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Seite 7.
Mitteldeutsche Sountags⸗Keitung.
Nr. 52.
Das große Los.
Der Maurer Konrad Baumüller hatte zwei Söhne, Hans und Fritz. Hans kam zu einem Schlosser in die Lehre und Fritz wurde Maurer. Fritz war fleißig, Hans war faul. Fritz besuchte die Volksversammlungen fast regelmäßig und wurde ein treuer Genosse der Sozialdemotie. Hans beteiligte sich nur kurze Zeit an dem politischen und gewerkschaftlichen Leben, dann wurde er ein Trunkenbold und lief von jeder Arbeit davon.
Da der Alte dem mißratenen Hans nichts geben konnte, ging dieser auf die Walze und führte ein Lumpenleben, in dem er sich vom Fechten notdürftig ernährte. Er war niemals niederträchtig oder boshaft, aber in Folge seiner Trägheit war er bald ganz verkommen; er sah so schmutzig und heruntergekommen aus, daß anständige Arbeiter— auch solche, denen es sehr schlecht ging— nicht mit ihm ver⸗ kehren mochten und ihn sein eigener Bruder einen Taugenichts nannte.
Da gewann der alte Baumüller plötzlich das große Loos, er hatte seine sämtlichen Er⸗ sparnisse auf die eine Karte gesetzt und hatte das unverschämte Glück, den Hauptgewinn zu ergattern. Aber er wurde seines Gewinnes nicht froh, den er starb wenige Tage darauf au einem Schlaganfall.
Die beiden Söhne Viertelmillion.
Fritz sagte sich, daß er das ererbte Geld niemals würde verausgeben können und begann darauf loszuleben. Deklassierte aus der Bour⸗ geoiste, verkümmerte Schauspieler, besitzlose Trinker, verkommene Dichtergenies suchten ihn auszubeuten. Die Weiber thaten das ihrige und der einst so arbeitssame Mann wurde im Reichtum ein ausschweifender Wüstling.
Anders Hans! Als er sich zum ersten Mal satt gegessen hatte, sagte er zu sich selbst: „Was bist Du doch ein versumpfter Kerl?“ und sann nach, ob er nicht zu etwas uütze sein könne auf der Welt.
Er war sich schon darüber klar, daß er von einem kleinen Teil der Zinsen seines Vermögens ganz gut würde leben können, und war bereit, mit dem Rest Andern zu helfen und ihnen beizustehen.
Er begann, sich mit dem Lesen nicht nur von Zeitungen, sondern auch von volkswirt⸗ schaftlichen und politischen Schriften zu befassen. Er war selbst erstaunt darüber, wie schön und interessant die geistige Beschäftigung ihm vor⸗ kam. Nun hielt er sich Lehrer und eignete sich all' das an, was die Söhne der reichen Klassen in ihrer Kindheit lernen. Aber er hielt es nicht mit den Wohlhabenden, sondern schloß sich mit Begeisterung der Sozial⸗ demokratie an. In einigen Jahren war er so weit, treffliche Schriften verfassen zu können, welche nicht nur durch ihre agitatorische Wirk⸗ samkeit, sondern auch durch ihren wissenschaft⸗ lichen Ernst Aufsehen erregten.
Indes verjubelte Fritz das leicht gewonnene Vermögen. Er schloß sich einem Klub an und als er dort Tausende verspielt hatte, reiste er nach Monacco, um hier den Rest seines Kapitals am Roulettetisch los zu werden.
Völlig verarmt kehrte er zurück und wandte sich hilfeflehend an den„Taugenichts“, der ihm bereitwilligst aus der Not half. H. M.
erbten jeder eine
Kalender-Verbreitung.
In aller Früh' hinaus auf's Land, Wenn Hahnenschrei durch Nebel dringt Die bunten Heftchen in der Hand— Der starke Schritt taktmäßig klingt.—
So geht's zum frohen Sonntagswerk, „Freiwill'ge Arbeit!“ Hei, juchhe! So geht's durch Felder, über'n Berg, Nun winkt das Dorf in nächster Näh'.
Drauf bietet„Halt“ der Kommandant, Schreibt jedem seine Route vor.
Die Land⸗Kalender in der Hand, Geht's an die Arbeit mit Humor.
„Das Neuste, Meister“.—„Schönen Dank. Ich kenn' Euch noch vom vor'gen Jahr'“ Und weiter geht's das Dorf entlang,
In jedes Haus ein Exemplar.
Und zeigt manch' treuer Händedruck, Daß gut gedeiht der Freiheit Saat. Daß in der Scheune und beim Pflug Schon steht manch wack'rer Kamerad.
Und freud'ger Stolz erfüllt die Brust, Daß wir ein kleiner Teil der Kraft, Die, ihrer hehren Pflicht bewußt. Der kranken Welt Genesung schafft.
Noch ist der Arbeit viel zu thun, Noch liegt im Dunkel tief die Welt, Und eher dürfen wir nicht ruh'n Bis jedes Menschenhirn erhellt!
Drum frisch hinaus, hinaus aufs Land, Wenn Hahnenschrei durch Nebel dringt, Die bunten Heftchen in der Hand
Dem Arbeitsvolk die Freiheit bringt!(„Tribüne“.)
Ihr laßt die Armen schuldig werden.
Die Kellnerin Josephine Kromer in Straßburg lernte dort den Soldaten Paul Götze aus Jaucha bei Höhenmölsen kennen. Der Verkehr war nicht ohne Folgen geblieben, so daß die Kellnerin drang, sie zu ehelichen. Er erhielt aber hierzu nicht die Erlaubnis seiner Eltern, ja, diese kamen sogar nach Straßburg und holten ihn bei seiner Ent⸗ lassung ab, weil das Mädchen ihn auf der Heimreise begleiten wollte. Bei dieser Gelegen⸗ heit kam es zu Drohungen, und sie wollte sich und ihren Liebhaber erschießen. Später suchte sie ihn auch in seinem Heimatsorte auf und verlangte fortgesetzt, er solle ihre Ehre wieder herstellen. Für die Drohungen, mit denen ste das zu erzwingen versuchte, erhielt sie am Donnerstag vom Landgericht Naumburg fünf Wochen Gefängnis. Der Geliebte der Kellnerin steht als Ehrenmann da und die ins Unglück gestürzte muß auch ins Gefängnis wandern, weil sie so dreist war, durch eine Heirat die Wiederherstellung ihrer Frauenehre zu verlangen. Das ist die Klassenmoral des bürgerlichen Rechtsstaates.
Gemeinnütziges. Gegen Verbrennung und Verbrühung.
Eines der besten aber wenig bekannten Mittel ist gewöhnliche Waschseife. Diese wird mit einem Messer geschabt, auf die verletzte Stelle gelegt und mit einem leinenen Tuche bedeckt. Dieses höchst einfache und billige Hausmittel bringt rasche Erleichterung und baldige Heilung ohne
Zahnpflege bei Schulkindern.
Die Darmstädter Bürgermeisterei hat, wie die„Zeitschrift für Schulgesundheitspflege“ berichtet, auf Veranlassung der Schulärzte folgenden Hinweis jedem Kinde mit nach Hause gegeben: An die Eltern der Schüler! 1. Die Eltern werden eindringlichst gemahnt, bei ihren Kindern auf eine sorgfaltige und regelmäßige tägliche Zahnpflege zu achten. 2. Schlechte und fehlende Zähne sind häufig die Ursache von schweren Magen⸗ und Verdauungsstörungen. 3. Täglich, am besten Morgens und Abends, sollen die Kinder mit Zahnbürste und etwas Wasser die Zähne putzen. Jedes Kind muß seine eigene Bürste haben. 4. Kranke Zähue sind möglichst beim Beginn der Erkrankung von einem Zahn⸗ arzt behandeln zu lassen, da nur bei frühzeitiger Behandlung Aussicht vorhanden ist, den kranken Zahn zu erhalten.
Splitter.
Die letzte Nr. des Süddeutschen Postillon enthält einige ganz ausgezeichnete„Pillen zum Selbstkurtieren“, von denen wir hier einige Proben geben. Diese Nr. ist über⸗ haupt äußerst inhaltsreich, weshalb wir sie unsern Lesern zur Anschaffung empfehlen.
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Du sollst nicht mit dem Maul sozialdemokratisch reden und dann hinterher fressen und saufen und Unzucht treiben wie ein Bourgeois. Wer eine Welt reformieren will, soll zuerst bei sich selber anfangen.
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Du sollst nicht in den Versam mlungen die „Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt“, verlangen und daheim dein Weib physisch oder moralisch mißhandeln. Bedenke, daß auch dein Weib zu den Kreaturen gehört die„Menschenantlitz“ tragen. 4
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Du sollst dir nicht einbilden, Jeder sei ein Esel, der in seiner Jugend Säcke tragen mußte. Mancher solcher Sackträger ist schon zum Träger großer Ideen und Gedanken geworden und mancher, der von Kindesbeinen an mit Gelehrsamkeit gefüttert wurde, schleppt sein totes Wissen mit sich herum wie ein Esel
einen Sack. Humoristisches.
Die Zurückgebliebenen. Den größten Schmerz haben beim Jahreswechsel immer die Zünftler, denn sie müssen sich trauernd sagen, daß wir nun wieder um ein Jahr weiter vom Mittelalter entfernt sind.
Poesielos.„Wie ist doch unsere Zeit so prosaisch geworden“, sagte der Gefangene am Sylvesterabend: „Früher rauschten die Jahre dahin ins Meer der Ewig⸗ keit— jetzt werden sie einsach abgesessen.“
Seine Auffassung. Vater(der Braut):„Sie wollen also diesen Herbst meine Tochter heiraten? Da heißt's aber jetzt sparen!“— Bewerber(gutmütig): „O, legen Sie sich wegen mir aber nur keine Beschränk⸗ ungen auf!“
Litterarisches.
Von dem Sozialdemokratischen Reichs⸗ tags⸗Handbuch von Max Schippel, das die Buchhandlung Vorwärts in Berlin in Wochenheften zu 20 Pfg. herausgiebt, liegen jetzt 10 Hefte vor. In den letzten Heften wird nach den Bergarbeitern die Materie der Berufsstatistik, des Bimetallismus, des Arbeiterschutzes in der Binnenschiffahrt, der Brannt weinsteuer und besonders der Bueckbriefe ꝛe. behandelt. Wir empfehlen unsern Lesern dringend dieses Lehrbuch der politischen und gewerkschaftlichen Kämpfe
der deutschen Arbeiterklasse.
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Heuchelheim.
Sonntag, den 29. Dezember, abends 7 Uhr
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