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Nr. 16.
Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.
Seite 7.
immer mehr. Wir befanden uns in einem langen, engen Raume, der von einem gelblich-grünen Lichte beleuchtet war. Ich stieg die kleine Zentral⸗ treppe hinauf und blickte durch das oben an— gebrachte Glas. Meine Augen waren im gleichen Niveau mit der Wasseroberfläche. Eine Welle ging genau über dem Boot hinweg. Nun sind wir vollkommen unter Wasser. Das Geräusch. das der Aufschlag der Wellen verursachte, ist verschwunden. Das Wasser ist etwa 3 Zoll vor meinen Augen— wir sind im Reiche der Fische. Ich steige hinunter und finde den inneren Raum in glänzendes elektrisches Licht getaucht. Ich fühle einen scharfen Schmerz in den Ohren— es ist der steigende Luftdruck. Man bringt die Karte. Wir halten unsern Kurs direkt gegen Sandy⸗Hook und ins offene Meer. Wir füllen nochmals ein, um weiter nach unten zu kommen.
Endlich zeigt uns eine leichte Erschütterung, daß
wir den Meeresboden erreicht hoben. „Da dieser Boden sehr schlammig ist“, erklärt Herr Lake,„so wollen wir unser Gewicht bis auf einige hundert Pfund heruntersetzen. Wir er⸗ reichen das, indem wir einen Teil des Wassers aus unseren Behältern entfernen. Auf diese Weise könnten wir nach Belieben das Gewicht einer Lokomotive und das einer Feder erreichen. Wo der Grund gut ist, Felsen oder widerstands⸗ fähiger Sand vorhanden, gebrauchen wir zu unserer Fortbewegung Räder; wenn er aber schlammig ist, wie hier, benutzen wir unsere Dampferschraube.“ Und wir kamen thatsächlich vorwärts mit derselben Bequemlichkeit, als wenn wir in einer Equipage auf den Stadtstraßen fahren. Herr Lake gab Befehl, Halt zu machen. Augenblicklich verstummten die Dynamomaschinen, das elektrische Licht erlosch und alles versank in
Verrkas aner,
Nacht und Stille. Ein Schauderern griff uns. Aber schon erglänzte die eine Lampe, dann die andere. und bald war alles wieder grell er— leuchtet. Außer der Elektrizität, welche die Dynamos während ihrer Bewegung erzeugen, besitzt der„Argonaut“ noch einen Votrat von Licht für viele Stunden. Der Vorrat an Luft reicht für zwei Tage.„Wie aber, wenn eine Störung im Mechanismus eintritt und der Wasser⸗ ballast, der das Boot unten hält, nicht entfernt werden kann?“—„Wir haben ja noch Hand⸗ pumpen“, antwortete Herr Lake.„Wenn aber auch diese versagen?“—„Dann genügt ein Druck auf diesen Hebel, um unseren Schiffs⸗ kiel loszulösen, der 4000 Pfund wiegt, und wir prallen zur Oberfläche hinauf.“ So ist denn alles vorausgesehen. Bei alledem keine Raum⸗ beengung. Die Possagiere haben die vollkommene Möglichkeit, sich zu bewegen, sie können essen, schlafen ꝛe. Sie können sich eine Tasse Kaffee leisten am tiefsten Meeresgrunde.
Soweit über die allgemeine Einrichtung der Schiffe. Um Arbeiten im Wasser auszuführen, besitzt das Boot ein besonderes Taucherkabinet. Es ist eine Stahlkammer, die an der Vorderseite des Schiffes gebaut ist. Gleich nach dem Eintritt in diese Kammer, deren Thüre er sorgfältig zu⸗ gemacht hatte, drehte Herr Lake einen Hahn um und starker Luftstrom drang in den Raum. Der Druck stieg ohne Unterlaß und wurde sogar unangenehm zu ertragen. Endlich wurde im Innern der gleiche Luftdruck erreicht, wie der Wasserdruck von außen. Nunmehr öffnete Herr Lacke ein Schlagfenster, und man bekam das Wasser und den schlammigen Boden des Meeres zu Gesicht. Das Wasser war da und es drang nicht in die Kammer,
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Werkstätte.
weil es von der Luft zurückgehalten wurde. Herr Lake ergriff eine Art Boothaken.„Sehen Sie wie leicht es wäre, ein Telegraphenkabel zu ergreifen, und zu zerstören!“ Allerdings nichts leichter als das! Wenn General Sa mpson ein Boot wie der Argonaut bei Santiago mit hätte, so wären die spanischen Minen in einem halben Tag entfernt. Andererseits könnte man ebenso leicht Torpedos unter die Flotte von Cervera bringen und sich schnell genug entfernen, um selbst außer Gefahr zu kommen.
Nun war der Versuch zu Ende und der „Argonaut“ erreichte schnell die Oz erfläche und tauchte aus dem Wasser auf zur großen Ueber⸗ raschung der Matrosen auf einem Dampfer, der gerade vorbeifuhr.
Den deutschen Lesern werden diese Mittei⸗ lungen vorläufig wohn mehr als Kuriosität er⸗
scheinen. Aber die Zeit ist vi lleicht gar nicht so fern, wo man auch in Deutschland sich dieses Spielzeug, wie so manches andere, unbedingt—
zum Schuge der Fla tte, des Pendel ꝛc.— wird anschaffen müssen. Erst freilich muß die Milliarde, die für Panzerschiffe bewilligt wurde, deren Wert durch die Einführung der Untersecboote sehr in Frage gestellt wird, verbraucht werden. Aber darauf wird man nicht allzulange zu warten haben.
Humoristisches. Die blaue Hand.
Ein Richter war, der sah nicht wohl;
Ein Färber kommt, der schwören soll. Der Färber hebt die blaue Hand; Da ruft der Richter:„Unverstand;
Wer schwört im Handschuh? Handschuh aus!“ „Nein“, ruft der Färber—„Brill' heraus!“
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