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Nr. 19.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
hatte er das Manuskript auf dem Boden seines bauses in einem Kasten, der in dem finstersten Winkel stand, unter allerlei Gerümpel entdeckt.
„Darin hat einer meiner Ahnen,“ fuhr der Meister, die Ahnen humoristch betonend, fort, „was sich zu den Zeiten des Pfeifer und des Doktor Thomas in unserer Stadt hat zugetragen,
herzeichnet. Er hat es selbst erlebt. Ja, ja, vir Weigands sind gar bemooste Karpfen.
nser Aeltervater soll ein Höriger der Grafen von Stollberg gewesen sein und sich frei gemacht gaben, indem daß er nach Mühlhausen floh,
ellwo er ein Wollkrempler wurde. Stand damals das Gewerk der Tucher in großer Blute. Zu Stolberg ist denn auch der Tho⸗
sttas Münzer Anno 1490 oder 93 geboren und oll sein Vater ein vermögender Mann gewesen sein. In meinem Buch steht nichts weiter von ihm. Der Thomas aber ist schon, wie er erst 20 Jahre clt war, ein Doktor der Gottes⸗ gelahrtheit gewesen, hat in den Lateinschulen gelehrt und ist Prediger an der Marienkirche zu Zwickau gewesen, ehe daß er nach Allstedt berufen wurde. Ja, wenn der in unserer Marienkirche in der Stadt drinnen wieder auf die Kanzel träte und die heilige Schrift nach den Offenbarungen, die er in seinem Geisie empfangen hat, auslegte, und daß das Christeu⸗ tum nicht durch den Glauben, sondern durch Werke bekannt werden müßte, er rüttelte die Leute aus ihrer Oedheit wohl auf, daß sie ihm zufielen wie damals. Muß eine gewaltige Zeit gewesen sein, wie der hier schreibt, gleich als wie ein Sturm, der Alles mit sich fortreißt, während dem daß heut Alles klein und ver⸗ schrumpft ist im Bürgerthum.“
Er nahm seine Brille von dem Buche auf, kpandte sie nachdenklich hin und her und legte fie wieder nieder. Seine Zuhörer harrten in
Weile.
gespanntem Schweigen. Er fuhr fort:„Wohl, er fühlte sich berufen, sein Volk zu befreien und an seinen Unterdrückern zu rächen. Schon in Zwickau soll es ihm deutlich aufgegangen sein, daß die Revolution des deutschen Reiches werden müßte. Wie er uun von den sächsischen Fürsten nach Weimar gefordert wurde. um vor ihnen seinen Glauben aus der Schrift zu erweisen, denn der Doktor Luther hatte ihn bei ihnen angegeben, daß er ein Schwarmgeist und ein Aufrührer sei; da trat er tapfer vor sie hin. Aber es burde ihm deutlich, daß sein Bleibens in Allstedt fürder uicht sein würd', und er entwich mit seinem jungem Weib und kleinem Kinde unserer Stadt. Er hatte wie der Doktor Luther eine ausgetretene Nonne gehei⸗ ratet. Und wie dieser, hatte der Heinrich Pfeifer seine Mönchskutte in die Dornen geworfen und das Regiment der Sechsundneunzig gestürzt, welche in Mühlhausen die einzig Freien waren, den Rat ausmachten und alle Aemter inne hatten und besetzten. Die Bürgerschaft erhielt Sitz und Stimme im Rat. Was aber die Ehrbaren sind, als wie die Füchse und Meister im falschen Spiel, kriegten es fertig, daß der Pfeifer ausgetrieben wurde, er und der Münzer. Aber ihr Triumph währte nur eine gar kleine Das nämliche Jahr, 1524, war noch nicht an seinem Ende, da führten die Bauern und die Vorstädter von St. Nikolaus den Pfeifer mit Gewalt wieder zurück, und der Doktor Münzer kam im nächsten März ihm nach.“ (Fortsetzung folgt.)
Humoristisches.
Ein Schlauberger. Leutnant v. A.: Ehe⸗
ä———.——¾¼
demokratie im Heer. Is Unsinn: jiebt's nich. Leutnant B.: Glauben Kamerad? Leutnant v. A.: Jiebt's nich. Da neulich auch Umfrage jehalten. Hundert Rekruten jefragt: Wer is Bebel?... Hat nicht einer geantwortet.
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Litterarisches.
Ich fühle es, ich weiß es, aber ich kann's nicht von mir geben! Wie oft hört man diesen Ausspruch, wenn in einem größeren Kreise von Per⸗ sonen, Vereinen und Versammlungen Beschlüsse gefaßt werden, die den anderen wider den Strich gehen. Da hilft uur: Reden lernen, um für die Zukunft zweckwidrige Beschlüsse zu vereiteln. Das freie Wort muß Gemein⸗ git aller Deutschen werden. Diese Devise hat sich der als Redner rühmlich bekannte Schriftsteller Manfred Wittich gestellt, indem er das Werk:„Die Mun der Rede“, Verlag von Rich. Lipinski, Leipzig, Reud⸗ nitzerstr. 11, Preis 1 Mark, verfaßte. Den Zweck seines Werkes faßt der Autor in der Vorrede kurz da⸗ hin zasammen:„Ich will kein gelehrtes System der Rhetorik, kein Schulbuch mit pedantischen Paragraphen und Regeln, sondern eine lesbare, anschauliche und praktische Anweisung geben, wie sich ein Kind des Volkes die geistige Unbefangenheit und formale Fähigkeit zu öffentlichen Reden aneignen kann. Ich will am„Web⸗ stuhl der Zeit“ mitarbeiten und mitwirken insofern, als ich das allen gemeinsame Instrument der Rede, der Sprache wirksamer machen will, als es bisher gewesen ist.“ Und wahrlich, wer dies aus tiesstem Erfahrungs⸗ schatze herausgeschriebene Werk liest, der wird sagen, ja warum erschien solch ein Werk nicht früher schon. Soll aber der beabsichtigte Zweck erreicht werden, dann muß das gut ausgestattete Werk die welteste Verbreitung finden, die es verdient. Der Verfasser behandelt in dem 108 Seiten umfassende Werke, den Redner, die Sprache,
den Satzbau, den Schmuck der Rede, die Vorbereitung
des Redners, die verschiedenen Arten der Reden, das Verhältnis zwischen Redner und Hörer und die Ge⸗
mal'ger Kamerad da jüngst was jefaselt von Sozial⸗ chäfts führung einer Versammlung.
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