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Sonnabend, den 16. Januar 1926.

Evangelische Warte

Nr. 3.

JC. ba. Die Evangelische Volksgemeinschaft erstrebt die et. Sammlung aller Evangelischen ohne Unterschied. Sie und fann daher weder zu einer Partei des Klassenkampfes an. hoch zur Vertreterin von Sonderinteressen einzelner Be⸗ kufsstände werden. Sie sucht einen gerechten sozialen die Ausgleich. Den Kampf um die Staatsform meidet sie. kin Sie will verbinden, nicht trennen. In ihren Reihen ten finden sich Monarchisten und Republikaner, alle beseelt den bon dem gleichen Bestreben, alle Kräfte einzusetzen für ge. dse Kirche, für den evangelischen Glauben, für Volk und ten Vaterland. Sie achtet die Verfassung, obwohl sie weiß, uns daß diese in manchen Punkten verbesserungsbedürftig ist. tei, Sie erstrebt Verwirklichung evangelisch⸗christlicher die Grundsätze in Haus und Schule, in Staat und Gesell⸗ ügte schaft, in Wirtschaft und Kultur. Sie kämpft für jeden an sozialen Fortschritt. Die Evangelische Volksgemeinschaft will das sein, was wir oben als Losung für die deutsche inte Beamtenschaft bezeichnet haben, nämlich: 15 deutsch, evangelisch, sozial. ider Sonach ist es eigentlich überflüssig, noch zu sagen, wist. daß die Evangelische Volksgemeinschaft gern die Auf⸗ ten. gabe übernimmt, auch für die ersten Lebensnotwendig⸗ Sie leiten der Beamtenschaft einzutreten. Die Evangelische eine Volksgemeinschaft wird das umso mehr tun, als sie sein. weiß, daß eine von den täglichen Sorgen um den Lebens⸗ das unterhalt freie Beamtenschaft ein Hauptstein zu dem hier Wiederaufbau unseres Vaterlandes ist. aren, . Eine neue Partei in gessen? dez Nach unserer Reichstagung in Gießen, worüber den die hessische Presse z. T. ausführlich berichtet hat, mer brachte dieDeutsche Zeitung in Berlin unter der Jahr⸗ obigen Ueberschrift von ihrem ständigen Vertreter inter in Hessen aus Darmstadt folgende Meldung: litik Die Tatsache, daß auch bei uns in Hessen der Katho⸗ attei lizismus im Vordringen begriffen ist, daß das Zentrum als eine der herrschenden Parteien mit Erfolg bemüht iche ist, diese oder jene wichtige Beamtenstelle mit einem e Be⸗ seiner Mitglieder zu besetzen, daß die Gründung zweier den Professuren für katholische Weltanschauung, je einer an alfach der Technischen Hochschule in Darmstadt und an der Uni⸗ assen⸗ versität Gießen, in Aussicht steht, all das hat in evan⸗ ublit gelischen Kreisen lebhafte Beunruhigung hervorgerufen. fart Unstreitig ist es darauf zurückzuführen, daß bei der Wahl zum Reichspräsidenten, namentlich im Odenwald und in e, der Umgegend von Darmstadt, sozialdemokratische Ar del beiter, so weit sie evangelisch waren, nicht der Parole Par- der Führer gefolgt sind und für Hindenburg gestimmt debe haben, daß evangelische Pfarrer, die, der demokratischen jedes Partei angehörend, für Marx agitiert haben, in ihren nich Gemeinden dadurch eine heftige Gegnerschaft wider ihre ndern Person ausgelöst haben. Aber damit nicht genug. Ge⸗ eg. wisse evangelisch⸗kirchliche Kreise werfen den Rechts⸗ etüfs⸗ parteien vor, daß sie in der Vertretung evangelischer , Belange zu lässig seien und haben sich deshalb vor eini⸗ ade ger Zeit zur sogenanntenEvangelischen Volksgemein⸗ Pot. chaft zusammengeschlossen. Diese Bewegung hat auch 5 in anderen Teilen des Reiches Freunde gefunden, und Stel so traten denn am 2. Juni die Anhänger dieser Richtung dete aus allen Gegenden Deutschlands zu einer Tagung in enden Gießen zusammen. Wie stark die Zahl der Teilnehmer gewesen ist, darüber verlautet noch nichts Bestimmtes; ite vol es wird nur mitgeteilt, daß aus dem hessischen Pfarrer⸗ sisten. tande sich bis jetzt 40 Geistliche derVolksgemeinschaft suchel angeschlossen haben. ündns Auf dieser Reichstagung der Evangelischen Volks- seihen gemeinschaft sprachen sich nun die meisten Redner für die enossen Gründung einer evangelischen Partei, d. h. einer Art chat evangelischen Zentrums aus. Eine Entschließung der behan⸗ Versammlung fordert denn auch die Schaffungeiner ied ein besonderen Partei auf Grund der evangelisch⸗christlichen e. Au Weltanschauung. seinen Ob der jüngst gegründeten Partei eine Zukunft be⸗ Vater schieden ist, steht dahin. Jedenfalls werden die Rechts⸗ lichten parteien gut tun, wenn sie dieser Bewegung ernste Be⸗ deulsh achtung schenken. vange Wir bemerken dazu nur dies: Daß der E. V. eine litishe zukunft beschieden ist, glaubt heute jeder bewußt evan⸗ anz ge, gelische Volksgenosse. Die Wahlen in Oberhessen haben es ja gezeigt, daß die E. V. als selbständige Partei von bielen gewünscht wird. n 0 sschaften Eein Leumundszeugnis aus der Zeit vor 140 Jahren! Wir nerbaren wollen absehen von seiner sehr weitläufigen, schwulstigen Form detselb jede Zeit hat ihre besonderen Sitten, auch im Sprachgebrauch und vor, und im amtlichen Verkehr; aber wer als christlicher Mensch die anniglih ses Zeugnis liest, tut ihm da nicht das Herz weh angesichts der daß wit Lerhältnisse, wie sie heute liegen? Damals war christliche Ge⸗ uit senel finnung, christliche Erziehung, echter und rechter Christenglaube eibeigel. ein Hauptfaktor im öffentlichen Leben; nur der stand in gutem und f Geruch und Ansehen, der in christlicher Gesinnung und Betäti lig his gung bewährt und erprobt war; das war die beste und sicherste hiermit Gewähr für die Rechtschaffenheit und Ehrbarkeit eines Menschen. Johan Und heute? Es gibt soviele schlechte Menschen, Menschen, von li ftucl denen die Spatzen auf den Dächern es pfeifen, daß sie Spitz⸗ habende buben sind, gottlose Menschen, denen man nicht über den Weg zuerwel kaut, aber ihr Leumundszeugnis bekommen sie doch, denn sie it gebüh⸗ haben ja in den letzten 5 oder 10 Jahren keine gerichtlichen ch in del Strafen erlitten, die ins Strafregister einzutragen waren, sie Jedes haben sich eben nicht erwischen lassen. Und wie ist es mit der Religion, wie ist es mit dem Christentum? Ja, das weiß man ef doch, die Religion ist seit den Tagen der Revolution vollkommen ger ul, ais dem öffentlichen Leben verbannt, die Behörden dürfen über⸗ esen haupt nicht mehr fragen nach dem religiösen Bekenntnis und intalsend niemand ist gezwungen, darüber Auskunft zu geben.(Artikel 66 der Reichsverfassung: Niemand ist verpflichtet, seine uligiöse Ueberzeugung zu offenbaren.) Selbst in stan⸗ samtlichen Beurkundigungen darf das Religionsbekennt⸗ is nicht mehr erwähnt werden! O du erbärmliche, moderne eit, wie bist du so gottlos, so leer, so inhaltlos geworden? Und ii moderner Mensch, der du die Religion aus dem öffentlichen

Gegen die Kriegsschuldlüge.

Für Abänderung des Versailler Vertrages. Eine Anzahl von hervorragenden englischen Geist⸗ lichen, Gelehrten und Schriftstellern hat eine Petition veröffentlicht, die für eine Abänderung von zwei Be⸗ stimmungen des Friedensvertrages von Versailles ein⸗ tritt. Die Petition weist darauf hin, daß in der gegen⸗ wärtigen Zeit der allgemeinen Versöhnung, die durch den deutsch⸗französischen Pakt und die Aussicht eines bal⸗ digen Eintritts Deutschlands in den Völkerbund einge leitet wurde, zwei Bestimmungen im Versailler Ver⸗ trag, die an sich unbedeutend, aber für Deutschland be⸗ sonders verstimmend und nach Ansicht der Unterzeich neten schwer zu rechtfertigen sind, fallen gelassen werden.

Diese beiden Punkte beziehen sich einmal auf Ar⸗ tikel 231, der den Ursprung des Krieges einfachauf den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten zu rückführt, und Artikel 227230, die sich oegen Vergehen gegeninternationale Moralität und Heiligkeit von Verträgen oderdie Verletzung der Gesetze und Bräuche des Krieges richten. Die Petition fährt fort:Wir sind der Ansicht, daß diese Artikel mit Gewalt einer ge schlagenen Nation unter den furchtbarsten Drohungen auferlegt wurden. Die Geistesverfassung, die die alliier⸗ ten und assoziierten Mächte damit zum Ausdruck brach; ten, ist jetzt zum größten Teil verschwunden. Wir sind der Ansicht, daß die Artikel offenkundig ungerecht sind und ein ernstes Hindernis für internationales Einver⸗ nehmen bilden. Daher fordern wir die Regierung dringend auf, entweder diese Artikel ohne weiteren Ver zug abzuändern, oder, wenn sich eine Abänderung des Vertrages als ein zu langwieriges und umständliches Verfahren erweisen sollte, ausdrücklich ihre Absicht zu bekunden, diese Bestimmungen unberücksichtigt zu lassen.

Unter den zahlreichen hervorragenden Pexsönlich keiten, die diese Petition unterzeichnet haben, befinden sich u. a. Professoren der Universitäten Cambridge, Ox⸗ ford, Manchester, Birmingham, Wales, Leeds, London und Liverpool, die Schriftsteller Arnold Bennett, Ber⸗ nard Shaw, ferner der Bischof von Birmingham, der Dekan von Bristol, der Bischof Gore, Professor Keynes, der Bischof von Manchester, Professor Gilbert Murray und Nevison.

Wir wollen diese Kundgebung gewiß nicht über schätzen, wir wollen sie aber auch nicht unterschätzen. Wenn es auch eine private Kundgebung ist, so verleiht doch das Ansehen der Unterzeichner der Kundgebung ein starkes Gewicht. Die Petition und die folgende Mel dung stellen zweifellos ein bedeutsames Symptom des Umschwungs in der öffentlichen Meinung unserer frü heren Gegner dar.

AAEArAVUYL.̃

Gegen das Versailler Schuld bekenntnis.

Eine amerikanische Stimme.

Bei Besprechungen der vor kurzem veröffentlichten Petition an das englische Parlament, worin die Strei⸗ chung der Artikel 231 und 227 des Versailler Vertrages gefordert wird, schreibt die amerikanische Zeitung World: Diese Forderung beruht auf Erwägungen, die für die Zukunft sehr klug und gegenüber der Ver⸗ gangenheit und der historischen Forschung sehr angemes sen erscheinen. Sie will mit der im Kriege zu Tode gehetzten Behauptung aufräumen, daß Deutschland für den Ausbruch des Krieges allein verantwortlich ist oder allein gegen die Heiligkeit der Verträge verstoßen hat. Wenn Deutschland sich dazu verstehen könnte, bei einer Streichung der Artikel 231 und 227 den Dawes-Plan nicht als hinfällig zu betrachten, so könnte die Anpas⸗ sung des Versailler Vertrages an die geschichtliche Wirk lichkeit weiter gefördert werden.

Ende des Heiligen Jahres in Rom.

Schließung der Heiligen Pforte.

Am heiligen Abend wurde die päpstliche Bulle über die Beendigung des heiligen Jahres überall bekannt⸗ gegeben. Die Schließung der Porta Santa in Rom voll⸗ zog sich unter größter Prachtenfaltung. An der Pro⸗

zession durch die Basilika nahmen außer den Kardinä

bist doch sonst so stolz auf deine Ahnen, aber den Glauben der Väter, das köstlichste Erbgut deiner Vorfahren, siehst du als etwas Ueberlebtes, als etwas Altmodisches an, vielleicht schämst du dich seiner, wie du dich wohl des bescheidenen Kittels schämen würdest, in dem dein Urgroßvater einst einherging. Wer aber die vorstehende Urkunde nicht flüchtig durchliest, sondern genau Wort für Wort, der wird sich fragen, wievielen in unserem Volk man heutigen Tags ein solches Zeugnis ausstellen könnte, und er wird zu dem Schluß kommen, daß man doch manchmal mit Fug und Recht von einerguten, alten Zeit reden kann, der gegen⸗ über die Zeit, in der wir leben, gar arm und dürftig an inneren Werten dasteht.

Aber zu dem starken Schatten, der sich hier zeigt, gehört auch ein starkes Licht und hoffentlich sind es noch sehr viele, die sich nicht scheuen, ihr Licht leuchten zu lassen vor den Leuten. Wir hoffen auf Viele, die das Herz auf dem rechten Fleck haben und sicher bereit sind mitzuhelfen, daß es besser werde.

Entkstehung einer Kriegslüge.

Die Northcliffpresse und der AmsterdamerTelegraph haben als Hauptquellen der Kriegsgreuellügen zu gelten. Daß auch andere öffentliche Organe der feindlichen Mächte darin nicht nachstanden, ist bekannt, wird aber jetzt in drastischer Weise von einem gewiß Unbefangenen erneut bestätigt. Kein anderer als der frühere englische Unterstaatssekretär Arthur Ponson by stellt in derNation den Gang einer Greuellüge durch folgende Zeitungsberichte dar:

Leben, vielleicht auch aus deinem Privatleben verbannt hast, 5

len noch fünfzig Erzbischöfe und Bischöfe teil. Ueber 60 000 Menschen füllten den Dom, darunter zahlreiche fürstliche und diplomatische Persönlichkeiten aller Län⸗ der. Die Zahl der Romfahrer überstieg nach der jüng⸗ sten Statistik im Heiligen Jahr eine Million.

Mit obiger Meldung vergleiche man das Weih⸗ nachtsevangelium. Der Heiland der Welt hatte auch nicht die Spur an sich von dem Glanz dessen, der sich heute seinen Stellvertreter nennt und der eine schau⸗ lustige Menge mit seiner Prachtenfaltung blendet.

Römische Propaganda. Ueber dieses Kapitel schreibt Propst Sommer⸗ Schleswig in derTägl. Rundschau folgenden beach tenswerten Artikel:

Vor einer Woche wurde mir ein Prospekt des Bu⸗ chesDer deutsche Luther im Weltkriege von dem Je⸗ suiten Grisar zugesandt. Heute erhalte ich für den evan⸗ gelischen Jünglingsverein eine Anpreisungder Le bensgeschichte Christi von dem italienischen Katholi ken Pagini, ausgerechnet mit lobenden Besprechungen evangelischer Kirchenräte, Superintendenten und Kir- chenzeitungen, die wohl besser täten, unsere reiche evan gelische Literatur zu empfehlen.

Es scheint ein System in diesen Zusendungen zu liegen. Wir werden offenbar davon noch mehr bekom men. Da liegt die Frage nahe: Ist es nicht wirklich an der Zeit, daß wir Evangelischen in ganz anderem Maße als bisher dafür sorgen, den Katholiken eine bes⸗ sere Kenntnis des Evangeliums, unserer Kirche und Lu⸗ thers zu übermitteln, besonders auch den zahlreichen ka⸗ tholischen Geistlichen endlich einmal eine Anschauung unseres evangelischen Christentums zu verschaffen? Ein mit Ueberzeugung aus der römischen Kirche ausge⸗ tretener katholischer Priester sagte mir einmal, in den dreißiger Jahren ihres Lebens hätten viele katholische Geistliche den Wunsch, von Rom loszukommen, wüßten aber nicht, wohin. Müßte nicht diesen Männern ge holfen werden?

Im Landtag war neulich wieder einmal davon die Rede natürlich nur seitens protestantischer Redner , die zwei großen Konfessionen seien nur zwei verschie dene Ausdrucksformen des einen Christentums. Man kann das doch für die römische Kirche nur teilweise gel ten lassen, solange Rom nicht das viele Unchristliche von sich abtut. Der größte heutige Geschichtsforscher sagt, daß es schon zur Zeit Konstantins bei der Erklärung des Christentums zur Staatsreligion zweifelhaft sein konn⸗ te, ob das Heidentum oder das Christentum in der Kir⸗ che gesiegt habe! Rom hat noch immer nicht gebrochen mit soviel Dingen, die dem Evangelium und dem Ur christentum direkt zuwider sind und nachweislich von außen in die Kirche eindrangen. Noch nicht hat es Buße getan für soviel im Mittelalter vergossenes Mär⸗ tyrerblut. Bis heute hält es sich, wie die Stockholmer Konferenz beweist, fern von der Gemeinschaft mit allen anderen Christen. Da wird es immer mehr Gewissens⸗ pflicht der Evangelischen, denjenigen Katholiken, die nach der Wahrheit des Evangeliums suchen, sie zu bie⸗ ten. Was muß und kann da im Großen geschehen? Wer macht dafür Vorschläge und geht an's Werk?

Aus unserer Bewegung.

Hungen. Vergangenen Sonntag sprach imSolmser Hof Herr Bürgermeister Völker aus Lich überWesen und Ziele der Evangelischen Volksgemeinschaft. Der Redner entwickelte in leichtverständlicher Weise das Programm der jungen Partei, das sich von den anderen politischen Parteien in erster Linie dadurch unterscheidet, daß das politische Leben in unserem Vaterland ge tragen sein muß von unserem unerschütterlichen christlich-evange lischen Glauben, der sich bis in die Regierungsstellen durchringen müsse. Die Einigung aller Evangelischen soll das Ziel der Evangelischen Volksgemeinschaft sein. Einigkeit und nicht Zwietracht heißt die Parole. An die vorzüglichen, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen, welche den Zuhörern in die Bestrebungen der Partei einen genauen Einblick gaben schloß sich eine rege und sachliche Aussprache an.

DieKölnische Zeitung schrieb:... Als der Fall Ant⸗ werpens bekannt wurde, läuteten die Kirchenglocken(nämlich in Deutschland).

Darauf derMatin(Paris):... LautKölnische Zei⸗ tung wurde die Geistlichkeit von Antwerpen gezwungen, beim Falle der Festung die Kirchenglocken läuten zu lassen.

Nunmehr dieTimes(London):... Wie derMatin aus Köln erfährt, wurden die belgischen Geistlichen, die sich weigerten, beim Falle Antwerpens die Kirchenglocken läuten zu lassen, aus ihren Aemtern vertrieben.

Weiter derCorriere della Sera(Mailand):... Wie dieTimes aus Paris über Köln erfahren, wurden die un glücklichen belgischen Geistlichen, die sich weigerten, beim Falle Antwerpens die Kirchenglocken läuten zu lassen, zu Zwangs⸗ arbeit verurteilt.

Und nun nochmals derMatin:... Wie derCorriere della Sera aus Köln über London erfährt, bestätigt sich, daß die barbarischen Eroberer von Antwerpen die unglücklichen bel⸗ gischen Geistlichen für ihre heldenhafte Weigerung, die Kirchen glocken läuten zu lassen, dadurch bestraften, daß sie sie mit den Köpfen nach unten als lebende Klöppel an die Glocken hängten.

FFFECCCCCCCͥͥͥ ĩ²! Wir machen darauf aufmerksam, daß mit unserer Gescäftsstelle in Ober⸗Lais eine unentgeltliche Beratungsstelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene, sowie eine auch völlig unent⸗ geltliche Auskunftsstelle in Rechtsfragen verbunden ist. ͤ ¹ͤöͤyü.-