ungen d
veltpolitit⸗ ummel so. „er niz wärfenden sse und der dad besth der Hand en die he. 1 ausilt nommenen
r Minder⸗ drückten sich ihr an⸗ keit und Freiheit tbeigeführt die Aus⸗ n. Abends Zubörer tert auf⸗ enten und ch Genosse t ablehnte. Vir können en sehr zu⸗ r wurden
enwahl.
Vorgehen der Stadt⸗ und Demo⸗ hlt bezeich⸗ e aus, daß den Zünft⸗ andigt, sch en, um die alten gegen ese Auffas⸗ r Fteisim ten unsere tenwahl in tung aller
füngniß',
Nr. 49.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 5.
Gewerkschastshaus in Frankfurt.
Der Neubau des neuen Gewerkschafts⸗ hauses in Frankfurt, zu welchem am 22. September der Grundstein gelegt wurde, schreitet rüstig vorwärts und ist bereits bis zum zweiten Stockwerk emporgeführt. Er befindet sich in der Nähe der Allerheiligenstraße, am Städtischen Schwimmbad und wird von der Firma Junior ausgeführt. Das Haus soll einen großen, etwa 1500 Personen fassenden Saal enthalten, der durch eine Vorrichtung in zwei kleinere abge— theilt werden kann. Für kleinere Gewerkschaften sind außerdem mehrere größere Zimmer, 100 bis 120 Personen fassend, vorgesehen. Der Lo⸗ kalmangel, der unseren Freunden in Frankfurt immer viel Schwierigkeiten machte, wird end— lich, wenn das Gewerkschaftshaus fertig ist— es soll am 1. Oktober 1901 eingeweiht werden — bis zu einem gewissen Grade beseitigt sein. Mancher Saalbesitzer wird allerdings dadurch benachtheiligt. Arbeiterfeste, die einigen von ihnen gute Einnahmen brachten, werden natür⸗ lich in Zukunft im eigenen Lokal der Arbeiter stattfinden. Daß es soweit gekommen, haben die Herren durch Verweigerung der Lokale herbei⸗ geführt, brauchen sich also nicht zu beklagen, wenn sich die Arbeiter selbst geholfen haben!
Konsumvereins bewegung.
Vor kaum einem Jahre gründete sich auch in Frankfurt ein Konsumverein, der sich recht erfreulich entwickelte. Jetzt zählt derselbe bereits 1200 Mitglieder und verfügt über das ganz ansehnliche Stammkapital von 50000 Mk. Nunmehr soll an die Errichtung von Verkaufs- stellen gegangen werden. Eine solche wird schon am 1. Dezember in der Bornheimer Vorstadt eröffnet; einen zweiten Laden will man mit dem 15. Dezember in dem Arbeiterviertel an der Galluswarte aufmachen. Durch Verbindung mit der Hamburger Großeinkaufsgesellschaft, die in Frankfurt in Bälde eine Filiale errichtet, wird der Konsumverein seinen Mitgliedern ganz bedeutende Vortheile gewähren können.
Mit Protektion von hochstehender Stelle.
In den Bayer. Verkehrsblättern Nr. 22 vom 15. Nov. befindet sich folgendes Inserat: Dame ö von aristokrat. Herkunft, Anfang der 40er, mit bescheidenen Lebensansprüchen, ohne lästige Fa⸗ milienbeziehungen, aber mit Protektion von hochstehender Stelle, wünscht Ehe mit gesetztem streng bürgerlichem mittlerem bayer. Staats⸗ beamten. Baarvermögen 15 Mill. Ernster stil⸗ ler Charakter bevorzugt. Zuschrift sub. G. 2102 an Haasenstein u. Vogler A.⸗G. München.
Wer hat Lust?“ Der Zugreifende heirathet nicht nur ein Baarvermögen von 15 Mill., son⸗ dern auch eine 40 Jahre alte Dame von aristo⸗ kratischer Herkunft, ohne lästige Familienbe⸗ ziehungen. Und wenn er noch nichts ist, so kann er in Folge der eingegangenen Ehe durch die Protektion seiner Gattin an hochstehenoer Stelle doch noch etwas werden.
Mit dem Tode gesühnt.
Ein alter Veteran traf bei Gelegenheit dos Kaiserbesuches im Wupperthal, wie aus Elber⸗ feld berichtet wird, einen Arbeiter und fragte ihn:„Na, gehst Du auch nach Elberfeld?“ Der
Angeredete gab eine Antwort, die den ehren⸗
werthen Mann veranlaßte, den Arbeiter wegen
Majestätsbeleidigung zu denunzieren. Die Verhaftung des Arbeiters erfolgte, derselbe sitzt noch heute in Untersuchungshaft. Am Dien⸗ stag nahm der Veteran nun einen Strick und er⸗
hängte sich in seiner Wohnung. Da erkennbare Motive zum Selbstmord nicht vorliegen, so nimmt man an, daß die Reue über seine That und die Verachtung, die ihm manche seiner Mit⸗ bürger infolge seiner That entgegenbrachten ihn in den Tod getrieben.— Harmlosen⸗Prozeß in Berlin.
Wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels verur- theilte das Gericht die„Harmlosen“ v. Kayser
zu 3 Monaten, v. Schachtmeyer zu 2
Monaten, Wolff zu 4 Monaten Ge⸗ Wolff außerdem zu 3000 Mark Geldstrafe. Bei v. Kayser und v. Schachtmeyer wurde die Strafe als durch die Untersuchungs⸗ haft verbüßt angesehen. Ihr Leichtsinn wurde bei der Strafbemessung berücksichtigt. Der Ge⸗
richtshof fand keiuen Anlaß, Wolff die Ehren⸗ rechte abzusprechen. 5 Prozeßz⸗ Sternberg.
Die Zeugenvernehmung in diesem Skandal⸗ prozesse dauert noch immer fort. Der Mitange⸗ klagte Direktor Luppa ging flüchtig und wird steckbrieflich verfolgt. Auch der Polizeikommissar Thiel begab sich auf die Flucht, wurde aber noch rechtzeitig erwischt und verhaftet.
Wahlkreis Marburg⸗Kirchhain.
St. Marburg, den 30. November 1900.
— Amtsmüde. Wie wir vernehmen, be⸗ absichtigt unser Oberbürgermeister, Herr Schü⸗ ler, am 1. April n. J. von seinem Amte zu⸗ rückzutreten.
— Kommunales. Die von den hiesigen städtischen Behörden beschlossene Nachtschutz⸗ wache hat, dem Vernehmen nach, nicht die Ge— nehmigung des Regierungspräsidenten erhalten. Derselbe verlangt dagegen die ständige Anstel— lung von 16 Schutzleuten nebst einem Wacht⸗ meister außer dem Kommissar. Obwohl dies eine nicht unerhebliche Mehrbelastung der Steuerzahler bedeutet, erscheint eine Vermeh⸗ rung unserer Schutzmannschaft, besonders der Nachtpolizei nicht ganz unbegründet. Bisher konnte man hier erfreulicherweise mit verhält⸗ nißmäßig wenig Polizisten auskommen. Mar⸗ burg brauchte bei 20000 Einwohnern nur zehn Schutzleute und einen Kommissar, während in anderen Städten in der Regel auf je 1000 Ein⸗ wohner ein Schutzmann entfällt. Aber die häu⸗ figen, von unserer„gebildeten Jugend“ verübten nächtlichen Skandale, deren Einschränkung den paar schon älteren Nachtwächtern noch immer nicht gelingen wollte, weiter auch die in letzter Zeit häufiger vorgekommenen Einbruchsdieb— stähle lassen leider eine Vermehrung der Polizei zur besseren Durchführung speziell des nächtlichen Sicherheitsdienstes als nothwendig erscheinen. Damit soll aber ums Himmelswillen nicht gesagt sein, daß die Polizei im Stande sei, eine Verringerung der Rohheits⸗ delikte und der Eigenthumsvergehen herbeizu⸗ führen. Wir wissen, daß die Ursachen dieser Erscheinungen in sozialen und wirthschaftlichen Mißständen begründet sind, deren Beseitigung sich unsere Partei zur Aufgabe gemacht hat. — Bezeichnend bleibt es immerhin, daß viele Derjenigen, die später als Lehrer und Erzieher des Volkes sein sollen, durch ihr Benehmen die in Rede stehende Maßregel mit veranlaßt haben.
— Universitäts frequenz. Die Zahl der Studierenden auf hiesiger Universität be⸗ trägt in diesem Wintersemester 1102 inkl. 49 Hörern, darunter 6 Damen, gegen 1153, dar— unter 11 Damen, im vergangenen Sommer- semester. Dieselben vertheilen sich auf die Fa⸗ kultäten wie folgt: Theologie 82, Jurisprudenz 345, Medizin 217, Philosophie 409. Hierunter befinden sich aus Oesterreich-Ungarn 6, Frank⸗ reich 2, Großbritannien 20, Italien 3, Nieder⸗ lande 2, Rumänien 1, Rußland 10, Schweiz 7, Türkei 1, Amerika 11, Asien 3. Alle übrigen sind Deutsche.— Der Lehrkörper besteht aus 48 ordentlichen, 17 außerordentlichen Professo— ren, 30 Privatdozenten und 2 Lektoren für eng— lische resp. französische Sprache.
Kleine Mittheilungen.
*„Noth der Landwirthschaft.“ Bei dem Champagner geriethen in Fried⸗ berg mehrere Großbauern hintereinander und bearbeiteten sich die Köpfe mit Champagner⸗ flaschen, so daß Verschiedene ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußten.„Sehr verbunden“ zogen sie heimwärts.
— Selbstmord. Der Schüler Lerch des Friedberger Gymnasiums erschoß sich aus Furcht vor Strafe, die ihm wegen Verstoß gegen die Schulvorschriften angedroht war.
** In Selters legte der Gemeindeeinneh— mer Jost sein Amt wegen vorgerückten Alters nieder.
— Deserteur. Einem nach Butzbach eingezogenen Rekruten mochte es in der Ferien- kolonie so wenig gefallen, daß er wieder aus⸗ rückte. Trotzdem man durch einige Mann in den Dörfern der Umgebung nach ihm fahndete, ist man seiner nicht wieder habhaft geworden.
An unsere Leser!
Durch Zusammentreffen verschiedener un⸗ günstiger Umstände beim Drucke unserer letzten Nummer war die Korrektur der vierten und fünften Seite unterblieben, weshalb es denn auch in einem großen Theile der Auflage auf diesen beiden Seiten von Druckfehlern wimmelte. Schon die Ueberschrift des Artikels über die Bürgermeisterwahl in Lang⸗Göns mußte nicht„Bundeskrieg“ sondern„Antisemitischer Bruderkrieg“ heißen, denn ein„Bundes⸗ krieg“ ist selbst den Antisemiten nicht gut mög⸗ lich! Im gleichen Artikel hatte ein Satz durch Umstellen einer Zeile jeden Zusammenhang ver⸗ loren. Derselbe— dritte Spalte, letzte Zeile— muß richtig heißen:„Nichts als nackter Egoismus! Gegenseitiges Ueber⸗ tölpeln!“ Die übrigen zahlreichen Fehler— wegen der um Nachsicht bitten— werden unsere Leser selbst korrigirt haben.
Versammlungs⸗Kalender. Samstag, 1. Dezember.
Giessen. Holzarbeiter abends 9 Uhr bei Löb, „Wiener Hof“. Vortrag v. Krumm. Gießen. Metallarbeiter abends 9 Uhr bei Orbig. Wieseck. Arb.⸗Bild.⸗Verein, abends 9 Uhr: Versamm⸗ lung bei Emil Schäfer. Heuchelheim. Arb.⸗Bild.⸗Verein Versammlung bei B. Reil. Montag, 3. Dezember: Gießen. Schneider. Abends 9 Uhr bei Orbig. Versammlung. Vortrag:„Die Gewerkschafts bewegung“. Dienstag, 4. Dezember: Gießen. Gewerkschaftskartell abends 9 Uhr: Sitzung bei Orbig.
Briefkasten.
D. 100 Bss. Wir werden dem Gen. U. die An⸗ gelegenheit unterbreiten.
F. Z. in B. Sobald der Schul vorstand das Zimmer füt die Gesangsübungen zur Verfügung gestellt 5 kann unseres Erachtens der Leher nichts daran ändern.
Gießener Stadttheater
Sonntag, den 2. Dezbr.: Letztes Gastspiel von Carl William Büller: Pech⸗Schulze.
Große Posse mit Gesang in 3 Akten von Salnigré, Musik von Lang.
Dieustag, den 4. Dezbr.: 7. Volksvorstellung: Wilhelm Tell.
Schauspiel in 5 Akten von Schiller.
Mittwoch, den 5. Tezbr.: Ein Volksfeind. (Theatervereins vorstellung.) Freitag, den 7. Dezbr: Johauuisfeuer. Schauspiel in 4 Akten von Herm. Sudermann. Samstag, den 8. Dezbr.: Erstes Gastspiel des Schlierseer Bauerutheaters.
An die große Zahl der Lungen⸗Kraunken
wendet sich eine Broschüle, welche Herr Ernst Weide⸗ mann in Liebenburg a. H. geschrieben hat. Der Verfasser stellt in dieser Schrift eine große Reihe von ärztlichen Urtheilen und Aussprüchen von geheilten und gebesserlen kranken Lungenleidenden zusammen, welche sich auf die Erfolge beziehen, die in der Behandlung dieser Krankheiten mit dem russischen Knöterichthee ge⸗ macht worden sind. Auch der skeptische Leser gewinnt aus dem reichen Material, das hier vorgeführt wird, die Ueberzeugung, daß in dem russischen Knöterich (Polygonum avic) thatsächlich ein Mittel gegeben ist, welches nicht nur bei den leichteren Erkrankungen der Luftwege, bei Katarrhen, Heiserkeit, Athemnoth c. lindernd wirkt, sondern welches selbst bei verschiedenen Lungenkrankheiten öberraschende Erfolge gezeitizt hat. Jedenfalls verdient die Schrift, die gern gratis und franco abgegeben wird, die eingehende Beachtung aller de rer, die im Volke ausklärend wirken können, namentlich also von Erziehern, Geistlichen und Lehrern ꝛc. Um der leidenden Menschheit von Bezug des wirklich echten Knöterichthees zu ermöglichen, versendet Ernst Weide⸗ mann diesen selbst. Jedes von ihm herrührende Packet kostet 1 Mark, trägt als Garantie der Echtheit die Buch- staben E. W. in der Schntzmarke, so daß sich jeder vor werthlosen Nachahmungen schützen kann und wolle man jedes Packet ohne den Namen E. Weidemann zurückweisen. Um im Publikum Vertrauen zu erwecken, haben sich auch Nachahmer gefunden, welche die Weidemann'sche Proschüüre theilw ise abgedruckt haben() und damit ihren angeblich russischen Knöterich in den Handel bringen wollen.
r eee
12
S
SD SSA O
W el
10 10
10


