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Nr. 50.
Mitteldeutsche Souuntags⸗Zeitung.
Seite 5.
aber ein wahrhaft deutsches Gemüt wird doch sicher auch dadurch empfindlich verletzt. Da muß Pückler mal Ordnung schaffen.
o. Für Kulturzwecke ist kein Geld da. Das zeigt sich wieder so recht bei den Schulverhältnissen in Krofdorf, wo nicht einmal genügend Schulräume zum Unterricht der Kinder vorhanden find. Die Schulklassen müssen abwechselnd einen Raum benutzen.
Aus dem Nreise Marburg-Nirchhain.
St. Gebildete Leute. Wie es mit der Bildung unserer besseren Jugend eigentlich beschaffen ist, das konnte man dieser Tage in einer Wirtschaft zu Ockershausen wieder einmal so recht beobachten. Saßen da nach einem opulenten Schlachtekohl ein halbes Dutzend Brüder Studio und soffen— Pardon, tranken— etliche Cognaks und Bittere und darauf noch unzählbare Glas Bier(natürlich immer nur„Ganze“). Da aber auch selbst ein Studentenmagen bei einer solchen Zecherei„rebellisch“ werden kann, so hatten die Herren— der Einfachheit wegen — gleich den Kohlenkasten auf den Tssch gestellt und, sobald einer zuviel eingenommen, erfolgte die nötige Entladung. Wirklich, ein widerwärtiges Schauspiel.— Am Dienstag abend, nach 11 Uhr, verursachten einige Mit⸗ glieder der christlich⸗evangelischen Studenten⸗ verbindung„Wingolf“— größtenteils aus Theologen bestehend— auf der Hofstadt einen solchen Skandal, daß die ganze Nachbarschaft in Schrecken und Aufregung geriet. Obwohl der Spektakel über eine halbe Stunde währte, ließ sich nremand von der Nachtwache blicken. Und solche Leute sind dazu berufen, später dem Volke von der Kanzel herab Zucht und Ordnung zu predigen!— Solange diese Herren unter sich sind, mögen ste's ja treiben wie sie wollen. Gegen einen gediegenen Studentenwitz haben wir schließlich auch nichts einzuwenden, aber diese nächtlichen Skandalszenen und Be⸗ schädigungen des öffentlichen Eigentums von Staat und Gemeinde— erst kürzlich wurde wieder am Bahnhof ein Teil des Daches vom Abortgebäude heruntergerissen und verschleppt— sollte man unterlassen und ist zu wünschen, daß unsere Polizei diesem Unfug ein Ende macht.
— Plötzlicher Tod. Ein Sohn des Be⸗ sitzers der hiesigen„Traubenapotheke“, ebenfalls Apotheker, welcher nach einem Vergnügen sich zu Hause aufs Sopha gesetzt hatte, wurde am anderen Morgen tot aufgefunden. Ein Schlag⸗ anfall hatte seinem Leben ein jähes Ende bereitet.
— Aus Kirchhain wird berichtet, daß die dortige Herberge vom 9. zum 10 d. Mt. so stark von arbeitslosen Wanderern belegt war, daß noch ca. 30 Leute auf Kosten der Stadt anderwärts untergebracht werden mußten. Ein trauriges Zeichen der Zeit; und wir stehen erst am Anfang des Winters!
Sozialdemokratische Kreistags⸗ abgeordnete.
Am 14. Dezember hat die Stadtverordneten⸗ Versammlung in Offendach die Wahl der Kreistagsmitglieder vorzunehmen. Da unsere Genossen dort jetzt noch über die Mehrheit ver⸗ fügen, so ist die Wahl sozialdemokratischer Kreistags delegirter sicher.
Zum Fall Stietencron.
Die Zivilkammer des Landgerichts Zabern hatte sich am Dienstag mit der Affäre Stieten⸗ cron zu befassen. Den Gegenstand der Ver⸗ handlung bildete eine Klage der Hinterbliebenen des von Rittmeister zur Disposition von Stietencron in der Nähe von Niederweiler er⸗ schossenen italienischen Arbeiters Fazzi auf Gewährung einer Entschädigung. Sttetencron wurde nach der Frkf. Ztg. verurteilt, an die 62jährige Mutter und an den Großvater, der im 83. Lebensjahr steht, je eine Rente von vierteljährlich 30 Mark und zwar auf Lebens⸗ zeit den beiden zu bezahlen. Dieses Urteil des Zivilgerichts bildet einen frappanten Gegensatz zu der Entscheidung des Kriegsgerichts, das bekanntlich im August d. J. Rittmeister von Stietencron von der Anklage des Todt⸗
schlags freifprach, da er dem Arbeiter Fazzi gegenüber in Notwehr gehandelt habe.
Sauberer„alldeutscher“ Vorkämpfer.
Der frühere Abgeordnete im österreichischen Reichsrate, Wolf, der wegen höchst unsauberer Ehegeschichten seine öffentlichen Aemter nieder⸗ legen mußte, hat sich jetzt bereit erklärt, ein Reichsratsmandat für Trautenau wieder anzu⸗ nehmen und eventuell der alldeutschen Vereini⸗ gung wieder beizutreten. Wackere Hüter„teut⸗ scher Sitte“!
Sauberer Priester.
In München hatte sich mehrere Jahre ein italtenischer Ordenspriester Dr. Natili aufgehalten, der einen weiblichen „Orden zum heiligen Joseph“ für ambulante Krankenpflege errichtete, die„Schwestern“ in Ordenstracht einhergehen ließ und sich viel Geld dabei machte und bei frommen Leuten viel galt. In einer Gerichtsverhandlung, in der er Kläger war, wurde nun aufgedeckt, daß er mit den Schwestern allerlei geheime Kurzweil getrieben, in dem„Ordenshaus“ gewissermaßen einen Harem besessen habe usw. Auf diese Aufdeckungen hin wurde Dr. Natili polizeilich ausgewiesen. Das erzbischöfliche Ordinariat entzog ihm das Recht, priesterliche Funktionen auszuüben und löste den illegitimen „Orden“ auf. Nun hatte eine in Salzburg kommissarisch vernommene„Kranken- schwester“, die in München Oberin des Natilischen Ordens gewesen war, eidlich ausgesagt, daß sie weder je in intimen Be⸗ ziehungen zu Dr. Natili gestanden habe, noch unsittlichen Angriffen seitens Natilis aus⸗ gesetzt gewesen sei, und daß sie überhaupt nichts Unrechtes im Münchener Ordenshaus gesehen habe. Die Salzburger Gerichte haben des⸗ wegen gegen die„Schwester“ Katharine Rösl aus Niederbayern mit dem„Ordensnamen“ Monika die Anklage wegen Meineids erhoben. Die Anklageschrift behauptet, daß„Schwester“ Monika ein Kind von Natili gehabt habe und daß sie wußte, daß Natili auch mit anderen „Schwestern“ Umgang gepflogen habe.
Kleine Mitteilungen.
**: Wieder ein Messerstecher. In Lollar stach am Sonntag Abend ein ange⸗ trunkener Mensch nach voraufgegangenem Streite einen jungen Burschen in die Brust und verletzte ihn schwer.
** Ungetreuer Hirte. Der Schäfer in Dutenhofen ist verhaftet worden, weil er im Verdachte steht, Schafe gestohlen und seiner Heerde einverleibt zu haben.
** Wegen Meineids wurden die früher in München⸗Gladbach angestellten Polizei⸗ beamten Meyer und Jordans verhaftet.
* In Offenbach stand am Mittwoch
der seitherige Stationsvorsteher Seitz vom dortigen Lokalbahnhofe vor dem Darmstädter Schwurgericht unter der Anklage der Urkunden⸗ fälschung und Unterschlagung. Seitz wurde zu 10 Monaten eig verurteilt; er war in jeder Hinsicht geständig. l 99 9 ch wasser ist infolge der letzten Tage im Rheingebiete und dem der Nebenflüsse eingetreten. In Köln ist der Rhein um 1 m. gestiegen. Die Wupper führt Hochwasser, wodurch mehrere Ortschaften überschwemmt sind.— Auch sonst wird Unwetter, Sturm, sogar Gewitter aus fast allen Teilen Europas gemeldet. Besonders auf der Nordsee wüteten schwere Stürme.
Rechtssprechung.
„Schwarze Listen“ erlaubt! Das Oberlandsgericht zu Köln hat die Abweisung der Klage mehrerer ehemaliger Arbeiter der Emaillirwerke von Wertmann und Elvers bestätigt, die wegen schwarzer Listen, durch die die Firma ihnen jede Arbeits möglichkeit in ihrer Branche abgeschnitten hatte, auf 30 000 M. Schadenersatz klagten. Schwerste Strafe dem, der andere an freiwilliger Arbeit hindert.
Arbeiterbewegung.
7 Ausgesperrte Glasarbeiter waren Ende November noch 272 vorhanden, wovon 205 Verheiratete. Die Glasindustriellen wollen die Arbeiter, weil sie für das Koalitionsrecht Kämpften aushungern und womöglich den Ver⸗ band sprengen. Die Leiter der organisterten Arbeiterschaft werden ersucht, mehr als bisher für eine thatkräftige und wirksame Unterstützung Sorge zu tragen. Man denke an die Unbilden der Winterkälte, die besonders die von allen Mitteln entblößten Ausgesperrten schmerzen, und an das bevorstehende Fest der Liebe. Arbeiter Deutschlands! Verlaßt die ausgesperrten Glas⸗ arbeiter nicht in ihrer Not! Gedenkt ihrer fe bei den Vorbereitungen zum Weihnachts- fe
Partei-Nachrichten. Parteigenossen!
Bedenkt daß die e 0 beste Waffe
im Kampfe gegen Volksaussaugung und Unterdrückung
unsere Parteipresse
ist, sorgt deshalb für deren weiteste Ver⸗ breitung und werbt eifrig Abonnenten fuͤr die
„Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung“ des einzigen in Oberhessen erscheinenden
Arbeiterblattes!
In der Hamburger Akkordmaurer⸗ Angelegenheit ist es nun zum Ausschluß der Akkordmaurer gekommen. Letztere benah⸗ men sich bei den Einigungsverhandlungen äußerst schroff und ablehnend, so daß ihr Ausschluß erfolgen mußte. Selbst die„Frankftr. Ztg.“ wundert sich darüber, daß alte Sozialdemokraten, die die Akkordmaurer sein wollen, so die Dis⸗ ziplin verletzen konnten. Noch mehr wundern wir uns über die verschrobenen Ansichten, die von diesen Leuten in Bezug auf die Akkord⸗ arbeit zu Tage gefördert wurden.
Versammlungskalender.
Samstag, den 14. Dezember.
Gießen. Holzarbeiter. Abends 9 Uhr Versam m⸗ lung bet Löb„Wiener Hof“. Vortrag über:„Die heutige Gewerkschaftsbewegung. Ref. Vetters.— Metallarbeiter. Abends 9 Uhr Versammlung bei Orbig.
Sonntag, den 15. Dezember.
Gießen. Gesang⸗Verein„Eintracht“. Abends 8 Uhr Zusammenkunft bei Orbig.
Wieseck. Arbeiter⸗ Bildungsverein. Nachmit⸗ tags 3 Uhr Versammlung bei Heinrich Keller. Zahlreiches Erscheinen gewünscht. Der Vorstand.
Freitag, den 20. Dezember.
Gießen. Verband der Fabrik- und Hilfs⸗ arbeiter. Abends 8 Uhr Mitgliederversammlung bei Löb(Wiener Hof).
Samstag, den 21. Dezember.
Gießen. Sozialdem. Wahl verein. Abends 9 Uhr Mitgliedersammlung im Lokale Orbig.
————— 2 Letzte Nachrichten.
Der Reichstag beendet am Donnerstag die erste Beratung des Zolltarif⸗Entwurfs und überwies die Vor⸗ lage einer Kommission von 28 Mitgliedern. Das Haus vertagte sich darauf bis 8. Januar.
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