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Nr. 5.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
daß nach einer soeben veröffentlichten wissen⸗ schaftlichen Abhandlung in einem unserer ersten medizinischen Fachblätter schon nach ein bis zwei Tagen der Erfolg zu sehen ist. Das neue Präparat wird unter dem Namen„Antitussin“ von der chemischen Fabrik Valentiner und Schwarz in Leipzig⸗Plagwitz in den Handel gebracht und ist durch alle Apotheken oder direkt zu beziehen.(Wir stehen diesen Salben wie allen übrigen Mixturen recht mißtrauisch gegenüber.)
Arbeiterbewegung.
Gießen. In der Gailschen Dampfziegelei wurde am 4. Jannar dem Arbeiter K. gekündigt, weil sein Benehmen und Betragen nicht gefalle. K. fragte, inwiefern er sich etwas habe zu Schulden kommen lassen. Es wurde ihm erklärt: er wisse es und man wollte sich nicht in die Sache einmischen. Auf Beschluß des Vorstaudes des Verbandes der Fabrik-, Land⸗ und Hilfsarbeiter richtete der erste Bevoll— mächtigte ein Schreiben an Herrn Kommerzien⸗ rat Gail und bat um Aufklärung, weil an⸗ scheinend ein Arbeiter, der sich nichts habe zu Schulden kommen lassen, einem Denunzianten zum Opfer gefallen sei. Herr Gail antwortete, daß er den Beschwerdebrief erhalten und zur Berichterstattung resp. weiterer Veranlassung an sein Dampfziegelei⸗Bureau überwiesen habe. — Das Bureau hielt es nicht der Mühe wert, mit den Arbeitern zu unterhandeln und so wurde K. entlassen. Der Entlassung dieses Arbeiters folgte am 18. Januar die Kündigung des Kassierers der Zahlstelle genannten Ver⸗ bandes. Allem Anschein nach handelt es sich also um ein Vorgehen gegen die Organisation. Deshalb heißt es: einig sein und fest zusam⸗ menhalten. Am Freitag, den 1. Februar wird Frau Tröger aus Offenbach in einer Ver⸗ sammlung der Arbeiter der Gailschen Dampf— ziegelei und Tonwarenfabrik sprechen. Agitiert für diese Versammlung. Es gilt unsere Orga⸗ nisation zu schützen und Protest zu erheben gegen die Maßregelung unserer Kollegen!
Die Undings⸗ Kandidatur.
* Daß Herr Bürgermeister Leun in Großen⸗ Linden wenige Wochen vor der Landtagswahl die ihm angedichtete Kandidatur entrüstet von sich wies und eine dritte Kandidatur neben der sozialdemokralischen und der antisemitischen als ein Unding bezeichnete, mit dem man seinen Namen nicht in Verbindung bringen möge, ist bekannt. Ebeuso bekannt ist, daß Herrn Leun wenige Tage vor der Wahl das Unding plötzlich sehr begehrenswert erschien und er seine Kandidatur noch aufstellte. Be⸗ kaunt ist auch, daß der Antisemit Hirschel kalt⸗
und die Heuchelheimer Uhr vor gestellt wurde. Antisemitische Wahlmänner, die für Hirschel
gewählt waren, mußten für den Großen⸗Lindener Bürgermeister stimmen, der den Orten Leih⸗ gestern und Langgöns schon so viel Gutes“ erwiesen hat. Sie mußten für Herrn Leun stimmen, damit noch ein Bürger⸗ meister mehr in den Landtag komme.
Herr Leun„siegte“.
Aber die Wahlprüfungskommission fand die Sache doch nicht so ganz zweifelsohne, sie be⸗ schloß einstimmig, den Landtag aufzufordern, Herrn Leun wieder heimzuschicken.
Das ist eine bitter schmeckende Pille. Und 1 5 75 wie der Einzug in Großen⸗Linden am
ahltag mit Fackeln und Musik wird der Auszug aus dem Landtag für Herrn Leun kaum werden.—
Die Entscheidung, ob Herr Leun noch ein⸗ mal nach Dar mstadt geschickt wird, häugt von den Heuchelheimer Wählern ab. Das wissen die Getreuen des Herrn Leun sehr wohl, und . sie schon jetzt wieder in der eifrigsten
eise. Dabei bedienen sie sich leider eines Mittels, das schon bei der Hauptwahl im Herbst v. J. in mehreren Dörfern angewendet wurde, das wir damals unbeachtet ließen, weil es uns zu kläglich erschien, dem wir aber jetzt doch auf den Grund gehen wollen. Dabei wird
allerdings die gütige Mitwirkung des Herrn Leun unentbehrlich sein.
In Großen⸗Linden wurde gelegentlich der Wahlbewegung erzählt, Herr Leun sei bei der Beratung des Notariatsgesetzes in Darmstadt gewesen und habe den Landtagsabg. Dr. David in der Kammer wegen dessen Stellungnahme zu genanntem Gesetz interpelliert. Unser Genosse habe darauf geantwortet, er wisse, daß das Gesetz Unzufriedenheit erregen würde, aber das sei gerade für uns die Hauptsache. Wir haben damals, wie bereits gesagt, diese erbärmliche Lüge unbeachtet gelassen. Jetzt wird uns aus Heuchelheim berichtet, daß dort die Freunde des Herrn Leun von Haus zu Haus kolportieren, Dr. David habe damals dem Großen⸗Lindener Bürgermeister geantwortet, „er stimme für das Notariatsgesetz, weil es die Partei vorschreibe“. Im übrigen habe Dr. David nichts zu erwidern gewußt.
Herr Leun muß selbst das größte Inter⸗ esse daran haben, den Erfinder dieser Lügen zu ermitteln, da er gewiß nicht will, daß man für ihn mit derart erbärmlichen Mitteln arbeitet. Wir fordern zunächst Herrn Leun auf, öffentlich zu erklären, wem er s. Z. über die Unterredung mit unserem Genossen Dr. David Mitteilung gemacht hat. Vielleicht ließe sich dann feststellen, wer die Frechheit und Gewissenlosigkeit besessen hat, die klipp und klare Antwort, die unser Genosse dem Großen⸗Lindener Bürgermeister in Darm⸗ stadt ganz zweifellos gegeben hat, zu fälschen, um damit hinterlistiger weise der sozialdemo⸗ kratischen Partei etwas anhängen zu können.
Um außerdem den Heuchelheimer Wählern Gelegenheit zu geben, sich ein klares Bild zu machen von der Bedeutung des Notariatsgesetzes, das viele Bürgermeister ganz falsch darstellen, haben wir den Landtagsabgeord⸗ neten Dr. David gebeten, demnächst in Heuchelheim in einer öffentlichen Ver⸗ sammlung über die Thätigkeit des Landtags zu reden.
Herr Leun wird schon jetzt auf diese Versammlung aufmerksam gemacht, später, wenn der Termin festgesetzt ist, auch noch speziell eingeladen werden.
Herr Leun ist bisher unseren Versammlungen fern geblieben. In Heuchelheim wird er hoffent⸗ lich erscheinen. Selbstverständlich werden ihm dieselben Rechte wie David eingeräumt, sodaß er die schönste Gelegenheit hat, einmal vor ver⸗ sammeltem Volke auseinanderzusetzen, was er eigentlich will.
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Wir hielten es zunächst nicht der Mühe wert, bei dem Genossen Dr. David wegen jener Unterredung mit Herrn Leun anzufragen. Wir — und jeder, der David keunt— wußten von vornherein, daß er die ihm angedichteten „Antworten“ nicht gegeben haben konnte. Da wir nun wegen der abzuhaltenden Ver⸗— sammlung an unseren Genossen David schreiben mußten, teilten wir ihm den Sachverhalt mit. Daraufhin ersucht uns Genosse David: die ihm unterschobenen Behauptungen als gänzlich unwahre, frei erfundene Ver⸗ leumdungen zu erklären.„Ich habe Herrn Leun die rein sachlichen Gründe, warum wir für das Gesetz stimmen würden, kurz auseinandergesetzt, und seine(Leuns) Einwendungen als sachlich nicht durchschlagend zurückgewiesen.“
Wird trotzdem noch weiter im Trüben zu fischen versucht werden?
Cetzte Nachrichten.
Berlin. Die Flotten vorlage ist vom Bundesrat gutgeheißen und dem Reichstag zu⸗ gegangen. Die Beratung im Reichstag wird voraussichtlich Mitte nächster Woche beginnen.
London, 25. Januar. Das Kriegsamt erhielt von Buller folgende Depesche aus Spear⸗ mans Camp vom 25. Januar, 12,10 nachts:
Die Truppen General Warrens besetzten Dienstag Nacht den Spionkop. Sie über⸗ raschten die kleine Buren⸗Besatzung, welche floh. Der Hügel ist den ganzen Tag von uns gehalten worden, obgleich wir heftig ange⸗ griffen wurden, besonders durch ein sehr be⸗ lästigendes Artilleriefeuer. Ich fürchte, daß unsere Verluste beträchtlich sind und be⸗ dauere mitteilen zu müssen, daß General Woodgate schwer verwundet ist. General Warren glaubt, daß er die Stellung des Feindes unhaltbar gemacht hat.“— Diese ver⸗ klausulierte Depesche klingt wenig erfreulich für die Engländer.
Partei⸗ Nachrichten.
Versammlungs⸗Kalender. Sonntag, den 27. Januar: Heuchelheim. Arb.⸗Bild.⸗Verein bei Ferd. Kröck
abends ½9 Uhr.
Samstag, den 3. Februar:
Gießener Wahlverein abends pünktlich 9 Uhr.
Tagesordnung: 1. Bericht der Gen. Orbig
und Krumm über ihre Thätigkeit in der Stadt⸗
verordnetenversammlung. 2. Diskussion. Lauterbach. Wahlverein abends 8/ Uhr bei Wirt
Wöllfinger. Zahlreiches Erscheinen ist notwendig.
Briefkasten der Redaktion. ⸗st⸗Mbg. Dir ist wohl die Tinte eingefroren? R.⸗K. Ich habe in Mühlheim a. M., nicht in
M. a. Rh. gesprochen.
Briefkasten der Expediion.
Quittungen. Lst. Wek. 31.80. R. G. 2.40. Schw. Gan. 1.20. Wtr. Wer. Lbch. 2.—. Sg. Hchst. 2.—. Wch. Bst. 2.40. Fh. Rdrth. 2.40. Bl. Bichh. 1.—. Echt. Gbg. 6.—. Zth. Fda. 1.—. Kch. Nofst. 11.60. St. G. 3.80. Sgfr. Abck, 10.40. Br. Rdgn. 5.—. Wtzl. Wtzh. 12.—. Pf. Wtzb. 12.60. D. S. 1.—. Am. Lch. 3.75.
Marktbericht.
Gießen, 20. Januar.(Marktbericht.) Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter p. Pfd. 0.70 bis 0.80 Mk., Hühnereier p. St. 8— 10, 2 St. 00—00 Pfg., Enteneier 1 St. 0—0 Pfg., Gäuseeier p. St. 00 bis 00 Pfg., Käse 1 St. 5—8 Pfg., Käsematte 2 St 5— 6 Pfg., Erbsen p. Ltr. 20 Pfg., Linsen p. Ltr. 30 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0.00— 1.00, Hühner per Stug Mk. 1.00— 1.20, Hahnen per Stück Mk. 1.20— 2.00, Enten per Stück Mk. 2.00— 2.40, Gänse per Pfund Mk. 0.50—0.70, Ochsenfleisch per Pfund 68— 74 Pfg., Kuh⸗ und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Pfg., Schweine⸗ fleisch per Pfd. 60— 72 Pfg., Schweinefleisch, ge⸗ salzen, per Pfd. 76 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 64 bis 66 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50—60 Pfg. Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 4.25—4.50, Weißkrant per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. Mk. 5.50— 6.00, Milch per Liter 16 Pfg.
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Gießener Stadttheater. Sonntag, den 28. Januar 1900. Nachmittags 4 Uhr: Kinder-Vorstellung. Der gestiefelte Kater. Märchen in 5 Bildern.
Abends 8 Uhr:
Der Postillon von Müncheberg. Große Gesangsposse von Jacobson. Dienstag, 30. Jan.
Die Herren Söhne. Mittwoch, 31. Jan.:
Der Full Clemence ats. Schauspiel von Dumas.
Donnerstag, 1. Februar:
Vier zehnte Volksvorstellung:
Iphigenie auf Tauris. Schauspiel von Goethe.
Freitag, 2. Febr.: Der Pariser Taugenichts.
Mittwoch u. Freitag: Gastspiele von Clara Drucker


