Ausgabe 
23.4.1905
 
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ihm aus voller Ueberzeugung bei.

Nr. 17.

Mitteldeutsche Sountags⸗Zeuung.

Seite 7.

wär's doch besser, daß wir anstatt des Dinges da, daß Du nie losschießen wirst, einen jungen, kräftigen Menschen in's Haus nähmen. Er sah seine Frau nur fragend an und ste fuhr sort:Ich denk an den Otto. Und wenn du etwa meinst, daß sich das von wegen unsrer Tochter nicht schickt, nun, ich will's Dir nur sagen, wenn Du noch nichts gemerkt haben solltest: die beiden sind schon längst miteinander einig. Und das Haus ist ja groß genug, daß das junge Paar bei uns wohnen kann.

Ihr Mann stieß ein gurgelndes Lachen aus, dann rief er:Denkst Du, ich bin blind? Na ga, das Goldfischchen zu erschnappen, das könnte dem Jungen schon gefallen, dem Hungerleider, dem Habenichts. Aber daraus wird nichts, das sag' ich Dir ein⸗ für allemal.

Und ich sage Dir, daß mein Neffe kein Hungerleider ist, ereiferte sich Frau Karoline ein wenig.Er verdient durch seine Arbeiten schon jetzt so viel, daß er unsere Nachhülfe kaum braucht. Er ist ein ordentlicher Mensch und wenn Dir an dem Glücke unseres Kindes was liegt, dann mußt du ja und Amen sagen.

Und ich sag' noch einmal: niemals!

Niemals ist kein Grund, Alter. Du willst Dir wohl wieder einen Baron als Schwieger⸗ sohn suchen? Na, ich denke: einmal blamtert ist genug für's ganze Leben.

Ist mir immer noch lieber, als die Rosalie einem Sozialdemokraten zu geben, schnob er.

Ja, Du machst lieber vor einem Adeligen Bücklinge oder vor einem Geldsack, als daß Du einem ehrlichen Arbeiter die Hand drückst. Und ich möchte wohl wissen, was aus Dir geworden wäre, wenn ich damals, als Du um mich warbst, so gedacht hätte, wie Du heute?

Ihr Mann wurde bleich und starr, dann setzte er sich hin, sah vor sich auf den Fußboden und seufzte. Die Pille war zu kräftig für ihn. Er tat ihr leid und ste bereute. Sie legte ihm die Hand auf die Schulter und bat:Sei wieder gut, Gustav. Ich hätte das nicht sagen sollen.

Er wiegte eine Weile den schweren Kopf, dann sah er seine Frau von unten auf an und sagte:Aber ich habe mit dem Deintgen ge⸗ wirtschaftet, so daß wir heute schwer reiche Leute sind. Und jetzt laß uns schlafen gehen.

Ja, das hast Du, pflichtete seine Frau Gehen wir zu Bett! Nur Das will ich noch sagen, daß

der Otto kein Verschwender ist und daß er unser Kind auf den Händen tragen wird. (Schluß folgt.)

Allerlei. Schnecken und Mäuse.

An eine weniger bekannte Aufzeichnung Lessings wird in derNeuen Freien Presse erinnert. Das kleine, aber vielsagende, in

Dialogform gehaltene Fragment trägt die

Ueberschrift:Gespräch über Mönche und Soldaten und lautet:

Muß man nicht erschrecken,. beginnt A, wenn man bedenkt, daß wir mehr Mönche haben als Soldaten?

Du willst sagen, erwidert B,daß es mehr Soldaten als Mönche gibt.

A:Nein, nein, mehr Mönche als Soldaten.

B:Erschrecken? Warum nicht ebensowohl erschrecken, daß es weit mehr Soldaten gibt als Mönche. In dem und jenem Lande von Europa magst du recht haben. Aber in Europa überhaupt? Wenn der Landmann seine Saaten von Schnecken und Mäusen vernichtet sieht: Was ist ihm da das Schreckliche? Daß der Schnecken mehr sind als der Mäuse? Oder daß es der Schnecken oder der Mäuse so viele gibt 2

A:Das verstehe ich nicht.

B:Weil du nicht verstehen willst. Was sind denn Soldaten?

A:Soldaten sind Beschützer des Staates.

B:Und Mönche sind Schützer der Kirche.

A:Mit eurer Kirche!

B:Mit eurem Staate!

A:Träumst du! Der Staat! Der Staat! Das Glück, welches der Staat jedem einzelnen Gliede in diesem Leben gewährt!

B:Die Seligkeit, welche die Kirche jedem Menschen nach diesem Leben verheißt!

A:Verheißt!

B:Gimpel!

Humoristisches

Die Weltanschauung des Frosches.Was brauche ich das Weltmeer zu sehen?! rief der Frosch. Ich bin vollständig davon überzeugt, daß es keinen Vergleich mit meinem Sumpfe aushält!

Beamten⸗ Standpunkt. Kanzletrat: Sollte man es für möglich halten? In Chemnitz hat ein Post⸗ sekretär, der vierzig Jahre im Staatsdienste steht, einen Orden zurückgewiesen! Geheimrat: Hm, hm! Der Mann kann nicht normal sein! Den sollte man auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen!

Litterarisches.

Von Stadthagens Arbeiterrecht sind nun⸗ mehr die letzten Hefte erschienen. Ueber das Werk, das jedem Arbeiter nicht nur, sondern überhaupt jedem Menschen, der sich über die Gewerbeordnung, die Ver⸗ sicherungsgesetze ꝛc. unterrichten will, zur Anschaffung empfohlen werden kann, schreibt Rechtsanwalt Haase in Königsberg in derNeuen Zeit:

Das Arbeiterrecht Stadthagens liegt seit kurzem in vierter Auflage vor ein ausgezeichnetes Werk von wissenschaftlichem Werte und praktischer Brauchbarkeit. Die meisterhafte Beherrschung und Zusammenfassung des in vielen Gesetzen zerstreuten Materials; das scharfe und tiefe Eindringen in alle Fragen des Arbeiterrechts; die klare, leichtverständliche Darstellung, die doch keineswegs den wissenschaftlichen Charakter preisgibt, bilden die großen Vorzüge des Stadthagenschen Werkes, die in dieser Auflage ebenso wie in den früheren Auflagen her⸗ vortreten.

In allen Teilen der neuen Auflage offenbart sich das umfassende und tiefe Wissen des Verfassers, sein selbständiges Urteil, der auf die Arbeit verwendete groß e Fleiß. DasArbeiterrecht ist geradezu eine Fundgrube der Belehrung für den Gewerberichter und den Arbeiter⸗ eee

Aber auch den rechtsuchenden Arbeitern, die einen Rechtsanwalt oder Arbeitersekretär nicht zu Rate ziehen können, leistet es vortreffliche Dienste, namentlich durch die Fülle von Beispielen und Formularen, welche die Anwendung der Rechtssätze im Verkehr mit den Behörden veranschaulichen und die praktische Brauchbarkeit des Buches sehr erhöhen.

Zu beziehen in Heften à 20 Pfg. in der Expeditlon der Mitteld. Sonntags⸗Zeitung.

Landarbeiter in Mecklenburg. Unter diesem Titel ist soeben von der BuchhandlungVorwärts in Berlin eine Broschüre des Genossen J. Herzfeld, Reichstagsabgeordneter, herausgegeben. Es ist ein er⸗ schütterndes Bild, das der Verfasser vor uns aufrollt. Fast völlig rechtlos ist der größte Teil der Einwohner dieses Feudalstaates seinen skrupellosen Ausbeutern über⸗ antwortet. Herzfeld zeigt die Ursachen dieser wirtschaft⸗ lichen und politischen Knechtung, und er weist den Landarbeitern den Weg, auf dem allein sie Befreiung erhoffen dürfen. Die Broschüre kostet 50 Pfennig; sie ist in allen Parteibuchhandlungen zu haben.

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