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Nr. 38.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung
Seite 7.
Uber das kommt oft vor. Der Mann in Paris, der die wahnsinnigsten Restaurant⸗Rechnungen ennt, ist Emile Aoust, ehemaliger Tafelmeister hei Bignou, Gründer des„Amphitryonklubs“, in London, wo der Prinz von Wales verkehrte. loust ist neben Fabre vom Chateau de Madrid ine anerkannte Autorität auf dem Gebiete der Schlecker. Bei der Eröffnung des„Amphitryon⸗ (ubs“, der der Prinz von Wales beiwohnte, purde ein Diner von zwölf Gedecken serviert, sas 215 Pfd. Sterl.(5160 Mk.) kostete. Den stekord aber erzielte König Milan. Er lud inmal fünf Personen zu Tisch und gab für jede 1200 Franken aus. Den Feinschmeckern purden naturlich die auserlesensten Speisen und Weine vorgesetzt. Das umfangreiche Menu bies unter anderem Ostender Austern, Reh⸗ lücken, Leberpasteten, gebratene Enten von ouen, Fettammern und Wachteln mit Trüffeln, panische Artischocken usw. auf. Die Speisekarte in den Farben des König, auf blauem Satin ut Goldfranzen, war in Paris graviert worden, tber sie wurde nicht benützt. Sie kostete 1250 Franken. Von jedem Wein gab es drei Flaschen, hon denen jede auf 60 Franken zu stehen kam. Das eigentliche Diner kostete 2500 Franken. Die Tafel war mit Blumengehängen von weißem Nuskat, das Kilo zu 60 Franken verziert. Das Zimmer, in dem das Mahl stattfand, tthielt für fast 4000 Franken Maiblumen, die der König selbst gekauft hatte. Alles in allem sostete das Essen mit den Trinkgeldern beinahe 40000 Franken.— Jahrhundert, es ist eine Lust, in dir zu leben, können jene Schwelger mit Ulrich von Hutten ausrufen. Wem durch hohe Zölle sein Brot verteuert wird, der muß inen solchen Zustand verfluchen.
Das Wunder des Paters Granderath.
Unter diesem Titel erzählt ein alter Düssel⸗ dorfer in den Düsseldorfer Neuesten Nachrichten: Im Jahre 1835 lebten nur noch zwei Jesuiten⸗ paters vom früheren Jesuitenkloster, der P. Mich. Granderath und P. Philipp Schulten. Ihre Wohnung befand sich im heutigen Regie⸗ kungsgebäude, neben der Sakristei. Die Haus⸗ haltung führte für Beide zusammen die alte athring. Pater Granderath wurde am meisten von alten Leuten überlaufen. Er war so gut⸗ snütig, daß er absolut kein Geld behalten konnte, sondern Alles verschenkte. Eines Tages spazierte er, im Brevier lesend, um den großen Baum herum, der noch heute den Kanzleihof ziert. Er war so vertieft, daß er nicht bemerkte, wie eine arme Frau ihm nachging, um von ihm bemerkt zu werden. Endlich, als sie ihn schon einige Male am Talar gezupft hatte, bemerkte 5 ste und fragte, was sie wünsche. Die Frau eufzte.
„Ach, Herr Pater! et is bald Meddag on ich han nix zu koche, sit doch so good on geft mech jet.“
„Leef Frau,“ sagte der Pater,„ich han selfs 5
„Och, sit doch so good on geft mich jet.“ Der Pater wiederholte:„Leef Frau, ich han o nix, sonst krögt ehr jet.“
„No, dann fällt doch emol in de Tasch, hielleicht han ehr doch jet.“
„De Gefallen will ech donn, ävver ich weeß, hat ich nix han.“
Der hochwürdige Herr greift in die Tasche, Uleibt nachdenklich stehen und weiß nicht, was ir sagen soll, denn— o Wunder!— in seiner Tasche befand sich ein Zehngroschenstück.
„No denn sollt er et hann,“ sagte der Pater: sävper ich weeß selfs nit, woher ich dat hann.“ Darauf las er die Messe in der Jesuiten⸗ ürche. Des Mittags saßen der Pater Grande⸗ math, Pater Schulten und die alte Kathring heim Essen zusammen. Da fiel dem Pater Granderath der Vorfall vom Morgen ein und trzählte ihn. Da wurde es aber dem Pater Schulten doch warm und er antwortete entrüstet.
„Dat dank dech der Henker; Du häß' deß' Norge min Box(Hose) angetrocke(angezogen), w wore Zehngrosche drenn, jetzt weeß ich och, o die gebleve sind.“
Der Verfasser bemerkt zu dieser Geschichte soch: Die Verwechslung war sehr leicht möglich,
da zu dieser Zeit noch viele Geistliche Kniehosen mit Schnallen trugen. Auch waren die beiden genannten Herren von ziemlich gleicher Größe und Stärke. Bei der Aermlichkeit ihrer Ein⸗ 1 5 wurden die Kleider auf einen Stuhl gelegt.
Gin neuer Riesendampfer.
Der neue Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd Kronprinz Wilhelm, der in diesem Monat in Fahrt gestellt wird, ist ein Doppel⸗ schraubendampfer von 202 Meter= 663 Fuß Länge, 20,1 Meter- 66 Fuß Breite und 13,1 Meter- 43 Fuß Tiefe. Der Raumgehalt des Schiffes wird etwa 15,000 Brutto-⸗Register⸗ tonnen, die Wasserverdrängung des vollbeladenen Schiffes 21,300 Tonnen betragen. Der Dampfer ist aus bestem deutschen Stahl als Vierdeckschiff erbaut. Das Schiff erhält Einrichtungen für die Beförderung von etwa 650 Pasfagieren I. Klasse, 350 II. Klasse und 700 Zwischen⸗ deckspassagieren. Vier Luxuskabinen, bestehend aus Wohn⸗, Schlaf⸗ und Badezimmer und ferner acht Staatszimmer mit je einem Schlaf⸗ und Badezimmer sind vorhanden. Das Schiff wird in allen seinen Räumen elektrisch erleuchtet; zur Beleuchtung sind etwa 1900 Lampen vor⸗
esehen, welche von vier Dampfdynamomaschinen edient werden, von denen jede eine Stärke von 825 Ampere bei 100 Volt Spannung besttzt. An Böten wird das Schiff 18 Rettungsböte und 6 Halbklappböte führen. Die beiden Ma⸗ schinen bestehen aus zwet sechscylindrigen vier- fachen Expansionsmaschinen von insgesamt 35,000 Pferdekräften, die dem Schiffe eine Geschwindigkeit von 23 bis 24 Seemeilen in der Stunde geben werden.
Zu dem Erlaß des Korpskommandeurs des elften Armeekorps, Lindequist, wodurch den Soldaten das Singen unsittlicher Lieder bei Arreststrafe verboten wird, erhält die„Frankfurter Volksstimme“ folgendes hübsche Gedicht:
Lex Lindequist. „So ist es recht! So ist es recht! Das thut mir Freude machen. Es sang das männliche Geschlecht Zu nnanständ'ge Sachen. Es ging schon lange über'n Spaß Wie sie die Scham verletzten. Sieht der Soldat, denn so Etwas Bei seinen Vorgesetzten? Die sind der Sitte reinster Quell, Sind nicht so kannibalisch. So ist zum Beispiel das Duell Doch sicher hochmoralisch. Murrt Einer voll Verbissenheit Je über seine Schulden?? Mit christlicher Ergebenheit Muß er den Gläub'ger dulden.
Kein Jude wird ein Offizier.
Ist das nicht sittlich, ethisch?
Die Säuferet bei Sekt statt Bier
Ist sie nicht sehr ästhetisch?
Ist nicht der Krieg des Christen Zier? Moralisch nicht das Morden? Schimpft nicht der Unteroffizier
In sittenreinen Worten?
Nur der Rekrut, das böse Vieh,
Singt unanständ'ge Lieder.
Und mit Entrüstung hörte sie
Der Hauptmann, fromm und bieder.
So etwas giebt es jetzt nicht mehr,
Sie werden teutsche Christen.
So sittlich wird das Militär
Jetzt, wie die Zivilisten. K. E.
Lesefrüchte.
Nicht in dem Atemzuge liegt das Leben, sondern es hat überhaupt keinen Wert für den, der ein Sklave ist.
Cicero. **
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Diejenigen, welche aus Schwäche ihrer Natur oder aus Mangel an Erfahrung oder aus geistiger Trägheit die Zeitumstände oder die Ursachen und Verhältnisse in dem betreffenden Falle nicht deutlich zu erkennen vermögen, pflegen von dem, was infolge geistig scharfen Blickes mit Ueberlegenheit und Berechnung
ausgeführt wird, die Ursachen auf Götter und Schicksal zu schieben. Polybios.
Humoristisches.
Ein Ehrenmann.„Daß Du Deine mütterliche Erbschaft verschwendet hast, das kümmert mich weniger. Aber diese Wechselfälscherei— das bringt mich in Wut.“
„Aber, Vater! Ich habe das Geld unbedingt ge⸗ braucht! Ich hatte eine Ehrenschuld zu bezahlen!“
(Fl. Bl.)
Erklärendes Beispiel. Richter(erregt): Anplauschen, anplauschen! Was verstehen Sie unter anplauschen? Zeugin: J waß net, wie i dös sagen soll; aber wann Ihna a junges Madel saget, daß Sie a schöner Mann wären, Herr Richter, dann hätt's—
Euer Gnaden halt angeplauscht.
Litterarisches.
Im Verlage von J. H. W. Dietz Nachf. erschten am 15. September: Aus dem litterarischen Nachlaß von Karl Marr, Friedrich Engels und Ferdinand Lassalle. Herausgegeben von Franz Mehring. Band I. XII und 492 Seiten groß Oktav. Preis broschiert Mk. 7.—, gbd. in engl. Lein wand Mk. 8.50.
Der erste Band enthält die Schriften von Marz und Engels, in denen sie sich bis zur Schwelle des Sozialismus entwickeln, den begründet zu haben ihr unsterbliches Verdienst ist.
Der zweite Band, der Mitte Februar nächste n Jahres erscheinen soll, wird Alles enthalten, was si e in der theoretischen Begründung und Entwicklung ihres neu gewonnenen Standpunkts gearbeitet und mit anderen Richtungen der Zeit durchkämpft haben, bis zum Kom⸗ munistischen Manifeste, der klasstschen Geburtsurkunde des moder nen wissenschaftlichen Kommunismus.
Endlich der dritte Band wird Mitte April nächsten Jahres ihre Aufsätze aus der Neuen Rheinischen Zeitung und deren Revue veröffentlichen, also die praktischen Proben auf die Richtigkeit ihrer theoretischen Resultate. Damit ist die erste Periode in der öffentlichen Wirksam⸗ keit für Marx und Engels abgeschlossen.
Dazwischen werden Mitte November die ses Jahres die Briefe Lassalles an Marx und Engels ausgegeben werden, die zwar in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der vorliegenden Sammlung stehen, aber sie ihrem Wesen nach für die fünfziger Jahre fort⸗ setzen, indem sie für dies Jahrzehnt die sicherste urkund⸗ liche Grundlage bieten, sowohl für die Geschichte des modernen wissenschaftlichen Kommunismus, als auch für die Biographien seiner klasstschen Vorkämpfer.
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Einen Führer durch die Strafprozeß⸗ ordnung—(Rechte des Angeklagten vor Strafgericht und Polizei) 80 Seiten stark, Preis 40 Pfg.— hat soeben die Buchhandlung Vorwärts, Berlin, erscheinen lassen. Ein nützliches und ein notwendiges Buch. Der Verfasser, Rechtsanwalt Dr. H. Heinemann, hat aus dem praktischen Leben geschöpft und hauptsächlich die für den Arbeiter in Frage kommenden Fälle herausgegriffen. Nach Er⸗ klärung der Strafthaten, der sachlichen und örtlichen Zuständigkeit der Gerichte, behandelt er in 5 Abschnitten die Rechte des Angeklagten vor der Polizei, der Staatsanwaltschaft und vor Gericht in den verschiedenen Städten: Untersuchung, Beweisverfahren, Verhandlung und giebt am Schlusse neben einem aus führlichen Sachregister auch eine Anzahl Muster⸗ formulare. Da der Laie über Haussuchung, Beschlag⸗ nahme, Festnahme, Untersuchungshaft, über die ihm zu⸗ stehenden Beschwerde- und Rechtsmittel, sowle auch über den Gang des Prozeßverfahrens bis zur Urteilsfällung fast durchaus im Unklaren ist, so dürfte diese Schrift ihm ein sehr willkommenes Hilfsmittel sein. Im Gegen⸗ satz zu ähnlichen, den Arbeitern empfohlenen Handbüchern hält diese Schrift von bloßen Redensarten, die keine Belehrung bringen, sich frei und erhöht ihren praktischen Wert durch das umfangreiche Sachregister und die bei⸗ gegebenen Formulare für die verschiedensten Eingaben und Beschwerden.
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Ferner machen wir unsere Freunde auf den reich⸗ haltigen und beliebten„Arbeiternotiz⸗Kalender für 1902“ aufmerksam, der soeben erschienen ist. Wie immer, ist er mit einer Fülle wissenswerten Mate⸗ rials ausgestattet, wertvoll für Jedermann, besonders für Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder. Preis ist wie früher 60 Pfg.— Wir empfehleu weiter die bei Dietz Nachfl. allwöchentlich erscheinende„Neue Zeit“, wissen schaftliche Revue, in der von hervorragenden Partei⸗ schrätstellern hochinteressante Artikel über alle politischen un d wirtschaftlichen Fragen veröffentlicht werden.— Auch auf die 14 tägig erscheinenden Witzblätt er „Wahrer Jakob“ und„Süddeutscher Postil⸗
lon“ weisen wir unsere Genossen empfehlend hin.


