8
id Ab- Herrn 0 1 welche en, die solle. 1 ein stand le ber⸗
b Kurt Stern r jeder willen an, die dennoch undlich nen er⸗ Verkehr seiner⸗ elannt⸗ ner der
Daz Benn er „ deren den zu in und zugehen. zahme. t sofort ind ihre ehenden ade in zu dis⸗ „ Und wunder⸗ ) Fern⸗ htungen
en Zeit⸗ l über ge wie a reden, Dingen, ordnung Valeska ihr und in den id dann Valeska uch die N Ein schöne, 1. Tussy Naturen Beschäf⸗ le fehlte r Johte an Putz ace ke nicht rem Be⸗ an Eht⸗ hn nicht 93 Leben n Lippen ferlichen t, wöh⸗ cht ein⸗
Nr. 5.
Mitteldentsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 7.
der Sohn seines verstorbenen Bruders, sich ein⸗ fand, der mittlerweile zum Mann erwachsen, durch den Tod seines jüngeren Bruders und den der Mutter in den Besitz eines hübschen Ver— mögens gelangt war und dieses Vermögen in einem Produktengeschäft fruchtbringend angelegt hatte. Im übrigen war er jedoch ein ebenso lederner Bursche, wie sein Aeußeres fade und langweilig war, und obgleich er seiner ältesten Kousine abgöttische Verehrung darbrachte, so diente er dieser doch nur als Stichblatt ihres Witzes und ihrer munteren Neckereien. Nichts aber kleidete sie reizender, als wenn sie ihren immerhin gutmütigen Spott mit jemand trieb, und so wurde der arme Bursche immer verliebter, statt sich abschrecken zu lassen. Für Tussy war er garnicht vorhanden. Sie blickte nicht einmal von ihrem Buche auf, wenn er kam. Anders mit Oettinger. Bei seinem ersten Besuche hatte sie kein Auge von ihm verwandt, sodaß es ihn fast in Verlegenheit gesetzt hatte. Sie fühlte mit dem Instinkt des Weibes, daß es sich hier um mehr als eine neue Bekanntschaft handelte, daß das Herz ihrer Schwester engagiert war, und ein eifersüchtiger Schmerz ging wie ein zweischneidiges Schwert durch ihre Seele. Nur sehr allmählich faßte sie zu Oettinger Vertrauen und mischte sich bei seinen Abendbesuchen bis⸗ weilen schüchtern ins Gespräch, das sie mehr und mehr interessierte und dem sie mit auf⸗ horchendem Ohr folgte. Es wurden meistens soziale Dinge verhandelt, von denen sie bisher nichts gewußt oder die ihr zu hoch für ihre Fassungskraft erschienen waren. Und jetzt, wie einfach klang das alles, was Oettinger sprach, und wie edel und menschlich schön war es! Sie sah, wie ihre Schwester ihm mit brennenden Wangen zuhörte, wie sie seine Ideen teilte und sich für sie begeisterte, und sie wünschte sich deren Mut, ebenfalls Fragen zu stellen, Ein⸗ wände zu erheben oder ihren lauten Beifall kund
zu geben. (Fortsetzung folgt.)
Erkältung und Abhärtung.
(Schluß.)
Schon seit langem hat sich die praktische Medizin mit der Aufgabe beschäftigt, den Körper vor zu großer Empfindlichkeit für Erkältungen zu bewahren und, wenn sie doch eintreten, wenigstens ihre nachteiligen Folgen nach Kräften zu vermindern. Das erste Erfordernis hierzu ist eine von früher Jugend an geübte, vernünf⸗ tige und maßvolle Abhärtung. Zu einer vernünftigen Hygieine sollte schon in frühester Jugend der Grund gelegt werden; aber wie sehr hier gefehlt wird, lehrt leider die tägliche Er⸗ fahrung. Und so sehen wir denn auch, daß gerade diejenigen Kinder, die am sorgfältigsten vor jedem kalten Luftzuge gehütet und zum Schutze gegen die Unbilden des Wetters mit möglichst vielen Tüchern umwickelt werden, daß gerade diese verzärtelten Sprößlinge ganz be⸗ sonders häufig von Katarrhen und Halsentzün⸗ dungen befallen werden. Diese Verhätschelung und Luftscheu setzt sich in systematischer Weise in das Mannesalter fort und wird besonders durch die bei Beamten und TTV. so sehr
beliebte Ueberheizung der Bureaus, Studier⸗ zimmer und Wohnräume oder den methodischen Gebrauch zu warmer Bäder, namentlich der Dampfbäder, sowie durch mangelhafte Lüftung der Schlafräume bis zu vollständiger Erschlaffung der Haut und beständiger Neigung zum Schwitzen in bedenklicher Weise gesteigert.
Es mag zugegeben werden, daß auch wetter⸗ feste Naturen und nicht in Treibhauswärme Auferzogene den Unbilden und Schwankungen der Temperatur nicht immer ungestraft trotzen, immerhin jedoch kann als Grundsatz gelten, daß die Schleimhäute um so seltener von entzünd⸗ lichen Prozessen befallen werden, je kräftiger und abgehärteter die äußere Haut ist. Daß man durch Einwirkung auf die Nerven der Haut eine Aenderung des Blutkreislaufes und der Abson⸗ derung und eine Kräftigung der Haut bewirken kann, ist unzweifelhaft. Bei vielen zu Erkältungen neigenden Personen genügt oft schon das Tragen von Wollkleidern, um den erstrebten Zweck zu erreichen; die Wolle verhütet am besten Schwan⸗ kungen in der Oberflächentemperatur der Haut, auch saugt sie von allen Stoffen am meisten Flüssigkeit auf und läßt am langsamsten wieder verdunsten.
Die Aengstlichkeit der Mütter in Bezug auf die Kleidung ihrer kleinen Lieblinge ist zu be⸗ kämpfen; die Kleidung soll ausreichend schützen — gute Fußbekleidung, leichte Bedeckung der Halsgegend, Tragen einer Flanelljacke— aber nie verweichlichend einwirken. Ebenso begreift man, daß mit der Beseitigung der übermäßig hohen Zimmer⸗ und Badetemperaturen eine wei⸗ tere Ursache für die Erschlaffung der Hautgefäße wegfällt. Ganz besondere Aufmerksamkeit sollte der Hautpflege zugewendet werden. Bei Kindern mache man lauwarme Waschungen mit Salzwasser von 24 Grad Reaumur Wärme mit nachfolgender Abreibung des ganzen Körpers, bei Erwachsenen naßkalte Abreibungen der ganzen Körperoberfläche von zwei Minuten Dauer mittels großer Laken, die vorher in kaltes Wasser getaucht und tüchtig ausgerungen sind, mit nachfolgendem Frottieren mit trockenen gewärmten Laken.
Durch die verschiedenen hydropathischen Proze⸗ duren, besonders durch tägliche, am Morgen vor⸗ zunehmende kalte Waschungen, Abreibungen, Wickelungen, Douchen, im Sommer durch Fluß⸗, Sturz⸗ und Wellenbäder kann die Haut in hohem Grade gekräftigt und widerstandsfähig gemacht werden. Bei skrophulösen Kindern sind Sool⸗ bäder von 20 bis 25 Grad Reaumur und 10 bis 15 Minuten Dauer angebracht. Die un⸗ geduldigen Patienten müssen freilich bedenken, daß eine seit Jahren großgezogene Erschlaffung der Haut nicht in wenigen Wochen oder Monaten völlig beseitigt werden kann.
Hat aber eine Erkältung eingewirkt, fühlt man sich infolge davon unbehaglich, zum Frösteln geneigt, treten die Vorboten eines fieberhaften oder sonstigen krankhaften Zustandes auf, dann ist die gleichmäßige Wärme des Bettes gleich⸗ zeitig mit dem Genuß eines Glases Glühwein oder einer Tasse warmen Thees oder ähnlicher warmer Getränke, zeitig genug angewendet, oft das beste Mittel zur Verhütung ernstlicher Er⸗ krankung. Die früher noch viel häufiger als jetzt angewendete Schwitzkur hat ihre volle Berech⸗
n wendung von schweren örtlichen Erkrankungen, die sonst sich einzustellen drohen.
Eine der häufigsten Ursachen von Erkältungs⸗ krankheiten sind kalte oder durchnäßte Füße. Gegen kalte und schweißige Füße sind die Haupt⸗ heilmittel energische, häufige Bewegung und kaltes Waschen bei peinlichster Reinlichkeit. Bei nassen Füßen ist der Wärmeverlust dreimal so groß, als wenn diese Gliedmaßen unbekleidet wären. Wenn man an der Fußbekleidung nur drei Loth Wolle durchnäßt hat, ist nach Petten⸗ kofers Berechnung zur Verdunstung des darin angehäuften Wassers ebenso viel Wärme erforder⸗ lich, als man nötig haben würde, um mehr als ein halbes Pfund Eis zum Schmelzen zu bringen. Also sorge man zunächst für gutes, wasserdichtes Schuhwerk, und wenn man wirklich nasse Füße bekommen hat, so wechsle man, um üblen Folgen vorzubeugen, sofort die Strümpfe, trockne die Füße tüchtig ab und frottiere sie; darauf be⸗ fördere man den Blutumlauf durch ausgiebige Bewegung, wodurch eine wohlthuende Wärme⸗ regelung hergestellt wird.
Sprüche zur Lebensweisheit.
Erkenntnis der Wahrheit und Ausübung der Pflicht sind die höchsten Gebote der Sittlichkeit. A. v. Humboldt.
Gesetz ist mächtig, mächtiger ist die Not. Goethe.
*
Was wir ersinnen, ist des Zufalls Spiel; Nur der Gedanke ist unser, nicht das Ziel. i Shakespeare. Keine Zeit und keine Macht ist imstande, den Wunsch nach Freiheit zu unterdrücken. . Macchiavelli. Man widersetzt sich vergebens dem starken Willen der Zeit. Die öffentliche Stimmung bildet eine Volksbewaffnung, die unbesiegbar ist, und welcher das stehende Heer der Regierungs⸗ gedanken früher oder später unterliegen muß.
L. Börne. *
Bevor zum Anfang ein tüchtiger Grund ge⸗ legt ist, halte ich es für eitles Bemühen, über das Ende auch nur ein Wort zu verlieren.
Demosthenes.
————
Humoristisches.
Bureaukratisches. Schreiber:„Ich möchte Herrn Amtsvorstand ganz ergebenst um Beförderung bitten; ich bin in so schwierigen Verhältnissen und habe soeben auch noch Familienzuwachs bekommen!“
Amtsvorstand:„Ja, was ist das! Sie wollen also nach jedem Kind befördert werden. Famos kal⸗ kuliert. Da können Sie es ja mit Fleiß und Ausdauer noch bis zum Amtsvorstand bringen!“
Der kleine Karl:„Mama, darf mich der Lehrer strafen für das, was ich nicht thue?“
Mutter:„Nein, mein Kind.“
Karl:„Dann brauche ich auch meine Rechenaufgabe nicht zu machen!“
Aus einer Verteidigungsrede. Anwalt:„Sie dürfen meinem Klienten aufs Wort glauben, wenn er sagt, daß er vor dem Untersuchungsrichter die Un⸗ wahrheit gesagt hat, denn mein Klient ist ein wahr⸗
Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß 1 aller Art wird bestens besorgt von G. H. Ledermann, ö Schneidermeister, Marktstraße 27. NB. Anfertigung nach Maß in nur guter Ausführung. Eee er
ich das Geschäft der Firma
A. L. Mohr in Gießen, Lindenplatz
übernommen habe.
Neben den seither geführten Artikeln werde ich auch Zigarren sowie sämtliche Kolonialwaren
zum Verkauf bringen.
NB. Rauchfleisch, Speck, Cervelatwurst u. s. w. stets wieder vorrätig. DDr
tigung und ist oft das sicherste Mittel zur Ab⸗ heitsliebender Mann!“(Simpl.) —..,.. Nur C..... ¹·¹ R——..... rr. W mes 3 1 und Repa⸗ WI f 7 Ul Il 4 Geschäfts- Uebernahme. Zleidungsstücen MWlEdel Tel kau
Neue
Südfrüchte:
Bosinen, Corinthen, Mandeln, Feigen,
rein wollenen Cheviot
Restkoupons, passend zu kompl. Anzügen zu bekannt bill. Preisen.
Pflaumen u. s. w.
Peter Le la u billigsten en⸗gros J. Färber. Neustadt„ a 79 g Pear N
Benner& Krumm
in Gießen.


