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Nr. 35.
Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.
Seite 7.
ihre Mannschaft, und die Boote fuhren an Laud, das Material, so rasch als es gehen wollte, einzuladen.
Wie bald sie damit fertig wurden, hat aber Patrick O' Kearney nie erfahren. Denn noch war das erste Boot nicht halb gefüllt und er eben wieder die Landung hinaufgeschickt, mit dem Rest seiner Wacht die oben schon gefüllten Säcke herunterzutragen, als er seine Zeit vor⸗ trefflich gut abpaßte, den wachttuenden Ser⸗ geanten der Marine, der dort oben hinbeordert war, ein Desertieren der Matrosen zu verhüten, mit einem kunstgerechten Schlag zu Boden warf und wie der Blitz in die engen und winkligen Straßen und Schluchten Valparaisos hinein⸗ sprang, in denen er auch gleich darauf spurlos verschwand.
Von seiten des englischen Konsuls wurde allerdings ohne Zögern die vortreffliche chile⸗ nische Polizei aufgeboten, des Flüchtigen wieder Piper zu werden, doch umsonst. Durch den rüheren Schaden k ug gemacht, brachte er die Stadt und ein gut Stück Land bald zwischen sich und seine Verfolger und hielt sich in einem kleinen Städtchen, am Fuße der Kordilleren, tief im Innern des Landes versteckt, um dort so ruhig wie möglich das Segeln seines Schiffes abzuwarten. b
Kriegsschiffe aber, die in irgend einem Hafen stationiert sind, verlassen diesen nicht sobald wieder, sondern halten sich dort oft Monate auf. So war auch weit über ein halbes Jahr verflossen, ehe Patrick O' Kearney die willkom⸗ mene Kunde von dem Segeln seines Schiffes erhielt und er endlich einmal wieder frei auf⸗ atmen durfte.
Patrick O' Kearney hatte sich indessen trotz der halben Gefangenschaft vortrefflich amüsiert, und in einer chilenischen Familie, die ihn auf das freundlichste aufgenommen, so vollkommen gut und häuslich eingerichtet, daß er schon fast wie mit zu ihnen gehörte. Von offenem Kopf und einem großen Teil Mutterwitz, war es ihm auch in der Zeit schon so ziemlich gelungen, der spanischen oder der kastilanischen Sprache vielmehr, wie die Chilenen sagen, mächtig zu werden. Er begriff wenigstens genug davon, alles zu verstehen, was zu ihm gesagt wurde, und war im Stande, das, was er den Leuten sagen wollte, so ziemlich deutlich herauszubringen. Die oft drollige Aussprache des Fremden mit seinen eigenen gesunden Einfällen machten ihn dabei nur noch beliebter. Die guten Menschen
lachten ihn auch wohl manchmal aus, halfen
ihm jedoch auch jedesmal zurecht, und Patrick, der dabei seinen Wirten mit eisernem Fleiße zur Hand ging, war bald der allgemeine Lieb⸗ ling im ganzen Städtchen.
Daraus würde er sich nun allerdings nicht so viel gemacht haben, aber— was mehr sagen wollte— er war auch der Liebling der Tochter des Hauses, der reizenden Beatriz, geworden,
die ihn vor allen anderen jungen Leuten aus⸗
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zeichnete. Der arme Patrick aber wurde auch wirklich bald von ein paar Dutzend Messern heißblütiger Nebenbuhler bedroht, die sich den
fremden Eindringling nicht wollten gefallen
lassen. Den kecken Iren kümmerte das aber entsetzlich wenig. l
„Arrach Honey,“ hatte er gesagt, als ihm einer der jungen Chilenen mit der Hand am Dolch zur Rede stellen wollte,„hab' auf deine eigene Nase acht,“ und gab dabei dem hitztgen
jungen Burschen einen solchen Schlag zwischen
gebracht werden mußte.
die Augen, daß er eine volle Stunde lang be⸗ wußtlos liegen blieb und mit kalten Umschlägen und Augenbädern erst wieder zur Besinnung Das schien wohl den
Fremden bei den übrigen in Respekt gesetzt zu haben und wenn ihn Beatrizens verschiedene Anbeter deshalb auch nicht mit freundlicheren Augen ansahen, ließen sie ihn doch zufrieden. Der Chilene ist überhaupt lange nicht so blut⸗ gieriger Natur, wie sein östlicher Nachbar.
Und Judith 2— Ja lieber Gott, von Chile nach Irland war ein weiter, weiter Weg. Wäre
er aber selbst zurückgekehrt, hätte er denn nach
dem, der Tante geschriebenen wirklich groben
1 Brief deren Haus je wieder betreten dürfen? Und dann Beatriz, die dunkelglühenden Augen
des wunderschönen Mädchens hatten sich tief in sein Herz gebohrt, und Patrick gehörte leider Gottes zu jenen heißblütigen flatterhaften Ge⸗ sellen, die einem schönen Gesicht nun einmal nicht in die Augen schauen können, ohne Feuer zu fangen. Hier bei der bildhübschen, schwarz⸗ haarigen Tochter des Südens brannte er schon lichterloh.
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf ihn da auch hier eines Abends die Erklärung der alten Dame, Beatrizens Mutter, daß sie— nie einem Protestanten die Hand ihrer Tochter geben dürfe. Die Gesetze litten das überhaupt nicht, und ein solcher Bund würde von keinem Geistlichen eingesegnet werden. Und wie herzlich und herzbrechend hatte Beatriz dazu geweint, als ste erfuhr, daß er ein Protestant sei, und wie innig ihn gebeten, das Heil seiner Seele zu bedenken, jetzt da es noch Zeit sei, und in den Armen der allein seligmachenden Kirche Schutz gegen des Teufels Macht zu suchen.
„Es ist doch eine höchst auffallende Sache,“ dachte Patrick bei sich,„daß ich gar nicht im⸗ stande bin, mich in ein protestantisches Mädchen zu verlieben. Immer kommt mir das verzwei⸗ felte Glaubensbekenntnis quer über den Weg, und— ich werde wahrhaftig noch am Ende Katholik werden müssen— es ist ordentlich, als ob es so sein sollte.“
„Als ob es so sein sollte“— ja wohl, das ist so unser gewöhnliches Sprichwort, wenn uns das Schicksal, wie wir meinen, aus dem befah⸗ renen Geleis hinaus und auf einen fremden Acker wirft— all unseren früheren Berechnungen zum Spott und Trutz—„als ob es so sein sollte,“ es ist die beste Ausrede, die wir dann meistens bei der Hand haben. Patrick ging ja übrigens auch noch etwas anderes im Kopfe herum. Beatriz war erstens ein bildhübsches und sogar sehr wohlhabendes Mädchen, denn ihr Vater hatte in und um Santa Rosa ziemlich bedeutende Besitzungen, und dann, wie freund⸗ lich, wie herzlich hatte ihm die alte Dame zu⸗ gesprochen, ihrem Glauben sich zuzuwenden. Keine Drohung, kein Zorneswort gegen seinen Glauben, gegen den Glauben seiner Vorfahren war dabei über ihre Lippen gekommen; und selbst der alte würdige Geistliche, der das Haus jetzt öfters als je besuchte, wie gutmütig, wle zutraulich hatte er mit ihm, dem Ketzer, stets gesprochen, und wie hochfahrend und grimmig war dagegen Pater Anselm zu Hause stets ge⸗ wesen, wenn er nur in dessen Nähe kam.
Aber Judith— es ist wahr, die Erinnerung an das wackere rotbäckige, frische Kind, trat ihm, wenn er allein war, wie ein zürnender Engel vor die Seele. Sobald er aber wieder die tiefdunklen Sterne Beatrizens auf sich ge⸗ richtet fühlte, und in den magischen Zauberkreis kam, mit dem die Nähe des wunderschönen Mädchens ihn jedesmal umstrickte, so war die Judith mit allen ihren Gewissensbissen auf ein⸗ mal rein vergessen. Nur der alten bösen Tante dachte er dann noch und des Pater Anselem — als ob Judith damals nicht gerade so viel gelitten hätte, wie er selbst— und er suchte es sich dabei selber weis zu machen, daß er mit seiner Liebe für die junge Chilenin eigentlich 1910 1525 Tante und den Pater Anselm ärgern wollte.
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So vergingen wieder einige Monate. Ein junger Mann war in der Zeit oft in das Haus gekommen, und Patrick hatte ihn im Anfang mit etwas eifersüchtigen Blicken betrachtet, wie er aber bald fand, von ihm in seiner Liebe nichts zu fürchten. Carlos, wie der junge Mann hieß, schien ein naher Verwandter der alten Dame zu sein und stand mit ihr auf sehr ver⸗ trautem Fuße, machte der Tochter auch nicht im mindesten den Hof, ja hatte kaum von seinen — Patricks— Absichten auf ihre Hand gehört, als er dem Iren selbst auf das freundlichste zuredete, zu ihrem Glauben zu übertreten und dadurch auch das letzte Hindernis zu entfernen.
Es tut mir leid um Patrick; aber ich kann dem Leser das endliche Resultat nicht verschweigen mer war wirklich schwach genug, das hier in Chile zu tun, was er in Irland mit Entrüstung zurückgewiesen. An einem schönen Nachmittage
hielt er, der arme pfenniglose, fremde Ire um die Hand der reichen, wunderreizenden Farmers⸗ tochter bei der Mutter an, und wurde nicht zur Tür hinausgeworfen, sondern die alte Dame erklärte ihm ganz freundlich, daß ste ihn liebe, lieb wie einen Sohn hätte, aber seiner Seele Heil liege ihr mehr am Herzen, als sein leib⸗ liches Wohl. Sie wolle auch deshalb jetzt auf seinen Antrag gar nichts erwidern, der bleibe der Zeit anheimgestellt, aber vorher würde es sie und— Beatriz glücklich machen, ihn in die Arme ihrer Kirche aufgenommen zu sehen.
Patrick ging an dem Nachmittage wie in einem Traum herum, aber am nächsten Morgen schloß er sich mit Pater Antonius den ganzen Vormittag ein und mittags hatte er diesem die feste Erklärung gegeben, daß er, wie er meinte, ein Katholik, wie der Pater aber sagte, ein Christ werden wolle.
Er ging selber hinüber, der zukünftigen— Schwiegermutter seinen Entschluß mitzuteilen, und diese sprang, wie sie die frohe Kunde ver⸗ nahm, von ihrem Stuhl auf, warf die Papier⸗ zigarre fort und fiel dem etwas überraschten jungen Manne eigenhändig um den Hals. Aber Beatriz, die mit Carlos gerade das Zimmer betrat, hörte kaum von der Mutter Lippen die frohe Botschaft als sie mit einem gar so lieben zauberischen Lächeln auf ihn zuging, ihm die Hand zum Danke bot und es still und errötend duldete, daß er sie— er glaubte sich die kleine Vorausbezahlung verdient zu haben— ohne weiteres umfaßte und herzlich abküßte. Carlos ging leer aus.
(Fortsetzung folgt.)
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Splitter.
Die Wahrheit ist stärker als ihre Gegner: sie überwindet ste; stärker als ihre Verteidiger: sie braucht sie nicht.
Mensch dir wäre besser gewesen, Hättest du Glauben, hätt'st du Gebet, Nimmer gekannt und die Schrift nur gelesen, Die im Herzen geschrieben Dir steht! Denn die höchste der Religionen Ist die Liebe! Hörts ihr, Nationen! A. F. Graf von Schack.
Um seinen Verstand auszubreiten, muß man
seine Bedenken einschränken.
Vinet.
Lessing.
Numoristisches. Ein Reinfall.
Der Wirt eines oberhessischen Dorfes be⸗ merkte, daß die Zigarren in seiner Wirtschaft rascheren Absatz fanden, als ihm nach den da⸗ für erzielten Einnahmen lieb war. Der Ver⸗ dacht, die Schuld an dieser Differenz zu tragen, lenkte sich auf einen der Gäste, aber der Nach⸗ weis war nicht so einfach. Da kam unserem Wirt ein Einfall. Ehe der verdächtige Gast kam, begab sich der Wirt mit einem leeren Zigarrenkistchen in den Kuhstall, das er bald wohlgefüllt zurückbrachte und schmunzelnd auf den Schenktisch stellte. Der„treue“ Stamm⸗ gast kam auch bald. Der Wirt verließ das Zimmer, aber nur auf einige Augenblicke. Bei seiner Rückkehr war der reingefallene Zigarren⸗ liebhaber eifrig beschäftigt, sich mit dem Taschen⸗ tuch die Finger zu reinigen, die einen Fehlgriff getan hatten. Nach Ersatzleistung für die frü⸗ heren glücklicheren Griffe wurde der Gast, der froh war, daß er nicht der Polizei überliefert wurde, an die frische Luft gesetzt, die hoffent⸗ lich einen recht wohltuenden Einfluß auf ihn ausübte.
Die Schutzpatrone der Bergleute.„Haben denn die Bergleute auch einen Schutzpatron?“—„Na⸗ türlich, sogar drei, St. Michael, Raphael und Gabriel.“ —„Warum denn gerade die?“—„Nun, das sind doch die Erzengel.“
Zur Uebung.„Wo reiten die Ulanen hin, Papa?“—„Nach dem Tempelhofer Felde.“—„Was machen sie denn da?“—„Stoob!“—
Vor dem Sraßburger Münster.„Warum mag der eine Turm nicht vollendet sein?“—„Wahr⸗ scheinlich sind damals die Bankdirektoren schon vor der
Vollendung eingesperrt worden.“


