Ausgabe 
26.3.1899
 
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Nr. 13. Gießen, Sonntag, den 26. Mürz 1899. 6. Jahrg.

Redaktion: 9 Nedaktionsschluß: Kirchenplatz 11, Schloßgasse. Mitteld eutsche Donnerstag Nachmittag 4 Uhr.

4 2 * 2 7 Abonnementspreis: Bestellungen! Juserate 2 i

DieMitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung kostet durch unsere] nehmen alle Austräger in Stadt und Land, die Expe⸗ finden in derM. S.⸗Z. weiteste Verbreitung. Die ögespalt Austräger frei in's Haus geliefert monatlich 25 Pfg.] dition in Gießen, Kirchenplatz 11, Schloßgasse, die] Petitzeile oder deren Raum kostet 10 Pfg. Bei mindestens Durch die Po st bezogen vierteljährlich 90 Pfg. Direkt durch[ Druckerei, Sonnenstraße 6, sowie jede Postanstalt und Amal. Bestellung gewähren wir 250/,ͤ bei 6mal. Bestellung die Expedition unter Kreuzband vierteljährlich 1 Mark. jeder Briefträger entgegen.(Post⸗Ztgs.⸗Katal. 4312.) 33 ¼0%/ und bei mindestens 12mal. Aufgabe 500% Rabatt.

22 gegnet man in neuerer Zeit Tag für Tag in auch der Reichtum auf jener Seite resultieren

Für 5 e der den herrschenden Gewalten dienenden Presse. 15 der 1 1 Produktionsweise,

beginnt jetzt wieder die Zeit angestrengtester Mitunter ballt man angesichts dieser geistige ie zur Voraussetzung hat, daß der Mensch den

N t 0 e 99 0 ihm da Vernichtung unserer 8 0 9 5 Faust, 5 9 1 1 7 Dem e wird nin

nicht vie Zeit ü 9 r ist 1 5 auf eine meist aber muß man doch herzhaft auflachen 15 1278 verdiente 7110 aus ezahlt, M 5 fel das 1 55 n 8 n über die Albernheiten. So auch bei einem in 5 92 55 R e mit 2 11

as mitteilt, was jedermann unbe ingt Artikel, der uns in der letzten Zeit wiederholt 7 5 ei 11 9995 wegen dem Arbeiter

ein 1 55 Blatt ist dieMitteldeuts in der kleinen Amtspresse begegnet ist unter 0 d 8 1 0 0 1

2 91 7 75 8 if In lei 1 7 85 ic dem Titel:Profitwut bei Kapitalisten und wa 8 25 5 2. 55 isikoprämie,

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auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete. Natürlich sind die letzteren die Aus⸗ denen Mehrwert, die Profitrate des Kapi⸗

DieM. S.⸗Ztg. erscheint jede Woche beuter, wie sich das bei den Konsumvereinen talisten. Je mehr Arbeitern ein Kapitalist seine

0 einmal und kostet monatlich frei ins Haus ge⸗ zege, und die Kapitalisten sind wahre Ausbunde[Risikoprämie vorenthält, desto größer sein Profit

huhe bracht, nur 25 Pfg. Das Opfer an Zeit von Menschenfreunden, die nur an das Wohl⸗ W der dent Arbeit bevölk l

ssen. sche derli; 5 d M. ergehenihrer Arbeiter, an Wohlthätigkeit, e schen Arbeiterbevölkerung

welches erforderlich ist, um sich aus derM. Spenden, Gratifikati d ähnli 0 wir haben schon ausgeführt, daß auch Klein⸗

S. 81g. über das unumgänglich Not⸗ Deaeedenten. ifikationen und ähnliche schöne faufleute und Gewerbetreibende mitbeschenkt

wendige zu unterrichten, muß jeder bringen, N e e 5 5 wurden 27½ Mill. Mark gestiftet wurden, 8 das kleine Geldopfer von 25 Pfg. monatlich Da die kapitalistischen Redaktionskulis natür⸗ so ist das 185 ein ganz 1 Bruch⸗ 0

kann jeder bringen. a ö lich selbst wissen, daß die Arbeiter von all diesen teilchen der gewaltigen Summe, die

Wer diese Opfer nicht bringen will, hat] Wohlthaten, wit denen sie von den Unternehmern] die Unternehmer den Arbeitern vorenthalten

ren kein Recht, sich über schlechte N zu be⸗ angeblich überhäuft werden, wenig zu merken haben. 27½ Millionen, das macht pro Woche t klagen, denn er hilft nicht mit, bessere Zeiten bekommen, so brauen sie im Schweiße ihres kund auf den Kopf der deutschen Bevölkerung lg zu erringen Heutzutage ist die Angesichts das notwendigeBeweis material berechnet, sage und schreibe rund einen

b Presse die beste Waffe zusammen. N 0 Pfennig!!!

gegen Volksentrechtung und Volksbe⸗ Hört und staunt, ihr beneidenswerten deutschen Es ist zum Totlachen Markweise behalten lastung durch neue Steuern. So wie die Arbeiter, die ihr keine Ahnung davon habt, wie die Kapitalisten den sauer verdienten Lohn ein

M. S.⸗Ztg. seit Jahren unerschrocken gut es euch geht und wie die Unternehmer für] und einen Pfennig spenden sie dann als eingetreten ist für die Rechte des werk⸗ euer Wohlergehen besorgt sind: Almosen. Und damit wollen die bedauerns⸗ thätigen Volkes in Dorf und Stadt,Deutsche Unternehmer haben allein im] werten Kulis, die ihre Ueberzeugung den Ver⸗

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so wird sie das auch in Zukunft thun. Je Jahre 1898 den Arbeitern, deren Angehörigen, legern der Unternehmerblätter verkauft haben, größer die Verbreitung einer Zeitung ist, bezw. den notleidenden Volksschichten 27¼] dann Staat machen! II um so größer ist auch ihr Einfluß. Deshalb Millionen Mark geschenkt für Wohlfahrts⸗ Nein, ihr Siebengescheiten mit der Huma⸗

5 5 185 1 555 i 15 7 zwecke. nität der Kapitalisten Staat machen zu wollen, un a ein, dem Organ, we hes ihre Im einzelnen werden dann die bezüglichen ist eine undankbare Aufgabe. e 4 Interessen vertritt, und das ist dieM. Summen für die jeweiligen Zwecke angeführt. Die Arbeiter wissen, daß dieHumanität

füge S.⸗Zig., immer neue Abonnenten zuzuführen. Es befinden sich darunter Summen fürArbeiter- des Unternehmertums auf Kosten der Ar⸗ 8 6 Mit der vorliegenden Nummer schließen wir] wohlfahrtszwecke, fürErziehung und Fach⸗ beiter geht. Keinen Pfennig zahlen die as 1. Quartal unseres 6. Jahrgangs. Mit bildung, fürFörderung von Kunst und Wissen. Unternehmer für dieWohlfahrt der Arbeiter,

der am nächsten Donnerstag zur Ausgabe ge⸗ schaft, fürUnterstützun; 5 1

5 l 5 5 g von Kleinkaufleuten J sei es in Form vonSpenden, in Form von 15 unk sein e 15 b und Kleingewerbetreibenden u. s. w. Beiträgen für die Kranken⸗, Invaliden⸗ oder 5 ment auf das 2. Quartal. Benutze deshalb Abgesehen davon, daß diese Summen teilweise 0 e 5 jeder, der dem Fortschritt huldigt, für Zwecke gestiftet wurden, die mit denArbeitern haben 9 1 jeder, der gleiches Recht für Alle der Unternehmer in recht losem Zusammen⸗ 3 10 übrigen will die Arbeiterschaft kein V erstrebt, hang stehen, muß besonders hervorgehoben werden, Almosen, sondern ihr Recht. Und das

den heutigen Sonntag und die Oster⸗ daß kein Mensch imstande ist, überhaupt] Recht wird sich die Arbeit 1 die i feiertage zur Werbung neuer Abonnenten. nach zu prüfen ob die angeführte Summe Gar 1 0e eee Probenummern stellt unsere Expedition, Sonnen⸗ von 27 ½ Millionen Mark wirklichgespendet hat, zu erkämpfen wissen. straße 25, gratis zur Verfügung. Die Gießener] worden ist. l Genossen werden ganz besonders zu eifriger Nehmen wir jedoch die Spende als Thatsache sse Agitation aufgefordert. Jedenfalls wäre es an. Was beweist aber 15 1 1 die ganze empfehlenswert, wenn auch in den Gewerk⸗ Notiz der Unternehmerpresse die kapita⸗ 5 schaftsversammlungen einmal auf die listischen Redaktionskulis mit einer unüberwind⸗ Bestell Zettel. Ich bestelle hiermit die Mitteldeutsche Jonnkags⸗Zeitung

M. S.⸗Ztg hingewiesen würde. lichen Dummheit behaftet sind. Denn das müßte

. sbbnen doch sogar einleuchten, daß uns Sozial⸗ demokraten nichts erwünschter sein kann, als die

Neuen

er Unternehmer⸗ Humanität. weiteste Verbreitung solcher Notizen. Denn die⸗ 2 155 d- Es ist mit ziemlicher Sicherheit anzu⸗ selben erinnern nicht nur daran, daß teilweise 1 nehmen, daß die Redaktions⸗Kulis der behörd⸗ furchtvares Elend im Lande herrscht andern⸗ d um. lichen und Unternehmer⸗Organe neuerdings wieder falls wären keine Millionen geschenke erforder⸗ hoischarf gemacht worden sind. Eifriger denn lich, sie erinnern auch daran, daß es den

usser seit langer Zeit werden in den Amts-, Mucker⸗ Unternehmern leicht sein muß, Millionen als

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und Unternehmerblättern diegeistigen Waffen Almosen zu verschenken. 5 lber, gegen die Sozialdemokratie geschwungen. NeuenDas ermuntert unter allen Umständen zum u der ügen und alten Verleumdungen, funkelnagel⸗JT weiteren Nachdenken. Woher kommt bei diesen 15 19 neuen Verdächtigungen und alten Ladenhütern] die Not und woher bei jenen das viele ohnung: 8

1 vonneuen Entdeckungen über die Gemein⸗][ Geld? Die Erklärung findet der beschränkteste gefährlichkeit der sozialdemokratischen Partei be⸗ Arbeiter. Sowohl das Elend auf dieser, wie