Ausgabe 
8.10.1899
 
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als Anwalt nach Dresden geschickt hätte, um von Tronka der Rappen wegen

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reichung der Klage bei der Wiener Staatskanzlei vorgegangen wäre.

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dieses Geschäfls gleich nach seiner Wien zur Pflicht gemacht hätte.

Händen des Abdeckers, behufs ihre künftigen

bember unter Umständen

Mitteldeutsche Sonntags⸗Zeitung.

Seite 7.

uner, den der Kurfüst von Brandenburg die Klage desselben gegen den Junker Wenzel vor Gericht zu hringen, nach Wien abgegangen wäre. Der Kurfürst, indem er errötend an seinen Arbeits- tisch trat, wunderte sich über diese Eilfertigkeit, indem er seines Wissens erklärt hätte, die definitive Abreise des Eibenmaier wegen, vorher not⸗ wendiger Rücksprache mit dem Doctor Luther, der dem Kohlhaas die Amnestie ausgewirkt, einem näheren und bestimmten Befehl vorbe⸗ halten zu wollen. Dabei warf er einige Brief⸗ schaften und Acten, die auf dem Tisch lagen, mit dem Ausdruck zurückgehaltenen Unwillens über einander.

Der Prinz, nach einer Pause, in welcher er den Kurfürsten mit großen Augen ansah, versetzte, daß es ihm leid thäte, wenn er seine Zufriedenheit in dieser Sache verfehlt habe; inzwischen könne er ihm den Beschluß des Staatsrats vorzeigen, worin ihm die Abschickung des Rechtanwalts zu dem besagten Zeitpunkt zur Pflicht gemacht worden wäre. Er setzte hinzu, daß im Staats⸗ rat von einer Rücksprache mit dem Doctor Luther auf keine Weise die Rede gewesen wäre; daß es früherhiu vielleicht zweckmäßig gewesen sein möchte diesen geistlichen Herrn wegen der Ver⸗ wendung, die er dem Kohlhaas angedeihen lassen, zu berücksichtigen, nicht aber jetzt mehr, nachdem man demselben die Amnestie vor den Augen der ganzen Welt gebrochen, ihn arretirt, und zur Verurteilung und Hinrichtung an die hrandenburgischen Gerichte ausgeliefert hätte. Der Kurfürst sagte: das Versehen, den Eiben maier abgeschickt zu haben, wäre auch in der That nicht groß; inzwischen wünsche er, daß derselbe vorläufig bis auf weiteren Befehl in

aufträte, und bat den Prinzen, deshalb das Er⸗ forderliche unverzüglich durch einen Expressen an ihn zu erlassen. Der Prinz antwortete: daß dieser Befehl leider um einen Tag zu spät käme, indem der Eibenmaier bereits nach einem Be⸗ in seiner Qualität als Anwalt aufgetreten, und mit Ein⸗ Er setzte auf die betroffene rage des Kurfürsten: wie dies überall in so urzer Zeit möglich sei? hinzu: daß bereits seit der Abteise dieses Mannes drei Wochen verstrichen wären, und daß die Instruktion, die er erhalten, ihm eine ungesäumte Abmachung Ankunft in Eine Ver⸗ zoͤgerung, bemerkte der Prinz, würde in diesem Fall um so unschicklicher gewesen sein, da der brandenburgische Anwalt Zäuner gegen den Junker Wenzel von Tronka mit dem trotzigsten Nachdruck verfahre, und bereits auf eine vor⸗ läufige Zurückziehung der Rappen aus den

tragen, und auch aller Einwendungen der Gegenpartei ungeachtet solche durchgesetzt habe. Der Kurfürst, indem er die Klingel zog, sagte: gleichviel! es hätte nichts zu bedeuten! und nachdem er sich mit gleichgültigen Fragen: wie es sonst in Drer den stehe, und was in seiner Abwesenheit vorgefallen sei, zu dem Prinzen zurückgewandt hatte: grüßte er ihn, unfähig seinen innersten Zustand zu verbergen, mit der Hand und entließ ihn. Er forderte ihm noch an demselben Tage schriftlich, unter dem Vorwande, daß er die Sache ihrer politischen Wichtigkeit wegen selbst bearbeiten wolle, die sämmtlichen Kohlhaasischen Acten ab; und da ihm der Gedanke, denjenigen zu verderben, von dem er allein über die Ge⸗ heimnisse des Zettels Auskunft erhalten konnte, unerträglich war: so verfaßte er einen eigen⸗ händigen Brief an den Kaiser, worin er ihn auf herzliche und dringende Weise bat, aus wichtigen Gründen, die er ihm vielleicht in kurzer Zeit bestimmter auseinander legen würde, die Klage, die der Eibenmaier gegen den Kohlhaas eingereicht, vorläufig bis auf einen weiteren Beschluß zurücknehmen zu dürfen. Der Kaiser, in einer durch die Staatskanzlei ausgefertigten Note, antwortete ihm:daß der Wechsel, der plötzlich in seiner Brust vor⸗ gegangen zu sein scheine, ihn auf's Aeußerste be⸗ fremde; daß der sächsischer Seits an ihn erlassene Bericht, die Sache des Kohlhaas zu einer An⸗ gelegenheit des gesamten heiligen römischen Reichs gemacht hätte; daß demgemäß er, der Kaiser, als Oberhaupt desselben, sich verpflichtet hätte, als Ankläger in dieser Sache bei dem Hause Brandenburg aufzutreten; dergestalt, daß, da bereits der Hof⸗Assessor Franz Müller, in der Eigenschaft als Anwalt nach Berlin gegangen wäre, um den Kohlhaas daselbst wegen Ver⸗ letzung des öffentlichen Landfriedens zur Rechen⸗ schaft zu ziehen, die Beschwerde nunmehr auf keine Weise zurückgenommen werden könne, und die Sache den Gesetzen gemäß ihren weiteren Fortgang nehmen müsse. Dieser Brief schlug den Kurfürsten völlig nieder; und da zu seiner äußersten Betrübniß in einiger Zeit Privatschreiben aus Berlin ein liefen, in welchen die Einleitung des Prozesses bei dem Kammergericht gemeldet, und bemerkt ward, daß der Kohlhaas wahrscheinlich, allen Bemühungen des ihm zugeordneten Advokaten ungeachtet, auf dem Schaffot enden werde: so beschloß dieser unglückliche Herr noch einen Ver⸗ such zu machen, und bat den Kurfürsten von Brandenburg in einer eigenhändigen Zuschrift um des Roßhändlers Leben. Er schützte vor, daß die Amnestie, die man diesem Manne an gelobt, die Vollstreckung eines Todesurteil an demselben füglicher Weise nicht zulasse; versicherte ihn, daß er trotz der scheinbaren Strenge mit welcher man gegen ihn verfahren, nie seine Ab⸗ sicht gewesen wäre ihn sterben zu lassen; und

Wiederherstellung, bei dem Gerichtshof ange

der Schutz, den man vorgegeben hätte, ihm von Berlin aus angedeihen lassen zu wollen, zuletzt in einer unerwarteten Wendung zu seinem größeren Nachteile ausschlüge, als wenn er in Dresden geblieben, und seine Sache nach säch⸗ sigen Gesetzen entschieden worden wäre. (Fortsetzung folgt.)

Sprüche zur Lebensweisheit.

Wie nichts den Mut so tief niederschlägt, als die Gewißheit, ein verscherztes Gut nie ganz wiedergewinnen zu können, so hebt den⸗ selben nichts mehr, als eine Bahn vor sich zu haben, von der gar nicht abzusehen ist, wie weit und wie hoch sie uns noch führen wird.

Strauß.

Die Halle der Wissenschaft ist der Tempel der Demokratie. Denn die, welche kommen um zu lernen, legen in gewissem Grade ihre eigene Ueberlegenheit ab, und beginnen zu be⸗ greifen, daß die Größe des Menschen nicht von dem Glanze ihrer Titel oder der Würde ihrer Geburt, sondern von der Macht ihres Geistes und Verstandes, von der Fülle der erworbenen Kenntnisse abhängt. Buckle.

Humoristisches.

Ideenverbindung. Studiosus Pumpus(bel der Lektüre desFaust):Verzeiht, es ist ein groß Ergötzen, sich in den Geist der Zeiten zu versetzen. Donnerwetter, da fällt mir ein, ich habe ja noch zwei JahrgängeZeitgeist, die ich versetzen kann.

*

Eine feine Firma. suchenden Kommis): freie Station! K Chef: wollen!

Chef(zu dem stelle⸗ Gehalt gebe ich Ihnen nicht; nur ommis:Und zu Weihnachten? Da können Sie mir schenken, was Sie

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Neu eingelaufene Schriften.

Besprechung wichtigerer Erscheinung behalten wir uns vor.

*Deutscher Buchdrucker⸗Tarif nebst Ko m⸗ mentar. Laut Beschlüssen des Tarif⸗Ausschusses heraus⸗ gegeben vom Tarifamt der Deutschen Buchdrucker. a Der Verband der deutschen Buchdrucker ist zweifellos die machtvollste deutsche Gewerkschafts⸗Organisation. Wenn es den Buchdruckergehilfen gelungen ist, mit den Unter⸗ nehmern einen einheitlichen Lohntarlf zu Stande zu bringen, so ist das ein Zeichen des großen Einflusses dieses Verbandes. Wir wären ein gutes Stück weiter, wenn alle deutschen Gewerkschafts⸗-Organisationen erst einmal so weit wären, daß das Unternehmertum mit ihnen als gleichberechtigten Faktoren rechnen müßte, wie das bei den Buchdruckern der Fall ist. Damit soll nicht gesagt sein, daß wir die jetzt bestehende Tarif⸗ gemeinschaft der Buchdrucker für eine unübertreffliche halten. Der vorliegende Kommentar zum Buchdrucker⸗ tarif ist eine ebenso fleißige wie nützliche Arbeit. Viele Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Unternehmern wird er von vornherein verhindern, entstandene Differenzen

beschrieb ihm, wie trostlos er sein würde, wenn

über Löhne und Accordsätze werden mit Zuhilfenahme des Kommentars leicht geschlichtet werden können.

Zur Landtagswahl im blessener Landkreis!

Dienstag, den 24. und Mittwoch, den 25. zur Einsicht der Wähler auf. Sehe jeder mindestens Die Wahlmännerwahl findet am

Mittwoch, den 8. damit die Arbeiter sich schon wochenlan

a Am Montag, den 23., meistereien die Wählerlisten Liste eingetragen ist.

satt. Sprecht das weiter,

einen viertel bleiben. Wenn jeder seine Arbeitet unermüdlich, haben, am 8. November heim. um Landtag wählen zu können, Kein Arbeiter darf am 0 er weiß,

sbgeordneten wählen will.

Pflicht thut, ist uns diesmal der Sieg gewiß. Ihr Arbeiter, zahlt es den Antisemiten, Beweist auch den Nationalliberalen, daß Ihr sehr wohl wißt, 8. November einem anderen daß er den Candidaten der Arbeiterpartei,

Ces steht viel für Euch auf dem Spiel, geit einer der Eurigen nützen, und wie Euch ein Gegner schaden kann.

oder einen halben Tag zu feiern.

Wahlmann seine

NMovember D

g vorher darauf einrichten können, am 8. No⸗ Keiner darf diesmal der Wahlurne fern

die ehrliche Arbeiter Sehlammbeißer genannt

die die Arbeiter noch nicht fur reif halten, direkt wer Eure Interessen am besten

Philipp Scheidemann in Gießen, zum Landtags⸗

es wird für sechs lange Jahre gewählt.

Oktober liegen auf allen Bürger⸗ 25 Jahre alte Hesse nach, ob er in die

vertritt. Stimme geben, als demjenigen,

Bedenkt, was Euch in dieser

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