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Nr. 13.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
Kollegen Errungene mit zu genießen. Er täuschte sich aber, sein Arbeitgeber gab ihm keine Lohnzulage. Das versetzt den Arbeite willigen, der zwar nicht zu den aller ärmsten Proleten gehört, aber sehr knauserig ist, in große Betrübnis.
Im Prozeß Werner⸗Erdmannsdörfer,
in dem es es bekanntlich um den von E. gegen W. erhobenen Vorwurf handelt, daß er als antisemitischer Abgeordneter jüd ischen Journalisten Berichte gegen Bezahlung ge⸗ liefert habe, fand in Kassel Termin statt. Be⸗ hufs weiterer Beweisaufnahmen wurde die Ver⸗ handlung vertagt.
Verhafter
wurden in Pforzheim in Baden unsere Ge⸗ nossen W. Opificius und Eberhardt, weil in dem Lebensmittelbedürfnisverein, zu dessen Vorstand sie gehörten, ein Defizit von 9000 Mark vorhanden ist. Daß die beiden etwa die Gelder veruntreut hätten, glaubt Niemand. Wie unser Mannheimer Parteiorgan mitteilt, steht die Haftentlassung des Genossen Opificirs bevor.
Kleine Mitteilungen.
* Fabrikbrand. In der Nacht vom Montag zum Dienstag brannte in Butzbach die Ockerfabrik von Hermann Küchel Nachfl. vollständig nieder. Es konnte fast nichts ge⸗ rettet werden, trotzdem Feuerwehr und Militär sehr bald zur Stelle waren. Der frühere Be⸗ sitzer dieser Fabrik, H. Küchel, erschoß vor einigen Monaten seine Frau und sich selbst aus Kummer über den Tod seines letzten Kindes.
* Kassenrevision. Dieser Tage wurde die Kasse des Bahnhofes Vilbel revidiert; dabei soll sich ein Fehlbetrag von etwa 700 Mark ergeben haben. Früher ist dort schon einmal ein Beamter wegen Unterschlagung ver⸗ urteilt worden.
* Bei der Gewerbegerichtswahl in Offenbach, ging am Montag die vom Gewerkschaftskartell vorgeschlagene Liste der Arbeiterbeisitzer widerspruchslos durch. Es wurden gegen 1898 fast um die Hälfte mehr Stimmen abgegeben. Auf Seite der Arbeitgeber wurden die vom Gewerbeverein aufgestellten Kandidaten ohne Gegenliste gewählt. 5
* Hauseinsturz. In Mainz stürzte Donnerstag Mittag ein Neubau in der Joseph⸗ straße zum Teil ein. Glücklicherweise machten die zahlreichen an dem Bau beschäftigten Arbeiter gerade Mittagspause.
* Mordversuch eines Irrsinnigen. Am Sonntag machte in Mainz ein dort wohnhafter Reisender in einem Anfall von Wahnsinn einen Mordversuch auf seine Frau. Durch Stiche in den Hals wurde letztere lebens⸗ gefährlich verletzt.
** Tötlicher Sturz. Sonntag Nacht stürzte in Weilburg der verheiratete 54jährige Tapezierermeister Sulz die Treppe nach seiner Wohnung hinunter und starb am darauffolgen⸗ den Mittag, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben.
* Frommer Schweinekerl. Vorige Woche erfolgte vor der Strafkammer in Fulda die Verurteilung des frommen und sehr reichen Fabrikanten Aug. Hohmann wegen Sitt⸗ lichkeits verbrechen. Seine Verhaftung er⸗ regte seiner Zeit allgemeines Aufsehen. Es handelte sich um Verbrechen nach 8 175 des Str. ⸗G.⸗B. Hohmann erhielt 5 Monate Gefängniß, zwei Mitangeklagte je einen Monat. Verurteilung konnte nur in zwei Fällen stattfinden; weitere konnten nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden. Erschwerend fiel ins Gewicht, daß H., geistig normal, seine unbändige Leidenschaft nicht gezügelt und seine Opfer unter Leuten gesucht habe, die unerfahren und von ihm abhängig waren. Für die drei Mitangeklagten wurde strafmildernd angenom- men, daß sie die Tragweite ihrer Willigkeit nicht haben ermessen könntn.
Aus dem Wahlkreis Marburg⸗ Kirchhain.
St. Marburg, 28. März 1901.
— Kontrollversammlungen. Die diesjährigen Frühjahrs⸗Kontrolversammlungen im Kreise Marburg finden wie folgt statt: Am Montag, den 1. April für die Mannschaften der Stadt Marburg auf dem Kämpfrasen. Vorm. 9 Uhr, für die Reservisten der Jahres⸗ klassen 1893 bis einschl. 1895(Jäger der Kl. A vom Jahrg. 1888 ab), Vorm. 11 Uhr für die Reservisten der Jahreskl. 1896 bis einschl. 1900 und für die Dispositionsurlauber, sowie die zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften; Nachm. 3 Uhr für die Jahres⸗ klassen 1888 bis 1893 der Landwehr 1. Auf⸗ ebots. Am Dienstag, 2. April: Vorm.
Uhr, für sämtl. Ersatzreservisten der Jahres- klassen 1888 bis 1890. An demselben Tage, Nachm. 3 Uhr, in Ellnhausen für die dazu gehörigen Ortschaften. Am 3. April auf dem Kämpfrasen dahier für die umliegenden Ortschaften von Vorm. 9 Uhr ab in derselben Einleitung wie für die Mannschaften der Stadt Marburg. In Wetter am Mittwoch, 10. April, für die dazu gehörigen Ortschaften; in Ebs⸗ dorf am Donnerstag, 11. April, Vorm. 10 Uhr; in Fronhausen am Freitag, Vorm. 10 Uhr und in Lohra ebenfalls am Freitag, 12. April, Nachm. 1 Uhr. Wir machen hierdurch die Interessenten darauf aufmerksam; unentschul⸗ digtes Fehlen wird mit Arrest bestraft.
R. Gewerkschaftliches. Als Vorsitzender der hiesigen Gewerkschaftslommission fungiert der Schreiner Franz Jadzies w ki, Lahnstraße 3. Alle, die Kommission betr. Zuschriften, sind an diesen zu richten.— Die hiesige Zahlstelle des D. Holzarbeiter⸗-Verbandes begeht am 21. April d. J. im Schloßgarten die Feier ihres 10jährigen Stiftungsfestes, ver⸗ bunden mit Fahnenweihe.— In nächster Zeit wird seitens der hiesigen organisierteu Zim mer⸗ leute eine Versammlung aller Bauarbeiter Marburgs und der Umgegend einberufen werden, worauf wir schon jetzt aufuerksam machen.— Seitens des Gießener Gewerkschaftskartells ist an die hiesigen Gewerkschaften eine Ein⸗ ladung zur Teilnahme an dem am 2, Ostertag iu Steins Garten dortselbst stattfindenden Gewerkschaftsfest ergangen. Hoffentlich machen die Marburger organisierten Arbeiter regen Gebrauch davon. Der Eintrittspreis für dieselben beträgt 50 Pfg.; Damen frei.
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Aus dem hessischen Landtag.
Zu dem in letzter Zeit in den Zeitungen viel erörterten Thema:„Großherzog und Sozial⸗ demokrat“ gab der Präsident Haas in der Freitags sitzung der zweiten Kammer bei Gelegenheit der Beratung des Kammerbud⸗ jets eine Erklärung ab, in welcher er die verschiedenen auf den parlamentarischen Abend sich beziehenden Preßäußerungen richtig stellt. In dieser Erklärung heißt es unter anderem:
„Es ist unwahr, daß die der sozialdemokratischen Fraktion angehörenden Abgeordneten durch bestimmte Zusicherungen, insbesondere diejenige der Unterlassung monarchischer oder höfischer Ovationen, bewogen worden wären, der Einladung zu der genannten Veranstaltung Folge zu leisten. Die Wahrheit ist, daß ich auf eine private Anfrage von Mitgliedern dieser und anderer Fraktionen die Auskunft erteilte, daß Ansprachen überhaupt nicht stattfinden würden. Wer mit dem Wesen parlamentarischer Abende bekannt ist, weiß, daß sie lediglich einem zwanglosen und geselligen Ver⸗ kehr der Abgeodneten unter sich dienen, ohne Rücksicht auf Parteistellung, sowie mit den Mitgliedern der Re⸗ gierung unter Weglassung festlichen Gepränges und zermonieller Formen. Damit sind Ansprachen und Toaste von selbst ausgeschlossen.... Im ferneren hebe ich hervor, daß dem Regenten eines Landes nur solche Persönlichkeiten vorgestellt zu werden pflegen, deren Vorstellung er ausdrücklich wünscht und genehmigt...“.
Hierzu äußerten sich alle Parteiführer und bethaͤtigten das von dem Präsidenten Gesagte.
Diesbezügliche Erklärungen geben die Abgg. Schmitt für das Centrum, Backes für die Nationalliberalen, Schönberger für die freie Vereinigung, Gund ru mfür die Freisinnigen
ab. Allseitig wird die Darstellung des Präsi⸗ denten als unanfechtbar, sein Vorgehen und seine Amtsführung als unparteiisch auerkannt. Genosse Ulrich erklärte im Namen der Sozialdemokraten Folgendes:
„Im Auftrage und Namen meiner Fraktionskollegen erkläre ich, daß die Ausführungen des Präsidenten durchaus den Thatsachen entsprechen und daß meine Freunde und ich aus diesen Erklärungen den Schluß gezogen haben, daß wir, ohne unseren Kollegen der übrigen Fraktionen Verlegenheiten zu bereiten, und selbst in eine unangenehme Situation zu kommen, dem parlamentarischen Abend beiwohnen können, da nach demselben sicher stand, daß keinerlei Ansprachen und Ovationen zu erwarten waren, wofür uns die bisher
stets beobachtete strenge Gewissenhaftigkeit und Unpartei⸗ lichkeit des Präsidenten Garantie boten.“
Dann wird in die Beratung der weiteren Gegenstände eingetreten. Den Antrag der Sozialdemokraten das Selbstverwal⸗ tungsrecht der Gemeinden betreffend be⸗ gründet Genosse Ulrich. Mit demselben solle nicht etwa bezweckt werden, daß die Regierung jeden als Bürgermeister bestätigt, denn man könne sich sehr wohl denken, daß in einer Ge⸗ meinde einmal jemand gewählt, der, weil er die nötigen Kenntnisse nicht besitzt, um das Gemeinwesen richtig zu leiten, unfähig ist, das Amt eines Bürgermeisters zu bekleiden. Man wünscht nur, daß das Bestätigungsrecht in der Form, wie es im Augenblick vorhanden ist, be⸗ seitigt wird. Redner rügt verschiedene Miß⸗ stände, besonders den, daß die Bürgermeister vielfach Wirtschaften betreiben.— Wolf (Antisem.) schließt sich diesen Ausführungen an. — Staatsminister Rothe sagt Berücksichtigung der gegebenen Anregungen zu.— Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Dr. David, Wolf und Ulrich wird dieser Gegenstand verlassen und die übrigen Punkte der Tagesordnung er⸗ ledigt. Mittwoch und Donnerstag dieser Woche wurde über die Antrage zur Frage der Erhöhung der Getreidezölle verhandelt, auf die wir in der nächsten Nummer ausführlich zurückkommen.
Arbeiterbewegung.
Straßenbahner⸗-Ausstand. In Halle stellte die Mehrzahl der Wagenführer bei der elektrischen Straßenbahn die Arbeit ein, weil mehrere Angehörige der Organisation ge⸗ maßregelt wurden.
+ Die Lohnb ewegung der Schneider in Mainz kann als beendet angesehen werdeu, da bei den meisten Geschäften eine gütliche Einigung zu Stande kam. Durch ihre gute Organisation erreichten die Mainzer Schneider das günstige Resultat.
Versammlungs⸗Kalender.
Samstag, den 30. März.
Gießen. Sozialdem. Wahlverein. Abends 9 Uhr
Versammlung bei Orbig. Sonntag, den 31. März.
Wieseck. Arbeiter⸗Bildungs⸗Verein. Nachmit⸗ tags Punkt 3 Uhr. Versammlung bei E. Schäfer. Tagesordnung: 1. Regelung der Maifeier. 2. Ver⸗ schiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen.
Montag, den 1. April.
Gießen. Schneiderverband. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.— Tapezierer. Abends ½9 Uhr Versammlung bei Löb(Wiener Hof).
Dienstag den 2. April.
Gießen. Gewerkschaftskartell.
Sitzung bei Orbig.
Samstag, den 6. April. Friedberg.
Abends 9 Uhr
Nichtgewerbl. Arbeiter. Abends 8 Uhr Versammlung in Stadt New⸗Nork. Alle Mitglieder haben zu erscheinen und das Mit⸗ gliedsbuch mitzubringen.
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Markiberichte. Auf dem Wochenmarkte in Gießen kosteten am 28, März: Butter per Pfd. Mk. 0.90—1.—,
Hühnereier per St. 6—0 Pfg., Enteneier 2 St. 00— 16 Pfg. Gänseeier per St. 00— 00 Pfg., Käse 1 St. 5—8 Pfe., Käsematte 2 St. 5—8 Pfg., Erbsen per Liter 22 Pfg., Linsen per Liter 34 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 6.50— 7.50, Zwiebeln per Ctr. Mk. 6.50— 7.50.


