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ö Nr. 4.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
„Schon voriges Jahr,“ schluchzte Georg.
„Also schon im vorigen Jahre, und ich habe während der ganzen Zeit diese Cigarre für meine Kaisercigarre ausgegeben, habe die Leute belogen und betrogen, ich, Tobias Kork, der in Ehren alt und grau geworden, ich habe gelogen, denn es ist ja nur eine Vierradener — eine Vierradener!— Hahahaha!— Jetzt weiß ich doch wenigstens, warum ihr die drei Augen fehlen!“ f a
Es klingelte und herein trat der alte Leine⸗ weber. Er ging auf Kork zu, der ihm mit einem schmerzlichen Lächeln voll unsagbarer Traurigkeit die Hand reichte.
Du bist mir nicht mehr böse, Kork? Das freut mich, denn es war eine große Dummheit von mir, Dich mit der Cigarre zu ärgern. Natürlich fällt es mir ebenso wenig wie den Andern vom Stammtisch ein, an der Echtheit zu zweifeln.“ N
„Du hast aber doch Recht gehabt, Leine⸗ weber, es ist eine Vierradener.“
„Wie, Du weißt!?“ b i
„Ja, mein alter Junge, ich weiß, daß mein Stolz dahin ist; aber mir scheint jetzt, Du weißt es schon länger?!“
„Nun denn, ja, ich weiß es schon lange. Eines schönen Tages kommt mein Jüngster, der Eduard, todtkrank nach Hause, und da seine Kleider merkwürdig nach Tabak dufteten, nahm ich ihn im Verhör. Er gestand dann, nachdem er sich einigermaßen erholt hatte, daß er und Dein Georg, als ihnen der glimmende Rohrstock und die Cigarretten, das Stück zu einem halben Pfennig, für ihre Rauchgelüste nicht mehr genügten, auf den Gedanken ge⸗ kommen seien, einmal zu probiren, wie Kaiser⸗ cigarren schmecken. Georg hatte die Cigarre heimlich gemessen nnd sich ihr Aussehen genau gemerkt, und nun beschafften sie sich irgendwoher einen Glimmstengel— vier Pfennig hat er gekostet— der an die Stelle der Kaisercigarre gelegt wurde, während die letztere in Rauch aufging. Schlecht genug ist den Jungens ja die Geschichte bekommen, und ich wollte Dir's damals auch sagen, damit Du Deinem Prinzen das Rauchen ebenso gründlich abgewöhnen solltest wie ich dem meinigen. Max, mein Aeltester, meinte aber, Du hieltest doch so große Stücke auf Deine Kaisercigarre, daß es Unrecht wäre, Dir die Illusion zu rauben, Du würdest ja doch nichts merken und könntest so Deine Freude auch in Zukunft haben.“
„Das hat Max gethan? Und ich habe ihm immer nichts Gutes zugetraut. Das muß ich ihm abbitten.“ i
„Nun, Kork, abbitten brauchst Du nicht; aber wenn Du ihm eine Genugthuung geben willst, dann gieb sie ihm in Gestalt Deines schwiegervaterlichen Segens.“ 5
„Meines schwiegervä—? Ja, Mieze, was ist denn das, Du—“ f
„Papachen! lieber, guter Papa, wir getrauten uns ja nicht, Dir zu sagen, daß wir uns gern haben, weil Du Max immer nicht leide kountest. Aber nun sagst Du Ja, nicht wahr?!“
„Na, hört'mal, Kinder, nun macht aber Schluß mit Euren Enthüllungen, sonst wird mir's auch einmal zu viel. Aber wenn der Mex ein so gutes Herz hat, daß er sogar seinem Gegner die Freude nicht rauben will, dann kann ich mir ja gar keinen bessern Schwieger⸗ sohn wünschen. Mutter, für die Glasglocke hast Du vielleicht eine Verwendung in der Speisekammer, auf das Sammtkissen kannst Du Deine Stopfnadeln stecken, und die Vierradener wirf ins Küchenfeuer, aber— mach' die Schorn— steinzüge recht weit auf.“——
Ein Fürstenexamen.
Alexander Büchner, der sich selbst als „einen, der nicht mehr toll ist“ bezeichnete, hat kürzlich ein Buch„Das tolle Jahr, vor, während und nach“(Gießen, Verlag von Emil Roth) veröffentlicht, das nicht so hochpolitisch ist, wie der Titel andeuten könnte. Fast Alles, was Büchner erzählt, rückt er in humoristische Be- leuchtung, die Seitenblicke auf vormärzliche politische Zustände fallen mehr harmlos⸗spottend
als scharf⸗satirisch aus. Es sind Lebens⸗ erinnerungen, in denen das Ernste und Weh⸗ müthige zurückgedrängt, das Heitere und Frohe, een und in leichtem, munterem, auch vor„Kalauern“ nicht zurückschreckendem Plau⸗ dertone vorgetragen ist. Alexander Büchner, ein Bruder des als Verfasser von„Kraft und Stoff“ bekannten Ludwig Büchner, wurde 1827 als Sohn eines Arztes in Darmstadt geboren, studirte in Gießen die Rechtswissenschaft, promovirte zum Doktor der Rechte und hatte die Laufbahn eines Gerichtsbeamten eben begonnen, als die Februar⸗ revolution in Paris ausbrach und nun in deutschen Landen ihre Nachwirkungen hatte. Mit Brüdern und Freunden betheiligte sich Büchner an„auf⸗ ständischen“ Versammlungen soweit, daß er wiederholt verhaftet und endlich gezwungen wurde, den hessischen Staatsdienst zu verlassen. Er beschäftigte sich in München mit kunst⸗ und literaturwissenschaftlichen Studien, war in Zürich und Tübingen Privatdozent und nahm dann auf Anrathen eines Freundes, der in Frankreich eine Zuflucht gefunden, erst ia Valenciennes und dann in Caän eine Lehrerstelle an. In Caän ließ er sich naturalisiren, erwarb den Grad eines Docteur és Lettres und wurde 1867 Professor „der fremden Literaturen“ an der dortigen Uni⸗ versität. Jetzt lebt er im Ruhestande. Seine Erinnerungen verweilen mit Vorliebe bei den im Elternhause, auf dem Gymnastium und den auf der Gießener Universität verlebten Jahren.
Aus dem Jahre 1848 berichtete Büchner ein kleines Erlebniß mit einem„hohen Herrn“. Büchner kam um 1 Uhr in der Nacht mit einem Studirenden der Medizin etwas„an⸗ gesäuselt“ aus dem Wirthshause. Gegenüber lag die Post, ein Postwagen wurde dort um⸗ gespannt, und die Studenten erfuhren, daß der neue Kurfürst von Hessen, auf der Reise von Frankfurt nach Kassel begriffen, im Wagen saß. Sie hielten es für billig, ihm die Zeit zu vertreiben, und so öffneten sie den Wagen⸗ schlag; zwei Herren saßen im Fond.„König⸗ liche Hoheit“, sagte der Mediziner,„Sie stehen im Begriff, ein deutsches Land zu regieren; wollen Sie uns daher erlauben, Ihnen einige Examensfragen zu stellen, deren Beant⸗ wortung uns beweisen würde, daß Sie jener Aufgabe gewachsen sind?“ Keine Antwort. „Erste Frage“, begann Büchner,„wer lachte über Griechenland?“ Keine Antwort.„Da Sie das nicht zu wissen scheinen, so muß ich es Ihnen sagen:„Ein ewig heiterer Himmel,“ „Zweite Frage“, fiel der Mediziner ein,„von was sind die Sterne nicht?“ Keine Antwort. „Ei, ei“, rief der Fragende,„Sie bestehen schlecht, Herr Kandidat, Sterne sind nicht von Gold⸗ papier.“„Dritte Frage fuhr Büchner fort, „warum sollte das Meer nicht salzig sein?“ Keine Antwort.„Es schwimmen ja so viele Heringe drin“, rief Büchner in den Wagen. In⸗ zwischen stieg der Begleiter des Kurfürsten, ein Generalmajor v. Habelschwert, auf der anderen Seite aus dem Wagen, schritt auf die Studenten zu und zog den Degen. Einer der Postillone warnte ihn jedoch und sagte, wenn er die Studeuten angreife, würden diese den Ruf „Burschen heraus“ erschallen lassen und dann würden Hunderte ven Studenten kommen und die Herrschaften tüchtig durchprügeln. Der General steckte den Degen wieder ein, und zwei Pedelle, die auf den Lärm herbeieilten, scheuchten die Studenten nach Hause. Die Sache machte Aufsehen und wurde mit Zuthaten und Ueber treibungen in den Zeitungen besprochen.
Der Kurfürst erhob am Bundestage und in Darmstadt Klage wegen Beleidigung, aber eine im Hinblick auf die Februarrevolution erlassene Amnestie schützte die Studenten.
Lesefrüchte.
Das Recht ist für Alle, die an Gott glauben und die nicht an ihn glauben; folglich kann „ Prinzip desselben angenommen werden.
** Wer das Wort Denkfreiheit erfunden hat, war gewiß ein Dummkopf, der weiter keine Erfin dung machen wird. Sum.
... Begreifst du aber, Wie viel andächtig schwärmen leichter als Gut handeln ist? Wie gern der schlaffste Mensch Andächtig schwärmt, um nur— ist er zu Zeiten Sich schon der Absicht deutlich nicht bewußt— Um nur gut handeln nicht zu dürfen?
Humoristisches.
Bei Bueck. Das Thürschild des Almosenvereins ist kürzlich folgendermaßen abgeändert worden:„Bettlern, Hausirern und Staatssekretären ist der Zutritt verboten.“
Sein größtes Verdienst. Junge, reiche Wittwe: Mein seliger Gatte war das Muster eines Ehemannes. Sein größtes Verdienst bestand darin,—
Lieutenant(unterbrechend): Daß er Sie so früh⸗ zeitig zu einer begehrenswerthen Wittwe machte!
Spekulationen.„Sie, dieser Schulz ist ein Grübler. Der spekulirt und geht den ganzen Tag nicht aus seinem Zimmer!“—„Das ist noch garnichts! Ich hab einmgl spekulirt und bin ein ganzes Jahr gesessen!“
Abgeführt. Sie: Mein lieber Freund, Sie gefallen mir, aber ich kann nie Ihre Frau werden.
Er(hochmüthig): Nun, das thut nichts, es giebt ja noch andere.
Sie: Ja, das stimmt, und einem von ihnen habe ich heute morgen mein Jawort gegeben!
Daher. Hausfrau(zum Bettler, der für sie ein paar Teppiche geklopft hat): Sie haben Ihre Sache sehr gut gemacht, Sie haben wohl früher sehr häufig Teppiche geklopft?
Bettler: Nein, noch nie in meinem Leben, aber ich war früher Schullehrer!
Im Dienste der Wahrheit.
(Stoßseufzer eines verurtheilten sozialdemokratischen Redakteurs.)
O, Wahrheit, ach, in deinem Dienst,
Ich sag's mit tiefem Grolle,
Da spinnt man keine Seide mehr,
Und schließlich spinnt man Wolle! (Glaßbrenner.)
Soll der Kranke jede Hoffnung aufgeben?
Herrn Erust Weidemann in i arz).
Nachdem ich meine Kur von 60 Tagen be⸗ endet, freut es mich, Ihnen das Resultat des russischen Knöterichs mittheilen zu können, da ich 8½ Monat Bronchial⸗Katarrh und Lungen⸗ spitzen⸗Affektionen hatte, nachher chronisches Lungenleiden, es quälte mich trockener Husten, Athemnoth quälte meine Brust, Fieber trat un⸗ vermuthet auf, Urin war nie klar, alle Speisen waren mir zuwider. Anfangs September wurde ich heiser, hatte öfter Stechen im Halse und Ohren, jede Nacht kalten Schweiß am ganzen Körper. Der mich behandelnde Arzt gab jede Hoffnung auf Genesung auf, bis zu⸗ fällig mein Auge auf Ihre Offerte fiel, worin ich meinen letzten Rettungsanker erblickte. Schon nach fünftägigem Gebrauch Ihres Thees fühlte ich eine Erleichterung, Stimmung gehoben, Appetit besserte sich von Tag zu Tag, so daß nach 10 Tagen der Arzt erklärte, daß ich auf dem rechten Lungenflügel nur noch etwas Ge— rassel hätte. Nach Gebrauch der dritten Sen⸗ dung wurde Husten weniger, Auswurf stark, Fieber und Schweiß ließen nach, und verbrachte ruhige Nächte, so daß der Arzt bei seinem Be⸗ suche höchst erstaunt war über mein Aussehen. Nach weiterem Gebrauch Ihres goldenen Thees bin ich in der Lage, Ihnen mittheilen zu können, daß ich mich mit jedem Tage wohler und kräftiger fühle, so daß meine Verwandten und Bekaunten ihre stete Verwunderung aus⸗ sprachen, und werde ich diesen Winter um et— waigen Rückfall zu vermeiden, Ihren köstlichen, unschätzbaren Thee, der mich vom Rande des Grabes riß, noch weiter nehmen und werde nicht verfehlen, jedem Leidenden Ihren so wert— vollen Thee zu empfehlen und stelle Ihnen gern zur Veröffentlichung meines Dankes meinen Namen und Adresse zur Verfügung. Lonise Sch. in N., Büttgerlandstr. 19 J.
Das Original liegt zu Jedermanus Einsicht bei E. Weidemann, Liebenburg(Harz).


