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Nr. 33.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
Von Nah und Fern.
Wilhelm Liebknecht.
Der plötzliche Tod unseres Genossen Liebkaecht hat selbstverständlich in der ganzen Partei tiefe Trauer her⸗ wvorgerufen. Alle Parteiblätter erscheinen im Trauer⸗ rand und gedenken unseres großen Todten in tiefem⸗ pfundenen Nachrufen.
Zahllose Telegramme aus allen Ländern sind bei der Familie eingelaufen, ein Beweis, wie allgemein die Teilnahme ist. Die Genossen vieler Orte werden ihm durch Entsendung von Depututionen die letzte Ehre er⸗ weisen, auch wir, die Genossen seiner Geburtsstadt, werden nicht fehlen, Genosse Stadtv. Orbig wird im Auftrage der Gießener Geuossen an der Trauerfeier teilnehmen.
Liebknecht hatte die Absicht, Berlin am Mittwoch früh zu verlassen um zunächst in Württemberg Versamm⸗ lungen abzuhalten, dann wollte auf einem internationalen Verbrüderungsfeste in St. Gallen(Schweiz) gemeinsam mit Viktor Adler und Hermann Greulich sprechen. Der Tod zerstörte die thatenfrohen Pläne unseres herrlichsten Streiters.
Noch vor wenig Wochen hatte er die Absicht, einige Tage hier in Gießen, seiner Vaterstadt, zu verleben, doch war er schließlich daran verhindert, die Pflicht rief ihn nach Berlin zurück. Das Schreiben, durch welches er dem Genossen Orbig die Verhinderung anzeigte, atmet zugleich tiefes Mitgefühl mit den Unterdrückten.
Liebknecht schrieb am 27. Juni:„Lieber Freund! Wenn
wir uns nicht in Bieber(gemeint ist Bürgel, wo er die Festrede bei der Fahnenweihe des sozialdemokratischen Vereins hielt) sehen, dann wird's diesmal nichts. Ich muß bis spätestens Dienstag zurück. In Waldenburg, wo ich bis gestern war, haben wir glänzend gesiegt. Es freut mich auch um der armen Leute willen, die dort geknechtet sind, wie wohl nirgends sonst in Deutsch⸗ land. Gruß an Dich, die Deinen, Krumm's und die anderen Freunde! Dein W. Liebknecht.“ Trotzdem hofften wir unsern alten Freund in diesem Jahre nochmals hier zu sehen. Er hätte sicher gelegentlich des Mainzer Par⸗ teitages seiner Heimat einen Besuch abgestattet. Unsere Hoffnung ist zu nichte geworden.!
Auch bürgerliche Blätter soweit sie auf Anstand halten, erkennen die geistige Bedeutung und den edlen Charakter unseres todten Freundes in ehren⸗ vollen Nekrologen an. Berliner Volkszeitung, Frank⸗ furter Zeitung und Kleine Presse seien unter diesen be⸗ sonders erwähnt. Einige Schmutzblätter, wie der Frank⸗ furter General⸗Anzeiger können es nicht unterlassen, den Todten zu beschimpfen. Die„hessische Landeszeitung“ hofft als Folge vom Tode Liebknechts eine Mauserung der Sozialdemokratie, natürlich nach der Seite der Na⸗ tionalsozialen hin, die jetzt ja schon eine ziemlich gera ume Zeit darauf warten, uns„abzulösen“. Das freu dige Ereignis will aber immer noch nicht eintreten. Die So⸗ zialdemokratie solle eine„zeitgemäße“ demokratische und soziale Realpolitik treiben, verlangt die„Hess. Iztg.“ Sie sagt nicht, was sie darunter versteht; jedenfalls rechnet sie die Politik der gepanzerten Faust auch dazu. Bis sich aber unsere Partei dahin„entwickelt“ dürfte es allerdings nach eine Weile dauern; möglich sozar, die Nationalsozialen sind aufgelöst, ehe wir„abgelöst“ werden.— Auch der„Gießener Anzeiger“ sieht die Partei schon mit den bürgerlichen Parteien Hand in Hand gehen. Die deutsche Sozialgesetzgebung meint er, würde dies bewirken. Also die erst auf immer⸗ währendes Drängen der Arbeiterpartei unter ständigem Widerstande des Unternehmertums eingeleitete sogenannte„Sozialreform“ die Aussicht, daß der Arbeiter bei Erwerbsunfähigkeit knapp vor dem Hungertodte bewahrt bleibt, soll das Proletariat ver⸗ anlassen, mit den ostelbischen Junkern, Ham⸗ burgern Reedern, den Gruben⸗ und Schlotbaronen, Krupp, Stumm und Consorten, den Scharfmachern aller Art gemeinsa me Sache zu machen. Wenn das der„Gieß. Anz.“ selber glaubt, wir haben nichts da⸗ gegen.
Der Gießener Oberbürgermeister
Herr F. Gnauth ist an Stelle Küchlers zum hessischen Finanzminister ernannt worden. Küchler ist seit langer Zeit halsleidend und hat sich erst vor Kurzem einer zweiten Operation unterziehen müssen. Gnauth hatte den Posten als Oberbügermeister seit 1889 inne, vorher war er Provinzialingenieur in Gießen; Er genießt den Ruf eines sehr tüchtigen Verwaltungs⸗ beamten; sein Weggang von Gießen wird dort allgemein bedauert. i Gewerkschaftsfest.
Auf das am Sonntag auf der„Pulvermühle“ in Gießen stattfindende Gewerkschaftsfest machen wir hiermit nochmals aufmerksam und ersuchen alle Genossen, für recht zahlreichen Be⸗ such desselben zu wirken. Von Seiten des Komitees ist alles gethan worden, um die Be⸗ sucher nach jeder Richtung hin zufrieden zu stellen. Im übrigen verweisen wir anf das Inserat. Mehrere auswärtige Vereine haben ihr Erscheinen bereits zugesagt.
G. Lollar. Verflossenen Dienstag fand im Weinrich schen Saale eine gut besuchte Metall⸗ arbeiter⸗Versammlung statt. Zu Beginn der⸗
selben machte Genosse Orbig Mitteilung von dem durch den plötzlichen Tod unseres allver— ehrten treuen Freundes Liebknecht uns be⸗ troffenen schweren Verlust, ihm warme Worte des Dankes zollend. Die Versammlung ehrte sein Andenken durch Erheben von den Sitzen. Alsdann hielt Genosse Orbig einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Der in der Ver⸗ sammlung herrschende Geist war ein guter und berechtigt zu den schönsten Hoffnungen, wie denn auch die Mitgliederzahl im Wachsen begriffen ist. Auch wurde angeregt, einen Arbeitergesang⸗ verein zu schaffen, welcher die in vier am Ort bestehenden Vereinen mitwirkenden Arbeiter zu
einem großen, leistungsfähigeren zusammen⸗
fassen soll.
Arbeiter⸗Sängerbund für den Rhein⸗ und Maingau.
Die zweite Generalversammlung des Bundes fand am 29. Juli in Offenbach statt. Anwesend waren Delegierte von 49 Vereinen. Aus dem Vorstandsbericht, den der 1. Vorsitzende Fladung gab, sei besonders erwähnt, daß dem Bunde heute 55 Vereine mit ca. 3000 Mit⸗ gliedern angehören, derselbe somit seit voriges Jahr 16 Vereine mit ca. 700 Mitgliedern neu gewonnen hat. Der Kassenbericht ergab eine Gesamteinnahme von 491,61 Mk., eine Ausgabe von 297,56 Mk., bleibt Bestand 194,05 Mk. Zu Punkt 3 wurde beschlossen, das erste Bundes⸗ fest im Juli 1901 in Bockenheim abzuhalten, woselbst auch am gleichen Tage die nächste Generalversammlung stattfindet, Die weitere Agitation für den Bund wurde wiederum dem Vorstande übertragen. Als Delegierte für die nächstjährige Konferenz der Liedergemeinschaft der Arbeitergesangvereine Deutschlands wurden Löhnert⸗Hanau, Fladung und Vogel⸗Frankfurt gewählt. Als Sitz des Vorstandes wurde Frank⸗ furt wieder bestimmt und der alte Vorstand auf Antrag wiedergewählt.
Aus dem Wahlkreise Marburg⸗ Kirchhain.
Marburg, 9. August. „CCF——T—T—bTVTbTVT0—bT—T—V—bvKbT—V—b—T—T—T—TDTT—T—b—b—b——...
Sonnabend, II. August 1900, abends 9 Uhr
im Lokale des Herrn Müller, Hirsch⸗
berg 12
Gedächtnisfeier
für unseren verstorbenen Genossen Liebknecht.
Gedächtnisrede
gehalten vom Genossen Ströbel, Berlin, Redakteur am„Vorwärts“.
Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertraueusmann.
—.
St. Das auf vergangenen Sonntag Nach⸗ mittag auf dem Dammelsberg geplante große Waldfest der hiesigen Gewerkschaften mußte, des unbeständigen Wetters wegen, noch in letzter Stunde abbestellt werden. Dafür fand Nach⸗ mittags im Schloßgarten Konzert statt, welches leider nicht so stark besucht war, wie man hätte erwarten dürfen. Von den organisirten Ar⸗ beitern fehlten sehr viele, anstatt dort zu sein, wohin sie gehören, drückt man sich lieber bei allen möglichen sonstigen Vergnügsvereinen herum. Es wäre sehr zu wünschen. daß die Betreffenden endlich einmal sich ihrer Pflichten be⸗ wußt würden. Trotzdem amüsierten sich Alt und Jung aufs trefflichste. Die Kapelle Pauli dahier leistete vorzügliches und erntete reichen Beifall; ganz besonders gefielen die historischen Fanfarenmärsche. Für die Kinder gab es eine Polonaise mit Bretzelvertheilung und eine Ge⸗ schenkeverlosung. Abends fand im Saale ein Tanzkränzchen statt. Herr Redakteur Vetters aus Gießen hielt eine kurze, aber kernige An⸗ sprache an die Versammelten, worin er auf die Bedeutung der Organisationen und die Arbeiter⸗ bewegung im allgemeinen hinwies, zum Schluß
brachte Redner ein kräftig aufgenommenes, dreifaches Hoch auf die internationale Arbeiter⸗ bewegung aus. Das Fest verlief in schönster Weise. Wann es endete, können wir nicht ver⸗ raten, als wir uns um 2 Uhr auf den Heim⸗ weg begaben, hatte es gerade seinen Höhepunkt erreicht!
W. Der Denunziant an der Arbeit. Die„Oberhessische Zeitung“ leistet sich in ihrer Nummer vom 8. August folgende hämische Brief⸗ kastennotiz, welche einer Denunziation sehr ähn⸗ lich sieht:
„Herrn N. R. in M. Daß bei gewissen festlichen Gelegenheiten z. B. Kommersen, das Publikum auf den Galerien sich beim Kaiser⸗ toast oder Fürstenvers nicht oder nur teil⸗ weise erhebt, während die gauze Festversamm⸗ sammlung ihn stehend anhört, ist schon öfter mißbilligend bemerkt worden. Daß am Sonntag bei der Festversammlung der Gewerkschaften im Schloß⸗ garten die Arbeiter⸗Marseilla ise von dem Musikkorps wiederholt gespielt wurde, bietet nichts Ueber⸗ raschendes.“
Kommentar hierzu überflüssig! Die Notiz richtet sich in den Augen eines jeden ehrlich denkenden Menschen von selbst. Nur noch eins, verehrteste Oberhessin! Ihr Skribifax hat ganz vergessen, der Briefkastennotiz noch beizufügen, daß auch ein„Hoch auf die internatio⸗ nale Arbeiterbewegung“ ausgebracht wurde. Schrecklich! Nicht wahr? Und trotzdem steht unser Marburg, trotz Arbeiter⸗Marseillaise und einem internationalen Hoch, noch auf dem⸗ selben Platz wie am vergangenen Sonntag und..
Zusammenkunft der Parteigenossen am Sonntag, 12. August, nachmittags 4 Uhr, auf Dreyers Quelle.
Kleine Mitteilungen.
Frankfurt. Dem Wirthe des Frank⸗ furter Palmengartens wurde nachge⸗ wiesen, daß er minderwerthiges Fleisch von aus⸗ wärts in großen Quantitäten bezog, das er als prima Waare an seine Gäste absetzte. Hierüber herrscht in der Fraukfurter„besseren Gesellschaft“, die fast ausschließlich im Palmengarten verkehrt, ungeheuere Aufregung.
Arbeiterbewegung.
f Der Streik der Maurer und Zimmerer in Harburg ist nach fünfwöchent⸗ licher Dauer mit dem vollständigen Siege der Gesellen beendet worden. Die Arbeiter er⸗ rangen die 9½ stündige Arbeitszeit und setzten auch ihre Lohnforderungen zum größten Teile durch. Der Stundenlohn beträgt vom 1. Sep⸗ tember ab 65 Pfennig.— Jeder Maurer und Zimmerer soll an seinen alten Arbeitsplatz zu⸗ rückkehren.
Partei-Hachrichten.
Versammlungs⸗Kalender. Samstag, 11. August:
Gießen. Metallarbeiter abends 9 Uhr bei Orbig.
Gießen. Holzarbeiter abends 9 Uhr bei Löb, „Wiener Hof“.
Wieseck. Arb.⸗Bild.⸗Verein abends 9 Uhr Versammlung
im Lokale G. Freitag.
Sonntag, 12. Aug ust:
Wahlkreis Friedberg Büdingen. Versammlung des Kreiswahlvereins nachmittags 2 Uhr in der„Stadt Newyork“ in Friedberg.
Montag, 13. August:
Gießen. Schneider abends 9 Uhr bei Orbig.
Wahlkreis Wetzlar⸗Altenkirchen.
Kreislionferenz. Sonntag den 19. August ds. IJs., nachmittags 4 Uhr im Saale des Genossen Oebig in Gießen, Rittergasse. Tagesordnung: 1. Bericht des Vertrauen smanne s, 2. Parteitag in Mainz, 3. Verschiedenes. Die Genossen werden ersucht, recht zahlreich zu er— scheinen. Der Kreisvertrauensmaun
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