
Lebens, und wäre es möglich, alle äußere Not auf Er⸗ den zu beseitigen, so würde trotzdem die innere Not blei— ben, die durch keine Philosophie und durch nichts ande— res ihre Heilung findet, als allein durch die Gemein⸗ schaft der Seele mit Gott. Diese Gemeinschaft müssen wir den Arbeitern bieten! Gemeinschaft der Seelen mit Gott und Gemeinschaft untereinander, das allein nur kann die Grundlage der Evangelischen Volksge— meinschaft sein. In dem Wort„Gemeinschaft“ liegt unser Erfolg unter den Arbeitern und dahin müssen wir kommen, daß alle Stände in unserer Bewegung einen starken Freundschaftsbund bilden, der sich seiner Pflicht und Verantwortung gegenseitig bewußt ist. Haben wir den Arbeiter seelisch gewonnen, dann wollen wir ihm selbstverständlich auch wirtschaftlich und sozial helfen. Das gehört zur Aufgabe der Evan⸗ gelischen Volksgemeinschaft, einen gerechten Ausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen, den Kindern der Arbeiter dieselben Bildungsmöglich— keiten zu bieten, wie sie die Kinder der Begüterten haben, den alternden Arbeitern einen sorgenlosen Le— bensabend zu ermöglichen, Licht, Luft und Platz in die Arbeiterwohnungen zu bringen und noch manches an— dere mehr, was dazu dient, den Arbeiterstand wirt⸗ schaftlich, sozial und kulturell zu heben. Doch wird diese Arbeit stets mit den Lebensinteressen der anderen Stände in Einklang gebracht. Darum ist ein Kampf von Stand zu Stand in unseren Reihen völlig ausge— schlossen; dagegen soll jeder Stand wissen und darnach handeln, daß alle Stände zusammenzuarbeiten haben zum Wohl des gesamten Volkes. Gemeinschaft in jeder Beziehung, also auch in den materiellen Dingen; das macht die Evangelische Volksgemeinschaft stark und sichert ihre Zukunft! Julius Zirkelbach.
Aus der katholischen Arbeiterbewegung.
Landeskonferenz der katholischen Arbeiter des Volksstaats Hessen.
Am 12. Juni hielten die katholischen Arbeiter des Volksstaates Hessen eine Landeskonferenz in Darm⸗ stadt ab, um die Lage der katholischen Arbeiterstands⸗ bewegung näher zu besprechen und um eine Arbeits⸗ gemeinschaft der katholischen Arbeitervereine ganz Hessens zu bilden. Aus 35 Orten des Hessenlandes wa— ren 100 Delegierte erschienen. Um halb 11 Uhr eröff⸗ nete Herr Diözesanpräses Dekan Eich-Bingen die Tagung. Nach Ansprachen des Stadtv. Schlett⸗ Mainz und des Diözesanpräses Gickler-München⸗ Gladbach wurde folgende Entschließung, aus der Mitte der Versammlung kommend, von Reichstagsabg. Reg⸗ Rat Knoll ausgearbeitet, von der Versammlung ein⸗ stimmig angenommen:
Entschließung:
Die heute am 12. Juni 1927 im Konkordiasaale zu Darmstadt versammelten katholischen Arbeiter aus ganz Hessen stehen einig und geschlossen auf dem Boden der katholischen Arbeiterstandesbewegung. Die Ver— sammlung erkennt, daß nur auf dem Boden einer rei⸗ nen, einheitlichen Arbeitervereinsbewegung die Schu⸗ lung der katholischen Arbeiter auf religiösem, poli— tischem und wirtschaftlichem Gebiete möglich ist. Die Versammlung erkennt gerne an, daß die in der Diözese Mainz bestehenden Männer- und Arbeitervereine bis— lang ihr Möglichstes für die Arbeiterschaft getan haben. Die völlig veränderten Verhältnisse auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete lassen jedoch deutlich erkennen, daß nunmehr die Zeit gekommen ist, die gemischten Vereine abzulösen durch reine katholische Arbeiterver— eine.
Die Versammlung beschließt deshalb einmütig, in allen Orten mit mindestens 20 katholischen Arbeitern (auch wenn dieselben bisher dem Männer- und Ar⸗ beiterverein oder dem Volksverein angehören) Ar— beitervereine zu gründen mit obligatorischer Einfüh— rung der„Westdeutschen Arbeiterzeitung“.
Die gesamten Arbeitervereine Hessens schlossen sich dem Westdeutschen Verband katholischer Arbeiterver— eine an.
Ein stiller Musikant.
4. Fortsetzung.
„Allein, was half das mir!— Noch am selben Tage er— fuhr ich überdies, daß mein alter Lerngenosse sich ebenfalls als Musiklehrer dort niederzulassen gedachte. Es mochte ihm mit seinem Virtuosentum auf die Dauer nicht geglückt sein; aber er besaß doch, was mir fehlte. Ich wußte wohl, ich mußte gehen.
„Schon nach wenigen Tagen half Aennchen mir meine kleinen Kisten packen, und manche Träne aus ihren mitleidigen Augen fiel dabei auf meine alten Bücher; ich mußte zuletzt sie gar noch selber trösten.
—„Wohin ich meine Schritte richten sollte, darüber war ich nicht in Bedenken; ich besaß hier in meiner Vaterstadt zwar nicht Haus und Hof, aber eben vor dem Tor doch meiner El— tern Grab.— Als ich, hier angelangt, meine Sabseligkeiten wieder aus den Kissen packte, fand ich unter meinen Noten das wohlbekannte Kristalldöschen bis zum Rande vol; non Pfeffer⸗ minzpastillen. Die gute Signora Katerina— sie hatte mir doch den Ehrenpreis noch reichen wollen.
„Aber es ist zu spät“, sagte er, jetzt plötzlich aufstehend, indem er eine große goldene Uhr aus seiner Tasche zog;„weit über Bürgerbettzeit! Was werden meine alten Bleichersleute denken!“
„Und Aennchen?“ fragte ich.„Was ist aus der geworden?“
Er war eben beschaftigt, die lange Pfeife wieder an den Haken zu hängen, von dem ich sie vorhin für ihn herabgenom— men hatte. Jetzt wandte er sich zu mir, und in seinem Antlitz stand wieder das stille kindliche Lächeln, das ihn so sehr ver— schönte.
„Evangelische Warte“
2. Die katholische Arbeiterschaft in Hessen steht politisch auf dem Boden der Zentrumspartei. Sie er⸗ klärt sich gerne bereit, alles zu tun, um eine politische Gesundung und einen Wiederaufbau des Vaterlandes auf der republikanischen Verfassung zu ermöglichen. Die Arbeiterschaft erwartet von der Zentrumsfraktion des Deutschen Reichstags und des Hessischen Landtags, daß sie wie bisher auch fernerhin alles tun werden, um die großen sozialen Nöte der breiten Massen zu lindern. Insbesondere aber erwartet die katholische Arbeiterschaft Hessens, entsprechend den Richtlinien der deutschen Bischöfe, daß auf dem Gebiete des Wohnungs— baues noch mehr wie bisher getan wird, weil nur in einer gesunden Wohnung ein gesundes Familienleben, und durch ein gesundes christliches Familienleben ein gesundes Stgatswesen möglich ist. Die katholische Ar— beiterschaft Hessens muß jedoch verlangen, daß sie ent— sprechend ihrer Stärke auch ihre Vertretung in Par- teien und politischen Körperschaften findet.
3. Wirtschaftlich bekennt sich die Konferenz ein— mütig zu der christlichen Gewerkschaftsbewegung. Sie verspricht, alles zu tun, die Mitglieder der katholischen Arbeitervereine den christlichen Gewerkschaften zuzu— führen. Sie erwartet von der christlichen Gewerkschafts⸗ bewegung dieselbe Unterstützung.
4. Die Konferenz begrüßt die Gründung des katho— lischen Arbeitersekretariats in Mainz. Sie betrachtet das Sekretariat als die gegebene Stelle zum Aufbau der katholischen Arbeiterstandsbewegung in Hessen. Die Gründung weiterer Sekretariate wird angestrebt.
5. Die Konferenz gelobt, mit ganzer Kraft dahin zu wirken, daß auch in Hessen eine starke katholische Ar⸗ beiterstandesbewegung geschaffen wird, damit so der Geist des großen sozialen Bischofs Ketteler Gemeingut der gesamten katholischen Arbeiterschaft bleibt.
Es wurde ein vorläufiger Vorstand der Arbeits- gemeinschaft der katholischen Arbeitervereine Hessens gebildet, bestehend aus je einem Mitglied der einzel⸗ nen Arbeitervereine; als Vorsitzender Dekan Eich— Bingen und Stadtv. Schlett-Mainz. Mit einem Vortrag des Diözesanpräses Gickler-M.⸗Gladbach, der das Leben und Wirken des großen Arbeiterbischofs Wilhelm E. Freiherr von Ketteler beleuchtete, schloß die Versammlung. 5
Warum bringen wir obigen, der„Darmstädter Zeitung“ entnommenen Bericht? Um zu zeigen, wie die katholische Kirche, die katholische Arbeiterschast und die katholische Volksgemeinschaft(das Zentrum) zu⸗ sammenarbeiten. Lernen wir hier! Es ist wahrlich an der Zeit! Aufgabe der Evangelischen Volksgemein⸗ schaft ist es, hier bahnbrechend zu wirken.(Siehe den Artikel„Die Arbeiterfrage in der Evangelischen Volks— gemeinschaft.)
Die Deutsche Volkspartei und das Konkordat.
In einer Vextrauensmännerversammlung der Deutschen Volkspartei im Kreis Büdingen, die kürzlich in Stockheim stattfand, sprach Landtagsabgeordneter Oberstudiendirektor Dr. Keller-Büdingen über ak⸗ tuelle Kulturfragen. Dabei erklärte er u. a.:„Partei⸗ führer Stresemann hat betont, daß es sich heute nicht mehr um die Frage„Konkordat oder kein Konkordat“, sondern um die Frage„Länderkonkordate oder Reichs- konkordat“ handele. Angesichts der gesamten bestehen— den Verhältnisse, das soll wohl heißen: Angesichts der Vorherrschaft des Zentrums, mit dem man arbeiten will, hat die Deutsche Volkspartei sich mit ihm für eine reichsgesetzliche Regelung eingesetzt.
Das ist ja deutlich genug! Wir sind dankbar für diese Offenherzigkeit. Schließlich kommt es ja doch an den Tag, da ist es gut, wenn man die Anhänger einst— weilen auf die Zustimmung zum Konkordat vorberei⸗ tet. Wir konnten neulich(Warte Nr. 15) den Nach⸗ weis erbringen, daß auch die Deutsch-nationale Volks⸗ partei und die Linksparteien grundsätzliche Gegner des Konkordats nicht sind.
In einer der letzten Ausgaben der„Deutsch-Evan⸗
—.—— „Aus Aenchen?“ wiederholte er.„Was immer aus einem Freundes
übermütigen jungen Mädchen werden sollte, eine ernste Frau und Mutter. Nachdem sie unserer Signora ihren schweren Ab— tritt von der Erdenbühne durch treue Pflege, wie ich es hoffen will, ein wenig tröstlicher gemacht hatte, hat sie zwar keinen Prinzen, aber doch, was sie auch noch der alten Freundin de— mütig eingestanden, einen braven Schullehrer geheiratet. Sie wohnen seit Jahren hier am Ort; vorhin, da Sie mich trafen, kam ich just aus ihrer Wohnung.“
„So ist also Aennchen die Mutter ihrer Lieblingsschülerin?“
Er nickte.„Nicht wahr, das Leben ist ganz leidlich mit mit umgegangen?— Aber nun gute Nacht, vergessen Sie den Bürger nicht!“ Er nahm seinen grauen Hut und ging.
Ich hatte mich ins offene Fenster gelegt und rief ihm noch eine„Gute Nacht!“ zu, als er unten aus der Haustür trat, und sah ihm nach, wie er zwischen den schwachbrennenden Laternen die Straße hinabeilte und endlich in der Finsternis verschwand.
Die nächtliche Stille war schon völlig eingetreten. Zwischen dem Dunkel der Erde und der dunklen Kluft des Himmels lag das schlummernde Menschenleben mit seinem ungelösten Rätsel.
Etwa acht Tage später befand ich mich auf dem Wege nach dem Bleicherhäuschen. Schon ehe ich es erreicht hatte, hörte ich von dort her Klaviermusik.„Ei“, dachte ich,„jetzt fängst du ihn in voller Begeisterung über seinem Mozart!“ Als ich aber durch die offene Haustür eingetreten und vor dem Zim—⸗ mer meines Freundes stehengeblieben war, hörte ich, daß drin— nen Schuberts moments musicals gespielt wurden; auch war es keine Männerhand, welche die Töne hervorrief.
„Portamento, nicht staccato!“ sagte jetzt die Stimme meines
gelischen Korrespondenz“(Mitteilungen des Evangeli⸗ schen Bundes) war zu lesen: Bei Wahlen keine Stimme den Parteien, die für ein Konkordat sind! Wir fra⸗ gen bei der Leitung des Evangelischen Bundes hiermit an: Welche Partei soll der bewußt evangelische Staats⸗ bürger wählen?? W.
Auf der Warte.
Die in Genf tagende Seeabrüstungskonferenz, an der Amerika, England und Japan teilnahmen, hat mit einem Fehlschlag geendet. Es zeigten sich unüberwind— liche Schwierigkeiten. Die angesagte zweite Voll— sitzung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt, da man Zusammenstöße befürchtete, die weitere Verhandlungen auf Jahre hinaus unmöglich gemacht hätten. Es sitzen aber auch die schlauesten Füchse der Welt bei dieser Konferenz zusammen. Jeder sucht selbstredend für sein Land das meiste herauszuholen. Ein gewisser Ab— rüstungswille dürfte überhaupt höchstens bei Amerika bestehen, die anderen tun nur so. Frankreich und Ita— lien, die auch über ganz ansehnliche Flotten verfügen, sind zu der Konferenz überhaupt nicht erschienen. Das Wort.„Abrüstung“, das man mit einer gewissen Groß— artigkeit, Humanität oder wie man es sonst nennen mag, in den Versailler Vertrag geschrieben hat, ist, ab— gesehen von Deutschland, für die anderen Staaten nur ein„Wort“ geblieben. Taten hat niemand vor. Da⸗ durch, das sei ausdrücklich festgestellt, liegt eine Ver— letzung des Versailler Vertrages, der die Abrüstung
aller festlegt, vor.— Zwischen Jugoslawien und Al⸗ banien wurden die diplomatischen Beziehen wieder auf— genommen.— An der französisch⸗italienischen Grenze
kam es zu dem üblichen monatlichen Grenzzwischenfall. Wenn diese Vorkommnisse auch ziemlich unbedeutend sind, so geben sie uns doch einen Fingerzeig, wie die Grenzbevölkerung der Länder zueinander steht. Man merkt da herzlich wenig von der Waffenbrüderschaft 1915—18.— Herr Poincaré hat in Frankreich Mühe und Arbeit, sein Kabinett zusammenzuhalten. Er läßt in der Kammer mehrere Gesetzentwürfe verhandeln, die ihm schon längst das Genick gebrochen hätten, falls er nicht bei jeder Opposition die Vertrauensfrage stellen würde. Aber auch eine solche Waffe nutzt sich bei öfte⸗ rem Gebrauch ab. Wenn nicht alles täuscht, sind Poin⸗ cares Tage gezählt.— Der belgische Kriegsminister hat einen Vorstoß im begischen Parlament gegen die Reichswehr unternommen. Er will wieder einmal einmal eine Verfehlung deutscherseits feststellen. Die Reichsregierung hat daher zur Richtigstellung in Brüs— sel diplomatische Schritte eingeleitet.— In Irland wurde der irische Justizminister auf dem Wege zur Kirche ermordet. Ein tragisches Schicksal, da der Va⸗ ter auf dieselbe Art sein Leben lassen mußte.— Der Reichstag verabschiedete das Kriegsgerätegesetz, das Kriegsschuldengesetz und das Arbeitslosenversicherungs— gesetz. Die Parlamentarier waren in den letzten Tagen sehr lustlos, der Reichstag ziemlich leer, man lechzte nach der Sommerpause.— In der verwickelten Frage des Verfassungstages kam man noch zu keiner endgül⸗ tigen Lösung. Das Gebiet ist eines der heikelsten.— Der deutsche General Pawels hat mit einem französi⸗ schen und einem belgischen Offizier zusammen die Zer⸗ störung der Ostfestungen festgestellt. Damit hat Deutsch⸗ land seine Entwaffnungsverpflichtungen erfüllt. Wo sind die Pflichten der Gegner? Verankert im Ver— sailler Vertrag! Wann werden sie erfüllt? Das ist die große Frage; wir Deutsche haben in der Verschlep— pungspolitik schon so viel erlebt, daß unsere Hoffnungen, erstickt in ohnmächtigem Zorn, stets gering sein müssen. — Kaum hatte sich die Erregung im deutschen Volke über das Harzbahnunglück gelegt, als auch schon eine neue Schreckenskunde kam: die Nachricht von der gräß— lichen Unwetterkatastrophe in Sachsen, die nahezu 200 Menschenleben gefordert hat, deren Schaden weit über 70 Millionen Mark beträgt.— Nach neuesten Meldun⸗ gen soll in Kürze der Entwurf des Reichsschulgesetzes veröffentlicht werden, damit eine breite Diskussion über dieses in das Leben unseres deutschen Volkes tief ein schneidende Gesetz erfolgen kann.
Aber eine andere, jugendliche, von besonders reinem Klange antwortete:„Ich weiß wohl, Onkel; aber klingt das staccato hier nicht viel, viel schöner?“
„Ei, du Guckindiewelt!“ hieß es wieder,„schreib erst selbes so etwas, dann kannst du's halten, wie du willst.“
Noch eine kleine Stille; dann folgte ein Portamento, ich sah es ordentlich, wie die jungen Finger den Ton von einer Taste zu der andern trugen.
„Und nun noch einmal, ob du's sicher hast!“
Und nun kam es nocheinmal, und in vollkommener Sicher heit.
Vor mir an der Tür klebte heute ein augenscheinlich neue Zettel:
„Und sie genas! Wie sollt' ich Gott nicht loben; Die Erde ist so schön,
Ist herrlich doch, wie seine Himmel oben,
Und lustig drauf zu gehn!“
Der Vers war aus dem„Wandsbecker Boten“; ich kannte ihn wohl, aber Freund Valentin hatte sich diesmal eine kleine Aenderung gestattet; den der alte Asmus sprach in jenem Ge⸗ dichte doch nur von seiner eigenen Genesung.
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Als ich, solches erwägend, die Tür öffnete, sah ich neben Valentin ein noch kindliches Mädchen am Klavier sitzen, die mit großen aufmerkenden Augen zu ihm aufblickte.
Mit seinem lieben, jetzt etwas verlegenem Lächeln war es aufgestanden.
„Unsere kleine Sitzung neulich ist Ihnen doch wohl bekom— men?“ fragte ich, ihm die Hand reichend.
„Mir?“ erwiderte er.„Oh, vortrefflich! Aber Ihnen? Ic mag recht viel erzählt haben; Sie wissen, so zu zweien und beim


