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kehrt unt denen len⸗Trul sen. Jg Uossen ihn ihnen i le Schar stern auß 5 Reiste Zunftwesz
Nr. 22.
Mitteldeutsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
)herumlungern und die Werkleute an⸗ affen.
Und diese Zufriedenen sollen sich auch nicht inbilden, wie sie so gern thun, daß sie sehr veise Philosophen find und daß es eine Kunst st, zufrieden zu sein. Es mag wahr sein, daß ein zufriedenes Herz überall glücklich ist,“ ber ein Esel ist es auch, und die Folge st, daß beide überall geplagt und auf ide Weise mißhandelt werden.
„Ach, um den brauchst du dich nicht zu hnnühen,“ sagt man,„der ist so ganz zu⸗ bieden und es wäre schade, wenn du ihn brtest.“ Und so wird der zufriedene Knabe sbergangen und der Unzufriedene erhält seine btelle.
Wenn du dumm genug bist, zufrieden zu ein, so laß es nicht merken, sondern brumme gie die übrigen; und wenn du mit Wenig em lus kommen kannst, so fordere viel. Denn zeun du das nicht thust, wirst du gar nichts eko mmen. Es ist nötig in dieser Welt, m Grundsatz der Kläger auf Schadenersatz sh zu eigen zu machen, d. h. zehnmal mehr imforderu, als man wirklich beansprucht. önnen hundert Mark dir Genüge leisten, so kainne damit, auf tausend zu bestehen. Wenn u damit anfängst, hundert zu verlangen, so iir du nur zehn erhalten.
Weil er diesen einfachen Grundsatz nicht be⸗ lte, kam J. J. Rousseau in so große Not. ils Höchstbetrag seiner irdischen Glückseligkeit stimmte er sich ein Leben in einem Obstgarten lit einem liebenswürdigen Weibe und einer suh, und selbst das erreichte er niemals. deine Wünsche hinsichtlich des Obstgartens surden wohl erfüllt; aber das Weib war uicht gebenswürdig, und sie brachte ihre Mutter mit, ud eine Kuh hatte er nicht.
Wenn er nun seine Gedanken auf ein großes lundgut, ein Haus voll Engel und eine Mast⸗ sehausstellung gerichtet hätte, dann hätte er wohl erlebt, einen Küchengarten und ein etück Vieh zu besitzen, und möglicherweise solch e rara avis(seltener Vogel), ein wirklich Abenswürdiges Weib, erlangt.
Für zufriedene Leute muß das Leben ein Archtbar langweiliges Geschäft sein. Wie un⸗ guem muß ihnen die Zeit anf dem Halse gen! Und womit mögen ste wohl ihre Ge⸗ mnmken beschäftigen, wenn sie welche haben? gr die Mehrzahl von ihnen scheint Zeitungs⸗ len und Rauchen die geistige Nahrung zu Lu, dazu kommt bei den Thatkräftigern noch Alb tenblasen und Straßenklatsch.
Alus:„Die müssigen Gedanken eines Mässigen“ von 2. Jeröme nach der Fr. Tgspst.)
Arbester-Bifdungs-Vereln,
Lesefrüchte.
Herren sind am meisten Dienern gewogen, Von denen sie am meisten werden betrogen. Hoffmann v. Fallersleben.
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Ersatz. Zu füllen die leeren Köpfe Haben sie Prunk und Geld; Zu füllen das weite Herze Hast Du die weite Welt. Und haben sie Glanz und Ehren, Jegliches irdische Sut— So hast Du der himmlischen Schönheit Selig am Busen geruht.
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5 Ludwig Pfau, „Endlich habe ich mein eigenes Heim,“
sagte der Redakteur, da wurde er in Einzel⸗
haft gesteckt.
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Die Leute, die mik allen Wassern ge⸗ waschen sind, sind trotzdem oft die schmutzigsten. 4
Für Menschen, die nicht wissen, was ste wollen, sind Wegweiser überflüssig.
Wenn die Könige reden, haben die Staats⸗ anwälte zu thun.(W. Jakob.)
D
Humoristisches.
Talentvoll. Kunde:„Scheint ein aufgeweckter Junge zu sein, Ihr neuer Lehrling!“— Wein⸗ händler:„Na, ich sag' Ihnen, er ist erst drei Mo⸗ nate bei mir... aber der Bengel macht schon einen besseren Rotwein wie ich!“
Empfangs vorbereitungen. Junge(zum Vater, der ein Lorbeerblatt aus der Suppe fischt): O jieb mich det! Vater: Schafskopp! Wozu brauchst denn die ollen, abjelutschten Lorbeeren? Junge: Die heb' ick uf vor den Waldersee, wenn der wieder aus China kommt.
(„Südd. Postillon“). Spruch. Wenn dich das Schicksal auch traktiert Mit unmanierlich groben Püffen, Bleib sattelfest und treu dem Spruch: „Mein Junge, laß dich nicht verblüffen!“ („Südd. Postillon“. Versuchung. Ein Mucker wollt' in die Sitzung gehn Des Männerbundes für Sitte, Da hat er ein reizendes Mägdlein gesehn, Da folgt er ihrem Schritte. Das Mägdlein hat ss verlockend gelacht, Verlockend zum Küssen und Lieben— Der Mucker aber ist selbige Nacht Der Sitzung ferngeblieben.
Sonntag, den 9. Juni 1901
im Garten des Herrn Ludwig Kröck.
Litterarisches.
Emanuel Wurms„Gesundheitsschutz in Staat, Gemeinde und Familie liegt jetzt komplett vor. Die letzten Hefte enthalten: Die Nahrungsmittel und ihre Zubereitung.— Die Genuß⸗ mittel.— Normale Ernährung und Volksernährung. — Säuglings⸗, Kinder⸗ und Volkshygiene.— Die erste Hilfe bei Unfällen. Die Krankenpflege.— Die Wasserheilkunde.— Berufskrankheiten und Arbeiter⸗ schuz,— Städtehygiene.— Sachrechister nebst In⸗ halts verzeichnis. Außerdem enthalten die Hefte drei Tafeln, von denen die ersten beiden in schönen Farben⸗ drucken die eßbaren Pilze dem Beschauer vor Augen führen; die dritte Tafel veranschaulicht die„Erste Hilf e⸗ leistung bei Unfällen.“ Wir können das Werk, das in Lieferungen A 20 Pfg. von unserer Expedition bezogen werden kann, jeder Familie bestens empfehlen.
E
Zahlenrätsel. 4 9 2 27 Haushaltungsgegenstand. 88 Bezeichnung für Feier. 1 Werk von Mascagni. 7 Bewohnerin eines Klosters.
Titel.
2 Zum Bauen nötig.
47 13 Schulgegenstand.
4 14 9 Weiblicher Vorname. 9 12 8 13 9 15 Ort in Böhmen.
Nach Auflösung ergeben die Aafaugsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unlen nach oben gelesen den Namen von Feiertagen und Festen, die um diese Zeit gefeiert werden.
(Auflösung in nächster Nummer.)
0 3 8 11 2 2 10 9 4 9 2 12 9 4 7 14 14
do A D N O c
Marktberichte. Auf dem Wochenmarkte in Gießen kosteten am 21. Mai: Butter per Pfd. Mk. 1.25— 1.35,
Hühnereier per St. 0—0 Pfg., Enteneier 2 St. 12— 13 Pfg. Gänseeier per St. 10—11 Pfg., Käse 1 St. 5—8 Pfg., Käsematte 2 St. 5—8 Pfg., Erbsen per Liter 22 Pfg., Linsen per Liter 34 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 6.00— 7.00, Zwiebeln per Ctr. Mk. 8.00— 8.50. Milch per Liter 18 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0.80 bis 1.00, Hühner per St. Mk. 1.20— 1.70 Hahnen per Stück Mk. 1.30— 2.00, Enten per St. Mk. 2.00 bis 2.30. Gänse per Pfd. Mk. 00.0 0.00.
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Beschwerden f
über den Inhalt der„Mitteldeutschen Sonntagszeitung“ ersuchen wir unsere Ge⸗ nossen direkt an die Redaktion, Kirchen⸗ platz 11 zu richten; wegen mangelhafter Zustellung wende man sich an die Expedition, Sonnenstraße 25.
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