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Nr. 3.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 3.
* Seinen Verletzungen erlegen ist in Marburg der Kutscher Möhl, auf welchen von dem Studenten Huy geschossen wurde. Der verhaftete Thaͤter liegt ebenfalls in der Klinik schwer darnieder, da er von dem empörten Publikum übel zugerichtet worden war.
*r Neue Duellmorde werden aus Allenstein und Potsdam gemeldet.
* Herr Wolf. Gleich allen anderen in Hessen erscheinenden Blättern brachten wir vor einigen Tagen aus dem„Alzeyer Beob.“ die Notiz, daß der neue Abg. Wolf bei dem Gala⸗ diner gelegentlich der Eröffnung des 31. Land⸗ tages den hessischen Landesfürsten mit„Herr Großherzog“ angeredet und denselben in komischer Art zum Besuch der rheinischen Pfalz eingeladen habe. In einer Zuschrift an das genannte Blatt bestreitet Herr Wolf den Vorgang.
* Die Beglaubigung von Hand⸗ zeichen( 7) von Personen die nicht schreiben können, muß jetzt gerichtlich oder notariell vorgenommen werden, und nicht mehr, wie seither, durch einen oder zwei an⸗ wesende Zeugen.
* Folgen einer Pfarrwahl. In Frankfurt klagte der Prediger Heinrich Schmidt gegen den Pfarrer Anton Peter Urspruch wegen Beleidigung der Frau des Ersteren. Es handelt sich um anonyme Briefe, die bei der Wahl U. s zum Pfarrer an der Paulskirche der Kommission zugesandt wurden. U. soll behauptet haben, Frau Sckmidt sei die Verfasserin jener ihn herabsetzenden Briefe gewesen. Daraufhin klagte Schmidt wegen Beleidigung. Die drei⸗ stündige Verhandlung endigte mit der Ver⸗ ürteilung des Pfarrers Urspruch zu 100 Mark Geldstrafe. i
** Das verbotene Burenlied. Bei ihrem letzten Konzert auf dem Goethplatz in Frankfurt a. M. spielte die Husareukapelle u. A. die Burenhymue. Jetzt hat, wie die„Volks⸗ stimme“ berichtet, der kommandirende General v. Lindequist allen Kapellen des achtzehnten Armeekorps untersagt, Burenhymnen und Burenmärsche zu spielen. Weiter kann man das neutrale Taktgefühl nicht wohl treiben.
* Karlsruhe, 8. Jan. Heute starb ein Soldat der VI. Kompagnie des Leibgrenadiee⸗ regiment an der Genickstarre. Die ent⸗ sprechenden Schutzmaßregel in der Kaserne wurden sofort getroffen
In Rastatt wurde laut„Rast. Tagebl.“ Gymnasialprofessor Ignaz Scheuermann, der den katholischen Unterricht, ertheilt, wegen Sittlichkeitsvergehen, begangen an einem 12jährigen Mädchen, verhaftet. Scheuermann war vor nicht allzulanger Zeit von Offenburg nach Rastatt wegen einer un⸗ liebsamen Affaire versetzt worden.
** Mainz, 8 Januar. In der Boppstraße stürzte an einem Neubau der Seitenbau ein, in dem sich das Treppenhaus befindet. Die beiden Maurer, Georg Kreibel aus Bretzenheim und Stofft aus Ober-⸗ Saulheim wurden aus den Trümmern gezogen und sterbend ins Rochushospital verbracht.
** Ein Scheusal. Die dem Trunke er⸗ gebene Zigarrenarbeiterin Antonie Eckard in Berlin, eine frühere Schauspfelerin, ist verhaftet worden, weil sie ihr uneheliches Kind, ein Mädchen von 4 Jahren, das von ihr zum Betteln angehalten wurde, zu beseitigen suchte, indem sie es mit zusammengeschnürten Beinen in ein Loch steckte und mit Sand und Schnee verschüttete. Das Kind ist gerettet worden.
** Wie viel kostet ein Schuß? 6890 Mark kostet ein Schuß mit dem neuesten von Krupp hergestellten Geschütz, und zwar kommen auf das Geschoß selbst 2600 Mark, auf die Ladung Pulver von 485 Kilogramm 760 Mark. und auf die Abnutzung des Geschützes 3440 Mark, in Summa 6800 Mark. Die Herstellung eines solchen Geschützes kostet einschließlich der nicht unbeträchtlichen Montagekosten 329 600 Mark; mit dem 93. Schuß wird es un⸗ brauchbar. Das Geschoß eines 34 Centi⸗ meter⸗Kaliber⸗Geschützes erreicht bei einer An⸗
aufgestellt ist, während 1870 im deutsch-fran⸗ zösischen Kriege bei unseren Belagerungsge⸗ 1 0 0 8,5 Kilometer die größte Schußweite etrug.
Arbeiterbewegung.
Berlin. Eine Massenversammlung der Bäcker Berlins hat am Dienstag beschlossen, gemeinsam mit den Bäckereiarbeitern anderer Städte folgende Forderungen an die Meister zu stellen: Abschaffung von Kost und Logis beim Meister, Mindestlohn von 21 Mark pro Woche, Bezahlung von Ueberstunden mit 50 Pfennig pro Stunde. Werden die Forderungen nicht bewilligt, so soll gestreikt werden.
Es wäre wirklich an der Zeit, wenn die Bäcker, diese schlechtest gestellten aller Ar⸗ beiter, sich endlich einmal aufrüttelten. Nament⸗ lich könnte es den Bäckern in einer gewissen kleineren Stadt nichts schaden, wenn sie sich ernsthafter mit ihren sozialen Verhältnissen be⸗ schäftigen würden. Mit dem Singen von Kneip⸗ und Kriegsliedern werden keine besseren Verhältnisse geschaffen, ebenso wenig mit dem den Studenten nachgeäfften Salamanderreiben.
8 4 2 8 N A. 2 a 9 5 Partei⸗ Nachrichten. Gersammlungs⸗Kalender. Samstag, den 13. Januar:
Metallarbeiter abends 9 Uhr bei Orbig.
Lauterbach. Wahlverein 8¼ Uhr bei Wirt Keutzer. Wegen der wichtigen Tagesordnung bittet der Vor⸗ stand die Mitglieder, daß sie sich recht zahlreich ein⸗ finden.
Sonntag, den 14. Januar:
Wieseck. Tabakarbeiter um 3 Uhr bei Gastwirt Wacker.(Referent: G. Beckmann⸗Gießen.) Daubringen. Arb.⸗Bild.⸗Verein nachmitt. 3 Uhr bei
Gastwirt Schäfer.
Heuchelheim. Arb.⸗Bild.⸗Verein abends 7 Uhr bei Gastwirt Heinr. Volkmann Generalversamm⸗ lung. Tagesordnung: Rechnungslage. Vorstands⸗ wahl. Verschtedenes.— Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen.
Sonntag, den 21. Januar:
Friedberg. Wahlverein nachm. 3 Uhr bei Gast⸗ wirt Ihl zur„Stadt Newyork“, Hagstraße 11. Tagesordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Verschiedenes. Alle Mitglieder haben zu erscheinen. Der Vorstand.
Friedberg. Alle diejenigen, die noch eine Forde⸗ rung an den Wahlverein haben, möchten sie umgehend bis zum 17. d. M. an den Kassierer F. Hohmann, Hospitalstr. 22, II, richten, da die Abrechnung erfolgen muß.—
Quittung. Vortrag von M. durch H. 44 Pfg., Versteigerung einer Zigarre durch H. v. H. 2,75 Mk., Bauchredner von H. 1,20 Mk.
Ferd. Hohmann, Friedberg, Hospttalstr. 22.
Hessen und Waldeck. Das Agitationskomitee für das ehemalige Kurfürstentum Hessen und Waldeck beruft den Provinzialparteitag auf Sonntag, 4. Februar, nach Helmarshausen bei Carlshaven. Die provisorische Tagesordnung lautet: Bericht der Agitationskommission;; Agitation und Organisation; Bericht über die Presse; die Gemeindewahlen; Anträge der Delegierten.
Briefkasten der Expediion.
Quittungen. H. Gr. L. 1.—. Sch. Gr. B. 4.80. Opf. Lbg. 4.—. Wgl. Lgdf. 3.20. Sch. Dschlg. 1.—. Obg. G. 6.20. L. Bg. 1.—. Vkm. Hchm. 25.60. Rdgn. Br. 4.—. Bekr, Vtzbg. 4.20. B. Dbg. 3.60. Dog. Alsfeld 23.35. Gge. Hdͤbge. 8.20. F. Dbgn. 9.80. Rg. Etbch. 31.50. Kft. Angbch. 10.60. Grgr. Mbg. 35.40. Fth. Wtzlr. 30.—. Lchr. The. 2.40. Pf. G. 4. Br. Rogn. 1.60. Krgr. G. 28.12. Dthfr. Egstr. 5.20. Wtr. Lbch. 7.60. FIrch. Gbg. 3.—. Mhl. G. 50.—. Kr. Aug. 9.40. Schr. Wok. 3.—. Lg. Sch. 11.60. Z. Otbg. 6.— Hp. Rohm. 6.60.
Tetzte Nachrichten. Berlin, 11. Januar. Im preußischen
Abgeordnetenhaus stand heute auf der Tages⸗ ordnung die Interpellation der Konser⸗ vativen betreffend die Maßregelung der
fangsgeschwindigkeit von 1200 Metern ein Ziel, welches in einer Entfernung von 30 Kilometern
Landräte wegen ihrer Abstimmung gegen die Abg. von Köller bezeichnete
Kanalvorlage.
die Maßregelung als eine Verfassungs⸗ verletzung. Er sprach in großer Erregung dann auch von dem„erbärmlichen Kanal“.— Der Reichskanzler bestritt eine Verletzung der Verfassung. Die Regierung habe sich von rein sachlichen Rücksichten leiten lassen.— Nach⸗ dem schon ein halbes Dutzend Redner gesprochen hatten, gelang es erst dem Abg. Richter, den Säckelminister von Miquel aus dem Bau zu locken. Schlau, wie immer, sprach er„einer⸗ setts und anderersetts“ eigentlich nichts. Das Ministerium hafte für die Maßregel, die gegen die Landräte ergriffen wurde, solidarisch; er sei aber der unschuldigste. Das ist es, was wir aus seiner langen Rede entnommen haben. Nachdem noch der Abg. v. Kardorff(freikons.) erklärt hatte, daß seiner Ansicht nach eine Ver⸗ fassungsverletzung vorliege, wurde die Besprech— ung geschlossen.
Wirklich ein Schauspiel für Götter, hören und sehen zu müssen, wie die Konservativen für den Schutz der Verfassung eintreten müssen. Leute derselben Partei, deren Presse der Re⸗ gierung wiederholt den Staatsstreich, also den offenen Verfassungsbruch, angeraten hat, wenn es gegen die Arbeiter gehen sollte.
London. Privatdepeschen zufolge soll Lord Methuen(sprich: Metthju⸗en) irrsinnig geworden sein. Daß M. krank sei, wurde wiederholt gemeldet. M. ist bekanntlich einer der englischen Befehlshaber in Südafrika.
Marktbericht.
Gießen, 6. Januar.(Marktbericht.) Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter p. Pfd. 0.70 bis 0.80 Mk., Hühnereier p. St. 9— 10, 2 St. 00—00 Pfg., Enteneier 1 St. 0—0 Pfg., Gänseeier p. St. 00 bis 00 Pfg., Käse 1 St. 5—8 Pfg., Käsematte 2 St 5— 6 Pfg., Erbsen p. Ltr. 20 Pfg., Linsen p. Ltr. 30 Pfg., Tauben per Paar Mk. 0.90— 1.00, Hühner per Stück Mk. 0.90 1.10, Hahnen per Stück Mk. 0.80— 1.20, Enten per Stück Mk. 1.80— 2.20, Gänse per Pfund Mk. 0.46— 0.60, Ochsenfleisch per Pfund 68— 74 Pfg., Kuh⸗ und Rindfleisch per Pfd. 62— 64 Pfg., Schweine⸗ fleisch per Pfd. 60— 72 Pfg., Schweinefleisch, ge⸗ salzen, per Pfd. 76 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 64 bis 66 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50—60 Pfg. Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 4.25— 4.50, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. Mk. 5.50— 6.00, Milch per Liter 16 Pfg.
wegen unregel⸗
Beschwerden waer d
stellung der„M. S.⸗Ztg.“ bitten wir an die Expedition, Sonnenstraße 25,(Buchhandlung) zu richten. In Gießen muß die„M. S.⸗Ztg.“ bis spätestens Samstag Abend in den Händen unserer Abonnenten sein, da die Drucklegung und Ausgabe an unsere Austräger bereits Freitag Nachmittag erfolgt.
less, Stadttheater.
Sonntag, den 14. Januar 1900. Abends 8 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht.
Volksstück mit Gesang in 11 Bildern von Kalisch. Musik von Conradi.
Montag, den 15. Jan.: Letztes Gastspiel von Franziska Ellmenreich.
Holalsische.
Lustspiel in 4 Akten von Schönthan u. Kadelburg. Dienstag, 16. Jan.: Zwölfte Volksvorstellung. Die goldene Eva.
Lustspiel in 3 Akten von Schönthan und Koppel⸗Ellfeld.
Mittwoch, 17. Jan.: Cireusleute. Komödie in 3 Akten von Schönthan. Freitag, den 19. Jan.: Gebildete Menschen.
Volksstück in 4 Akten von Victor Leon.
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