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Nr. 44.
Wittewentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 3.
Schläge ausgeteilt.— Nicht minder roh war das Verhalten des Gefreiten Fehr⸗ mamn. Er hat den Fahrer Jäckel im Februar und März im Reitstall wiederholt geohrfeigt, sowie am 30. April im Waschhaus und an der Thür des Speisesaales der Kompagnie eine rößere Anzahl Ohrfeigen versetzt. An diesem 9 hat sich der etwas schwermütig veranlagte Jäckel, der zu seinen Kameraden oft über schlechte Behandlung klagte, erhängt. Fehr⸗ mann, der die Mißhandlung an diesem Tage bestreitet, war damals mit den Funktionen als Geschützführer mit Unterofftziersdiensten betraut. Er will den Jäckel nur außerhalb des Dienstes geschlagen haben, wenn er sich als dessen Ka⸗ merad bezeichnete.) Aus Furcht vor weite⸗ rer schlechter Behandlung haben die Mißhandelten keine Anzeige erstattet. Den Anlaß zum Strafverfahren haben die wegen
des Selbstmordes Jäckels angestellten Erörte⸗ (Dessen Eltern haben sich
rungen gegeben. gleichfalls infolge Schwermut das Leben ge⸗
nommen.) Das Urteil des Kriegsgerichts lautete ö bei Göpel auf 10 Monate Gefängnis und De⸗
gradation, bei Fehrmann auf nur 2 Monate Gefängnis.
Ferner wurde der Unteroffizier Model vom Kriegsgericht in Chemnitz wegen Mißhand⸗ lung Untergebener in neun Fällen zu drei Monat Gefängnis verurteilt. Unter den Gewaltthaten dieses Stellvertreter Gottes hatte die ganze Korporalschaft des Angeklagten zu leiden. Acht Mann von dieser standen als Zeugen vor dem Kriegsgericht; sie alle waren geschlagen worden. zehnmal Ohrfeigen erhalten während und außerhalb des Dienstes, Soldat A. ist fast täglich ins Gesicht geschlagen und mit der Faust gestoßen worden, während Soldat H. keine Woche ohne Schläge blieb. Diese Drei brachten den Angeklagten nicht zur Meldung, weil sie es noch nicht verstanden. Einige Soldaten hatten angeblich welche von den berühmten Ohrfeigen,„die kein Schmerz⸗ gefühl erregten“, bekommen. Der Ange⸗ klagte entschuldigte seine brutale Handlungs⸗ weise mit der Behauptung, daß er tüchtige Soldaten erziehen und Disziplin() in die Leute bringen wollte; nicht Rohheit, sondern Ehrgeiz habe ihn so handeln lassen. Er bat schließlich, vorschriftswidrige Behandlung, nicht Mißhandlung anzunehmen.
Leidlich vernünftige Ansichten
ließ vor einigen Tagen das Blatt des christ⸗ lichen Bergarbeiters Brust, der bekanntlich für die Wucherzölle eintritt, vernehmen. Er sagte da über die Gewerkschaften:
„Die Gewerkschaft soll eben wie auch die Aktien⸗ gesellschaft usw. der Unternehmer parteipolitisch neutral sein. Ebensowenig wie die sozialdemokrati⸗ schen Gewerkschaften gegen die anderen Parteien an⸗ kämpfen und speziell sie zu verdrängen suchen sollen, und nur für die sozialdemokratische Partei Propaganda machen dürften, haben auch die christlichen Gewerkschaften als solche nicht speziell gegen die Sozialdemo⸗ kratie als Partei zu kämpfen und für andere Parteien Propaganda zu machen. Dieses lehnen wir auch ab. Im allgemeinen stehen wir auf dem Stand⸗ punkt, daß derjenige die Sozialdemokratie bekämpfen soll, der sie gezüchtet hat: der manchesterliche Großkapitalismus. Dieser behandelt uns gleich mit den Soztal⸗ demokraten und haben wir als Gewerkschaft⸗ ler nicht die geringste Veranlassung, gegen die sozialdemokratischen Gewerkschaften zu kämpfen und die Arbeiterschaft unnötig zu zersplittern; speziell der Sozialdemokratie wegen als Partei. Der lachende Dritte wäre eben der manchesterliche Großkapitalismus, bezw. dessen Vertreter, der inzwischen sämtliche Arbeiter, ob soztaldemokratisch oder christlich in aller Ge⸗ mütsruhe„scheeren“ würde.“.
Recht so! Ganz een Nur fragt sich, wie lange dieser Standpunkt von dem Blatte vertreten wird, das bisher in rüdiger Weise die freien Gewerkschaften bekämpfte.
ur Naturgeschichte eines christlichen . Gewerkschaftsfübrers⸗
Vor einigen Monaten fand in Fulda eine öffentliche christliche Gewerkschaftsversammlung
Soldat L. hat mindestens
statt, in der über die Getreidezölle verhandelt wurde. Im Laufe der Debatte ergriff auch ein gewisser Schreiner Möres das Wort und sprach sich für die Zollerhöhung aus. Dieser Möres spielt jetzt in Fulda eine führende Rolle bei den Christlichen, von Seiten eines Geistlichen sollen ihm 300 Mk. zur Gründung eines Geschäftes verschafft worden sein. Vor mehreren Jahren trieb er sich in Frankfurt herum, wo er sich den Anarchisten ange⸗ schlossen hatte. Wir erinnern uns noch, daß er sich in einer Holzarbeiter⸗Versammlung da⸗ hin aussprach, daß die Arbeiter, wenn sie infolge Arbeitslosigkeit in Notlage kämen, einfach— stehlen sollten, er würde in solchem Falle nehmen, wo er fände! Diese famose Theorie setzte er später(wenigstens seinen Genossen gegen⸗ über) in die Praxis um, er verduftete, ohne über den Verbleib gesammelter Gelder Rechen⸗ schaft abzulegen.— Jetzt spielt der ehrenwerte Bürger den Frommen, agitiert im Fuldaer Bezirke für Zentrum, christliche Gewerkschaften und Wucherzoll. Daß er das nur im Interesse des„Geschäfts“ thut, scheinen die biederen Fuldaer Christen nebst ihrem Hirten nicht be⸗ merkt zu haben, denn stie waren höchlichst er⸗ staunt, als in der erwähnten Versammlung ein zufällig anwesender Frankfurter Schreiner die Vergangenheit ihres Führers aufdeckte.— Merk⸗ würdig, der Entwickelungsgang der„Anarchisten“ ist doch fast immer derselbe!
Eutwickelung der deutschen Konsum⸗ genossenschaften.
Welch' gewaltigen Aufschwung das Genossen⸗ schaftswesen und besonders die Konsumvereine in Deutschland in den letzten Jahren genommen haben, zeigt der Umsatz der Hamburger Groß⸗ einkaufsgesellschaft. Diese liefert nur Waren an Konsumvereine und hatte in den drei ersten Quartalen des Jahres 1901 einen Umsatz von nicht weniger als 9287200 Mk., fast das Doppelte der gleichen Periode im Vorjahre, wo für 4912 670 Mk. umgesetzt wurde.
König Eduard von England
soll nach Zeitungsmeldungen schwer erkrankt sein und zwar an Kehlkopfkrebs. Mehr⸗ fache Operationen mußten schon vorgenommen werden. An derselben Krankheit starb bekannt⸗ lich Kaiser Friedrich III.
Prompte Justiz.
Czolgosz, der Mörder des Präsidenten Me. Kinley ist am Dienstag früh auf moderne Art mittels Elektrizität hingerichtet worden. Alles vollzog sich programmmäßig. Der Todes- kandidat schlief die ganze Nacht fest und mußte morgens wach gerüttelt werden. Nachdem er auf dem elektrischen Stuhl Platz genommen hatte, sagte er:„Ich bereue meine That nicht.“ — Am Abend vorher sprach er eingehend mit dem Gefängnisdirektor über das Attentat und beantwortete dessen Fragen anscheinend wahr⸗ heitsgemäß. Er habe die That einfach begangen, weil er sich dadurch einen Vorteil für die arbeitende Klasse versprochen habe; er habe den Revolver ganz offen, ohne Taschentuck, getragen und leugnete schließlich nochmals, mit Genossen bei der That gewesen zu sein.— Daß er des Glaubens ist, durch seine Mordthat der Arbeiter⸗ klasse einen Dienst zu leisten, zeigt seine geistige Beschränktheit.
Krieg in Südafrika.
Hafenarbeiter zu Gunsten der Be— endigung des Trans vaalkrieges. Von den Amsterdamer Hafenarbeitern ausgehend ist eine Bewegung im Gange, welche den Boykott der englischen Handelsschiffe zum Zwecke hat. Dadurch wollen die Arbeiter einen Druck auf die englische Regierung zu Gunsten des Friedensschlusses ausüben. Ver⸗ treter der Amsterdamer Dockarbeiter trafen in voriger Woche in Brüssel ein, um mit den belgischen Dockarbeitern bezüglich des Boykotts der englischen Frachtdampfer zu verhandeln. Sie wurden im Volkshause empfangen und erhielten dort die schriftliche Zusage, daß
sofort eine Sympathieadresse in diesen Sinn von den Brüsseler Arbeitern angenommen werden würde. Die Delegierten reisten alsdann nach Gent, wo sie die gleiche Zusage erhielten. Andere Vertreter der Amsterdamer Dockarbeiter reisten nach Bremen, Hamburg, Marseille, Havre, Genua und Newyork, um auch dort die Zusagen bezüglich des Boykotts ein— zuholen. Sobald diese Zusagen im Prinzip erteilt sind, wird das Komitee der Amsterdamer Dockarbeiter der englischen Regierung hiervon Mitteilung machen, mit der Bemerkung, daß der Boykott am 1. Januar 1902 in Kraft treten wird, falls bis dahin der südafrikanische Krieg nicht beendet sei.— Daß durch einen derartigen, wenn auch nur teilweisen Boykott, dem englischen Handel empfindlicher Schaden zugefügt werden kann, leuchtet ohne Wetteres ein. Gewiß kann man über die Zweckmäßigkeit dieser Maßregel verschiedener Meinung sein, möglich auch, daß dadurch der Friede nicht hergestellt wird; sicher ist aber das opferwillige Vorgehen der braven Arbeiter nur anzuerkennen und steht himmelhoch über dem faden Geplärre gewisser„alldeutscher“ und sonstiger Burenfreunde.
Den Burengeneral Botha wollen die Engländer„beinahe“ gefangen haben, er ist aber wieder entschlüpft. Dagegen erlitten die Engländer in der Nähe des Marrico-Flusses eine gehörige Schlappe.
Arbeiterbewegung.
T Mit dem neuen Buchdruckerterif sind die Buchdrucker nicht überall zufrieden. In zahlreichen Versammlungen wurde besonders der Staffeltarif eine Verschlechterung genannt; auch die Antelegraphierung des 12000 Mark⸗ Grafen Posadowsky durch Vertreter der orga— nisierten Buchdrucker wurde vielfach kritisiert. Eine Hamburger Versammlung beschloß folgende Resolution:„Die am 13. Oktober 1901 in Schwaffs Ballhaus zahlreich versam⸗ melten Hamburger Buchdruckergehilfen erklären sich mit dem Resultate der Tarifberhaudlungen durchaus nicht befriedigt, da die eingetretene Erhöhung von 7½ Prozent nicht entfernt die seit 1896 eingetretene Verteuerung aller Lebens⸗ bedürfnisse ausgleicht. Allermindestens erwar⸗ teten die Hamburger Buchdrucker eine ent⸗ sprechende Erhöhung des Lokalzuschlages. Eine wesentliche Verschlechterung des Tarifs erblickt die Versammlung in der Einführung des Staffel⸗ tarifs, zu der ein zwingendes Bedürfnis in den letzten fünf Jahren der Tarifgemeinschaft sich nicht ergeben hat. Die Hamburger Gehilfen erblicken in dem Resultat der Tarifvereinbarung eine Ausnutzung der gegenwärtigen wirtschaft⸗ lichen Krise seitens der Prinzipale durch ihre Vertreter, die mit dem Geiste einer Tarifgemein⸗ schaft unvereinbar ist. Gleichzeitig drückt die Versammlung ihr Befremden aus über die all— zugroße Nachgiebigkeit der Gehilfenvertreter bei den Verhandlungen.
Ende des Tabakarbeiterstreiks. Wie die Erfurter„Tribüne“ berichtete, wurden die Kommissionen der Tabakarbeiter nochmals bei den acht Fabrikanten vorstellig, um bezüglich der Einstellung der Arbeiter zu unterhandeln. Die Fabrikanten erklärten zunächst, einen kleinen Teil einstellen zu wollen. Hierauf wurdeu die Abstimmungen in den einzelnen Fabriken vor⸗ genommen und einigte man sich überall dahin, den Widerstand des ungünstigen Standes des Kampfes wegen aufzugeben. Das wirk⸗ liche Ende des nunmehr in der 27. Woche tobenden Kampfes dürfte nach den gegebenen Verhältnissen noch eine Zeit ausstehen. Der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, nehmen die ein halbes Jahr im Kampfe ge⸗— standenen Tabakarbeiter die Arbeit wieder auf. Das Koalitionsrecht ist errungen. Die acht Fabrikanten haben erklärt, nichts gegen den Verband fernerhin unternehmen zu wollen. Der größte Teil der Kämpfenden liegt zur Zeit noch auf der Straße und ist die Not in den Reihen der Männer und Frauen eingerissen; die Unterstützung ist deshalb nach wie vor eine Notwendigkeit.


